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Autor Thema: Aufruhr in der arabischen Welt  (Gelesen 229531 mal)

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Suksabai

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Re: Aufruhr in der arabischen Welt
« Antwort #990 am: 25. Oktober 2016, 13:22:12 »

Massgebend ist fuer mich die syrische Bevoelkerung, und die steht zum groessten Teil klar hinter Assad.

d'accord!
Wer oder was gibt uns das Recht, ein GEWÄHLTES Staatsoberhaupt nach unseren Masstäben zu beurteilen?

Soviel ich weiss, ist er zwei mal offensiv gegen Teile seiner Bevölkerung geworden:

einmal beim "Arabischen Frühling" und einmal gegen die Muslimbrüder. Man braucht sich nur Länder ansehen, wo nicht gegen die
vorgegangen wurde {/

Jedes Land und jede Regierung braucht ein massgeschneidertes Konzept, um regierbar zu sein.

Warum masst sich der Westen an, es besser zu wissen - jeder sollte vor seiner eigenen Türe kehren.. . .

lg
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namtok

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Re: Aufruhr in der arabischen Welt
« Antwort #991 am: 25. Oktober 2016, 15:48:23 »

Bevor die Vergötterung von Papa und Sohn Assad hier ins unermessliche steigt darf ich mal an das erste "Syrienposting" überhaupt in diesem Thema erinnern, als das Thema noch nicht ideologisch "verseucht" und Assad - Syrien das Paradies auf Erden war:

Blutiger Freitag in Syrien. Einen Tag nach Aufhebung des jahrzehntelangen Ausnahmezustandes gab es mindestens 33 Tote, als bei Massenprotesten in die Menge geschossen wurde  >:

http://www.cnn.com/2011/WORLD/meast/04/22/syria.unrest/index.html

Und die pösen Massenmedien waren schon damals "ausgeschlossen"

The Syrian government does not permit CNN to report from inside the country

Syria has expelled journalists and the government tightly controls access to the protests. However, dramatic videos have surfaced on Facebook and YouTube showing the horrifying violence taking place while tens of thousands continue to march.
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██████  Ich sch... auf eure Klimaziele !

franzi

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Re: Aufruhr in der arabischen Welt
« Antwort #992 am: 25. Oktober 2016, 17:42:21 »

Wundert dich, das CNN keine Akkreditierung erhalten hat? Wenn du den verlinkten Artikel studierst, vielleicht nicht mehr.

Sollte der gesamte Bericht jemanden zu ausfuehrlich sein, hier das

Zitat
Fazit

Offensichtlich entspricht das weitverbreitete Bild von einem Konflikt, der allein auf Grund des brutalen Vorgehens der Sicherheitskräfte eskalierte und schließlich als Reaktion darauf auch Teile der Opposition zu den Waffen greifen ließ, nicht der Realität. Vielmehr deutet alles darauf hin, dass es organisierte, vom Ausland unterstützte Kräfte gab, die – ähnlich wie einen Monat zuvor in Libyen – bereits die ersten Proteste Mitte März nutzten, um mit bewaffneten Angriffen gewaltsame Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften und schließlich einen Aufstand zu provozieren. Polizei und Armee waren daher von Anfang an mit bewaffneten Gruppen konfrontiert. Der hohe Anteil von Toten auf ihrer Seite legt zudem nahe, dass sich ihre Kampfhandlungen auch auf diese konzentrierten und nicht auf friedliche Demonstranten.

Ein Beamter des Verteidigungsministeriums meinte gegenüber der ICG, „wäre das aktuelle Ziel, einfach in die Menge zu schießen und sie niederzumähen, so hätte es Dutzende wenn nicht Hunderte Opfer während jeder einzelnen Demonstration gegeben.“ [60] Ein US-Beamter stimmte dem in gewissem Maße zu: „Viel von dem, was geschah, ist auf Disziplinlosigkeit und darauf, dass die Sicherheitskräfte nicht wussten, wie sie einer solchen Situation begegnen können, zurückzuführen. Dies ist weit von Hama [in den 1980er Jahren] entfernt – dies ist kein Regime, das seine Bevölkerung massakrieren will.“[61] Einige Offiziere versicherten der ICG zudem, dass sie angesichts der ernsten Bedrohungen, denen sie ausgesetzt sind, eine wesentlich schärfere Reaktion bevorzugt hätten. Man kann davon ausgehen, dass so manche Einheit dies auch auf eigene Faust tat.

