Weg frei für die Erdgas-Pipeline durch Syrien
Benno, Du Witzbold. Deine Karte zeigt eine Pipeline nach Syrien und nicht durch Syrien.
Noch einmal: Herr Putin garantiert Herrn Assad den Machterhalt und im Gegenzug sorgt Herr Assad für den Bestand des Gazprom Monopols in Westeuropa und die Fähigkeit Russlands, jederzeit den Gashahn zuzudrehen.
Schön wäre es, wenn Du Dich jetzt auch noch dazu durchrängest, etwas zu dieser These zu sagen und Dich nicht nur wiederholtest.
arthurschmidt2000, ich finde es nicht witzig wenn du infolge eines mir nicht bekannten Wahrnehmungs-Defektes unfaehig bist zu bemerken, dass eine Pipeline welche von Qatar durch Saudi-Arabien, Irak bis nach Syrien reichen soll logischerweise durch das Staatsgebiet Syriens gehen muss.
Schoen waere es, wenn Du Dich jetzt dazu durchdraengest etwas zu diesen Fakten zu sagen und Du nicht zu diesem Thema immer oefters Bullshixt schreibst.
@Benno
Jetzt kenne ich mich ueberhaupt nicht mehr aus.
@jock ! Habe ich etwas gegenteiliges verlinkt ? - selbst einen arthurschmidt2000 hat dieses Verwirrspiel zum Thema "Aufruhr in der arabischen Welt" sehr geschadet.

Sind Sie verwirrt aufgrund des Mittleren Ostens? Hier sind einige Dinge, die Sie wissen sollten.
(Wahrscheinlich werden Sie dann aber noch immer verwirrt sein.)
Weiterlesen unter #1196.
Oder doch besser bei "ALLES NUR SCHALL UND RAUCH" ?
Es sind die Pipelines, was sonst?
Die grösste Ölraffinerie des Landes ist im Bab Amr Distrikt im Westen von Homs, darum gehts. Es ist das Hauptzentrum der syrischen Ölindustrie. Die 550 Kilometer lange Tel Adas-Tartous Pipeline befördert 250'000 Fass Rohöl pro Tag vom Rumeila Ölfeld im nordöstlichen Syrien zu der Raffinerie in Homs. Dort werden Benzin, Gas und petrochemische Produkte hergestellt, die dann über eine Pipeline ans Baniya Exportterminal an der Westküste gehen. Es ist einer der wichtigsten Einnahmequellen für Syrien und auch entscheident für die Selbstversorgung.
Die vom Westen eingeschleusten und bewaffneten Terrorbanden haben den Auftrag diese strategisch wichtige Infrastruktur zu erobern, deshalb die Kämpfe in und um Homs. Sie sprengen auch die Pipelines in die Luft, um so den Ölfluss und damit die Geldeinnahmen zu unterbinden. Das alles erzählen uns die Medien nicht. Sie berichten nur einseitig von armen Opfern unter der Zivilbevölkerung, die unter dem Beschuss der Armee leidet. Dabei geht es um die Verteidigung und den Schutz der wichtigen Anlagen und Ressourcen für das Land. Die Terroristen verstecken sich unter der Bevölkerung, benutzen sie als Schutzschilde und deshalb gibt es Tote und verletzte.
Wie bei jedem vom Westen angezettelten Konflikt, muss man die vordergründige Propaganda ignorieren und sich die strategische Seite anschauen, um die Geschehnisse zu verstehen. Es geht nie um die Zivilbevölkerung, Demokratie oder Menschenrechte, wie wenn das jemals den Westen interessiert hätte, sondern um handfeste wirtschaftliche Interessen. Der Schutz der Zivilbevölkerung wird nur als Vorwand benutzt, um militärisch eingreifen zu können.
Weitere Recherchen zeigen, nicht nur ist Homes das Zentrum der syrischen Ölindustrie, es kommen dort strategisch wichtige Pipelines zusammen. So zum Beispiel die sogenannte Arab Gas Pipeline, die Erdgas aus Ägypten nach Jordanien, Syrien und in den Libanon liefert. Sie endet vorläufig in Homes. Eine Erweiterung ist nach Kilis in der Türkei geplant, um dann eine Verbindung zu den sehr wichtigen Pipelines aus Russland, Iran, Türkmenistan und überhaupt aus dem Region des Kaspischen Meer herzustellen. Nach Homes soll auch eine Pipeline aus dem Irak gebaut werden, um iranisches Erdgas nach Europa zu liefern. Von Homes aus geht auch ein Abzweiger nach Banyas an die syrische Küste und man will eine Gaspipeline nach Zypern verlegen.

