Ein paar grundsätzliche Anmerkungen zum (Waden-) Krampf:
Muskelkrämpfe entstehen, wenn ein örtliche Stoffwechselstörung in einer bestimmten Muskelgruppe auftritt. Warum besonders die Wadenmuskulatur, an zweiter Stelle die Muskulatur der so genannten Fußhebergruppe (an der Schienbeinvorderkante) betroffen ist, wissen wir nicht.
Zum geordneten Funktionieren ist eine optimal geregelte Zufuhr von Nahrungsstoffen (Vitamine, Mineralien, etc) sowie der Abtransport von Schlackenstoffen unabdingbar. Tritt hier also eine Störung auf, so können Muskelkrämpfe entstehen.
Die Versorgungsstörung kann ganz unterschiedliche Ursachen haben, die bei Kenntnis dieser Ursachen zielgerichtet behandelt werden können.
So ist es natürlich der Versuch sinnvoll, bei arteriellen Durchblutungsstörungen(DBS) diese DBS abzustellen, z.B. durch wohldosiertes Muskeltraining, wie ich es unserem Isaanwerner empfohlen habe.
Bei ausgeprägter Polyneuropathie infolge von Diabetes mellitus erfolgt die Behandlung rein symptomatisch.
Bei ausgeprägtem Krampfaderleiden sollten die Krampfadern operativ entfernt werden, bei geringerer Symptomausprägung ist ein Therapieversuch mit AESCIN-haltigen Medikamenten (Rosskastanienextrakt) statthaft.
Bei hohem Salzverlust (infolge Fiebers/Schwitzens) ist dieser Salzverlust auszugleichen. (Nahrungsmittel salzen, Salzstangen essen, Calcium-/Magnesiumtabletten)
Bei Vitaminmangel (Vit B2,E) gilt entsprechendes.
Bei immer wieder auftretenden Muskelkrämpfen, für die es keine vernünftige Erklärung gibt, müssen Nervenschädigungen (Bandscheibenvorfälle u.ä.), Nierenerkrankungen und natürlich Krampfleiden aller Arten (Epilepsie, Tetanus u.a.) ausgeschlossen werden.
Wolfram
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