_________________________________________________________________
K L E I N R E P O R T
Der Mediendienst der Schweizer Kommunikationsbranche;
die unabhängige Internet-Zeitung erscheint täglich.
_________________________________________________________________
Dienstag, 5. April 2016
«Süddeutsche Zeitung» landet Coup mit «Panama Papers» Von einer anonymen Quelle erhielt die «Süddeutsche Zeitung»
Informationen über Offshore-Geschäfte. Es handelt sich dabei um
eine unglaubliche Zahl von 2,6 Terabyte an Daten respektive
11,5 Millionen Dokumenten zu insgesamt 214 000 Briefkastenfirmen,
wie die «Süddeutsche Zeitung» am Sonntagabend auf ihrer Webseite
bekanntgab. Die «Panama Papers» zeigen, wie Staatschefs,
Diktatoren und Sportstars weltweit ihr Vermögen verschleiern.
Die «Süddeutsche Zeitung» berichtet, dass sie die Recherche
gemeinsam mit dem Internationalen Konsortium für Investigative
Journalisten (ICIJ) in Washington organisiert hat. An ihr wirkten
etwa 400 Journalisten aus fast 80 Ländern mit. In den kommenden
Tagen werden etwa 100 internationale Medien unter dem Titel
«Panama Papers» ihre Ergebnisse veröffentlichen.
Die Informationen der «Süddeutschen Zeitung» beruhen auf
Dokumenten aus der Anwaltskanzlei Mossack Fonseca in Panama,
einem der weltgrössten Anbieter und Verwalter von sogenannten
Offshore-Firmen. Das sind Briefkastenfirmen, die ihren Sitz in
Steueroasen haben und deren wahre Eigentümer nach aussen meist
nicht bekannt sind. In diesem riesigen Datenberg tauchen auch die
Namen von Superreichen, Sportlern, Waffenhändlern, Spionen und
Betrügern auf.
Die «Süddeutsche Zeitung» deckt in ihrer Berichterstattung von
Sonntagabend weiter auf, dass sich in den Daten die Namen
mehrerer Staats- und Regierungschefs finden lassen. So gehören
oder gehörten offenbar dem saudi-arabischen König
Salman ibn Abd al-Asis, dem ukrainischen Präsidenten
Petro Poroschenko und dem früheren georgischen Ministerpräsidenten
Bidsina Iwanischwili Offshore-Firmen.
Der Leser erfährt weiter, dass unter anderen auch der
argentinische Fussballspieler Lionel Messi, der Ende Mai wegen
des Vorwurfs der Steuerhinterziehung in Spanien vor Gericht
stehen wird, in den Unterlagen als Begünstigter einer der
Staatsanwaltschaft bis dato unbekannten Offshore-Firma geführt
ist.
In einem Kommentar - innerhalb dieser Berichterstattung - des
Chefredaktors der «Süddeutschen Zeitung» Wolfgangs Krachs,
fordert er, dass diese Offshore-Geschäfte nicht länger verborgen
bleiben dürfen. Denn über solche Firmen werden offenbar Krieg und
Terror finanziert. «Aus den Unterlagen, welche die SZ in den
vergangenen zwölf Monaten gemeinsam mit 400 Journalisten aus
aller Welt ausgewertet hat, lässt sich erkennen, wie gigantisch
das Problem der Offshore-Geschäfte ist - und wie dringlich die
Weltgemeinschaft hier handeln muss», so Krach.
Denn bekannt war bislang nur, dass reiche Privatleute und auch
Unternehmen Briefkastenfirmen nutzen, um das in ihren Augen
lästige Bezahlen von Steuern so weit wie möglich zu umgehen.
Schon das ist für Krach schamlos und unsozial, weil diese Steuern
im Land fehlen, um die Aufgaben für die Allgemeinheit zu
finanzieren: den Bau von Schulen, Schienen oder Wohnungen etwa.
Wie die Geschichten zeigen, bestehe ein Zusammenhang zu
Terrorgruppen denn diese nutzen dieses System dazu, sich zu
finanzieren.
Betroffene, welche die «Süddeutsche Zeitung» um Stellungnahme
ersucht hat,
haben bereits vor Veröffentlichung gedroht. «Der
Sprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin stimmte die
Bevölkerung schon mal auf eine ‚Informationsattacke’ westlicher
Medien ein. Das war die Reaktion des Kreml darauf, dass Fragen
zum konspirativen Verschieben von Millionenbeträgen im engsten
Umfeld von Putin stattgefunden haben.
Die Kanzlei in Panama, über die viele dieser Geschäfte liefen,
kündigte an, sie werde gegen die Veröffentlichungen vorgehen. Die
‚Verwendung von rechtswidrig erlangten Informationen’ stelle eine
Straftat dar», hält Krach fest.============================================
Meine Meinung :
es ist doch egal, wo (?) die "Super-Reichen" "ihr" Geld haben, oder ?
Die Frage ist doch, kann man dieses "Geld" beschlagnahmen oder nicht ?
Jetzt wird halt "umgeschichtet" und die fleissigen JOURNALISTEN haben
wieder viele Jahre Arbeit, den neuen TRESOR von DAGOBERT DUCK zu finden !
Das ist auch eine Art von Arbeitsplatz-Sicherung !
![Megagrin ;]](https://forum.thailandtip.info/Smileys/t3net/icon_megagrin.gif)
An alle die sich jetzt aufregen oder aufgeilen, hat Einer von euch nur einen
EURO weniger wegen "PAN(N)AMA" ?

Eher nicht, oder ?
Fuer uns hier im Paradies gilt doch immer noch :
![Prost [-]](https://forum.thailandtip.info/Smileys/t3net/icon_prost.gif)