Zwar schreiben wir momentan etwas am Ursprungsthema vorbei, aber mich stoert so was nicht.
Also:
Ich denke, dass es ueberall auf der Welt so ist, dass die Menschen sich in einer Grossstadt teilweise ganz anders zueinander verhalten, als auf dem Lande, wo die sozialen Bindungen ungleich staerker sind.
Aber als dann das Hotel in Pattaya brannte, wo man die Fluchttüren abgeschlossen hatte und einige Leute aus dem Fenster ihres brennenden Zimmers sprangen und auf den Beton klatschten –
da hätte ich mal Eure Gesichter gerne gesehen, wenn Ihr gesehen und gehört hättet, dass Thais mit Applaus und Gejohle diese Sprünge dokumentierten.
Was i-lung in Pattaya erlebt hat, waere hier im laendlichen Umkreis sicher anders abgelaufen.
Andererseits sind etliche Thais seelisch so abgebrueht, wie viele unserer Vorfahren vor 200 Jahren.
Zur 1. Hilfe:
Da ich in Deutschland zum Sanitaeter ausgebildet wurde (und aus innerer Ueberzeugung), helfe ich in Europa automatisch.
Als ich anfing, hier im TIP-Forum zu lesen, schockten mich einige Beitraege, die zeigten, dass ein Farang durch aktive 1.Hilfe enorme Probleme bekommen
kann.
Deshalb sprach ich wiederholt mit meiner Frau ueber dieses Thema.
Sie riet mir dringend, besonders in grossen Staedten
nicht zu helfen, weil ich besonders als Farang (sind ja alle reich

) letztlich als Schuldiger dastehen koennte.
Beispiel Zitat i-lung
Ich sagte zu meiner Frau, dass man da doch helfen muss. Sie antwortete, dass wenn ich die anfasse und sie den Unfall nicht überleben würden, ich ganz schönen Ärger bekomme und mich nicht wundern sollte, wenn ich es am Ende noch Schuld bin.
Nicht vergessen: Im thailaendischen Rechtssystem hat der Angeklagte seine Unschuld zu beweisen.
Dagegen sei es hier bei uns auf dem Lande schon gut, zu helfen. Im Ernstfall koenne auch die Familie helfen. (Diesen Punkt sollte man uebrigens in Thailand nicht unterschaetzen!)
Und samurai und gam z.B. leben eher im laendlichen Bereich, wo wieder andere Regeln gelten. Das ist Thailand.

Also gibt es hier in Thailand diesbezueglich einen riesigen Graubereich.
Zwar bin ich mittlerweile mit meiner Frau zusammen (und nicht zuletzt durch ihre Worte) an drei blutigen Unfaellen in Chiang Mai, Loei und Khon Kaen vorbeigefahren, aber ich kann nicht vorhersagen, wie ich reagiere, wenn ich alleine auf so ein Elend stosse.
...jeder muss in solch einem Augenblick selber entscheiden, was er tut. 
meistens hilft man eh, ohne sofort an die Konsequenzen zu denken, 
Gruss Achim