ThailandTIP Forum
Thailand lokal => Thailands Nachbarländer => Thema gestartet von: wufgaeng am 31. März 2013, 14:43:36
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Mit großer Hilfe von @somtamplara, der meine Seiten 1 bis 4 aus meinen ursprünglichen Beiträgen hatte retten können, starte ich hier mit dem erneuten Einstellen meiner Beiträge.
Die Anmerkungen und Kommentare der anderen Mitglieder kann ich jedoch nicht wieder einsetzen, darum bitte ich um erneute Bemerkungen und Kommentare. :]
Ursprünglich hatte meine Thema über Bali 2400 Klicks.
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Der Anfang meines Themas am 16. Februar 2013, 20:14:01
Die indonesische Insel Bali fasziniert mich seit über vier Jahrzehnten, obwohl sie auch als Hochburg für den australischen, nordamerikanischen, europäischen und asiatischen Tourismus gilt. Besonders die jetzige Hauptstadt Denpasar und die Strandorte Kuta, Legian und Sanur gelten als Zentrum für das große Geschäft mit dem Tourismus. Trotzdem ist die Insel Bali für mich immer erneut ein attraktives Reiseziel. Im März des Jahres 2011 war es ein ganz besonderes Erlebnis: Das Nyepi Fest.
Nyepi ist das hinduistische Neujahr, das entsprechend dem Mondkalender immer an mehreren Tagen im März stattfindet. In diesem Jahr das balinesische Neujahr am 12. März 2013.
Am Tag vor und am Tag danach wird mächtig gefeiert, aber am Nyepi Tag selbst herrscht totale Ruhe auf der Insel Bali und auf der Nachbarinsel Nusa Penida, auf der wie auf Bali die souveränen hinduistischen Bräuche gelten.
Im Laufe dieses Threads erzähle ich von meinen überwältigenden Eindrücken, die ich immer wieder auf der Insel erlebte und erlebe. Und von den Menschen, die schon seit über Tausend Jahren einer eigenen, unveränderten Kultur folgen, die seinesgleichen nirgends woanders vorzufinden ist.
(http://u1.ipernity.com/18/68/32/10386832.1667de57.560.jpg)
Ogoh Ogho Dämonen Figur für das Nyepi Fest
Bali ist ein Reiseziel, das man von Bangkok aus mit Air Asia relativ preiswert in vier Stunden erreichen kann und das ich seit 1978 viele Male besuchte.
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es folgte eine Anmerkung von @Bruno99:
Hallo Wufgaeng
da bin ich mal auf dein neusten Bali Bilder und Berichte gespannt
Bei mir ist liegt letzte Balibesuch bereits mehr als 15 Jahre zurueck.
Am schoensten fand ich die Reisterrassen im Nordosten und Schnorchelaufenthalte am Lavastrand von Tulamben (vor 20 Jahren noch ein paar Huetten, heute scheinbar komplett touristisch erfasst mit Hotels usw.)
mein Beitrag vom 16. Februar 2013, 20:30:31
(http://u1.ipernity.com/14/99/63/7549963.ce9f3b39.500.jpg)
Tulamben ist D A S Tauchparadies, das ich als eines der schönsten finde. Ein 120 m langes Wrack, die US Liberty, liegt auf dem vulkanischen UW-Grund und bietet für Millionen Fische ihr Lebensbereich. Ich bin ein leidenschaftlicher Sporttaucher und tauchte mehrmals in Tulamben und bin immer wieder erneut begeistert. Im Laufe des Threads werde ich auch mit ein paar eigenen UW-Fotos darauf zurückkommen. Danke Bruno und bis bald [-]
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mein Beitrag vom 17. Februar 2013, 16:12:01:
Die Insel Bali ist bekannt für seine lebendige Kultur. Man fährt kaum 10 km irgendwohin, ohne dass man eine Feierlichkeit miterlebt, ohne dass die Bewohner in ihren typischen balinesischen Outfit Umzüge vollziehen, ohne dass aus irgendeiner Ecke Gamelan Musik zu hören ist usw. Eine weitere angenehme Eigenschaft ist die Freude, ihre Kultur Anderen, wie uns Touristen, teilhaben zu lassen.
Auf dem Weg zu meiner Lieblings-Tauchstation Tulamben kamen wir durch einen Ort namens Subagan. Die Bewohner waren voll mit ihren Vorbereitungen für das bevorstehende Nyepi-Fest beschäftigt. Auf Bali gibt es etwa 30.000 Tempel und Tempelkomplexe (auf balinesisch Pura). Deshalb wird die Insel auch "The Island of Thousands Puras" genannt.
Die Einwohner freuen sich über Fotos, die man von ihnen macht. Da hilft es ganz besonders, wenn man gleich nach der Aufnahme das Resultat auf dem Monitor zeigen kann, ein großer Vorteil bei der Digital-Fotografie.
(http://u1.ipernity.com/18/68/34/10386834.9bc9cf3c.560.jpg)
Ein Priester beim Ausschmücken seines Tempels
(http://u1.ipernity.com/18/68/33/10386833.084cd885.560.jpg)
Freundliche Begrüßung in Subagan
(http://u1.ipernity.com/18/68/35/10386835.d6999f17.560.jpg)
Kinder in Subagan
(http://u1.ipernity.com/18/70/60/10387060.9e3a1b4e.560.jpg)
Bei einem Straßenumzug vor dem Nyepi-Fest
Die Fahrt von Sanur nach Tulamben dauert normalerweise etwa 1 1/4 Stunden, doch nach mehreren Aufenthalten kam ich zu spät, erst mittags, nach Tulamben und konnte "nur" noch zwei Tauchgänge starten. Die Szenen auf dem Weg behinderten unsere Fahrt auf eine farbenprächtige Weise, wofür ich auch gerne mal auf Tauchgänge verzichtete.
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es folgte eine Anmerkung von @schiene:
Schöner Bericht,ich hoffe es geht hier weiter....
eine Anmerkung von @Thailand Guru:
...klar geht das weida bei wufgaeng
und eine Anmerkung von @derbayer:
na dann freue ich mich richtig drauf!
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mein Beitrag vom 18. Februar 2013, 15:34:38:
Nyepi ist ein Tag der absoluten Ruhe und Meditation, kein Fernsehen, kein Radio, alle Übertragungstürme sind abgestellt, kein Verkehr auf der Straße, kein Fußgänger draußen, kein Flugzeug das startet oder landet, kein Boot oder Schiff verkehrt auf dem Wasser, die Vorhänge an allen Fenstern sind zugezogen, in den Räumen brennen gerade noch ein paar Kerzen, das Essen in den Hotels ist nur auf ein paar Gerichte beschränkt und wird bei Kerzenlicht serviert und in einigen Dörfens wird noch immer für alle Haushalte der Strom abgestellt (Kühlschränke sind hier überhaupt keine Selbstverständlichkeit, Gefrierschränke schon gar nicht). Nur die Notdienste, wie Feuerwehr und Krankenwagen sind der Ruheverordnung ausgenommen.
Wir verbrachten den Tag im Zimmer und lasen ein Buch oder sahen einen Spielfilm auf DVD im PC an. Unser Sohn Oliver hielt sich in einem Surfercamp auf, bei dem die Nyepi-Ruhe nicht galt. Es ist eine muslimische Enklave auf Bali namens Medewi, die sich diesem Ruhegebot entziehen darf.
(Ach wie herrlich wäre so ein Tag im Jahr in Bangkok! ;D)
Nyepi ist alt verwurzelt und basiert auf dem Glauben, daß böse Geister auf und über Bali sind, die die Balinesen von ihrem Glauben abbringen wollen. Den bösen Geistern, die noch über Bali kreisen, soll vorgegaukelt werden, daß die Insel unbewohnt ist und es sich nicht lohnt, hier länger zu verweilen ...
Am Vorabend, dem balinesischen "Silvester", jedoch wird in fast allen Orten ein großer Umzug mit furchterrregenden riesengroßen Figuren, den Ogoh Ogoh Statuen, betrieben. Diese Gebilde sollen den bösen Geistern das Fürchten lehren. Um die Wohnhäuser herum geht jemand mit Trommeln und Besen, um die Geister aus den Büschen zu vertreiben.
Und von solchen Umzügen setze ich hier meine Bilder.
(http://u1.ipernity.com/18/70/68/10387068.1d6a1ecd.560.jpg)
(http://u1.ipernity.com/18/70/69/10387069.dfae6c18.560.jpg)
Tage und Wochen vorher werden diese Figuren aus einem Drahtgestell und Pappmaschee oder neuerdings aus Styropor geformt und bemalt. Es sind meist wahre Kunstwerke, die früher nach dem Fest zertrümmert oder verbrannt wurden.
Heutzutage stehen sie dann oft am Straßenrand mit einem Schild, das zum Kauf der Statue einlädt. Als Urlaubs-Souvenir wohl nicht ideal. Man bekommt sie so schlecht ins Flugzeug und schon gar nicht im Handgepäck. ???
(http://u1.ipernity.com/18/70/59/10387059.326d6254.560.jpg)
(http://u1.ipernity.com/18/70/61/10387061.59b5b22b.560.jpg)
Prozessionen vor dem Neujahrsfest ziehen überall durch die Straßen der Hauptstadt und einigen Dörfern.
Das Handy darf auch hier nicht fehlen! {+
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es folgte eine Anmerkung von @Bruno99:
weiter so wufgaeng
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mein Beitrag vom 18. Februar 2013, 19:12:06:
Wie ich am Anfang des Themas bereits erwähnte, bereiste ich Bali seit 1978 viele Male. Zu einer balinesischen Familie, namens Bandem, unterhalten wir seit über zehn Jahren einen herzlichen und treuen Kontakt. Bei der Familie, die eine Silbermanufaktur betreibt, hatten wir beste Gelegenheit, die Vorbereitungen für das Nyepi Fest mitzuerleben. Wir danken der Familie Bandem für den treuen und zuverlässigen Kontakt und ihre Gastfreundschaft seit vielen Jahren.
(http://u1.ipernity.com/18/70/70/10387070.c02d51ab.560.jpg)
I Made Kardita Bandem unser Freund und Gastgeber seit 2001
(Die Bezeichnung "I Made" bedeutet auf Bali soviel wie der "Zweitgeborener", ebenso sind die Bezeichnungen "Kadek" oder "Nengah" für die oder den Zweitgeborenen üblich.
Den Erstgeborenen bezeichnet man "Wayan" die Erstgeborene "Ni Luh", die Drittgeborene oder den Drittgeborenen "Nyoman" und die Viertgeborene oder den Viertgeborenen "Ketut" - und dann geht es wieder von vorne los Fünftgeborener Wayan usw.)
Im Hintergrund auf dem Bild sieht den den Kopf eines Drachen, Die Vorbereitung für eine Figur für den Nyepi-Umzug.
(http://u1.ipernity.com/18/70/73/10387073.6f407fee.560.jpg)
Die Älteste der Familie, heute 100 Jahre alt, vor dem eigenen Familien-Haustempel.
(http://u1.ipernity.com/11/97/26/5169726.923d4262.560.jpg)
Am selben Ort die selbe Dame, 12 Jahre jünger, als Dia-Foto von mir im Jahre 2001 aufgenommen.
(http://u1.ipernity.com/18/70/71/10387071.8154ac94.560.jpg)
Ein Gruppenfoto mit Kardita Bandem und seiner Frau
(meine Frau Salama neben mir wurde auf Bali oft als Einheimische vermutet und dementsprechend in der balinesischen Sprache (Lumrha) angesprochen.)
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mein Beitrag vom 19. Februar 2013, 21:01:28:
Den Tag und den Abend vor dem eigentlichen Nyepi (Neujahrstag und 24 Stunden Ruhetag) nennt man auf Bali Tawur Kesanga.
In allen Städten und Dörfern auf Bali warten die balinesischen Inselbewohner, ihre Besucher, die Passanten vom In- und Ausland und natürlich die Touristen aus aller Welt auf die großen Exorzismus Zeremonien. Und dafür montieren Einheimische die gewaltigen Ogoh-Ogoh Figuren (die fantastischen Monster Statuen aus Pappmaschee und/oder Styropor) auf ein Bambusgestell für den bevorstehenden Umzug durch die Straßen.
Sobald man in irgendwelche Hinterhöfe oder abgelegene Gassen schaut, kann man die Vorbereitungen zum großen Umzug beobachten; hier sind einige Bilder:
(http://u1.ipernity.com/18/68/93/10386893.bca692e6.560.jpg)
Ogoh Ogoh Dämonen Statuen bei der Vorbereitung (die Zensur möge bitte ein Auge zudrücken :-))
(http://u1.ipernity.com/18/68/94/10386894.ab464799.560.jpg)
Eine Abbildung von Celuluk. Diese Charaktere ist eine Assistentin oder Dienerin der Hexe und Königin der Dämonen namens Rangda aus der traditionellen balinesischen Mythologie.
(http://u1.ipernity.com/18/68/98/10386898.9b65d10a.560.jpg)
Vier junge Träger warten auf ihr Ogoh Ogoh Gerüst, das aus einem Gestell aus Holzbohlen und Bambusstangen besteht.
(http://u1.ipernity.com/18/70/50/10387050.d1d31cb7.560.jpg)
Ein balinesisches Mädchen am Strand von Sanur wünscht uns
ein Gutes Neues balinesisches Nyepi Jahr 1933 (2011)
Die Freude der Inselbewohner fotografiert zu werden, ist überall besonders auffallend.
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mein Beitrag vom 20. Februar 2013, 16:37:28:
Bereits am Nachmittag suchten die ersten Gäste einen geeigneten Platz, um den bevorstehenden Umzug am besten zu sehen und teilhaben zu können. Noch über vier Stunden bis zum Fest. Es sollten die kurzweiligsten Stunden werden. Es erwies sich jedoch später, dass der gesicherte Standplatz gar nicht notwendig war, denn im Verlauf des Umzuges nahmen die Zuschauer selbst am Umzug teil und verließen ihre Plätze sehr schnell. Die Stunden der Wartezeit sollten schnell vergehen. Rhythmische Musik tönte aus vielen Lautsprechern, die nicht, wie so oft in Thailand, übersteuert waren. Die Leute tanzten zu heißer Reggae-Musik ununterbrochen auf der Straße. Schnell knüpften wir neue Kontakte zu Einheimischen oder anderen Besuchern. Und immer wieder pendelten wir die Straße entlang, blickten in die Höfe und kleinen Gassen und sahen dabei, wie eifrig die Inselbewohner sich für den großen Umzug "in Stimmung" setzten und sich vorbereiteten.
(http://u1.ipernity.com/18/85/46/10398546.773423d5.560.jpg)
Bereits mehr als vier Stunden vorher suchten die Zuschauer einen geeigneten Platz, um den Umzug am besten sehen zu können.
Es erwies sich aber, dass dies gar nicht notwendig war, denn die Gegebenheiten änderten sich ständig.
(http://u1.ipernity.com/18/68/97/10386897.99b67322.560.jpg)
Ein balinesisches TV-Team traf die Vorbereitungen für eine Fernsehübertragung im indonesischen Fernsehen.
Der Teamleiter, ein Balinese, verehrte als Hindu die jamaikanische Rasta-Kultur und liebte Reggae-Musik.
Die Dreadlocks, die der balinesische Teamleiter trug, haben bei den Rastafaris religiöse oder spirituelle Hintergründe.
(http://u1.ipernity.com/18/19/88/10391988.1a42e41e.560.jpg)
Jung übt es sich, an den Feierlichkeiten teilzuhaben.
(http://u1.ipernity.com/18/68/99/10386899.f5d1b699.560.jpg)
Die Dämonen-Statuen werden zu Ausgangspunkt gebracht. Alle Oberleitungen, Telefon- und Stromversorgungsdrähte müssen dafür mit langen Stangen hochgehalten oder gar verlegt werden.
Die Statuenträger üben sich schon mal am Rhythmus der Musik und prüfen die Stabitilität ihres Gestells.