Wir sehen, Homes und somit Syrien spielt eine entscheidende Rolle im Durchfluss von Energie. Deshalb die Kämpfe dort. Wir haben auf der einen Seite die grössten Quellen für Gas und Öl im Mittleren Osten, auf der anderen Seite die grössten Abnehmerländer in Europa. Wichtig ist die Frage, wer hat die Kontrolle über den Hahn der den Durchgang bestimmt? Aus Sicht des Westens ist eine Regierung völlig unakzeptabel, die nicht ihren Befehlen gehorcht, aber die Schraube drehen könnte. So etwas muss beendet werden und deshalb diese Heuchelei über Menschenrechtsverletzungen und die Unterstützung und Einschleusung von Terroristen.
Assad muss gestürzt werden, weil er sich nicht dem westlichen Diktat unterwirft, so wie Saddam Hussein und Gaddafi es auch nicht getan haben, und nicht weil er ein böser Despot ist. Sonst müsste der Westen alle Regime ihrer Alliierten auf der arabischen Halbinsel stürzen. Was machen sie aber? Sie stützen die Diktatoren in Kuwait, Saudi Arabien, Emirate, Katar, Bahrain und Oman und lassen sie die Bevölkerung dort unterdrücken und zusammenschiessen. Sie liefern ihnen sogar die Waffen dazu. Menschenrechtsverletzungen werden nur angeprangert, wenn es der geopolitischen Strategie nützt.
Beim Syrien-Konflikt geht es nur um eines, um die Gaspipelines. Der Westen, sprich Washington und seine Energiekonzerne, wollen eine Pipeline von Katar über Saudi Arabien nach Syrien bauen, um Gas nach Europa zu liefern. Assad erlaubt das nicht und muss deshalb weg. Er unterstützt das Projekt einer anderen Pipeline, die Friendship Pipeline, die iranisches Gas über Irak und Syrien nach Europa bringt. Die Amerikaner wollen das verhindern und das Monopol über die Energielieferungen nach Europa gewinnen. Deshalb die Destabilisierung von Syrien und Irak mit eingeschleusten radikal islamischen Terroristen.
Alle Länder durch die Pipelines laufen sind strategisch wichtig und werden vom Westen unter Kontrolle gebracht. Deshalb wird Sackarschwilli in Georgien an der Macht gehalten, obwohl er die Opposition unterdrückt, sich wie ein Diktator benimmt und Kriege mit seinen Nachbarn geführt hat. Oder das Regime in Aserbaidschan wird laufend hofiert und die Menschenrechtsverletzungen toleriert. Es läuft ja auch eine wichtige Pipeline durch beide Länder, also dürfen sie machen was sie wollen, solange sie Befehle befolgen.
Das ist mit Syrien eben nicht so und deshalb wird dort interveniert, ein Aufstand fabriziert. Das gerade durchgeführte Referendum für eine neue Verfassung, die eine Demokratisierung Syriens ermöglicht, spielt für den Westen auch keine Rolle. Gehts eigentlich noch, dass die syrische Bevölkerung meint, ihr eigene Zukunft unabhängig bestimmen zu können. Sie werden ein vom Westen aufgezwungenes Regime akzeptieren müssen und wenn man sie mit einem Bombenkrieg zu ihrem Glück zwingen muss.
Bei allen Kriegen in den letzten 20 Jahren geht es um die Energie- ressourcen und um das Transportmittel dieser. Wer die Kontrolle über die Öl- und Gaspipelines hat, beherrscht die Energiezufuhr der Länder. So kann zum Beispiel auch der Gasimport des Libanon gesteuert werden. Das Erdgas wird in Tripoli hauptsächlich zur Stromerzeugung für das ganze Land benutzt. Welche Gruppe befindet sich im Libanon und steht auf der Liste des Bösen? Die Hezbollah. Ist klar, die muss auch ausgeschaltet werden, speziell wenn man einen Krieg gegen den Iran vorhat.
Deshalb, es sind die Pipelines, was sonst?
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