Die syrische Armee traf der Aufstand wohl in der Tat völlig unvorbereitet. Auch die Kommandeure der Faruk Brigade erklärten David Enders, ihr Vorteil sei es, dass das Militär für solche Kämpfe gar nicht ausgerüstet und ausgebildet ist, sondern im Wesentlichen darauf ausgerichtet, das Land gegen israelische Angriffe zu verteidigen.

Für viele Beobachter sprechen die Häuserruinen in den Brennpunkten der Kämpfe wie Homs, wo mit schwerer Artillerie Stadtteile in Trümmer gelegt wurden klar für eine unverhältnismäßige Anwendung von Gewalt. Sie gehen allerdings davon aus, dass es dabei im Grunde nur um die Verfolgung terrorbereiter Aktivisten ging. Tatsächlich versuchten Aufständische „befreite Gebiete“ zu schaffen. In Libyen war die von Rebellen kontrollierten Gebiete Voraussetzung und Basis für die NATO-Intervention, die den Umsturz herbei bombte. „Offensichtlich verfolgt die syrische Führung das Ziel, keinen Meter Boden preiszugeben, um zu vermeiden, dass sie dasselbe Schicksal ereilt“ so der Friedensforscher Reinhard Mutz.[62]

All dies sagt selbstverständlich nichts über das Ausmaß an allgemeiner Repression und mögliche umfassenden Menschenrechtsverletzungen durch diverse Kräfte des Staates, wie die berüchtigten Einheiten des Geheimdiensts, aus. Ohne Zweifel waren es vielerorts auch die Sicherheitskräfte, die mit unverhältnismäßiger Gewalt, massenhaften Festnahmen, Misshandlungen etc. zur Eskalation beitrugen. Dies bestätigte indirekt auch die syrische Regierung, indem sie nach dem Gouverneur von Daara Ende März auch dessen Kollegen von Homs seines Amtes enthob.[63]

Für die Frage einer politischen Lösung des Konflikts ist jedoch entscheidend, dass sich diese repressive Gewalt im Kontext bewaffneter Auseinandersetzungen entwickelte, die in den Brennpunkten rasch Bürgerkriegscharakter annahmen. Dort wurden Anwohner in einen militärischen Aufstand verwickelt, den die meisten nicht wollten und teilweise auch direkt Opfer der Gewalt bewaffneter Rebellen. Für einen großen Teil der örtlichen Bevölkerung bedeutete daher die Rückeroberung von Stadtvierteln und Ortschaften durch die Armee, wie glaubwürdige Äußerungen und Berichte belegen, die Wiederherstellung von Sicherheit und Ordnung.

Auch wenn es willkürliche Gewalt keinesfalls rechtfertigt, angesichts der vielen Toten in den eigenen Reihen ist die brutale Reaktion diverser Sicherheitskräfte auch keine syrische Besonderheit. Man stelle sich einmal vor, so Pepe Escobar von der Asia Times – Daraa und Homs lägen in Texas.

