
ROSA FASCHISMUS IM AUFWIND - 1. JULI 2017
Eine neue Religion breitet sich aus wie der Nebel des Grauens. Bis in die letzten Ritzen und Poren der Privatsphäre dringt sie ungebeten ein. Mit einer unangehmen Penetranz erreicht sie via Fernsehen, Radio, Lautsprecher und Video-Leinwände alle Nischen des öffentlichen Raums: Kindergärten, Schulen, Universitäten, Arbeitsplätze, U-Bahnen, Fußballstadien und Veranstaltungen. Mal subtil, mal brachial: ein Rosa Faschismus hat den Diskurs, der längst vor einer Mixtur aus Konformitätsdruck und Opportunismus kapituliert hat, fest im Griff.
Angesichts der Wortwahl des dozierenden ARD-Kommentators zum Thema „Ehe für alle“ sei Stirnrunzeln gestattet:
„Ich kann es kaum erwarten, bis Unwörter wie Homoehe der Vergangenheit angehören .. Unsere Gesellschaft wird noch toleranter … Die wenigen, die noch immer hinter dem Mond leben, und glauben Schwule und Lesben diskriminieren zu können, müssen jetzt anerkennen … da sind jetzt noch ein paar Unverbesserliche“
"Ich kann es kaum erwarten, bis Unwörter wie Homo-Ehe endlich der Vergangenheit angehören. Ehe ist Ehe." kommentiert Michael Stempfle das Ja-Wort für die Ehe auch für Homosexuelle.
Der ARD-Kommentator Michael Stempfle benutzt den Ausdruck „noch toleranter“. Verwechselt er „tolerant“ mit „totalitär“?
Seit Begriffe wie AIDS und HIV in aller Munde waren, outeten sich nach und nach Schauspieler, Musiker, Politiker oder Fußballer als schwul. B- und C-Promis kurbelten ihre Karrieren durch Homo-Exhibitionismus an. Schwule Bürgermeister und lesbische Moderatorinnen wurden von Medien umgarnt und sonnten sich im Sympathie-Bonus.
Bunte Medien vermitteln den Eindruck, als „Hetero“ zu einer aussterbenden Art zu gehören. Zu den gegenwärtig übelsten Verunglimpfungen gehören sprachliche Neuschöpfungen wie „homophob“. Rosa Faschisten erkennt man an deren Wortschatz und sprenggläubigen Unwörtern wie „Rassist“, „Nazi“ oder „homphob“. Was vor 1989 „Revanchisten“, „Revisionisten“, „Ewig Gestrige“ oder „Imperialisten“ waren, sind jetzt die Heiden der neuen Religion Rosa Faschismus.

Wenn von „westlichen Werten“ oder „westlicher Wertegemeinschaft“ die Rede ist, dann kleistern deren Repräsenten den Heiligen Geist vom Christopher Street Day, offener Gesellschaft, Menschenrechten, Empathie und Willkommenskultur in die Säulenhallen der Bigotterie und Egalitärfrömmelei. Politisch unkorrekt zu sein gehört im Rosa Faschismus zu den Kapitalvergehen. Nicht nur Franz Schönhuber, Eva Hermann oder Jürgen Möllemann mussten erfahren, daß politischer Exorzismus längst salonfähig ist.

FoTo: Allianz Arena/B.Ducke (siehe link München TV,
https://www.muenchen.tv/christopher-street-day-125-000-feiern-csd-parade-bilder-video-177288/)
Selbst ein Regenbogen darf kein Regenbogen mehr sein. Die Ideologie dahinter entwickelt sich zur Drohkulisse. Der Regenbogen ersetzt heute Hammer und Sichel.

Wer nicht Empathie-positiv ist ist suspekt. Wege ins bunte Fegefeuer sind vorprogrammiert wie Spießrutenläufe in der „offenen Gesellschaft“, wie sie eine Caroline Emcke und ähnliche Galionsfiguren der neuen Religion symbolisieren.
Quelle: bayernistfrei.com