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mein Beitrag vom 20. Februar 2013, 18:13:28:
(http://u1.ipernity.com/14/99/20/7549920.1f6256f2.560.jpg)
}} }} }}
Auf Bali ist dies die erste Handschrift, die man überall gezeigt bekommt. Das V-Zeichen, wie sonst allgemein üblich, wird viel weniger gezeigt.
Schon seit Jahrhunderten ist dieses Handzeichen eigentlich das Zeichen des Tieres, des "Longhorns", il diavolo = der Teufel, oder das Biest, und im Süden Italiens wird es sogar bei Verfluchungen und Gegenflüchen verwendet!?
Auf Bali jedoch ist es ein Grußzeichen, das Glück und Frieden hervorrufen soll.
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es folgte eine Anmerkung von @somtamplara:
Sehr schoene Bilder
Bei dem Handzeichen waere ich beinahe einer Verwechslung aufgesessen...
Die Balinesen benutzen also Zeigefinger und kleinen Finger.
Es gibt ein ganz aehliches Zeichen, dass die Hawaiianer fuer sich beanspruchen: Daumen und kleiner Finger, "Shaka".
http://de.wikipedia.org/wiki/Shaka_%28Zeichen%29
http://en.wikipedia.org/wiki/Shaka_sign
(http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/4/42/Gesture_raised_fist_with_thumb_and_pinky_lifted.jpg/220px-Gesture_raised_fist_with_thumb_and_pinky_lifted.jpg)
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und eine Anmerkung von @schiene:
ja,in Deutschland haben wir auch so einen Handgruß :D
(http://t0.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcTwbzHtwQ7oFrr3T0T8cVKONeYUgtYac2IwZ6s9q-xSBJrCoooUZ94HAQ)
Big Sorry an den Threadstarter @ wufgaeng für das OT,
Sehr interessanter Bericht mit vielen schönen Bildern }} }} }}
Ich freue mich schon auf die Fortsetzung!!!
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bevor ich meinen Bericht über die Insel Bali fortsetzen konnte, waren die Seiten vom TIP angeblich vom
Department of Cyber Investigation
gesperrt.
So ein Department existiert hier gar nicht!
In Thailand gibt es nur das
Department of Special Investigation, kurz DSI
Man hat diese Seite offensichtlich gefälscht und das "S" mit einem "C" ausgetauscht.
Der üble Witzbold sollte sich mal selbst in den H. treten, bevor es bei ihm andere tun. {/
Jedenfalls funktionieren die Seiten wieder und ich setze meine Wiederholung des Bali-Berichtes fort.
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Guckst du hier => http://www.thailand-tip.com/nachrichten/news/thailandtip-vermutlich-unschuldig/
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meine 2 Beiträge vom 21. Februar 2013 müssen nicht wiederholt werden, denn sie sind nur ein Hinweis auf eine kurzzeitige Unterbrechung.
gleich geht es weiter mit einer Wiederholung meines Beitrages vom 23. Februar 2013
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kann mir jemand erklären, warum ich plötzlich keine Bilder mehr setzten kann?
Hier ein Beispiel:
(http://file:///Users/wolfgang/Desktop/Nyepie/Bali%20und%20das%20Nyepi%20Fest_15_29-Dateien/10398547.jpg)
??? --C {[
es kommt als Resultat immer nur das Fragezeichen
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woran das liegt kann ich dir im Moment nicht sagen, aber was ich weiss ist, dass der Link ins Nirvana fuehrt:
http://file:///Users/wolfgang/Desktop/Nyepie/Bali%20und%20das%20Nyepi%20Fest_15_29-Dateien/10398547.jpg
soch eine Adresse existiert nicht im Internet und /Desktop/ im Link kommt irgendwie seltsam daher.. oder was denkst du ???
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Der Hinweis hat mir weiter geholfen, Danke lieber Bruno, denn die von mir aus dem Google Cache übernommene URL-Adresse stimmt nicht mehr.
Kopiere ich die URL, wie ursprünglich, aus meiner Fotoplattform, dann funktioniert es wieder.
;}
Nun gehts weiter!
mein Beitrag vom 23. Februar 2013, 17:27:07:
Die Straßenseiten füllten sich mehr und mehr, man bekam das Gefühl, in einer riesigen Disco zu sein. Nur die Getränke musste man selber mitbringen.
Viele der Wartenden begaben sich zur Straßenmitte und begannen mit einer Megaparty - ohne Besäufnis und Gegröle. Hier unterschied sich deutlich das Nyepi-Fest-Publikum von manchen Krawall-Veranstaltungen, die dann oft in Aggressionen und mit Schlägereien ausarten!
Es verblieben noch zwei Stunden bis zum großen Umzug der Dämonen, und auch diese vergingen wie im Flug.
(http://u1.ipernity.com/18/85/47/10398547.e77d8561.560.jpg)
Es wurde langsam dunkel, ein Unwetter zog auf. Doch das Publikum ließ sich nicht davon abhalten, einen Regenguss hinzunehmen.
(Vorsicht mit der Kamera, eine ganz simple kleine Plastiktüte war hier viel wert.)
(http://u1.ipernity.com/18/85/52/10398552.34e0ffc2.560.jpg)
Der Schauer war vorbei, manche Regenschirme noch gespannt.
Wer seinen Platz neben dem Lautsprecher einnahm, hatte gute Nerven - und bald schlechte Ohren.
Mein Platz war gegenüber auf einem Mauerpodest, so hatte ich immer einen guten "Überblick".
(http://u1.ipernity.com/18/69/00/10386900.672631e5.560.jpg)
Balinesische Teenies unter sich. Viele dieser jungen Zuschauer folgten dem anschließenden Umzug mit tanzenden Bewegungen.
(http://u1.ipernity.com/18/85/48/10398548.9706fa47.560.jpg)
McDonald und KFC haben auch auf Bali ihren gewichtigen Einfluss auf die Körperausmaße.
Personal vom nahe liegenden SEMAWANG Beach Hotel
(http://u1.ipernity.com/18/69/02/10386902.823ea947.560.jpg)
Das balinesisch/australische Mädchen hatte viel Freude am Tanzen und hörte damit gar nicht mehr auf.
Ich bewunderte die Fähigkeiten und die Energie der Kleinen und bedaure heute, ihren Tanz nicht auf einem Videoclip gesichert zu haben.
Bald kommen die Dämonen
{:} }{ >:
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es folgte eine Anmerkung von @somtamplara:
Zitat
McDonald und KFC haben auch auf Bali ihren gewichtigen Einfluss auf die Körperausmaße.
Personal vom nahe liegenden SEMAWANG Beach Hotel
Bedauerlich aber leider nicht aufzuhalten dieser Frass.
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mein Beitrag vom 24. Februar 2013, 15:22:47:
Die Show beginnt.
Gegen 20.00 h hatte die kurzweilige Wartezeit ein Ende, die ersten Dämonenfiguren wurden durch die Hauptstraße von Sanur auf Bali namens Jalan Ngurah Rai getragen, mit tanzenden Bewegungen nach heißen Rhythmen, die von balinesischen Röhrentrommeln, den Kendangs, Metallophonen, Idiophonen und Bambusflöten angefeuert werden. Der linke Träger in der vordersten Reihe gibt mit seinen Kommando Rufen den Schritt und die Bewegungen an, nach Rechts, nach Links, einen Schritt zurück, Drehen usw. Der Zug ist nicht nur eine gleichbleibende Vorwärtsbewegung, sondern ein Ballett mit samt dem Ogoh-Ogoh-Gestell.
(http://u1.ipernity.com/18/69/01/10386901.19fb7f42.560.jpg)
Die erste Figur führte ein junges Team vom Semawang Hotel in Sanur.
Hotelbetriebe, gewerbliche Unternehmen, Vereine, aber hauptsächlich Kommunen stellen jeweils die Ogoh-Ogoh-Figuren und deren Träger.
(http://u1.ipernity.com/18/85/53/10398553.d406aa91.560.jpg)
Ogoh Ogohs sind größtenteils ein Spiegelbild der negativen menschlichen Eigenschaften wie Gier und Dreistigkeit, den schlechten Einflüssen der Dämonen auf uns Menschen.
(http://u1.ipernity.com/18/85/51/10398551.613c277d.560.jpg)
Die meisten Träger sind Kinder und Jugendliche. Die Gestelle sind nicht schwer, denn die Figuren bestehen aus Pappmaschee oder Styropor.
(http://u1.ipernity.com/18/69/03/10386903.e5b3b131.560.jpg)
Ein Monster mit Monsters. Die Darstellung der diabolischen Hexe Rangda
(Ihr Handzeichen gleicht dem eines verärgerten Verkehrsteilnehmers }})
Weitere Monsters werden folgen und einen langen Festzug bilden.
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mein Beitrag vom 25. Februar 2013, 18:21:42:
Aus allen Seitengassen und Hinterhöfen kamen neue Dämonen-Figuren mit ihren Trägern dazu und schlossen sich dem Umzug an. Das Ganze war ein Megafest. Trotz Absperrungen kamen auch immer wieder Leute aus dem Publikum dazu und bildeten einen mehrere hundert Meter langen Zug. Irgendwann fiel ein ganzes Ogoh-Ogoh-Gestell in die Menschenmenge, wurde aber gleich wieder aufgerichtet - und weiter gings. Die Figuren sind leicht, verletzt war niemand.
(http://u1.ipernity.com/18/85/49/10398549.12f2f016.560.jpg)
Ein Gruppe des Belalong Pillar Tempel in Sanur.
(Die Belalong Säule steht in einem Tempel in Sanur. Sie stammt aus dem Jahr 914 und zeugt von der Verbindung Bali und dem indischen Subkontinent. Der Anfang vom Hinduismus auf Bali.)
(http://u1.ipernity.com/18/69/08/10386908.961043b1.560.jpg)
Ein abschreckender Dämone.
Man glaubt, dass Dämonen die Schuld haben, wenn jemand in ein Unglück verfällt weil er bestimmte Gebote oder Signale missachtete.
Für uns klingt dies dies nach purem Hokus Pokus. Man wird aber keinen Balinesen finden, der nicht daran glaubt.
Selbst moslemische Balinesen, immerhin etwa 240.000, sehen in Dämonen die guten und bösen Einflüsse auf uns Menschen.
(http://u1.ipernity.com/18/69/06/10386906.62385ee7.560.jpg)
Und wieder die Hexe Rangda.
Letztendlich wird die Hexe mit vorstehenden Augen, wilder Mähne, großen Zähnen, leuchtend roter Zunge in einem weit aufgerissenen Maul und mit prallen oder auch schlaffen Brüsten dargestellt.
(http://u1.ipernity.com/18/69/05/10386905.3b834c6e.560.jpg)
Eine prunkvolle Prozession, die den ganzen Straßenzug lahm legt.
Mit ihren Figuren zeigen die Balinesen immer wieder und wieder ihr tiefes Verhältnis zu guten und bösen Geistern.
Nicht umsonst wird Bali die Insel der Götter und Dämonen genannt, denn die Einwohner glauben fest an jene Mächte.
Ich wartete auf das Ende der Prozession und konnte noch weitere Dämonenstatuen knipsen. Einige werden noch folgen.
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mein Beitrag vom 26. Februar 2013, 18:24:37:
Eigentlich schade, dachte ich, dass man diese wundervoll hergestellten Dämonenfiguren nach dem Fest zertrümmern oder verbrennen soll, aber neuerdings findet man sie am Straßenrand zum Verkauf angeboten. Je nach Größe und Art der Herstellung kosten sie IDR 500.000 bis IDR 15 Millionen, das entspricht etwa 40 bis 2.000 Euro. Keinesfalls aber werden die selben Statuen für das nächste Fest wiederverwendet, obwohl unser Freund I Made Kardita erklärte, dass man Teile und Material wieder verwenden kann.
Die Bedingungen zum Fotografieren waren sehr schwierig. Hin und wieder Regenschauer, ich musste die Kamera mit aufgesteckten Blitz ständig mit einer dünnen Plastiktüte schützen. Dann die Menschenmassen, durch die ich mich bewegte, zum Glück keine besoffenen Rüpel und mutwillige Rempler, wo es dann bei vielen anderen Megaveranstaltungen oft zu Querelen kommt. Aggressives Schupsen und Gedränge kam selten vor. Doch ein Mal wurde ich hochgehoben (ich wiege 98kg!). Gut gemeint, denn ich sollte einen besseren Überblick haben und die Geschehnisse von oben fotografieren.
(http://u1.ipernity.com/25/89/21/14308921.b0db0507.560.jpg)
Das Publikum war voll dabei, die Parade anzufeuern. Manchmal genügte nur eine Flasche oder eine Dose, auf die man draufhaute.
(http://u1.ipernity.com/25/89/22/14308922.edd3a1aa.560.jpg)
Die Träger des Ogoh-Ogoh-Gerüst sind immer jung und in einer Gruppe gleich gekleidet, manche waren vermutlich erst 10 Jahre alt.
(http://u1.ipernity.com/25/89/19/14308919.f374ba59.560.jpg)
Die Dämonen-Statue, hier der Barong, von der Transportfirma Eka Dharma, in Indonesien so bekannt wie Schenker.
Der Barong ist ein guter Dämon, das Fabelwesen und Sinnbild für Sonnenschein, Heilkunde, Licht und Leben.
(http://u1.ipernity.com/25/89/25/14308925.1dd0171a.560.jpg)
Einmal verfiel eine Trägergruppe in Trance. Freunde und Helfer sorgten dafür, dass sie weder sich selbst, noch die Zuschauer verletzten.
Die Parade ging noch lange weiter. Mit aufgespannten Regenschirmen wartete man auf den nächsten Regenguss. Doch dieser sollte das Fest nicht beeinträchtigen.
Ein paar Bilder hatte ich noch zu schießen, bevor die bevorstehende totale Nyepi-Ruhe für 24 Stunden jegliche Aktivitäten verbat.
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Dickes Kompliment, Wolfgang!
Zusammen mit guten, ausdrucksstarken Bildern bringst Du zusätzlich eine enorme Fülle von Hintergrund-Informationen. }}
Grüße Achim
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mein Beitrag vom 27. Februar 2013, 20:44:48:
Bali ist nur eine unter den tausenden Inseln des malaiischen Archipels, der sich von Sumatra quer über den Äquator bis nach Neuguinea erstreckt. Doch weit stärker, als alle anderen Inseln beherrscht Bali die Phantasie der Menschen seit vielen Jahrzehnten. Ich kenne nirgendwo anders einen Ort mit so einer lebendigen Kultur wie auf Bali. Egal, wo man sich auf der Insel bewegt, man fährt oder wandert kaum 5 Kilometer, ohne dass in irgendeinem Dorf, auf der Straße oder in einem Tempel ein Fest gefeiert wird oder ein Umzug stattfindet. Und das nicht nur zum balinesischen Neujahr Nyepi, sondern das ganze Jahr über zu jeder Tageszeit - außer eben während der 24 Stunden totalen Ruhe am Nyepi Tag.
Wer am nächsten balinesischen Neujahr teilnehmen will, sollte sich beeilen. Am 12. März 2013 beginnt das balinesische Jahr Saka 1935.
(http://u1.ipernity.com/25/89/24/14308924.031ceb8f.560.jpg)
Noch ist der Umzug im vollen Gange, aber es geht langsam dem Ende zu.
Bewundernswert, mit welch einer Ausdauer die Jungen die Gerüste kilometerlang durch die Straßen trugen und im Rhythmus bewegten.
(http://u1.ipernity.com/25/89/20/14308920.d1efac44.560.jpg)
Während der Prozession wusste man oft gar nicht, wer gehörte zum Umzug und wer war vom Publikum. Ein Ende war nicht zu erkennen.
Als alle Ogoh-Ogoh's vorbei getragen wurden, kamen wieder welche von der anderen Seite, die offenbar zu ihrem Ausgangspunkt zurück gebracht wurden.