Die frühen militärischen Aktionen sprechen auch nicht gegen den überwiegend gewaltfreien Charakter der Oppositionsgruppen, die für demokratische Reformen kämpfen. Bedeutende Teile hatten sich auch rasch sowohl vom Agieren der bewaffneten Gangs wie auch von Forderungen nach ausländischer Intervention distanziert. Doch hatten sie bald nicht mehr viel zu melden. Mouna Ghanem, Vizepräsidentin der oppositionellen Bewegung “Building the Syrian State” (http://binaa-syria.com/B/en) und Teilnehmerin bei den Verhandlungen von Oppositionsgruppen mit Kofi Annan, beklagte z.B. gegenüber der Irish Times, dass nun ganze Stadtviertel und Ortschaften von bewaffneten Rebellen besetzt seien, die die schrumpfende genuine Protestbewegung an den Rand gedrängt hätten. Scharfmacher in der Regierung würden auf die zunehmende Militarisierung des Aufstands mit der Eskalation ihrer militärischen Maßnahmen zu dessen Niederschlagung antworten, mit dem Ziel eine „Sicherheitslösung“ durchzusetzen. „Die Ordnung bricht zusammen, in einem Land, das das sicherste in der Region war. Leute von Homs und Hama, die im Sommer noch gemeinsam Ferien am Meer verbrachten „gingen anschließend zurück in sich bekämpfende Stadtviertel und schießen nun vielleicht sogar aufeinander.“[64]

Obwohl Assad vielen Forderungen der Opposition in der Folge ganz oder teilweise nachkam, u.a. den Ausnahmezustand beendete, Gefangene freiließ, Parteien zuließ und eine liberalere Verfassung verabschieden ließ – verweigerten neben der Auslandsopposition auch radikalere, überwiegend von jungen Leuten getragene Teile der inländischen Protestbewegung, sehr früh schon jeglichen Dialog und fordern seither ultimativ den Sturz Assads .Sie begründen dies vor allem damit, nicht mit einem Regime verhandeln zu können, dass friedliche Proteste blutig niederschlagen läßt.

Während viele Oppositionelle die Beteiligung an den Protesten aufgrund der immer weiteren Eskalation einstellten, haben andere die Gewalt von oppositioneller Seite weiterhin abgestritten oder heruntergespielt, u.a. auch die Lokalen Koordinierungskomitees, die von einigen deutschen Linken und der Kampagne „Adopt a Revolution“ unterstützt werden. Sie gaben den bewaffneten Elementen damit nicht nur vor Ort, sondern auch in der internationalen Öffentlichkeit volle Deckung.

Die Korrektur der falschen Darstellung des Konfliktes – durch Menschenrechts­organisationen, Medien und Sympathisanten der Opposition – wäre ein entscheidender Beitrag für eine politische Lösung.


http://jghd.twoday.net/stories/syrien-der-gefaehrliche-mythos-einer-friedlichen-revolution/

fr

NS-Am Maidan in Kiew liefs aehnlich ab

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Wenn ich nur "hier" schreibe, meine ich Nakhon Si Thammarat und Umgebung

Suksabai

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Re: Aufruhr in der arabischen Welt
« Antwort #993 am: 25. Oktober 2016, 17:49:06 »

@namtok

Blutiger Freitag in Syrien.
http://www.cnn.com/2011/WORLD/meast/04/22/syria.unrest/index.html

mir liegt es fern, Assad zu "vergöttern", aber mir geht es gegen den Strich, dass Aussenstehende verbal wild auf ihn losdreschen.

Ausserdem: CNN ist dem Herrn aus Coventry einmal aufgesessen, bei DER journalistischen Sorgfalt von CNN.. .

Und noch was: das waren die ersten Lebenszeichen des "Arabischen Frühlings", einer Utopie, die nur Zerstörung und Elend über die Länder gebracht hat.
Über die Mittel lässt sich diskutieren.. . . .

Nochmals:
Wir müssen uns von unseren jahrelang eingetrichterten Wertvorstellungen gedanklich befreien, wenn es um andere Kulturen geht!

(Lieber vor der eigenen Tür kehren  >: )

lg
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arthurschmidt2000

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Re: Aufruhr in der arabischen Welt
« Antwort #994 am: 25. Oktober 2016, 19:19:23 »

Zitat
Nochmals:
Wir müssen uns von unseren jahrelang eingetrichterten Wertvorstellungen gedanklich befreien, wenn es um andere Kulturen geht!

Gilt das auch für den IS? Und bitte auch kein Wort mehr gegen den General und Herrn Kim Jong Un!


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Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, daß Sie sie äußern dürfen.

