die Geldfunktion von Gold und Silber
Im alten China hatte übrigens auch Kupfer eine Geldfunktion.
Eine einfache Erklärung dafür waere folgende:
Geld muss knapp bleiben, sonst verliert es seine Funktion. Da Gold und Silber knapp und fälschungssicher sind, konnte man so die Knappheit des Geldes ganz einfach sicherstellen.
Jedoch, als dann nach der Entdeckung Amerikas plötzlich mehrere 1000 Tonnen Goldes in Europa auftauchten, gab es selbstverständlich eine Inflation. Da war es dann nichts mehr mit dem objektiven Wert.
Wie schon Isaak Newton feststellen musste, er war auch mal Leiter des königlichen Münzamtes, funktioniert der Doppelstandard nur, wenn das Preisverhältnis beider Metalle marktgerecht ist. Er verrechnete sich damals und das führte seinerzeit zu einem faktischen Goldstandard. Ein vergleichbarer Effekt tritt natuerlich auch immer dann ein, wenn sich z.B. Preisrelationen beider Metalle verändern. Mit anderen Worten, ein Doppelstandard funktioniert nicht.
warum Zentralbanken immer Goldbestände in den Bilanzen haben
Polemisch würde ich mal so antworten, das weiß die Goldlobby zu verhindern. Würden die Zentralbanken ihr Gold verkaufen, der Preis fuer Gold fiele ins bodenlose. Soviel auch zum objektiven Wert.
Das hat natuerlich auch traditionelle Gründe. Viele glauben, Geld müsse irgendwie gedeckt sein. Ein schönes Beispiel dafür ist die Rentenmark von 1923. Dem Bürger wurde vorgegaukelt, sie sei durch den Wert von Grund und Boden des Reiches gedeckt, aus meiner Sicht hatte sie aber nur deshalb Erfolg, weil ihr Gesamtvolumen strikt begrenzt war
Aber Psychologie ist in einer Volkswirtschaft häufig schon die halbe Miete.