(http://u1.ipernity.com/18/69/07/10386907.e6950198.560.jpg)
Und dann der letzte Dämon, der einem wie eine Warnfigur erschien, als ob er rief:
"Hallo, tschüs und seid brav bis zum nächsten Mal."
(http://u1.ipernity.com/18/70/82/10387082.8e266a6b.560.jpg)
Immer wieder die Maske des Barong, des guten Dämonen.
Trotz seines grimmigen Aussehens ist er der Gegenspieler des Bösen und tanzt gern aus reiner Freude an der Unterhaltung am Nyepi-Fest und allen anderen Zeremonien.
Gegen Mitternacht war alles zu Ende, die Straßen leerten sich. Ich ging ins Hotel zurück und traf erst dann wieder meine Frau Salama, die ich während der ganzen Prozession schon am Anfang verloren hatte.
Um 6.00 h Früh die angesagte Ruhe, 24 Stunden bis 6 Uhr Früh am nächsten Tag. Die Vorhänge alle zugezogen, kein Fernsehen, kein Radio, kein Mensch auf der Straße, kein Flugzeug am Himmel, kein Boot oder Schiff auf dem Wasser - 24 totale Ruhestunden. Nur absolute Notfälle, wie Feuerwehr oder Erste-Hilfe waren ausgenommen.
(Ach wäre das mal herrlich in Bangkok oder in ganz Thailand. Der Zustand erinnerte mich an deutsche Autobahnen während der Ölkrise im Jahr 1973.)
Die 24 Stunden verbrachten wir im Zimmer oder leise am Hotelpool. Ich legte DVDs in meinen MacBook und betrachtete mit dem Ohrenstöpseln mehrere Spielfilme.
Unser Sohn Oli "seilte" sich der außergewöhnlichen Neujahrs-Gepflogenheit ab. Die Bewohner der moslemischen Enklave Medewi südwestlich der Insel sind von der Nyepi-Ruhe ausgenommen. Oli und seine balinesischen Freunde konnten mit den Surfbrettern ihrem Vergnügen nachgehen. Oli und Dika sind seit vielen Jahren dicke Surffreunde und Dika ist moslemischer Balinese.
Der Thread ist eigentlich hier zu Ende :'(,
denn von den menschenleeren Straßen und der Ruhe habe ich wenig zu berichten und keine Fotos.
Aber - wenn Ihr wollt - schreibe ich noch gerne über die Insel der Götter und setze das Thema Bali ohne den Nyepi-Festlichkeiten fort. Auf meiner HD sind noch viele eigene Fotos, auch von der Unterwasserwelt bei Bali.
also ???
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es folgte eine Anmerkung von @dart:
Hallo Wolfgang
Erstmal herzlichen Dank für den feinen Bericht mit deinen herrlichen Bildern. {* {* {*
Ich weiß nicht wie es die anderen User sehen, aber ich würde mich über weitere Infos zu Bali sehr freuen. ;}
LG Reiner
eine weitere Anmerkung von @Bruno99:
also
keine Insel zu klein um hier nicht erwaehnt zu sein
danke Wufgang und ... just go ahead
eine weitere Anmerkung von @Friesland2Phuket:
keine Insel zu klein um hier nicht erwaehnt zu sein
nun es sind 17508 Inseln ,,
habe grade ein Buch über die "GESCHIEDENIS VAN INDONESIE" gelesen, von der Prehistorie bis ca. 1900.
Bali ist insoweit von Intresse, da es eine Insel mit Hindu-Buddistische Kultur, wobei die Urbevölkerung am Rande eines Vulkanes zurückgezogen haben, als ab den 13jh die Javanische Einwanderung nach Bali statt fand, und Java immer mehr vom Islam dominiert wurde. Insoweiten ist die heute Balinesche Kultur eine alte Hofkultur vom Hof Yogyakarta.
Ich war selbst im Herbst 1996 einige Tage auf Bali, habe mich gewundert wie gross der Einfluß Niederländische Firma noch dort ist, man sieht (1996) Werbung von FRIESCHE VLAG" an der Strasse auf Bali.
Historische Hintergründe in der Literatur gibt es Viel auf Niederl. oder in Singepur wo die Museums eine grosse auswahl an Literatur haben
Klasse Beitrag Wolfgang, Bitte weiter so.. ;} ;}
und von @norwegerklaus
Hallo Wolfgang,
bitte weitermachen ;} ;} ;}
Gruß Klaus
und von @pattran
Interessantes Thema!
}} {* }}
ich danke all den Mitgliedern für ihr Interesse
- und morgen setze ich mit meiner Wiederholung fort.
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Ich bedanke mich recht herzlich, das du dir nach dem Servercrash nochmals die Arbeit gemacht hast, deinen herrlichen Bericht hochzuladen. ;} {*
Deine Berichte sind ein echtes Highlight, und ich freue mich schon auf Fortsetzungen. [-]
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mit der wertvollen Hilfe von @Somtamplara und anderen Mitgliedern macht es mir Freude, die Berichte zu rekonstruieren und wieder einzustellen.
Bei meinem Bericht über die Insel der Götter Bali geht es nach der ganzen Wiederholung auch weiter mit neuen Beiträgen.
Ich freue mich über so viel Resonanz.
jeden Tag geht es wieder weiter ... {*
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mein Beitrag vom 28. Februar 2013, 17:36:40:
Ich danke all den Usern für die umfangreiche und positive Resonanz auf meinen bebilderten Bericht über das Nyepi-Fest [-].
Eigentlich feierte ich im Jahre 2011 fünfmal Neujahr:
Einmal am 1. Januar, dann das chinesische Neujahr Anfang Februar, dann das Nyepi-Fest auf Bali, dann das moslemische und schließlich Songkran, das thailändische Neujahrsfest.
Unser Fest auf Bali wurde leider mit den schrecklichen Berichten über das zeitgleiche Erdbeben in Japan und den drauf folgenden verheerenden Tsunamis überschattet.
Jetzt setze ich noch gerne weitere Fotos und Berichte, denn über diese Insel gibt es noch viel zu schreiben.
Schon am Tag danach bereiteten wir uns bei der balinesischen Familie Bandem auf ein Tempelfest vor. Die Familie ist sehr wohlhabend, der Vater ist Chef eines Silber-Manufaktur-Betriebes und ein Oberhaupt einer balinesischen Kommune, die oft aus bis zu dreihundert Balinesen besteht.
Das Anwesen gleicht einem kleinen supergepflegten Freilichtmuseum mit eigenem Tempel, ich hatte schon vorher darüber berichtet.
Meine Frau Salama und ich mussten uns fürs Fest entsprechend einkleiden:
Für mich eine Kopfbedeckung den Udeng, die Bauchbinde den Saput, den Sarong, doch auf das balinesische Hemd, den Safari wurde dann doch verzichtet.
Für meine Frau den Stoffgürtel Selendang, den Sarong und die balinesische Bluse, die dort Kabaja genannt wird.
Und so sieht dann ein balinesisches Ehepärchen aus:
(http://u1.ipernity.com/18/27/39/10392739.af81731e.560.jpg)
;) ;D ;]
(http://u1.ipernity.com/18/20/00/10392000.5beae9bf.560.jpg)
Meine Frau kommt aus dem Umkleideraum
(http://u1.ipernity.com/18/20/01/10392001.f20ac1d6.560.jpg)
Der Pavillon unseres Gastgebers dient als Wohnzimmer im Freien.
Alles spielt sich am Boden auf einer Bastmatte ab. Geschlafen wird meist im Freien.
(http://u1.ipernity.com/18/27/64/10392764.80ddf0ba.560.jpg)
Ega, der jüngste der Familie Bandem,
die älteste ist heute 100 Jahre, ich hatte vorher schon Bilder gesetzt
und
(http://u1.ipernity.com/18/19/98/10391998.21227e99.560.jpg)
Wayan Kardita Bandem Mutter und unsere Gastgeberin
Die folgenden Stunden verbringen wir in einem Tempel vorüber ich bald weiter berichte.
Na dann bis morgen ...
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es folgte eine Anmerkung von @Tobi CR:
Hey, Wolfgang,
deine Bilder vermitteln einen bunten und fremden Eindruck
(so völlig anders als in Thailand oder was ich sonst so erlebt habe).
Wirklich super interessant mit den Erklärungen dazu
{*
Danke !
eine Anmerkung von @pattran:
Superb!!
Noch mehr davon.
Grüessli
}} }} }}
und eine Anmerkung von @Friesland2Phuket:
diese ganze Bilder von hindu-buddhistische FREUDENFESTEN mit dicke kräftige Oberweiten erinnern mir etwas an die Fruchtbarkeitsfeste/Raketenfeste im Tiefen Issan
http://www.forumthailandtip.com/index.php?topic=13261.0
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mein Beitrag vom 02. März 2013, 15:51:33:
Schon kurz nach der großen Nyepi-Prozession der Dämonenfiguren führte uns unsere balinesische Familie zu einem weiteren großen Ereignis, dem Odalan-Fest.
Jeder Tempel auf Bali feiert einmal im balinesischen Ritualjahr mit großem Prunk das Odalan-Fest, die Wiederkehr des Tages seiner ersten Weihe. Für die dörfliche Gemeinschaft ist der Tempelgeburtstag der Höhepunkt des Festkalenders und der sonst häufig verwaiste Tempelbezirk erwacht zu vielfältigem religiösen und weltlichen Leben.
Man erzählte uns, dass ca. 3.000 bis 3.500 Besucher dem Fest beiwohnen, allerdings nicht alle zur gleichen Zeit. Es war ein Kommen und Gehen von lokalen Bewohnern der umliegenden Ortschaften. Ich war wohl der einzige westliche Ausländer, denn meine Frau zählte auf Bali nicht als Ausländerin, wir waren immer und überall sofort integriert.
Von nun an reißt der Strom festlich gekleideter Menschen zum Dorfheiligtum nicht mehr ab, wo sie den Göttern ihre Opfergaben darbringen. Opfer von lebendigen Tieren werden bereits seit vielen Jahren (offiziell) nicht mehr durchgeführt, dafür kunstvoll errichtete Gestecke von Blumen und Früchten. Grazil, aber auch mit akrobatischem Geschick balancieren die Balinesinnen ihre kunstvollen und farbenprächtigen Opfertürme unter dem Klang von Gongs, Zimbeln und Trommeln auf ihren Köpfen zum Tempel.
Wir feierten das Fest in einer, sonst unscheinbaren, Tempel-Anlage namens Pura Agung Dalem Tarukan in der Ortschaft Pejeng-Gianyar.
(http://u1.ipernity.com/25/22/91/14342291.0638df37.560.jpg)
Die Bewohner aus den umliegenden Dörfern pilgern zum Tempelbezirk, auf dem Kopf tragen die Frauen die Opfergaben.
(http://u1.ipernity.com/18/27/40/10392740.c59d8eb4.560.jpg)
Der Andrang der Pilger fand erst kein Ende, aus allen Richtungen kamen die Menschen aus umliegenden Orten und Anwesen.
(http://u1.ipernity.com/18/27/38/10392738.1f13babf.560.jpg)
Die Gesamtanlage besteht aus mehreren Gebäuden, zu denen mehrstufige Tempeltürme (Meru), Schreine (Pelinggih), offene Pavillons (Pale) gehören.
(http://u1.ipernity.com/18/27/31/10392731.9c5e814e.560.jpg)
(http://u1.ipernity.com/18/20/02/10392002.6c6daeb0.560.jpg)
Ein Junge in seinem traditionellen Outfit war über meine Teilnahme ein wenig erstaunt, denn so eine lange Nase hatte er dort noch nicht gesehen. :D
-
mein Beitrag vom 02. März 2013, 20:36:53:
Zitat von: Tobi CR am 28. Februar 2013, 20:08:48
deine Bilder vermitteln einen bunten und fremden Eindruck
(so völlig anders als in Thailand oder was ich sonst so erlebt habe).
Danke Tobi,
die Insel Bali ist so ganz anders, als Thailand, und doch von BKK nur vier Flugstunden weit weg. Für mich ist es eine Alternative zu den Reisezielen in Thailand.
Bali ist ein Paradies in allen Bereichen:
Wegen der Natur und der Landschaft,
wegen der lebendigen Kultur,
wegen den reizenden Bewohnern und ihren treuen Freundschaften
und wegen den grandiosen Festlichkeiten.
In Indonesien ist überhaupt sehr viel noch zu entdecken. Man braucht lange, um alle 17.508 Insel abgeklappert zu haben.
Danke Friesland, ich schätze sehr alle Ergänzungen und natürlich auch Berichtigungen, sollte mir mal ein Fehler unterlaufen,
aber auch Dein Bericht über das Fruchtbarkeitsfest im isaan ist
Ein T-Shirt würde ich mal gerne nach D einführen:
(http://u1.ipernity.com/3/65/77/14656577.b0e9146e.560.jpg)
und danke all den Interessierten Usern, die sich hier in ihren Beiträgen äußern.
Morgen geht es weiter mit der jungen balinesischen Generation
;}
-
mein Beitrag vom 03. März 2013, 14:34:05:
Kaum woanders kommt man dem balinesischen Volk näher, als auf so einer Festlichkeit, auf der man zur aktiven Teilnahme eingeladen wurde. Auch als Westtourist war ich stets willkommen. Schon bei meinem ersten Besuch im Oktober 1978 konnte ich mich von einem Odalan Fest nicht mehr trennen und beobachtete das Geschehen die ganze Nacht durch bis zum Sonnenaufgang. Das war vor 35 Jahren und bei diesem Fest hatte ich das Gefühl, es hätte sich beim Ablauf der Zeremonie gar nichts geändert. Ein Grund, warum es mich immer wieder auf diese Insel zieht ist ihre souveräne Kultur, die sie durch Nichts beeinflussen lassen und die auch in 100 Jahren unverändert bleiben wird (soll). Hoffen wir, dass ich mich nicht irre.
Natürlich gibt es auch auf Bali die (negativen) Fortschritte, die touristischen Hochburgen mit Ballermännern und den üblichen Saufgelage, die importierte Kriminalität, aber es hält sich bisher in Grenzen, und man kann sich diesem, wer es will, wunderbar entziehen.
Kurz nach meinem Besuch auf Bali 2002 bombte es so grauenhaft in Denpasar. Lange Zeit konnte sich die Insel nicht mehr erholen. Das Image war zerschlagen, die Touristen blieben jahrelang weg, obwohl das eigentlich sehr unlogisch war. Dort würde ja mit Sicherheit nicht ein zweites Mal gebombt werden.
Bei einer sehr aufschlussreichen Diskussion mit Einheimischen antwortete mir mal ein balinesischer Moslem, was ich hier gerne zitiere:
"Das waren keine Moslems, die in Denpasar bombten und Unschuldige in den Tod rissen, das waren Ratten!"
Ein paar Bilder von der balinesischen jungen Generation, die auf jedem Fest nicht fehlen dürfen. Die Bewohner haben ein wunderbares Verhältnis zu Kindern, auch zu den Sprösslingen der ausländischen Besucher.
(http://u1.ipernity.com/25/89/45/14328945.52d6afee.560.jpg)
Auch die Kleinste ist ein vollwertiger Teilnehmer am Tempelfest.
(http://u1.ipernity.com/18/20/03/10392003.c64b3929.560.jpg)
Religiöse Hingabe und spirituelle Inbrunst sind jedoch nur eine Seite vom Odalan.
Die andere steht für heiteres Vergnügen und ausgelassenes Feiern, denn ein Odalan-Fest soll Götter und Menschen gleichermaßen erfreuen.
(http://u1.ipernity.com/18/27/25/10392725.c26c165e.560.jpg)
Das Schwesterchen führt die Jüngere in den Tempelbezirk, die Eltern sind nicht immer dabei.
Die Frauen und Mädchen tragen den Stoffgürtel, den Selendang um ihre balinesische Bluse, die Kabaja genannt wird.