Suksabai

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Re: Aufruhr in der arabischen Welt
« Antwort #995 am: 25. Oktober 2016, 19:43:20 »

Gilt das auch für den IS? Und bitte auch kein Wort mehr gegen den General und Herrn Kim Jong Un!

Joseph Marie de Maistre anno 1726:
"Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient.. . ."

(Nicht schlagen, nicht mein Mist, nur Zitat! )

 {--

lg
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Vimana

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Re: Aufruhr in der arabischen Welt
« Antwort #996 am: 25. Oktober 2016, 19:53:25 »

"Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient"

Das Zitat ist vielleicht alt, aber nach wie vor aktuell.

Leider auch in Deutschland und Thailand.
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Benno

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Re: Aufruhr in der arabischen Welt
« Antwort #997 am: 25. Oktober 2016, 20:02:16 »

Bevor die Vergötterung von Papa und Sohn Assad hier ins unermessliche steigt darf ich mal an das erste "Syrienposting" überhaupt in diesem Thema erinnern, als das Thema noch nicht ideologisch "verseucht" und Assad - Syrien das Paradies auf Erden war:

Bevor die Verunglimpfung von Papa und Sohn Assad hier ins Unermessliche steigt darf ich mal an die ersten - und aktuellen Berichte zu diesem Thema erinnern, als das Thema noch nicht US-westlich konform in den  zur Luegenpresse degenerierten Redaktionsstuben von ARD, Der Spiegel, bis hin zu ZDF "verseucht" waren und das Assad - Syrien im Gegensatz zu heute tatsaechlich noch das Paradies auf Erden war:

SPIEGEL ONLINE am Montag, 31.03.2003   07:52 Uhr

Nebenkriegsschauplätze: Powell warnt Syrien und Iran

Die Iraker lassen sich längst nicht so schnell und leicht besiegen und von der Demokratie überzeugen, wie es sich viele in den USA vorgestellt haben. Washington hat deshalb offenbar schon die nächsten Gegner im Visier: Sie residieren in Damaskus und Teheran.

Bereits am Freitag hatte US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld Syrien vorgeworfen, Rüstungsgüter an den Irak zu liefern. Die USA würden Syrien für diesen "feindlichen Akt" zur Verantwortung ziehen, sagte Rumsfeld.

Syrien hatte die Äußerungen Rumsfelds zurückgewiesen. Rückendeckung hatte Damaskus auch von der Arabischen Liga bekommen. Ziel der amerikanischen Anschuldigungen sei es offenbar, die Lage in der arabischen Welt noch weiter eskalieren zu lassen, sagte der Generalsekretär der Liga, Amre Mussa. Die Vorwürfe entbehrten jeder Grundlage. Syrien habe mit "dem irakischen Widerstand" nichts zu tun.

Quelle:Klick Hier

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am 24.07.2012

Und ihr denkt, es geht um einen Diktator

Die Reaktionen auf den Syrien-Konflikt offenbaren die geopolitische Ahnungslosigkeit mancher deutscher Kommentatoren: Zehn Minuten Nachhilfe aus gegebenem Anlass können nicht schaden.

Blutiger Diktator? Folgt man der Darstellung des Konflikts in weiten Teilen der westlichen Welt, dann scheint es sich lediglich um die Frage zu handeln, ob es gelingt, die syrische Bevölkerung von Assad zu befreien
Man kann nur staunen über das Ausmaß an fast schon sträflicher Naivität oder auch nur schlichter Ignoranz, das viele Beurteiler der Syrien-Krise an den Tag legen, vor allem, wenn es darum geht, die Hintergründe für das zähe Tauziehen im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zwischen Amerika und den westlichen Mächten einerseits, Russland und China andererseits aufzuhellen. Folgt man der Darstellung des Konflikts in weiten Teilen der westlichen Welt, dann scheint es sich lediglich um die Frage zu handeln, ob es gelingt, die syrische Bevölkerung von einem blutigen Diktator zu befreien. Vor allem in Deutschland scheint die Unkenntnis, mit der diese Auseinandersetzung derzeit diskutiert wird, grenzenlos zu sein - bis hin zu einer angeblichen, allerdings nicht bestätigten Anfrage an die russische Regierung, ob sie bereit wäre, Assad im Falle seines Sturzes in Russland Asyl zu gewähren.

