Ich war in meiner aktiven Zeit im Petfood Bereich taetig.
Wir verkauften als Grosshaendler im Jahr an die 30-40 000 Ochsenziemer (d.s. getrocknete Penise von Stieren und
Ochsen)mit dem Umsatzsteuersatz von 10%.
Bei einer Betriebspruefung,bei einem unserer Kunden,stellte sich das Finanzamt auf den Standpunkt,dass es sich
hierbei nicht um ein Hundenahrungsmittel handle,sondern um ein Spielzeug welches mit 20% zu versteuern waere.
Die Steuernachforderung fuer einige Jahre zurueck waere fuer dieses kleine Geschaeft existenzbedrohend gewesen.
Oberdrein verstaendigte das Finanzamt alle anderen Finanzaemter in Oesterreich,und machte sie aufmerksam,diesen
Steuerschatz zu heben.
Kurze Zeit spaeter erhielten alle anderen Zoogeschaefte " Nachschauen" mit nachfolgenden Steuervorschreibungen.
Eine Flut,wuetender Beschwerden unserer Kunden war die Folge.Wir versprachen Abhilfe,indem wir ein Gutachten
anfertigen liessen,vorin ausgefuehrt wurde,wie hoch der Anteil an Kohlehydrateet,Eiweiss etc. ist.
Vergebens,die Finanzaemter weigerten sich,das anzuerkennen.
Mein Sohn,der damals Geschaeftsfuehrer war,ging daraufhin,ohne Anmeldung direkt ins Finanzministerium,wurde
beim zustaendigen Sektionschef vorgelassen und erklaerte den Fall.
Dieser bestaetigte,dass sein Hund das auch fresse,gab eine entsprechende Verordnung hinaus und damit
waren die Zoohaendler gerettet und mussten keine Steuer fuer die Differenz abfuehren.
Fazit : Sie versuchens mit allen Mitteln !