(http://u1.ipernity.com/18/27/36/10392736.3fe16be9.560.jpg)
Der Vater und sein Sohn mit der Udeng-Kopfbekleidung
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mein Beitrag vom 04. März 2013, 13:39:07:
Rituale und Feste bestimmen das tägliche Leben auf Bali. Man sagt, dass ca. 1/3 des Buttosozialproduktes für religiöse Zeremonien verbraucht werden.
Zeremonien und Kulthandlungen in und um den Tempel nehmen während der (normalerweise) dreitägigen Dauer des Odalan-Festes kein Ende. Nach der Darreichung der Opfergaben versammeln sich die Dorfbewohner um den Hohenpriester, genannt den Ratu Pedande, um mit Gebetsritualen den Göttern zu huldigen und symbolisch Verbindung mit Sanghyan Widdhi, der höchsten balinesischen Gottheit, aufzunehmen. Priester und Priesterinnen singen Hymnen an die Götter und von den Schreinen steigen Wolken von Weihrauch auf, die eine mystische Atmosphäre verbreiten.
Häufig verfallen Gläubige bei Festritualen oder religiösen Tänzen in trancehafte Verzückung, wenn göttliche Wesen von ihnen Besitz ergreifen, für die Balinesen eine ganz "natürliche“ Erscheinung.
Wir sind von der ganzen feierlichen Stimmung, die von Tempel ausgeht, so fasziniert, dass wir uns schon bald nicht mehr als Fremde fühlten, sondern als Teilnehmer wie alle Anderen. Die Stimmung kann ich nur ansatzweise mit meinen Bildern übermitteln. Alle Teilnehmer des Festes haben ihre beste Kleidung angelegt und besonders die jungen Mädchen haben sich zauberhaft gekleidet.
(http://u1.ipernity.com/25/89/47/14328947.4a77dfa1.560.jpg)
Meine balinesischen Gastgeber Wayan Kardita, Ega und ich selbst vor dem Eintritt in den Tempelbezirk.
(http://u1.ipernity.com/25/89/51/14328951.5122e130.560.jpg)
Die Segnung vom hohen Priester auf der ersten Ebene.
(http://u1.ipernity.com/18/27/19/10392719.34e6eb97.560.jpg)
Dieser sehr hohe Würdenträger wird Ratu Pedande genannt und gibt den Segen für die Gläubigen, die Blumen, Früchte und Räucherstäbchen opfern.
Kein lebendes Tier wurde mehr, wie noch vor kurzer Zeit, in diesem Tempel geopfert.
(http://u1.ipernity.com/25/89/55/14328955.44934a01.560.jpg)
Tempelbesucher und Anbeterinnen bei der Vergabe ihrer Opfergestecke.
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es folgte eine Anmerkung von @Kern:
Tolle Mischung aus guten Fotos und Beschreibungen
Da bekommt man richtig Lust, Bali mal wieder zu besuchen.
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mein Beitrag vom 04. März 2013, 15:24:28:
Zitat von: Kern am 04. März 2013, 14:09:11
Da bekommt man richtig Lust, Bali mal wieder zu besuchen.
Danke Achim, wie ich schon geschrieben hatte, ist es von BKK aus kein Aufwand, die Air Asia fliegt für etwa 410 € von Don Mueang jeden Tag nach Denpasar und zurück.
Flugzeit vier Stunden. Da lohnt es sich auch schon, für eine Woche nach Bali zu fliegen.
Einmal in 2001 reisten meine Frau und ich gemeinsam für eine Woche (und einer Verlängerungswoche) mit einer Thaigruppe nach Bali.
(http://u1.ipernity.com/11/97/48/5169748.650c84d7.560.jpg)
Unsere thailändische Reisegruppe auf Bali im Mai 2001
Die Erfahrung war eher enttäuschend, die Reisegruppe selbst war ok, liebe, kulturinteressierte, aufgeschlossene Thais mit viel Interesse an anderen Ländern. Keine Nörgler und Wichtigtuer, wie man sie sonst oft in anderen (westlichen) Reisegruppen erlebt.
Aber die Tourleitung (BMW-Tours, hat aber nichts mit dem bairischen Autowerk zu tun) führte uns auf Bali von einem Touristenshop in den anderen, für die Schönheiten der Insel selbst blieb dann wenig Zeit. Einmal, ich schaute genau auf die Uhr, verbrachten wir an einem Tag 2 1/2 Stunden in reinen Touristen-Shops, wo man zu total überhöhten Preisen balinesische Batik, Silberwaren oder Gemälde anbot, Bezahlung per Kreditkarte möglich, aber mit 3 - 5 % Aufschlag.
Ich war am Ende dieser Reise so verärgert, dass wir uns entschlossen haben, den Rückflug nach BKK mit der Thaigruppe nicht anzutreten und auf Bali eine Woche länger zu bleiben. Das Rückflugticket verfiel und wir mussten ein neues kaufen, aber egal, die Folgewoche war dafür umso schöner und ich konnte meiner Frau die Insel außerhalb einer Reisegruppe auf eigene Faust bereisen und viel besser kennen lernen. In diesem Zeitraum schlossen wir auch mit der Familie Bandem unsere langjährige Freundschaft. Dem verfallenen Rückflugticket und damit dem Preisverlust trauerten wir in keiner Weise nach.
Ich kann jedem raten, seine Reise und sein Programm vor Ort auf der Insel selbst zu arrangieren.
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es folgte eine Anmerkung von @samuispezi:
Wirklich schöner Bericht mit schönen Bildern. {*
Macht echt mal Lust auf einem Besuch in Bali.
Danke
Samuispezi ;}
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mein Beitrag vom 05. März 2013, 09:31:24:
Die ganze Tempel-Prozession findet in drei Ebenen statt:
Die erste Ebene ist eine Art Segnung der Füße durch den Priester.
Die tragenden und bewegenden Teile eines menschlichen Körpers werden gelobt und gesegnet.
Die zweite Ebene ist die Achtung und Segnung des Körpers durch einen zweiten Priester.
Damit sind die arbeitsausführenden Glieder und Organe des Menschen gemeint.
Und die dritte Ebene, die letzte und damit die wichtigste Ebene ist die Segnung des Kopfes durch den höchsten anwesenden Priester, dem Körperteil des Denkens, der Meditation und den inneren Geistes.
Die Priester geniesen immer die Angehörigkeit in der höchsten Kaste. Auch im hinduistischen Bali gibt es das Kastensystem, das aber lange nicht so (für unsere Moralgefühle menschenverachtend) ausartet wie in Indien. Im Alltag auf Bali merkt man kaum etwas vom abschätzigen Verhalten einer höheren Kaste zu den niedrigeren. Der Boss einer Firma kann durchaus einer niedrigeren Kaste angehören, als die einer seiner Angestellten.
Die höchste ist die Brahmana-Kaste, das sind Priester und Schriftgelehrte.
Die zweithöchste die Ksatriya-Kaste sind Politiker, Fürsten, Könige und Prinzen (so viele der korrupten Politiker gehörten eigentlich zu den kastenlosen Unberührbaren {;).
Die dritte ist die Wesya-Kaste, Kaufleute, Krieger, Musiker und (saubere, nichtkorrupte) Anwälte.
Und die letzte ist die Kaste von etwa 90 % der hinduistischen Balinesen, die Sudra-Kaste, das sind die Bauern, die Fischer und die Arbeiter, die ein Leben der Menschen in den höheren Kasten überhaupt erst möglich machen.
(http://u1.ipernity.com/25/48/83/14344883.eeec6b5c.560.jpg)
Der Weg zur zweiten Ebene
(http://u1.ipernity.com/18/27/28/10392728.328e6e57.560.jpg)
In der dritten Ebene wird dem Kopf, dem Denkinstrument gewidmet. Der Priester Ratu Pedande gibt heiliges Wasser aus einer Kanne in die Hände der Menschen, die es dann über den Kopf rieseln lassen.
(http://u1.ipernity.com/18/27/30/10392730.32a40362.560.jpg)
Der höchste Priester, der Ratu Pedande in der dritten Ebene.
(http://u1.ipernity.com/18/27/33/10392733.e6b3c5fe.560.jpg)
Ein Mädchen auf dem Weg zur ersten Ebene im Tempelbezirk, ein Gläubiger am Ausgang nach der Tempel-Prozession.
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mein Beitrag vom 05. März 2013, 09:31:24:
Unser Besuch war noch lange fortzusetzen, aber nach mehrere Stunden im Tempel hatten auch wir die dritte Ebene erreicht um damit die Zeremonie zu beenden. In einer Nische zwischen der zweiten und dritten Ebene wurde meine Frau Salama zur Diskussion eingeladen, denn die Frauen vermuteten in ihr eine Balinesin und in mir ihren ansässigen Ehemann. Unsere Gastgeberin kam mit der Übersetzung ins Englisch zur Hilfe.
Am Abend neigen sich die Odalan-Feiern langsam dem Ende entgegen. Im innersten Tempelbereich werden weitere Reinigungszeremonien und Opferhandlungen vollzogen, um für das nächste Jahr die bösen Geister und Dämonen aus dem Dorf fernzuhalten. In der letzten Nacht findet hier auch die eher stille Verabschiedung der Götter statt. Das Fest endet mit dem Verschließen des inneren Tempeltores, das erst wieder zum nächsten Tempelgeburtstag geöffnet wird. Ein faszinierendes Ereignis geht zu Ende, das mit seiner Farbigkeit und Lebensfreude, aber auch seiner spirituellen Ausstrahlung jedem Besucher unvergesslich bleibt.
(http://u1.ipernity.com/18/27/32/10392732.1f3ff9c4.560.jpg)
Die inneren Bereiche eines balinesischen Tempels sind den Göttern und Gläubigen vorbehalten und für Touristen eigentlich tabu,
aber in mir sah man einen Teilnehmer des Festes und keinen Fremden.
(http://u1.ipernity.com/25/78/93/14377893.f0b92fc1.560.jpg)
Tempelbesucher bei der Vorbereitung ihrer Opfergabe.
Mit viel Liebe und Geduld werden kleine und große geflochtene Körbe mit Girlanden und Gestecke gefüllt und mit Räucherstäbchen den Göttern geopfert.
(http://u1.ipernity.com/18/27/34/10392734.9b44a544.560.jpg)
Unterhaltung zwischen den Frauen und einem Priester nach der Opfergabe.
(http://u1.ipernity.com/18/20/04/10392004.506d5aaf.560.jpg)
In magischen Zeremonien beschwören die Priester die Herabkunft der Götter, während aufsteigender Weihrauch ihnen als symbolische Himmelsleiter dienen soll.
(http://u1.ipernity.com/18/27/20/10392720.c7dcf174.560.jpg)
Auf dem Weg zur zweiten Tempel-Ebene, die dritte ist im Hintergrund bei der Pagode mit den elf Dächern.
-
eine Frage kam vom @schiene:
@wufgaeng
Mich würde interessieren wie die Preise auf Bali sind.(normales Essen im Restaurant,Getränke,Taxi/Fahrtkostn,Übernachtungen)
Danke für diesen schönen und interessanten Bericht
darauf eine Antwort von @farang:
Ist halt wie in Thailand .Touristenorte sind teurer als andere.
Tagestour mit dem Taxi 400`000
meine direkte Antwort auf diese wichtige Frage ist irgendwie verloren gegangen, aber ich werde sie hier nochmal wiederholen:
Die Preise auf Bali entsprechen im Allgemeinen den Preisen in Thailand. Selbstverständlich sind auch auf Bali in den touristischen Hochburgen, wie Kuta, Legian oder in der Hauptstadt Denpasar die Preise auf den Tourismus ausgerichtet. Aber eine so unverschämte Transportmafia, wie z.B. auf Phuket gibt es auf Bali so gut wie gar nicht. Die Taxipreise sind generell moderat, der Fahrer nennt keine utopisch überhöhte Phantasie-Preise, die er mit seinen Kollegen vorher abgestimmt hatte, und die Hotels verlangen keine sogenannten Farangpreise. Natürlich muss man sich aber auch auf Bali immer preisbewusst verhalten. Auf den Märkten sollte man handeln und möglichst schon vorher über den allgemeinen Preis einer Ware informiert sein. Restaurants scheinen mir in den Urlaubsgebieten auf Bali ähnlich günstig oder teuer zu sein, wie in thailändischen Touristenzentren. Über Land aber sind die Preise für Essen und Unterbringung allgemein sehr moderat.
"Abzock-Versuche" erlebe ich auf Bali und übrigens generell in Indonesien deutlich viel weniger, als in den (meist von Russen und Arabern) verdorbenen Touristenzentren in Thailand. Aber wie in Thailand, schrecken auch auf Bali oft so manche lokalen Behörden mit Abzocke bei Fremden nicht zurück. (Z.B. nicht gerechtfertige Verkehrsstrafen bei Touristen, die ein Motorrad oder gemietetes PKW fahren, überteuerte Strafgebühren bei geringfügigen Übertretungen usw.)
Generell musste ich immer wieder feststellen, dass die "gierige" Geschäftemacherei auf Bali nicht von Balinesen kommt, sondern meist von chinesischen Indonesiern, die meist von Java kommend auf Bali den großen Reibach mit dem Tourismus riechen. Ganz Indonesien hat etwa 237.550.000 Einwohner, davon sind insgesamt 7,89 Millionen Überseechinesen. Die meisten Chinesen leben auf der Hauptinsel Java, aber so manche versuchen eben ihr großes Geschäft auf Bali.
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mein Beitrag vom 07. März 2013, 14:26:04:
Nach dem vielstündigen Tempelbesuch führte uns der Weg zurück nach Ubud, einer historischen Kleinstadt mit 30.000 Einwohnern, 30 km nordöstlich von Denpasar. Über Ubud berichte ich demnächst.
Unterwegs gab es viele Gelegenheiten für kurze Zwischenstopps, wo ich jedes Mal meine Kamera klicken ließ. Das Angebot an fotogenen Motiven auf Bali ist überall immens.
(http://u1.ipernity.com/18/27/63/10392763.dc37ff9b.560.jpg)
Zwei Schulmädchen sitzen unter einem Banyan Baum, der über 500 Jahre alt sein soll.
Banyan (Ficus Elastica) und Pule (Alstonia Scholaris), diese Bäume gelten auf Bali als heilig.
(http://u1.ipernity.com/18/27/42/10392742.48a0cd0d.560.jpg)
Die Arbeit auf dem Reisfeld. Der Kleintraktor ersetzt mittlerweile auch auf Bali den Büffel.
(http://u1.ipernity.com/18/27/61/10392761.bc3ca680.560.jpg)
Das balinesische Nationalgericht Babi Guling (gegrilltes Spanferkel) ist auf Märkten und in Restaurants überall zu bekommen super lecker!
(Babi = Schwein)
Hier das Rezept in deutscher Sprache, man kann es auch in Thailand problemlos zubereiten, vorausgesetzt man hat einen geeigneten Grill:
http://www.bad-bad.de/mybali/babi-guling-rezept.htm
(http://u1.ipernity.com/18/27/62/10392762.fd66e8d4.560.jpg)
Eine junge Verkäuferin für gebackene Süßwaren.
Ihr Charme ist ihr Verkaufserfolg, den ich gerne akzeptierte.
Ich kaufte bei ihr mehr als ich vorhatte.
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es folgte eine Bemerkung von @schiene:
@wufgaeng
Danke für deine Antwort zu den Preisen auf Bali
-
mein Beitrag vom 08. März 2013, 19:16:19:
Ein beliebtes Ziel auf Bali für den Rucksacktourismus ist Ubud, etwa 30 km von Denpasar entfernt. Wer sich nicht gerade am Strand aufhalten will, wohnt dort gerne, denn Ubud bietet viel Kultur und balinesische Aktivitäten.
Ubud war früher eine Gruppe von 14 Dörfern, die sich im Laufe der letzten Jahrzehnten zusammen geschlossen und jetzt eine Stadt gebildet haben.