Dabei geht es um vollkommen andere Probleme. Die Konfliktlinien verlaufen dort, wo sie von fast allen deutschen Beobachtern nicht einmal mehr wahrgenommen werden, und zwar vor allem deshalb, weil man in unserem Land verlernt hat, in weltpolitischen und geostrategischen Kategorien zu denken. Ob die Syrer, in weltpolitischer Sicht gesehen, derzeit oder künftig von einem Diktator aus dem Hause Assad, von einer demokratischen oder sich als demokratisch inszenierenden Regierung oder auch von einem radikal muslimischen Regime regiert werden, ist aus der Perspektive geostrategischer Erwägungen zuerst einmal gleichgültig.

Weiterlesen:Klick Hier

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theguardian am Donnerstag 12. Juli 2012 15.48 BST

Die syrische Opposition: Wer hat hier das Sagen ?

Ein Alptraum entfaltet sich in Syrien , in den Häusern der al-Heffa und in den Straßen von Houla. Und wir alle wissen , wie die Geschichte endet: mit Tausenden getöteten Soldaten und Zivilisten , zerstörten Städten und Familien , sowie wurde Syriens Präsident Assad in einem Graben zu Tode geprügelt.

Dies ist anscheinend die zukünftige Geschichte des syrischen Krieges, aber in der Realität ist eine andere Geschichte zu erzählen. Eine Geschichte weniger blutig, aber dennoch wichtig.

Dies ist eine Geschichte über die Märchenerzähler: der Sprecher, der "Experten von Syrien", der "Demokratie-Aktivisten". Die Aussage von "Entscheidungsträgern". Den Menschen, welche den "Drang" haben zu "warnen".

Es ist eine Geschichte über einige der am häufigsten zitierten Mitglieder der syrischen Opposition und deren Verbindung mit dem anglo-amerikanischen Oppositions-Erschaffung-Geschäft.

Die Mainstream-Medien sind in der Hauptsache bemerkenswert passiv, wenn es um syrische Quellen geht: sie schreiben einfach "offizielle Sprecher"  oder "Pro-Demokratie-Aktivisten" ohne zum größten Teil, deren Herkunft oder ihre politische Verbindungen zu nennen.

Es ist wichtig zu betonen: den Hintergrund von "syrischen Sprechern" zu untersuchen, bedeutet nicht an der Aufrichtigkeit der Opposition gegen Assad zu zweifeln. Aber ein leidenschaftlicher Hass gegen das Assad-Regime ist keine Garantie für die Unabhängigkeit.

Tatsächlich gibt es eine Reihe von Indizien in der syrischen Oppositionsbewegung welche eine langfristige Finanzierung  durch die US-Regierung beweisen, um die  die Assad-Regierung zu untergraben, bevor dann der arabische Frühling ausbrach.

Obwohl es noch nicht offizielle US-Regierungspolitik ist Assad mit Gewalt zu vertreiben, sind diese Sprecher Verfechter einer ausländischen militärischen Intervention in Syrien und somit natürliche Verbündete der bekannten US-Neokonservativen, welche die Bushs Invasion im Irak unterstützte und jetzt Druck auf die Obama-Regierung ausübt um in Syrien einzugreifen.

"Der Sand läuft aus der Sanduhr " , sagte Hillary Clinton am Sonntag. So wie sich die Kämpfe in Syrien verstärken, russische Kriegsschiffe Kurs auf Tartus nehmen, dann ist es höchste Zeit  einen genaueren Blick auf diejenigen zu werfen die im Namen des syrischen Volkes sprechen.

Sie verkaufen die Idee einer militärischen Intervention und einen Regimewechsel in Syrien und die Mainstream-Nachrichten sind hungrig diese Informationen zu kaufen. Viele der "Aktivisten" und "Sprechern" welche die syrische Opposition vertreten sind eng (und in vielen Fällen finanziell) mit den USA und London verknüpft.
Was bedeutet, Informationen und Statistiken aus diesen Quellen sind nicht unbedingt reine Nachrichten - sie sind eine PR-Kampagne.

