Kläger: Griechen sollen zur Drachme zurück
Verfassungsrichter befassen sich mit den Euro-Hilfen
KARLSRUHE. Das Bundesverfassungsgericht verhandelt morgen über Klagen gegen Hilfsmaßnahmen für notleidende Euro-Staaten. Kurz vor Beginn der Verhandlung gegen milliardenschwere Griechenland-Hilfen hat einer der Kläger das Ausscheiden Athens aus der Euro-Zone gefordert. "Griechenland ist bereits bankrott", sagt der Wirtschaftswissenschaftler Joachim Starbatty den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe.
Die Kredite seien "keine Hilfe für Griechenland, sondern für die Gläubigerbanken", ergänzt Starbatty. Griechenland würde so nur immer tiefer in die Krise gestoßen, dazu der Euro geschwächt. Starbatty setzt sich dafür ein, dass Athen den Euro aufgibt, wieder die Drachme einführt und dann - mit europäischer Umschuldungs-Hilfe - neu anfängt. Neben Starbatty klagen unter anderem Ex-Thyssen-Chef Dieter Spethmann und CSU-Mann Peter Gauweiler. Zudem wollen sie in Karlsruhe erreichen, dass der Bundestag bei den EU-Entscheidungen über derartige Hilfen mehr Mitsprache erhält.
Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) will die Rettungspakete persönlich verteidigen.
Braunschweiger Zeitung: 4. Juli 2011, Titelseite, Seite 01
Ob das was bringt??