Eine der bekanntesten Zielen, die man in Ubud besuchen sollte, ist der Padangtegal Monkey Forest. Hunderte Makaken tummeln sich im Park, doch sehenswürdig sind die Tempel und die Parkanlage. Man sollte zur Verteidigung gegen die frechen Affen immer einen Stock parat haben, doch die Biester erkennen sofort immer ihre Vorteile (hebe so etwas oft genug auch in Lopburi erlebt). Einmal turnte frech ein kleiner Bengel an der Hose und dem Gürtel an meiner Frau, worauf ich den kleinen Affen einfach runter schupste. Ich übersah jedoch die Mutter, die nicht auf mich losging, sonder meine Frau böse in die Schulter biss. Die lokalen Dorfbewohner halfen sofort mit einer Ersten Hilfe und der obligatorischen Tetanus-Spritze und meine Frau hatte keine ernsthaften Folgen (worauf ich witzelte, dass jetzt wohlmöglich alle Affen infiziert wären).
(http://u1.ipernity.com/18/71/00/10387100.b8ea9a85.560.jpg)
In einer Einkaufsstraße in Ubud.
Die Kleinstadt gibt einen sehr idyllischen Eindruck ohne Hochhauswahn wie sonst wo anders (Pattaya).
Ich erlebte auch keine, für das Land, sehr peinliche oft betrunkene "Bikini-Szenen", die man leider schon in den Badeorten Kuta und Legian auf Bali beobachten kann und die einen Urlaubstort im Nu verderben können.
(http://u1.ipernity.com/18/70/88/10387088.6d82a70c.560.jpg)
Der Padangtegal Monkey Forest ist ein heiliger balinesischer Hindu Ort.
Bei dem Versuch, balinesischen Hinduismus zu verstehen, sollte man wissen, dass balinesischer Hinduismus im Gegensatz zum Hinduismus in anderen Teilen der Welt, heute ganz anders praktiziert wird.
Balinesischer Hinduismus verbindet Aspekte des Animismus, Ahnenkult, Buddhismus und Hinduismus.
(http://u1.ipernity.com/18/70/92/10387092.1937d4dd.560.jpg)
Der Pura Dalem Agung Tempel im Padangtegal Monkey Forest.
Leider gibt es nur sehr wenige Daten und Aufzeichnungen, die anzeigen, wann die Tempel und Strukturen gebaut wurden. Es ist möglich, dass es eine ganze Reihe von Tempeln und Schreinen im Heiligen Monkey Forest zerstört wurden.
(http://u1.ipernity.com/18/71/02/10387102.cc530e18.560.jpg)
Eine Mutter füttert seinen Kleinen mit Maniok, doch wehe der Tourist kommt mit Erdnüssen oder gar Ananas.
Wenn der Besucher aber gar nichts hat, wird trotzdem in allen Taschen nachgesucht. Schon die kleinsten Makaken sind so frech wie Rohrspatzen.
Also Achtung, und niemals Angst zeigen. Nur dem Alpha-Tier - man erkennt ihn schnell - sollte man mit Respekt begegnen.
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meine Antwort am 08. März 2013, 19:21:38 auf einen Beitrag:
Zitat von: schiene am 07. März 2013, 23:43:48
Danke für deine Antwort
Gern geschehen.
Wer will kann mir immer Fragen stellen, die ich gerne beantworte, auch wenn ich nicht immer gleich die richtige finde.
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es folgte ein Beitrag und die Frage von @Bruno99:
Scheinbar sind die Makakken noch frecher geworden als ich sie in Erinnerung habe
Meiner Ex-Frau wollten die doch tatsaechlich die Zigarette klauen, die sie sitzend auf einem Stein rauchte
Ubud war frueher ein Zentrum von Kuenstler, speziell Holz-Schnitzereien fand man sehr schoene zu einem angemessen Preis...
ist das heute auch noch so ?
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mein Beitrag vom 08. März 2013, 20:23:01:
Zitat von: Bruno99 am 08. März 2013, 19:47:16:
Ubud war frueher ein Zentrum von Kuenstler, speziell Holz-Schnitzereien fand man sehr schoene zu einem angemessen Preis...
ist das heute auch noch so ?
Hallo Bruno,
es ist immer noch ein Zentrum der balinesischen Künstler und man kann viele der wunderschönen Handwerks-Arbeiten erwerben.
Doch eine wichtige Erfahrung habe ich mit den balinesischen Schnitzereien gemacht: Balinesische Holzschnitzarbeiten eignen sich gar nicht für Wohnräume in Deutschland und anderen nordeuropäischen Ländern, in denen im Winter durch Zentralheizungen die notwendige Luftfeuchtigkeit genommen wird. Schon nach kurzer Zeit hatten alle meine Bali (und übrigens auch Nepal Newar)-Holzschnitzereien, wie dieser wunderschöne Garuda, hässliche Sprünge.
(http://u1.ipernity.com/11/97/32/5169732.a106aae9.560.jpg)
In Bangkok ist das mit der Luftfeuchtigkeit kein Problem, aber in München z.B. sollten solche Kunstschnitzereien bei 80 % und mehr Luftfeuchtigkeit aufbewahrt werden.
Ubud aber ist auch "der" Platz für den Erwerb von anderen balinesischen Handwerken, wie Silberschmuck und ganz besonders Gemälden und Zeichnungen.
(http://u1.ipernity.com/18/70/83/10387083.1a9de335.560.jpg)
Ein balinesischer Zeichenkünstler bei seiner Arbeit.
(http://u1.ipernity.com/11/97/33/5169733.4f973221.560.jpg)
Das ist ein balinesischer Drachen, den ich im Jahre 2001 meinem Sohn mitgebracht hatte. Der fliegt auch heute noch.
(http://u1.ipernity.com/11/97/23/5169723.ae251697.560.jpg)
Und natürlich die balinesische Batik, die man in Ubud sehr gut einkaufen kann.
Am besten aber, man ist vorher gut informiert, denn es gibt da gewaltige Qualitäts-Unterschiede.
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es folgte eine Anmerkung von @Bruno99:
Zitat von: wufgaeng am 08. März 2013, 20:23:01
Balinesische Holzschnitzarbeiten eignen sich gar nicht für Wohnräume in Deutschland und anderen nordeuropäischen Ländern, in denen im Winter durch Zentralheizungen die notwendige Luftfeuchtigkeit genommen wird. Schon nach kurzer Zeit hatten alle meine Bali (und übrigens auch Nepal Newar)-Holzschnitzereien, wie dieser wunderschöne Garuda, hässliche Sprünge.
ich nehme mal, dass sich die deutschen Zentralheizungen kaum von den eigenoessischen unterscheiden, haben sic doch einen sehr unangenehmen Effekt auf die relative Luftfeuchtigkeit.
Es tut mir weh, zu lesen, dass deine Arbeiten sehr gelitten haben.
Irgendwie habe ich scheinbar viel Glueck gehabt, keine der Schnitzereien hat arg unter den vielen Wintermonaten in der CH gelitten... hier in TH stellt sich diese Frage eh nicht.
Gilt uebrigens auch fuer die Holzarbeiten aus Kalimantan
Wer weiss, vielleicht haben aber auch meine vielen Zimmerpflanzen da was gegen wirken koennen
Muss aber auch erwaehnen, dass ich keine besonders filigrane Schnitzereien ausgesucht habe, egal wie gross sie waren, resp. noch sind.
Sehr gut haetten mir die "3D"-Arbeiten (aus einer Bohle geschnitzte Darstellungen) gefallen, aber hatte immer Angst, dass eben trockene Luft ihnen den Garaus macht.
Evtl. nehme ich mal die Zeit einige meiner Schnitzereien zu fotographieren und ins Forum zu stellen.
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mein Beitrag vom 09. März 2013, 13:22:11:
Zitat von: Bruno99 am 08. März 2013, 20:52:12
Gilt uebrigens auch fuer die Holzarbeiten aus Kalimantan
Man informierte uns, dass für die Holzschnitzereien auf Bali fast immer Holz aus Kalimantan verwendet wird, da auf Bali keine Abholzung mehr erlaubt wird.
Aber
Seit 1980 verschwinden die Regenwälder auf Borneo sehr schnell. Ungefähr die Hälfte wurde seither zerstört.
Es gibt verschiedene Gründe, warum die Wälder in Indonesien so stark abgeholzt werden. Dazu gehören in erster Linie die Holzgewinnung, aber auch die Landwirtschaft und Plantagen, Bergbau, ständig brodelnde Feuer und der Städtebau.
Diese Holzgewinnung ist ein wichtiger Grund für den Rückgang der indonesischen Wälder. Ein großer Teil dieser Abholzung in Indonesien ist illegal. Das bedeutet, dass dabei wenig Rücksicht auf die Umwelt genommen wird.
Beim Erwerb einer Schnitzerei sollte einem dies bewusst sein, auch wenn die Schnitzereikunst keinen großen Platz in der Vernichtung der Wälder einnimmt. Kaum ein Tourist wird im Großstil diese Handarbeiten einkaufen - und wenn, dann wäre dies sicher abzulehnen.
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mein Beitrag vom 09. März 2013, 14:49:55:
Wer sich in Ubud aufhält und einen besonderen Abend genießen will, hat eine gute Auswahl traditionell eingerichteter Restaurants mit abendlichen Darbietungen. Wir nutzten eine Gelegenheit, unsere Gastgeber zu so einem Abend einzuladen und verbrachten schöne Stunden im Laka-Léké, einem Restaurant, das nicht nur von Touristen besucht wird. Ganz besonders beeindruckte uns das märchenhafte Ambiente, von der ich ein paar Bilder setze.
(http://u1.ipernity.com/18/71/05/10387105.47368ead.560.jpg)
Der balinesische Garten mit dem Gate zum Reisfeld.
(http://u1.ipernity.com/18/71/04/10387104.83edf34f.560.jpg)
Blick von der Restaurant-Terrasse auf das Reisfeld. Am Abend werden Kerosin-Lampen angezündet, um die idyllische, abendliche Stimmung zu vertiefen.
(http://u1.ipernity.com/18/71/07/10387107.10b3a494.560.jpg)
Im Laufe des Abends startet ein Gamelan-Orchester mit der typischen Gong-Musik, die wir oftmals auch während der Überland-Fahrten aus nahegelegenen Tempel-Anlagen zu hören bekommen.
Niemand sollte ein Gamelan Orchester, die typisch balinesischen Musik, verpassen.
Das Wort Gamelan kommt aus dem javanischen Wort gamels, was mit "zu schlagen oder klopfen" zu übersetzen ist.
An den Ton muss sich ein Fremder erst mal gewöhnen, aber wenn man ihn öfters hört, wird man ihn immer gerne mögen und wieder hören.
Ein Stuttgarter Musiker namens Eberhard Schoener hat im Jahr 1976 mit einem balinesischen Gamelan-Orchester eine Verbindung zur westlichen Musik-Kultur geschaffen (Bali Agung).
http://www.ipernity.com/doc/wolfgang-pfriemer/10443100/in/album/230908
(http://u1.ipernity.com/18/71/09/10387109.9b765815.560.jpg)
Joged-Bumbung Tanz
Dieser Joged-Bumbung-Tanz wird eigentlich nur selten Touristen vorgeführt. Der Stil ist sehr erotisch und bestimmt, dass sich Mädchen und Jungen näher kommen. Die Bewegungen der Tänzerinnen beziehen sich ganz offen und eindeutig auf ein gewünschtes bevorstehendes Liebesverhältnis.
(Ähnliche Feste, doch ohne Erotiktanz, erlebte ich auch bei Hilltribes, den Hmong in Thailand und Laos.)
(http://u1.ipernity.com/3/66/34/986634.7d9ff34e.560.jpg)
Eine Tänzerin beim Legong Tanz bei der sie auch ihre Augen tanzen lässt.
Der Legong ist ein rein balinesischer Tanz. Der Legende nach ist es der Tanz der göttlichen Nymphen.
Jedes balinesische Mädchen ab fünf Jahren wünscht sich, dafür auserwählt zu werden, die Ortsgemeinschaft als Legong-Tänzerin zu vertreten. Die jungen Tempeltänzerinnen dürfen den Legong jedoch nur bis zum Eintritt ihrer ersten Menstration tanzen.
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mein Beitrag vom 10. März 2013, 15:48:58:
Bali bietet viele sehenswerte Ziele, die jeder Reisende in seinem Programm haben sollte. Die Tempel-Anlage von Pura Tanah Lot gehört (neben einer weiteren, den Pura Ulun Danu Bratan Tempel, über den ich später noch berichten werde) zu den wichtigsten Zielen, die man besichtigen muss. Auch wenn der Zugang mittlerweile einem Rummelplatz gleicht ist diese Tempelanlage einmalig.
Der kleine, malerisch gelegene Meerestempel wurde im 16. Jahrhundert von einem bedeutenden Priester aus Java, namens Sang Hiyang Nirartha erbaut und erinnert an seine Bemühungen, den Hinduismus auf der Insel zu stärken.
Ein oft zu sehendes klassische Fotomotiv zeigt den Tempel bei Sonnenuntergang. Dann allerdings ist dann auch der Besucheranstrom am größten. Der Tempel selbst auf dem Hügel darf nur von Gläubigen betreten werden. Eine Süßwasserquelle am Fuße des Felsens gilt als heilig und jeder Besucher sollte gegen eine kleine Gabe von dem heiligen Wasser trinken oder aber sich damit das Gesicht waschen.
Gegenüber der heiligen Quelle dürfen Besucher eine in den Klippen des Festlandes gelegene Höhle namens Ular Suci betreten und sich die heiligen Schlangen zeigen lassen. Obwohl die Schlangen hochgiftig sind, haben sie angeblich noch nie gebissen.
Der Felsentempel ist leider sehr der Meeresbrandung ausgesetzt. Eine umfassende Restaurierung unter einer japanischen Stiftung begann in den 1990er Jahren, als man erkannte, dass der Fels von den Wellen ernst bedroht war und vor dem Zusammenbruch stand. Das Projekt wurde gestartet und massive Brandungsbarrieren ins Meer gesetzt, die die Gewalt der Wellen vor dem Erreichen des Felsentempels abmildern.
(http://u1.ipernity.com/18/19/86/10391986.ee86f257.560.jpg)
Eingangstor zur Tempelanlage von Pura Tanah Lot.
Die Tempelanlage wird täglich sehr stark besucht, vor dem kunstvollen Eingangstor parken etliche Touristenbusse, nach dem Tor beginnt ein Jahrmarkt-ähnlicher Rummel von Verkaufsständen, Schnellrestaurants, Showbuden und Souvenir-Läden. Bis man zur eigentlichen Tempel-Anlage gelangt, wird man von rechts und links zum Kauf von irgendwelchen Sachen animiert, die man sowieso nicht braucht oder woanders auf den Märkten über Land viel günstiger erwerben kann. Da unterscheidet sich Bali in keiner Weise den anderen Touristen-Höhepunkten.
(http://u1.ipernity.com/18/19/90/10391990.4020e5b0.560.jpg)
Am Tempelfelsen angekommen freut man sich aber, den Spießrutenlauf durch die Souvenirgasse auf sich genommen zu haben.
Die Anlage ist wahrlich einzigartig. Man sollte die Zeit der Ebbe wählen um nahe an den Felsentempel heranzukommen.
(http://u1.ipernity.com/18/19/89/10391989.0e5ad2ff.560.jpg)
Der Strand vor dem prächtigen Tempel, der nur wenige Meter vor der Küste der auf einem Felsen thront.
Es führt Fußweg zur einer Plattform, von wo aus man einen märchenhaften Blick auf den Tempel und die Meeresbrandung genießen kann.
Nach dieser Plattform ist ein weiterer Zutritt für Nichthindus versperrt.
(http://u1.ipernity.com/18/19/91/10391991.9a6d04a4.560.jpg)
Ein kurzer Spaziergang zum nahegelegenen Tempel Pura Batu Balong lohnt sich unbedingt.
Da steht ein kleiner Hindu-Schrein auf einer Landzunge, die ins Meer ragt. Nur eine kurze Strecke trennt diesen idyllisch kleinen Tempel vom Haupttempel Pura Tanah Lot.