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Die vom Ausland finanzierte bewaffnete Rebellion und vom Westen unterstützte Opposition des syrischen Diktators Bashar al-Assad wurde fälschlicherweise als ein spontaner Aufstand von “demokratischen” Aktivisten porträtiert, als die Gewalttätigkeiten vor mehr als einem Jahr ausbrachen. Aber laut einer kürzlich veröffentlichten Untersuchung des britischen Guardian haben die Führungsfiguren in der “Regimewechsel”-Koalition – vor allem der Syrische Nationalrat /SNC) – innige Beziehungen zu den höchsten Rängen der Weltelite: zur lichtscheuen Bilderberger-Konferenz, zum Council on Foreign Relations (CFR), zur Megabank Goldman Sachs, zum Milliardär George Soros und selbstverständlich zur US-Regierung. Es ist auch alles ganz öffentlich.

Darüber hinaus deutet der Bericht an, dass ein guter Teil der Kriegspropaganda, die eine internationale Intervention und “Revolution” vorantreibt, in Wirklichkeit geschickte Public-Relations-Tricksereien sind, welche von steuerbefreiten Stiftungen und sogar Regierungen betrieben werden, welche zur Intervention aufgefordert werden. Und hinter dieser Desinformationskampagne steckt das große Geld. Man betrachte die scheinbar nicht enden wollenden Berichte über “Massaker an Zivilisten” zu Lasten des syrischen Tyrannen – fast immer von anonymen “Aktivisten” stammend – welche sich laufend als übertrieben, als erfunden oder als von den Rebellen selbst durchgeführt herausstellen. Die Schuld wird dann dem Regime in die Schuhe geschoben.

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PI, 24. Okt 2016

Alle Welt redet über den der syrische Präsident Baschar al-Assad. Aber kaum jemand redet mit ihm, auch weil kaum jemand so eine Gelegenheit bekommt. Der Journalist und Moderator der Sendung „Rundschau“, Sandro Brotz vom SRF erhielt ein Exklusiv-Interview mit dem Regierungschef. Rund 20 Minuten antwortete Assad auf auch kritische Fragen des Reporters. Laut SFR wurde nichts zensiert, die Regierung Assad selbst hatte festgelegt, dass das Interview in voller Länge in der Schweiz ausgestrahlt werden müsse. Assad wollte so auch verhindern, dass durch eventuelle Fake-Einblendungen seine Aussagen verfälscht würden. Laut „Rundschau“ mussten die Interviewfragen auch nicht im Vorfeld eingereicht werden, alle Fragen waren zugelassen. Das Interview wurde in Damaskus geführt. Gefilmt wurde es von Kameraleuten der syrischen Regierung.



Quelle:Klick Hier

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Eine notwendige Ergaenzung:

Nun durfte also auch das Schweizer Staatsfernsehen SRF den syrischen Präsidenten Assad befragen und der „Höhepunkt“ des 20 Minuten dauernden Gesprächs war ein denkwürdiger Augenblick der Mediengeschichte, als sich Interviewer Sandro Brotz zum Hanswurst einer „humanitären“ Propaganda machte, die das Gemetzel in Syrien überhaupt erst möglich macht.



„You know this picture?“ – SRF-„Shownalist“ Sandro Brotz fragt den syrischen Präsidenten, ob er das Foto des kleinen Omran kenne.

Wer genau hinhört wird bemerken, dass das Interview an dieser Stelle von der Redaktion falsch übersetzt wurde. Und zwar nicht zufällig sondern vorsätzlich. Brotz fragt den syrischen Präsidenten auf Englisch allen Ernstes, ob er das Bild kenne. „You know this picture?“ (8:51 Min.) Ein Foto, das von westlich finanzierten und instruierten Terroristen produziert und tausendfach auf den Frontseiten westlicher Kriegspropaganda verbreitet wurde.



