Eine Hafengeschichte....
Ich hatte nach der letzten beschriebenen Tour die Absicht das Boot neu abzudichten , auszubessern und neu zu streichen.
Gegen Mittag kam ich nach Hause und meine "Liebste" erklärte mir, es seien heute Vormittag die "Hechselboote" vorbei gekommen. Sie habe sie sich angesehen. Sie haben den gesamten Klongabschnitt frei von Pflanzen gemacht.
Dabei meinte sie noch , dieses Jahr funktioniert es , warum nicht vorher so


Als ich zum Boot ging war alles noch friedlich und die Kühe auf der anderen Khlongseite suchten Schatten.
Ich war nicht mehr so friedvoll als ich das Boot sah.
Es war übersäht mit geschittenen Pflanzenresten in aller Größenordnungen, wobei die kleinen Pflanzenteilchen schon angetrocknet und wie angeklebt waren.
Machte nichts ich säuberte das Boot und zog es hoch.
Nicht lange hin wurde die friedliche Stille durch "Höllenlärm" abgelöst!

Erst sah man den ersten der höllenlärm verursachenden "Monsterboote", die mit zwei rotierenden "Scheermessern" ohne Seitenschutz alles zerkleinerten was in ihre Reichweite kam.

Die Kühe hatten nur kurz respektvoll zum Geräuschverursacher aufgeschaut, dann aber weitergefressen.
Die Anliegerhausherrin kam eilends mit "Enkelkinder und Kegel" und diktierte den komunalen Pramführer zurück.

Der reagierte auch nach der "Schreikonversation" und hechselte die zugewiesenen Stellen am anderen Ufer.

Anschließend drehte er noch einmal und fuhr in eine kleine Ausbuchtung, in der noch viel und große Pflanzen standen.
Die im Schatten stehenden Kühe sahen dem Treiben neugierig zu.

Das zweite Boot kam ebenfalls und stoppte für ein Päuschen vor dem "Hafen".
Erst fragte er mich nach meinem Boot und als er merkte, daß ich nicht alles verstand was er auf Thai daher plapperte, befragte er wohl die neben mir stehende "Hausherrin".
Die Antworten machten ihn wohlgesonnen und für eine "Fotopose" bereit.
Offensichtlich war er auf von meinem Boot begeistert, wie ich aus seinen Zeichen entnehmen konnte.

Er erklärte mir auch den Pram, als er mein Interesse daran sah.
Man sieht hier die sich überschneidenden gewaltigen Messer.
Hinterher schwimmt im Khlong das ganze Grünzeug, zerstückelt, und wird sich am Boden absetzten.
Es sah in den nächsten Tagen aus wie ein grüner Teppich, man kann aber einfach durchfahren, da alles nur oben schwimmt und keine festen "Verbindungen" über Wurzeln bestehen.
Übrigens: fast so mit Grünzeug bedeckt fand ich mein Boot auch vor


Die Pramboote sind am Khlong Saen Saeb stationiert, ich habe sie dort schon letztes Jahr gesehen.
Wie oft , wie lange und wer veranlasst die Fahrt dieser Boote?
Letztes Jahr haben die Anlieger sich mehrfach über die vielen Pflanzen bei der Kommune beschwert.
Es ist aber nichts passiert.
So oft ich dort am Tage unterwegs war, die Boote lagen fein gesäubert ( also ungenutzt) und vertäut an der Station.
Der Antriebsmotor ist ein "Toyota"-Motor. Der hat ein Wendegetriebe und macht den Pram äußerst beweglich, wenn ich richtig verstanden habe waren das über 40 PS.
Der "Hechselantrieb" hat einen 10 PS Hondamotor der über die gelagerte Antriebsstange und einem "Untersetzungsgetriebe"
eine gewaltige "Schlagkraft" in die über einem Meter langen Messer bewirkt.
Als nächstes kommt die Tour mit hmh...
....bis bald
Klaus