Die dramatische Brandungsszene am Pura Batu Bolong macht dies zu einen beliebten Motiv für alle Foto-Enthusiasten.
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Hallo Wolfgang
Kompliment dafür, dass Du diese interessanten Reise-Impressionen nach dem Server-Desaster hier wieder reaktivierst. {*
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Kompliment dafür, dass Du diese interessanten Reise-Impressionen nach dem Server-Desaster hier wieder reaktivierst. {*
Hallo Achim, es macht mir Freude, den Bericht über Bali zu wiederholen und dann auch fortzusetzen.
Übrigens fliege ich in diesem Monat April wieder für 14 Tage nach Bali und will Neues entdecken.
Vielleicht habe ich dann wieder ganz neue Erlebnisse mitzuteilen.
Gruß Wolfgang
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mein Beitrag vom 11. März 2013, 14:49:45:
Unweit von der grandiosen Sehenswürdigkeit Pura Tanah Lot befindet sich ein Strand, an dem sich Surfer aus vielen Ländern der Welt treffen. Der Ort heiß Canggu (sprich TschangGu) und ist eine gute Alternative zu Kuta Beach oder Legian Beach. Die beiden letztgenannten Orte wurden im Laufe der vergangenen Jahre touristisch zu sehr vermarktet. Am Strand findet man dort vor lauter lästigen Verkäufer keine Minute Ruhe mehr.
Canggu ist ein Ort für junge Leute, die gerne in einem Camp leben und auf große Komforteinrichtungen verzichten können. Dafür findet man sehr schnell Anschluss, auch zu Einheimischen. Ich möchte aber ausdrücklich betonen, dass seriöse Freundschaften gemeint sind, und keine solche, die so mach andere Zeitgenossen gerne unterstellen. Der Ort Canggu bietet wenig Nachtleben, wenig sonstige Attraktionen. Dies organisieren die jungen Leute meist selber, indem sie eigene Strandparties veranstalten oder einfach nur ein Lagerfeuer anzünden und sich unterhalten.
Attraktionen bietet Kuta und Legian, wem danach ist, hat schnell ein Taxi zu den nahegelegenen Touristen-Hochburgen gefunden.
Oli, mein Sohn fand so eine Gruppe von Wellenreitern, zu denen er, wenn es seine Zeit und sein Budget erlaubt, jedes Jahr zurückkehrt. Es blieb nicht nur beim Wellenreiten, denn die jungen Leute fanden ihren Spaß auch am Kite-surfen.
So läuft es dann meist ab: Sohn und Vater fliegen von Bangkok nach Denpasar, der Sohn zum Surfen, der Vater zum Tauchen. Am letzten Tag auf Bali ein Wiedersehen am Flughafen und gemeinsam zurück nach Bangkok.
(http://u1.ipernity.com/14/99/14/7549914.99a25fb8.560.jpg)
Wellenreiten auf kleinen Wellen, die größeren sind weiter draußen.
Aber der Schein trügt, auch kleine Wellen habens in sich!
(http://u1.ipernity.com/14/99/11/7549911.dbd77491.560.jpg)
Canggu Beach bei Ebbe.
Die Pfuhls sind voll mit Krebse und kleinen Fischen, die auf die nächste Flut warten, um wieder frei schwimmen zu können.
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Sonnenuntergang am Nachbarstrand Pererenan Beach.
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Charmante Bekanntschaften aus Canggu.
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mein Beitrag vom 11. März 2013, 22:25:50:
Wenn man den Strand in Richtung Pura Tanah Lot entlang läuft, wird man immer wieder von kleinen Flussmündungen unterbrochen, durch die man schwer durchwaten kann.
Trotzdem lohnte sich der Spaziergang entlang des Strandes, bis wir auf eine nächste große Festveranstaltung (Odalan) gestoßen sind. Es kamen nach und nach tausende Bürger aus den benachbarten Dörfern, die dort wieder einen "Tempel-Geburtstag" des Pura Luhur Ulun Siwi auf dem Weg zu Sogsogan Strand feierten.
Anschließend zogen sie zum Strand und beteten zu Meeresgott Warun für ein gutes Omen am Land und auf dem Meer. Das Fest ging durch die ganze Nacht, erst am Morgengrauen zogen die letzten Pilger wieder nachhause.
Der Meeresgott Warun entspricht der indischen Gottheit Varuna, der "Allumfassende", der "Umhüller", einer der höchsten und am meisten verehrten indischen und balinesischen Gottheiten im Hinduismus.
Unser exclusive königliche Segelclub, der Royal Varuna Yacht Club in Pattaya, hat sich seines Namens bedient.
Der Ursprung der balinesischen Gebräuche liegt in der indischen Mythologie. Diese alten Geschichten wurden meist von Missionaren nach Bali gebracht, aber dann von den Inselbewohnern entsprechend ihrer Kultur abgeändert.
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Im Pura Luhur Ulun Siwi Tempel
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Opfern am Strand von Sogsogan
(http://u1.ipernity.com/14/99/37/7549937.4ac22669.560.jpg)
Behutsam werden Schälchen aus Blättern drapiert, in denen findet sich auch durchaus mal ein Keks oder Zuckerl. Männer sind für die Essensgaben zuständig. Die werden dann nachher unter den Gläubigen verteilt. Und immer liegt das feine Aroma von Räucherstäbchen in der Luft. Mit dem Rauch werden die Bitten und Wünsche gen Himmel geschickt. Gemischt mit dem Blütenduft ein Fest für den Geruchsinn.
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Die Balinesen konnten trotz der vielen Einflüsse und Obligatorien fremder Länder ihre souveräne Kultur bewahren und präsentieren sie stolz auf bunten Festen und in religiösen Riten.
(http://u1.ipernity.com/14/99/40/7549940.43f893c1.560.jpg)
Manche verbringen Stunden am Strand, einige die ganze Nacht mit der Hoffnung, dass ihr Gebet an Warun, den Meeresgott erhört wird und in eine gute Zukunft führt.
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Ein traumhaft schöner Sonnenuntergang war die Belohnung für uns, dass wir so lange mit Freude ausharrten.
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mein Beitrag vom 12. März 2013, 18:11:01:
Wir wechseln zu einem anderen Strand in Süden der Insel, nach Sanur, einem Touristenbadeort mit zahlreichen Hotels der gehobenen Preisklasse.
Aus bestimmten Anlässen bin ich bisher an diese Örtlichkeit gebunden, denn dort ist unsere Tauchstation, dort kann ich meine Tauchflaschen auch mit angereicherten Sauerstoff füllen (NITROX) und dort kann ich meine Taucherausrüstung trocknen und warten.
Sanur ist auch ein beliebter Treffpunkt der Kite-Surfer. Mein Sohn Oli kam mit seinen Freunden gelegentlich von seinem Surfer-Camp in Canggu nach Sanur, weil dort bessere Windbedingungen herrschen, die für das Kite-Surfen unerlässlich sind.
Der Strand von Sanur ist etwa zwei Kilometer lang und wird sehr gepflegt. Für Urlauber mit wenig Zeit bietet Sanur den richtigen Erhohlungsort, ohne viel Remmidemmi und den damit verbundenen Saufgelage. Für Rucksackreisende, die für viele Wochen Bali und die Nachbarinsel Nusa Penida kennenlernen wollen, gibt es andere Ziele, die das Budget nicht zu schnell leeren. Beliebt ist, wie schon beschrieben, Ubud im Landesinneren. Wer aber am Meer wohnen will, fährt nach Amed, Tulamben oder Padangbai, um drei Alternativen zu nennen.
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Entlang der Hotel-Strandanlagen fanden wir die schlafenden Dämonen, die wir besser nicht wecken wollten.
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Die Bemalung eines Auslegerbootes ist der Stolz des Besitzers, der sein Boot wie sein Bestes pflegt, es ist seine Existenz.
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Sohn Oli beim Kite-Surfen am Strand von Sanur.
(http://u1.ipernity.com/18/19/95/10391995.ba91cb78.560.jpg)
Ein Auslegerboot am Strand bei Ebbe.
Einige Einheimische gehen weit den Strand hinaus, um Muscheln, Krebse und Schnecken zu sammeln. Auf die Gezeiten müssen sie streng achten, denn die Flut kommt zur gegebenen Zeit sehr schnell, nicht nur von vorne, sondern auch vom Grund nach Oben.
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Anmerkung von @Kern:
Hallo Wolfgang
Du schaffst es langsam aber sicher, dass mein Wunsch, mit meiner Frau (vielleicht auch zusätzlich mit meiner wirklich geschätzten Schwiegermutter!) im nächsten Winter nach Bali zu fliegen, langsam Gestalt annimmt.
Grüße Achim
P.s.: Vielleicht muss ich dafür vorher hier im Forum eine Sammlung für Not erleidende Moderatoren schaffen.
Danke für die Gedächtnis-Auffrischung, welch viele schöne Seiten Bali hat.
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meine Antwort auf die Anmerkung von @Kern am 12. März 2013, 20:36:34:
Danke Dir, lieber Achim, aber vorher sollten wir uns mal für eine kulinarischen Wohltätigkeit zu Gunsten unserer eigenen Körper verabreden.
Ich habe noch viel zu berichten, und weiß gar nicht, wo ich mal aufhören soll.
Doch gerne berichte ich noch ein wenig über die Landschaften auf Bali, über den Pura Ulun Danu Bratan Tempel, den Verwesungsfriedhof Trunyan, über das versunkene Container-Schiff USAT-Liberty in Tulamben und mit ein paar Bildern über die sagenhafte Unterwasserwelt an Balis Küsten.
Gruß Wolfgang
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... über das versunkene Container-Schiff USAT-Liberty in Tulamben und mit ein paar Bildern über die sagenhafte Unterwasserwelt an Balis Küsten.
und darauf freue ich mich besonders, bin ein eifriger Leser deiner Berichte ;}
auch wenn ich nicht immer einen Kommentar hinterlasse :-X
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am Nyepi-Tag im Jahre 2013, dem 12. März 2013 kam eine Anmerkung von @namtok:
Heute wäre eine gute Gelegenheit gewesen, denn es ist genau der diesjährige Nyepi - Tag:
http://www.holidaysia.com/events/nyepi/
der nächste ist dann am 31. März 2014.
darauf meine Antwort am 12. März 2013, 20:53:46:
... und wann wird Nyepi mal in Thailand eingeführt? {:}
24 Stunden totale Ruhe zuhause - ich glaube ich träume! :o
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mein Beitrag vom 12. März 2013, 21:04:33:
Bleiben wir noch ein bisschen in Sanur. So manch einer findet dort eine wunderschöne Bleibe, wenn er sich an einem ruhigen Strand wohl fühlt. Mehrere Hotels verfügen über eine sehr gepflegte Einrichtung und bieten nebenbei alle Möglichkeiten für einen Ausflug oder eine Tour für ein oder mehrere Tage. Ich bin selten einem Tourist begegnet, der in Sanur nicht zufrieden war.
Sanur ist auch ein idealer Ausgangspunkt für die Touren zu den Sehenswürdigkeiten überall auf Bali. Die Straßen-Taxis bieten sich gerne an und nennen gleich vernünftige Preise, wo man nicht mehr viel handeln muss (je nach Saison, Fahrzeug, Stundenzahl und Ziel etwa 40 - 70 US $ für 8 Std. und zwei Personen in einem Mittelklassewagen, natürlich mit Fahrer, aber ohne Tour-Guide. Der Fahrer kann meist auch schon viel erzählen.)
(http://u1.ipernity.com/14/48/01/7554801.c060a2fe.560.jpg)
Strand vor den Sanur Beach Hotel. Der Strand von Sanur wird immer peinlichst gepflegt. Keine schreienden Strandverkäufer, die einem sonst, wie in Kuta auf Bali oder Jomtien in Pattaya keine Minute Ruhe lassen und alles das verkaufen wollen, was man sowieso nicht braucht. Eiscreme und kalte Getränke ausgenommen, gute Massagen meist auch willkommen. Vor allem die älteren Balinesinnen sind ganz hervorragende Massiererinnen, (der Ausdruck Masseuse ist nicht gleichbedeutend).
(Die Hotel-Preise der Oberklasse sind auf Bali saisonbedingt, online Vorausbuchung, deutlich günstiger als z.B. auf Phuket, nur einer der Hauptgründe, warum es uns immer nach Bali zieht.)
(http://u1.ipernity.com/25/05/59/14430559.d9611c62.560.jpg)
Sterbende Kokospalmen auf Bali:
Ein Parasit, der malaiische Palmen-Rüssler (Rhynchophorus ferrugineus), ist leider überall in Südost-Asien und deshalb auch auf Bali vorzufinden.
Die Bekämpfung des Käfers ist kaum möglich, daher liegt der Schwerpunkt auf der frühzeitigen Erkennung, oder die Palmen sterben.
Diese Palmkrankheit hat sich derzeit bis in den Mittelmeerraum ausgebreitet und vernichtete auch im europäischen Raum viele Tausende Palmen.
Eine Palme in unserem Garten in Bangkok war ebenfalls befallen, wir mussten sie rechtzeitig fällen.
(http://u1.ipernity.com/14/48/06/7554806.22fe10b7.560.jpg)
Eintritt in ein China-Restaurant mit einer farbigen, stilvollen Ambiente.
(http://u1.ipernity.com/14/48/13/7554813.a77c2d58.560.jpg)
Eine Straßenkreuzung in Sanur, die Ganesh-Statue in der Mitte regelt den Verkehr: Alles links herum! Die Cops halten sich aber nicht daran.
Eine wichtige Info bez. Swastikas auf Bali:
Es sollte eigentlich für jedermann verständlich sein, dass die Swastika überall in Fernasien ihre traditionelle Bedeutung hat.
Das Zeichen wurde von den Nazies schändlich missbraucht.
Deshalb aber ist es den Asiaten nicht "als schlecht" anzukreiden, dass für sie die Swastika einen ganz anderen, aber wichtigen, religiösen Sinngehalt hat.
Die Swastika bedeutet umgesetzt "Glücksbringer" und ist seit gut 6.000 Jahren überall in Asien, wie z.B. Indien, China, Tibet, Japan und eben auch auf Bali gebräuchlich.
Leider ist es heute so, dass man beim Anblick einer Swastika fast immer nur an den Nationalsozialismus denkt. Aber Milliarden Asiaten können nichts dafür, dass ihr Zeichen von einem verabscheungswürdigen Regime missbraucht wurde und in der Gegenwart leider meist mit diesem in Verbindung gebracht wird.
Die war mein letzter Beitrag vor dem totalen Zusammenbruch des TIPs aus dem Internet und der Löschung aller Beiträge nach dem Ende Januar 2013.
Ich freue mich, dass diese bisherigen Beiträge von mir und Anderen aus den GOOGLE Cache gerettet werden konnten. Die Hilfe von @somtamplara war mir und allen TIPjanern sehr wertvoll!
Wie ich es schon angekündigt habe, geht es in den nächsten Beiträgen mit meinen neuen Berichten über die Insel der Götter weiter.
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Hallo zusammen,
Ich war 2007 und 2008 auch auf Bali und habe einige Touren unternommen. Mit dem Fahrrad und Tagestouren mit dem Auto.
Bali ist wirklich eine Reise wert. Das Landesinnere sollte man sich wirklich anschauen und viel Zeit mitbringen, um die besondere Stimmung Balis zu erleben.
dank an Wolfgang für den schönen Bericht
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danke @nfh
und wenn Du Lust hast, dann setzte doch auch mal ein paar Bilder von Dir.
Ich arbeite jetzt bereits an meiner Fortsetzung und morgen geht es weiter mit meinem Beitrag über den berühmten Pura Ulun Danu Bratan Tempel am Bratan See.
Jeder, der in einem Fotobuch oder einem Reiseprospekt über Bali blättert, der findet meist als erstes Bilder von diesem berühmten Wassertempel und dem Tempel Pura Tanah Lot, über den ich bereits einen Beitrag geschrieben habe.