Offenbar hat man später in der Redaktion bemerkt, dass die Frage, ob Assad das Bild kenne, nicht nur selten dämlich ist, sondern vor allem eine rotzfreche Unverschämheit, da sie unterstellt, Assad wüsste womöglich nicht, was in seinem eigenen Land vorgeht. Aus der korrekten Übersetzung: „Kennen Sie dieses Bild?“ hat man also nachträglich die Feststellung: „Ich denke, dass Sie dieses Bild kennen.“ gemacht. Der Fall verdeutlicht, mit welcher Frechheit auch der SRF Interviews verfälscht. Glaube niemand, auch nur irgendein Mainstreammedium hätte auf diese Manipulation hingewiesen!

Bei weitem schlimmer aber ist einmal mehr die Tatsache, dass sich erneut ein vermeintlicher westlicher „Journalist“ zum Ankläger in Sachen Humanität macht. Was wir hier in der Fratze des Sandro Brotz sehen, ist die Inkarnation der Heuchelei. Brotz steht exemplarisch für die Verdummung und Kriegspropaganda, die den Krieg in Syrien überhaupt erst möglich gemacht hat, weil die Strategen in Washington, London, Paris und Berlin, die diesen „Regime-Change“ lange planten und dann mit ihren arabischen, türkischen und israelischen Verbündeten umsetzten, genau wussten, dass man Syrien nicht einfach zerschlagen kann ohne die Heimatfront nachhaltig in die Irre zu führen.

Wer sich nicht von dieser Propaganda für dumm verkaufen lässt, der weiß längst aus anderen Interviews, dass Assad nicht nur ein kluger und besonnener Politiker ist, sondern auch, dass die Mehrheit der Syrer ihn nach wie vor unterstützt.

Weiterlesen:Klick Hier

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Mit einem Vertreter der "Mehrheit der Syrer" zu sprechen hatte ich gestern Abend im Dresdner Hauptbahnhof als ich ganz entspannt im dortigen "Point shop" eine Bockwurst mit Brot und Senf zum Preis von 1,30 Euro essen konnte.

Das Info-Foto zeigt noch den alten Preis vor der permanenten Inflation des Euro:



Quelle:Klick Hier

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Hier hatte ich die eher seltene Gelegenheit mit einem Syrier zu sprechen, der nicht als Asylant aus dem von Terroristen beherrschten Gebieten kam, sondern legal mit einem Visum als Student in Grossbritannien in die EU eingereist ist.
Zur Zeit ware er als Urlauber in Deutschland.

Ueberraschenderweise antwortete er auf meiner Frage zu seiner Religion ob Christ, Muslim etc. mit Atheist !

Ohne weiteres ist seine Antwort aber nachvollziehbar, denn am Beispiel Syriens ist bestens belegt welches Desaster religioeser Glauben anrichten kann.

Selbstverstaendlich stammt dieser Syrier mit einem legalen EU-Visum nicht aus einem von Terroristen beherrschten Gebiet, sondern aus dem freien Syrien des vom Volke gewaehlten Staatspraesidenten Baschar Hafiz al-Assad.





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Änderung:
Beitrag etwas übersichtlicher gestaltet
« Letzte Änderung: 25. Oktober 2016, 20:34:10 von Benno »
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In einer Zeit des Universalbetruges ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat (George Orwell)

arthurschmidt2000

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Re: Aufruhr in der arabischen Welt
« Antwort #998 am: 25. Oktober 2016, 20:08:50 »

Im nahen Osten ist eigentlich alles nicht so ganz einfach. Ich versuche es trotzdem mal.

Da führen die sunnitischen Saudis im Jemen einen Stellvertreterkrieg gegen den schiitischen Iran. Schließlich ist ja die Frage nach der rechtmäßigen Nachfolge  des Propheten und damit auch die des wahren Islams seit mehr als 1000 Jahren umstritten.

Der IS kämpft gegen Herrn Assad. Den mögen die Saudis nicht. Die Iraner dagegen wohl, dafür mögen sie die Saudis nicht. Beide mögen die Israelis nicht. Und die haben was gegen die Palästinenser.