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Wenn in einem Bildband, einem Fotobuch, einem Reiseprospekt oder einer Anzeige in einem Fach-Magazin über über Bali und seine Sehenswürdigkeiten berichtet wird, dann wird in erster Linie über diesen märchenhaft angelegten Wassertempel Pura Ulun Danu Bratan geschrieben und dieser abgebildet. Der historische Ort ist für jeden Besucher der Insel Bali eines der wichtigsten Sehenswürdigkeiten und kaum ein Tourist lässt dies aus.
Im Norden Balis liegt der idyllische Bratan-See. Der großzügig angelegte Tempelkomplex von Pura Ulun Danu im Ort Candi Kuning am Bratan-See ist einer der wichtigsten Tempel von Bali.
Ulun Danu bedeutet übersetzt "Kopf des Sees".
Ursprünglich ein hinduistisch-buddhistischer Tempel wurde Pura Ulun Danu Bratan 1633 von einem König namens Mengwi auf mehreren kleinen Inselchen des Bratan-Sees erbaut. Die ganze Anlage besteht aus neun kleineren Tempeln.
Nach den verheerenden Vulkanausbrüchen in den Jahren 1917 und 1926, als der Tempel von den Lava Massen nahezu vollständig zerstört wurde, wird dieser ständig renoviert.
Der Tempel befindet sich auf der westlichen Uferseite des Sees ganz in der Nähe einer moslemischen Enklave und ist einer hinduistischen Göttin namens Danu gewidmet.
Dieser Wassertempel Pura Ulun Danu Bratan gehört wohl zu den am häufigsten fotografierten Sehenswürdigkeiten Balis.
Der Bratan-See selbst ist ein riesiges Wasserreservoir für den südlichen Teil Balis. Man achtet streng darauf, den See von allen Verunreinigungen zu bewahren. Alle sechs Monate kommen die gläubigen Hindus hierher, um den Göttern Opfergaben zu bringen und sie um eine gesicherte Wasserversorgung zu bitten.
(http://u1.ipernity.com/18/27/71/10392771.e2ebb690.640.jpg)
Im gepflegten Park des Tempel-Komplexes. Von allen Seiten immer der traumhafte Blick auf die Tempeltürme, wobei einer elf und der andere drei Dächer hat.
Ein Zutritt zu der Tempelanlage auf dem See selbst ist allgemein nicht möglich und nur zu speziellen Anlässen für Hindus gestattet.
(http://u1.ipernity.com/18/27/69/10392769.e884de85.640.jpg)
Zwei seiner mehrstöckigen Merus stehen auf einer kleinen Insel im See, und wenn der Nebel über dem Wasser liegt, sieht es so aus, als ob der kleine Tempel zwischen Himmel und Erde schweben würde. Bei klarem Wetter wird der Tempel wie von einem Spiegel im See reflektiert.
Die Wetterlage wechselt von Minute zu Minute, denn hier befindet sich eine Wetterscheide. Jetzt erblickten wir den Tempel noch in diesem Licht ...
(http://u1.ipernity.com/14/45/08/7554508.b202eb9b.640.jpg)
... nur etwa zehn Minuten später sah es dann so aus.
(http://u1.ipernity.com/14/45/04/7554504.ec057774.640.jpg)
Ein lokaler Fischer in der Nähe des Tempels spähte auch bei dieser Wetterlage nach seinem Fang.
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Wenn man sich nach dem tropisch warmen Klima in Meeresnähe einmal abkühlen möchte, dann ist dieser Ausflug zu dieser berühmten Tempelanlage das Richtige. Durch die hohe Lage in den Bergen ist es dort deutlich kühler, die Temperaturen fallen hier schon mal auf 10°C. Das Wetter wechselt ständig.
Wir verbrachten den ganzen Tag auf diesem Tempelgelände, unser Mittagessen in einem moslemischen Restaurant. Die Ortschaften am Bratan-See sind überwiegend moslemisch und man trifft auch einige Moslems als Besucher in der hinduistischen Tempelanlage.
Auf dem Weg zu den berühmten zwei Merus betritt man einen sehr gepflegten Park mit weiteren Tempelanlagen. Das Tempelinnere darf meist nur von Gläubigen betreten werden, die Tempelmauern sind aber so niedrig, so dass man sein Wunschmotiv gut von Außen vor die Linse bekommt.
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Ein kleiner buddhistischer Tempel im Pure Ulun Danu Bratan Komplex.
Es befindet sich auf dem Gelände auch eine buddhistische Stupa, in der sich fünf meditierende Buddhas befinden. Buddha ist für die Hindus eine Manifestation des Gottes Visnu, von daher ist es keine Seltenheit, dass hinduistische Tempel auf Bali auch buddhistische Elemente enthalten. Die beiden Glaubensrichtungen existieren hier in perfekter Symbiose.
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Ein frisch vermähltes Hochzeitspaar flog aus Jakarta ein, um ihre Erinnerungsfotos in der berühmten Tempelanlage schießen zu lassen.
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Balinesische Tempelgänger am Ufer der Tempelanlage.
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Eine Fotoaufnahme über die Mauer in den Innenhof eines Hinduschreins.
Dieser ruhige halb Hindu, halb buddhistische Tempel-Komplex wurde im Jahre 1633 erbaut.
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Der samtweiche Rasen, die farbigen Trompetenblumen und Gladiolen und die Tropenbäume vermitteln eine mystische Szene von großer Schönheit.
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Wir bleiben noch ein bisschen in diesem Tempelbezirk und beobachten das Geschehen. Eine Mutter schenkt ihrer Prinzessin einen Maiskolben. Eine eher unscheinbare Szene, die aber in diesem Moment ein wunderschönes Gefühl vermittelt. Das kleine Mädchen betrachtete lange meine Fotos, nicht nur die, die ich von ihr und ihrer Mutter machte.
Ein Stückchen weiter sah man Arbeiter, die ein Tempeldach neu errichteten. Das dafür verwendete Gras stammt aus dem Dschungel. Die Dachdecker riefen zum Mitmachen auf.
So locker, leicht, charmant und harmonisch wie die Balinesen sich geben, so ist auch deren Architektur. Die Luftige, offene Bauweise findet man überall auch in den Gebäuden und den Tempeln.
Überdachte Terrassen und offene Wohnräume, lichte Dächer aus Bambus und Gras, kleine schöne Türen, Verzierungen an Pfeilern und Dächern und die in Stein gehauenen Verzierungen um Fenster und Türen harmonisieren mit der Landschaft von Bali und bringen die Natur so nah das sie beinahe zur Erweiterung des Wohnzimmers wird.
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Eine kleine balinesische Prinzessin mit ihrer Mutter
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Ein nicht definierbares Tiermonster
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Dachdecker bei ihrer Arbeit, das Bambusgerüst, auf dem sie stehen und gehen, schwankt beängstigend, ist aber stabil.
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Besucher im Tempelpark von Pura Ulun Danu Bratan.
Schon wieder hat sich das Wetter geändert, es spielt Kapriolen.
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Bali ist eine Insel im Ring of Fire, dem Pazifischen Feuering. Dieser Vulkangürtel umfasst eine Reihe von Inselbögen im Pazifik zu der eben auch Bali gehört.
Der Gunung Agung und der Gunung Batur sind die bekanntesten Vulkane auf Bali, obwohl der Batur eigentlich ein "Dom" innerhalb einer Caldera ist. Diese Caldera hat einen riesigen, bis 13,5 km großen Durchmesser.
Das Wort Gunung bedeutet "Berg".
Aus historischer Zeit sind zahlreiche Ausbrüche des Batur bekannt: So kam 1905 ein Lavastrom aus einem Krater am Westhang des Batur in bebautem Gebiet zum Stillstand. Nach einer Serie von kleineren Eruptionen seit 1921 öffnete sich im August 1926 südlich des Baturs eine Spalte, aus der Lava austrat und große Teile des Dorfes Batur überschüttete. Im September 1963 wurde aus mehreren Schloten westlich des Gipfels Lava gefördert, die nach Süden und Westen floss. Beim letzten Ausbruch des Batur zwischen März 1999 und Juni 2000 kam es zu Ascheeruptionen und kleineren Explosionen im Gipfelbereich.
Die riesige Caldera ist von etwa 16.000 Menschen bewohnt, davon leben auf der anderen Seite des Sees die Ureinwohner der Insel die Bali Aga.
Aus dem Gebiet von Gunung Batur und der dort lebenden Urbevölkerung, den Bali Aga schreibe ich die folgenden Berichte und setze meine Fotos von mehreren Reisen:
Wir besuchten auch das Aga Dorf Trunyan am Batur See. Trunyan ist nahezu komplett von der Außenwelt abgeschnitten und entzieht sich völlig den balinesischen-hinduistischen Einflüssen. Die Einwohner halten an Traditionen und Sozialordnungen fest, die noch aus prähistorischen Zeiten stammen. Es gibt in Trunyan keine Verbrennungen. Die Toten werden nahe am See, ca. 30 Bootsminuten vom Dorf entfernt, abgelegt und der Natur überlassen. In diesem "Friedhof" gibt es einen heiligen Baum, dank dieses Baumes, so glauben die Einwohner, findet kein natürlicher Verwesungsprozess statt. Ich kann bestätigen, dass dort keinerlei Verwesungsgeruch in der Luft liegt.
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Eine Vogelscheuche und der Vulkan Gunung Batur
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Straße nach Toya Bungkah, einem Dorf am Fuße des Vulkans und Ausgangspunkt für eine Besteigung des Gunung Batur.
Auf der rechten Seite der Vulkan in der Wolkendecke, die Straße führt über Lavafelder.
Beim letzten Ausbruch des Batur zwischen März 1999 und Juni 2000 kam es zu Ascheeruptionen und kleineren Explosionen im Gipfelbereich.
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Der Gunung Batur. in einer dramatischen Wolkendecke. Von der anderen Seite des Vulkansees aufgenommen.
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In einem Bali Aga Dorf bei Trunyan. Mein Freund Michael und unser Minibus im Vordergrund.
Im nächsten Beitrag berichte ich über den Ort Trunyan und den sagenhaften Friedhof, in dem die Verstorbenen zur Verwesung ausgesetzt werden. Einige meiner nächsten Fotos mögen für manche Betrachter unangenehm erscheinen. Ich möchte vorher darauf hinweisen.
edit: auf Wunsch von wufgaeng eine Textaenderung vorgenommen
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Der holprige Weg von der Hauptstraße zum Bali Aga Dorf Trunyan ist extrem schlecht zu befahren. Manchmal geht es steil hinauf oder bergab und ganz besonders während des heftigen Regengusses gleicht die Fahrt einer Schlammschlacht. Das ist der Grund, warum fast alle Besucher mit dem Boot nach Trunyan kommen. Wir hatten die Fahrt gewagt.
Eine andere Option wäre der Weg von oben, der aber nur Freikletterern zu empfehlen ist. ??? ;D
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Das Bali Aga Dorf Trunyan während eines Regengusses.
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Pura Pancering Jagat Tempel in Trunyan. Ein hinduistischer Tempel im Dorf mit der prä-hinduistischen Aga Kultur.
Obwohl der Eintritt für Ausländer verboten war, hatten wir mit Hilfe der lokalen Bevölkerung eine Chance für einen Zugang. Aber es war innen nicht viel mehr zu sehen als von außen.
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Ein Bali Aga Mädchen mit ihrem kleinen Bruder.
Noch kurze Zeit vorher sahen wir das Mädchen während des schrecklichen Regengusses mitten auf dem Batur See. Sie brachte ihren Fischfang nachhause.
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Bali Aga Einwohner beim Verhandeln über die Bootsfahrt zum Friedhof.
Hier erlebten wir einen, von den ganz ganz wenigen Fällen der versuchten Abzocke auf Bali:
Der Weg zum Friedhof ist nur mit dem Boot erreichbar, es gibt keinen Weg zu Fuß und an Land. Wir wurden von den Menschen vor Ort aufgefordert, ein Boot zu mieten. Aber diese Dorfbewohner versuchten uns mit utopischen, frechen, hohen Preisen zu nötigen.
Also haben wir erst mal abgelehnt, auf den Friedhof zu gehen. Wir sagten jedoch, dass wir am nächsten Tag mit unseren eigenen Schlauchboot kämen. Plötzlich dann akzeptieren sie einen Preis, viel viel niedriger als beim ersten Angebot (aber immer noch viel zu hoch).
Leider sind heutzutage manche Bootsfahrten eklatante Touristenfallen und erinnern an die Taxi-Mafia auf Phuket. Dieser Nepp machte sich publik auf Bali und woanders spricht man von einer massiven Image-Schädigung, die schlussendlich alle Einwohner auf Bali negativ trifft.
Dies ist ein Beispiel wie in vielen anderen Ländern, wo sich der Tourismus breit macht: Touristen können die Mentalität der Menschen vor Ort in einer sehr kurzen Zeit zu schweren Problemen führen und für die Zukunft der Einheimische wichtige Lebenswege, wie Erziehung, Schule, Bildung und die vernünftige persönliche Einstellung zur täglichen Arbeit verderben.
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Der "Open Air Friedhof" von Trunyan namens Kuburan ist nur mit dem Boot erreichbar. Für die Fahrt vom Bali Aga Dorf Trunyan zur Verwesungsstätte ist das Ruderboot etwa 30 Minuten unterwegs. Wir waren die einzigen westlichen Besucher. Nur wenige lokale Dorfbewohner kamen, um ihren Verbliebenen ihre alltägliche "Mahlzeit" zu bringen, die dann schließlich neben dem toten Körper ebenfalls verrottete oder von wilden Tieren gefressen wurde. Die verstorbenen Körper liegen zur Verwesung in Bambusverschlägen damit sie von Tierfraß geschützt sind. Obwohl ich an die Verschläge und den, zum Teil schon zur Hälfte verwesten Körper herantrat, war (fast) kein Geruch wahrzunehmen. Drei große Banyan Feigenbäume verhindern offensichtlich den üblen Verwesungsgeruch, ich kann das bestätigen.
Ähnliche Luftbestattungen erlebte ich bei Parsen, der aus Persien stammenden, heute verfolgten, Religionsgemeinschaft und bei Lama Buddhisten im Norden Nepals (Lo Manthang) und in Tibet. Nur werden dort die aufgebahrten Leichname vor der Verwesung meist von (heiligen) Geiern gefressen.
Nach der Verwesung der Leichname von vorher verheirateten Toten werden die Schädel auf einem Podest platziert, die Skelette von nicht verheirateten normal begraben.
Frauen und Mädchen ist der Zutritt der Verwesungsstätte nicht erlaubt, die Leute glauben, dass sonst wieder ein gewaltiger Vulkanausbruch bevorstünde.
Dies entspricht natürlich nicht meiner Meinung, aber auch in Europa haben wir Orte mit ähnlichen Regeln, wie z.B. Athos in Griechenland.
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Der abgelegene Ort Kuburan neben der Verwesungsstätte.
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Das Willkommensschild zum Friedhof.
Mein erster Gedanke und Wunsch war: "Lasst mir bitte noch ein paar Jährchen Zeit!"
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Verwesungsstätte von Kuburan. Vor den Bambusverschlägen werden den Verstorbenen in geflochtenen Körben regelmäßig Essen und Getränke gebracht. Wilde Tiere, wie Vögel und Nager, bedienen sich.
Es gibt drei Verwesungsstätten mit jeweils bis zu neun Verschlägen:
Kuburan ist eigentlich nicht der einzige Verwesungs-Friedhof, den auch wir besuchten.
Die anderen sind: Sema Bantas, die Grabstätte von denen, die Selbstmord begangen haben
und Sema Nguda, die Grabstätte von Kindern oder anderen jungen Menschen, die noch nicht verheiratet waren.
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Ein gerade verstorbener Leichnam hinter dem schützenden Bambusverschlag.
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Nach der Verwesung werden die Schädel auf einem Podest postiert.