Bleibt noch der Irak. Die Sunniten des IS wollen sich von der Schiiten-Regierung nach dem Sunniten Saddam wieder zurückholen, was...

Und die Kurden, die mögen die Türken nicht… 

You got it?   

Nicht von mir, die Quelle ist mit leider abhanden gekommen.
« Letzte Änderung: 25. Oktober 2016, 20:14:48 von arthurschmidt2000 »
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Lung Tom

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Re: Aufruhr in der arabischen Welt
« Antwort #999 am: 25. Oktober 2016, 20:14:03 »

@Vimana
Wieso jetzt eigentlich leider?
In Deutschland haben wir doch die beste Regierung und die besten Umstände die es je auf deutschem Boden gegeben hat.
Ein Beispiel: sogar die Sonne scheint ab und an - darauf mußten unsere Altvorderen zwischen 32 und 45 komplett verzichten!

Und was hast Du an der aktuellen thailändischen Regierung auszusetzen?
Jetzt mal raus mit der Sprache - auch wenn wir im falschen Strang unterwegs sind  ;)
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Pladib

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Re: Aufruhr in der arabischen Welt
« Antwort #1000 am: 26. Oktober 2016, 00:11:46 »

Joseph Marie de Maistre anno 1726:
"Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient.. . ."

(Nicht schlagen, nicht mein Mist, nur Zitat! )

Ein bisschen mehr Mumm. Du stellst es doch sicher ein weil du voll dahinter stehst?
Die DDR Einheitsliste der nationalen Front erreichte bei den
Wahlen 1989 den historisch schlechtestes Wert.
Man siegte mit mageren 98,85%.
In Nordkorea ergatterte man zuletzt leicht bessere 100%. Die vollständige
Wählergunst im Paradies. Meinem Freund aus der ehemaligen DDR werde ich schlecht erklären
könnnen dass die DDR Bürger über Jahrzehnte nichts anderes verdient hatten
als ihre gewählten Staatsratsvorsitzenden. Auch im Schlaraffenland Nordkorea
möchte ich das nicht diskutieren müssen.
Was beweisen Wahlsiege in Ländern politischer Unterdrückung? Nichts rein gar nichts.


Daniel

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Suksabai

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Re: Aufruhr in der arabischen Welt
« Antwort #1001 am: 26. Oktober 2016, 10:14:30 »

Ein bisschen mehr Mumm. Du stellst es doch sicher ein weil du voll dahinter stehst?

Sorry, werter Pladib, sehe es nicht als Zeichen geringer Wertschätzung,
aber ich bin es müde, zum wiederholten Male (nicht nur hier) erklären zu müssen,
dass "Demokratie" sowieso nur eine Illusion genauso wie "Kommunismus" in seiner reinsten Form ist.

Demokratie setzt voraus, dass ein sehr überwiegender Teil des Wahlvolkes intelligent genug
und politisch interessiert ist, um überhaupt ein Statement abgeben zu können.

lg
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jock

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Re: Aufruhr in der arabischen Welt
« Antwort #1002 am: 26. Oktober 2016, 10:39:12 »

@Suksabai

Und was schlaegst du anstelle der Demokratie und dem
Kommunismus vor ?

Oligarchie,Theokratie,Monarchie,Diktatur ... ?

Jock
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arthurschmidt2000

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Re: Aufruhr in der arabischen Welt
« Antwort #1003 am: 26. Oktober 2016, 10:43:43 »

Welthauptstadt Pattaya

Nur beim Regierungschef bin ich mir noch nicht sicher.

Entweder Herr Winkler oder vielleicht doch...
« Letzte Änderung: 26. Oktober 2016, 10:53:26 von arthurschmidt2000 »
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Suksabai

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Re: Aufruhr in der arabischen Welt
« Antwort #1004 am: 26. Oktober 2016, 11:11:10 »



@jock, @AS2000


sucht euch was aus aus der Vielzahl der Möglichkeiten und deren Kombinationen.. . .

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