Auf einem Friedhof in Trunyan ist immer nur Platz für maximal neun Leichen auf einmal. Wenn ein frischer neuer Körper gebracht wird, werden die Knochen seiner Vorgänger weggezogen. Ihre Schädel werden ganz in der Nähe auf diese altarähnliche Steinplattform gelegt, während andere Knochen in der Umgebung verstreut oder begraben werden.
Auf den ersten Blick sieht der Friedhof von Trunyan wie ein makabrer Massaker Boden. Solche Bilder erinnerten uns sofort an schreckliche Dokumentarfilme mit den grausamen Szenen aus der Nazivergangenheit oder den Massakern türkischer Milizen an Armeniern (1915 bis 1918).
Empfindsame und sensible Touristen sollten diesen Ort besser meiden.
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Nochmal ein herzliches Danke
für die schönen Berichte und die Einblicke
in eine fremde Welt :)
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danke @Tobi CR - und heute berichte ich noch weiter:
Nach dem Besuch dieses Friedhofs der Verwesung klarte am Spätnachmittag das Wetter auf. Immer wiederkehrender Platzregen hörte auf und einzelne einheimische Fischer suchten nach einem Fang vor Tagesende. Die Stimmung wäre romantisch gewesen, hätten wir vorher nicht die verwesten Leichen gesehen.
Trotzdem verbrachten wir noch eine Weile auf dem Batur-See, um die Atmosphäre zu genießen.
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Am Pier vor dem Friedhof.
Die dicken Regenwolken lösten sich nach und nach auf und der Vulkan Batur zeigte sich im gelblich farbigen Nachmittagslicht.
Ganz auf der anderen Seite des Sees liegt der Ort Toya Bungkah, Ausgangspunkt für eine Tour auf den Batur Vulkan.
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Ein lokaler Fischer in seinem Einbaum. Fischen gleich nach dem Platzregen verspricht besonders guten Fang.
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Ein weitere Anlieger in seinem primitiv gebauten Einbaum, vor ihm die Schüssel mit dem Fischernetz.
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Auch die jüngsten Einwohner versuchen ihren Fang. Bei diesem Anblick hatte man das Gefühl, der Einbaum würde jeden Moment versinken.
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Gefischt wird mit dünnen Netzen, die vom Einbaum ausgeworfen werden.
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Der Ort Trunyan vor der Rückkehr nach dem Friedhofbesuch.
Unser Minibus war dort geparkt und wir mussten uns beeilen, um nicht bei Dunkelheit den schlechten Weg zurückzufahren.
Der Tag war ein besonderer, der mir bis heute noch markant im Gedächtnis geblieben ist. Eigentlich war dies kein Ort, den man unbedingt besichtigen sollte, zumal man die unangenehme Erfahrung der versuchten "Abzocke" einiger Möchtegern-Geschäftsleute machen musste. Trotz allem aber zeigt der Besuch von Trunyan eine andere Kultur, als die, die man sonst auf Bali zu sehen und zu spüren bekommt. Jeder erwachsene Mann (Frauen und Mädchen dürfen, wie schon beschrieben, die Verwesungsstätte nicht besuchen) sollte selbst bestimmen, so einen Ort aufzusuchen. Aber er sollte Massenführungen meiden und sich nicht von dubiosen Schleppern verleiten lassen. Für alle weiblichen und empfindsamen Besucher gibt auf Bali in der Tat schönere Attraktionen.
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Breitgefächerter Reisebericht mit Tiefgang und herrlichen Fotos {*
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Breitgefächerter Reisebericht mit Tiefgang und herrlichen Fotos {*
danke Dir Achim, ich habe noch so viele Fotos von der Götterinsel, einige will ich noch posten. Am 26 April fliege ich wieder, zum x-ten Mal nach Bali und will mit meinem balinesischen Freund noch Neues entdecken. Eine Woche später geht es weiter nach Flores.
Als Nächstes möchte ich einige Fotos aus vergangenen Reisen nach Bali posten. Die Landschaft an den Vulkanen ist, wie auch bei anderen Vulkan-Landschaften, atemberaubend.
Gleich gehts weiter mit gescannten Dia-Fotos aus dem Jahre 2001. }}
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Die folgenden Fotos, die ich hier von der fantastischen Vulkanlandschaft setze, stammen aus dem Jahr 2001. Die Dias bekamen im Laufe der langen Lagerzeit einen leichten Blaustich. Trotzdem scanne ich gelegentlich alte Fotos und erwecke dabei die Erinnerungen von meinen wunderschönen Reiseerlebnissen. Die Qualität der gescannten Fotos ist somit den vorangegangenen Digital-Aufnahmen nicht gleichwertig.
Im Jahr 2001 kam ich mit einer thailändischen Reisegruppe nach Bali. Wie ich schon vorher berichtet hatte, wurden die täglichen Tagesausflügen meist in überteuerten Touristen-Souvenirshops verschwendet, sodass ich aus Enttäuschung über jenen Reiseablauf meinen Aufenthalt auf Bali um eine Woche eigenmächtig verlängerte, um mit meiner Frau Salama die schönen Seiten der Insel zu bereisen.
Die ganze Vulkaninsel Bali ist ein Paradies an Schönheit. Wir trafen etliche Abenteuer-Touristen, die auf Schusters Sohlen Tage verbrachten, indem sie treckend durch die Gegend zogen und dabei Land und Leute ganz besonders nahe kamen.
Dies ist schon immer auch mein Ideal beim Reisen: An erster Stelle Land, Leute, Kultur und Bräuche kennenzulernen und dann über lange Zeit die gewonnenen Kontakte pflegen.
Wir beschränkten und auf die Gegend des Batur-Vulkankessel, den See und den Batur-Vulkanberg. Im Jahre 1978 hatte ich es bis zum Krater geschafft und musste damals vier Stunden über scharfkantige Lavabrocken bergauf wandern. Die Mühe wurde mit einer überwältigenden Aussicht belohnt, doch auf der Spitze spürte ich eine unerträglich feuchtkalte Wettersituation bis in die Knochen.
2001 haben wir auf die Besteigung verzichtet, doch rundherum schöne Stunden verbracht:
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Der Gunung Batur Vulkan in Wolken, von Süden aus gesehen, rechts der Kratersee Danau Batur.
Wie der andere Vulkan, der Gunung Agung im Osten, so zählt nach dem Glauben der Balinesen auch der Batur zu den vier Kardinalpunkten. Obwohl bergsteigerisch kaum eine Herausforderung, ist die Besteigung des Batur dennoch außerordentlich lohnend, da man vom Gipfel einen einzigartigen Rundumblick hat. In dem gebildeten Einbruchskessel liegen der Gunung Batur und der gleichnamige See leider oft etwas im Dunst und man hat deshalb nur ganz selten einen wirklich klaren Panoramablick.
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Der Ort Kedisan und der Batur-See.
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Ein steiniger Weg auf den Vulkangipfel. Gutes Schuhwerk ist unerlässlich. Die Lavabrocken sind sehr scharfkantig.
Auf der anderen Seite der Mount Abang 2150m, der Gipfel ist meist in einer Wolkendecke, eine Besteigung führt fast immer in den Nebel.
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Der Batur-See und der Mount Abang.
Am Fuß des Berges kann man die Bali-Aga-Ortschaft Trunyan erkennen noch ein wenig weiter links den Friedhof Kuburan.
(http://u1.ipernity.com/11/61/40/5166140.dbd8602b.640.jpg)
Ein Wassertempel im Batur-See.
Dieser Tempel wurde von den Göttern verschont. Obwohl es in der jüngeren Zeit mehrere Vulkanausbrüche gab, ist der Tempel immer heil geblieben.
Für jeden, der eine Besteigung des Vulkans oder eine Treckingtour plant, empfehle ich "Mt Bator Trekking" (e-Mail kunang_dps@indo.net.id), eine Agentur, die perfekte Ausflüge organisiert.
Gutes Schuhwerk, lange Hosen und feste Kleidung sind unbedingt erforderlich. Die Wege sind meist moderat aber sehr steinig und scharfkantig und manchmal geht's steil bergauf.
Achtung: Ich habe in Fernost-Asien selten so gefroren wie auf Bali bei der Vulkantour.
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Noch ein paar Bilder von der Reise im Mai 2001. Fotos von meinen vorherigen Reisen auf Bali habe ich leider bisher noch nicht gescannt.
Kintamani ist ein Ort im Batur-Gebiet, wo man in einem Thermalbad mit wohltuenden Massagen einen ganzen Tag im Pfuhl verbringen kann, bis man selbst so aufgeweicht ist, wie eine Semmel vor seiner Knödelverarbeitung. Die balinesischen Massagen sind bekannt als traditionelle indonesische Heilmethode mit einer Mischung aus Streichung, Dehnung, Knetung und Pressur. Es erzeugt eine tiefe Entspannung und wirkt zugleich durchblutungsfördernd, muskellockernd und revitalisierend. Eine fast immer zutreffende Regel sagt: Je älter die Balinesin, desto besser die Massage, denn die alten Damen haben die meiste Erfahrung und sind deshalb am besten drauf. Zarte Berührungen und kräftige Knetungen öffnen den Raum für eine tiefgehende Zufriedenheit mit sich und seinen Körper. Die warme Umgebung, der Duft des exotischen Öles und die sanften Klänge einer fernen Gamelan-Musik lässt einen von fernöstlichen Welten träumen. Ein wunderbarer Weg vom Alltag loszulassen und neue Energie zu tanken.
{; (Lassen wir unanständige Wünsche lieber zuhause, denn dazu bräuchte ein in Bangkok Lebender nicht nach Bali fliegen!)
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Im Thermal-Pfuhl in Kintamani
(http://u1.ipernity.com/11/97/25/5169725.cb5e54e7.640.jpg)
Märchenhafte Landschaft auf dem Weg von Kedisan an die Nordküste nach Bondalem.
(http://u1.ipernity.com/11/65/70/5166570.265f07d7.640.jpg)
Reisterrassen, Reis ist auf Bali mehr als ein Grundnahrungsmittel, denn Essen ist für die Balinesen gleichbedeutend mit Reis essen.
(http://u1.ipernity.com/11/97/28/5169728.b443b341.640.jpg)
Eine Mutter mit ihrer Tochter am Ausgang von einem der 30.000 Tempel auf Bali.
Die Zahl der Tempel auf Bali ist nicht abzuschätzen. Bali wird auch die "Insel der tausend Tempel" genannt und das ist mit Sicherheit weit untertrieben.
Aus neuesten Daten aus dem Jahre 2012 gibt es auf Bali
4.356 Tempel der Art Pura desa (Tempelanlagen in Städten und Dörfern),
723 Tempel der Art Pura kahyangan jagad (Tempelanlagen in gebirgigen Regionen)
und
923 der Art Pura segara (Tempel am oder im Meer).
Also insgesamt 6.002 Tempel, dazu kommen die vielen privaten Haustempel, sodass auch die Zahl von 30.000 nicht übertrieben scheint.
Jedes Banyar (Kommune aus mehreren balinesischen Familien) beheimatet drei Tempel:
den Pura Puseh (Ursprungstempel),
den Pura Desa (Tempel der großen Ratsversammlung)
und den Pura Dalem (Todestempel).
Manchmal sind der Pura Puseh und der Pure Desa in einem Komplex vereint.
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@wufgaeng
Ein wirklich interessanter und schöner Bericht über Bali ;} ;} ;}
Vielen Dank und weiter so {*
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Hallo wufgaeng !
Jetzt möchte ich mich endlich auch in die Reihe der Bewunderer deiner vorzüglichen Reisebericht einreihen.
Da machst jedem richtig Appetit und Lust auf Bali.
Allerdings bekommt man ein etwas "Heile Welt Gefühl" vermittelt.... ( {; nein, nein, nicht als Kritik gemeint !)
Ist dort tatsächlich die Welt noch etwas "in Ordnung" und nicht so gewaltig im Umbruch wie andernorts in SOA ?
Wo ja vielfach ein schlimmer Verfall an Kultur, Sitten , Gebräuchen und vielen ander Werten zu Lasten des schnöden Mammons stattfindet?
Wie siehst du das ?
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Ist dort tatsächlich die Welt noch etwas "in Ordnung" und nicht so gewaltig im Umbruch wie andernorts in SOA ?
Wo ja vielfach ein schlimmer Verfall an Kultur, Sitten , Gebräuchen und vielen ander Werten zu Lasten des schnöden Mammons stattfindet?
Wie siehst du das ?
Eine wichtige Frage, die Du hier anschneidest, danke @derbayer
Bali gilt als Touristen-Hochburg hauptsächlich für australische Urlauber. Ich bereise seit 1978 regelmäßig die Insel und konnte natürlich auch dort negative Veränderungen feststellen. Aber die Insel ist groß genug, um sich den Rummel und dem Ballermann-Tourismus zu entziehen. In diesen Zentren halte ich mich, wenn überhaupt nötig, nur sehr begrenzt auf. Kriminalität, Korruption und Absahne gibt es auch auf Bali, und viel "Schwachsinn" wurde von Außen importiert.
im November und Dezember 1978 wohnte ich 6 Wochen zuerst in Kuta Beach, dann in Klungkung, heute ist es in Kuta selbst und am Strand nicht mehr auszuhalten, am Strand hat man vor lauter Verkäufer keine zwei Minuten seine Ruhe. Manche Leute brauchen das, brauchen den abendlichen Remmidemmi und "Shopping" steht oben an.
Schon vor nunmehr 35 Jahren entzog ich mich damals nach kurzer zeit dem Trubel und wohnte in Klungkung in bei balinesischen Farmern.
Wer nicht auf seinen täglichen Komfort besteht und auch ohne Strom und fließenden Wasser seinen Urlaub verbringen kann, dem empfehle ich, privat bei Balinesen zu wohnen. Viele Farmer haben vor ihrem Anwesen das Schild "Home stay", vergleichbar mit den Hinweis bei Bauernhöfen in Deutschland, Österreich oder in der Schweiz "Zimmer frei".
Ein für mich sehr wichtiger Grund, warum es mich immer wieder nach Bali zieht: Die Leute dort halten eine souveräne, alte, lebendige Kultur aufrecht, an der sie fremde Gäste gerne teilhaben lassen.
Über Land hat sich auch in den 35 Jahren kaum etwas verändert, außer die störenden Relais-Masten für die vielen Handies, mit denen auch die Balinesen nicht auskommen können, und die schrecklich vielen Satellitenschüssel. Das nervt ganz besonders uns Fotografen, wenn man nicht weiß, wie man ein Bild ohne den blöden Masten im Hintergrund aufnimmt.
Eine wichtige Sache fällt mir im Vergleich zum anderen SOA-Land deutlich auf:
Auf Bali zeigt so gut wie niemand Chauvinismus, den ich woanders (!) sehr verachte. (Ich hatte vor langer Zeit meine Sprösslinge aus dem hiesigen Kindergarten genommen, weil ich sah, wie dort schon Kleinkinder zu Chauvinismus erzogen werden.)
Im Vergleich zu vielen SOA-Zielen, wo man kaum die Person, sondern nur sein Geld schätzt, gewann ich auf Bali immer wieder wertvolle Kontakte; da bin ich der "Wolfgang", und nicht der reiche Russe oder Araber.
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Die Seen Danau Buyan und Danau Tamblingan auf der indonesischen Insel Bali werden oft auch als Zwillingsseen bezeichnet. Bis zu einem Erdrutsch, der sich im Jahr 1818 ereignete, waren sie ein zusammenhängedes Gewässer. Beide Seen im balinesischen Hochland sind ein beliebtes Ausflugziel und eignen sich für diverse Wassersportarten.
Es lohnt sich für jeden sportlichen und wanderlustigen Reisenden, ein paar Tage auf Bali an diesen Seen einzuplanen.
Einige Resorts bieten schon sehr gehobenen Service zu vernünftigen Preisen (z.B. Anaheim Villa Lake Buyan oder das Kalaspa Health Retreat).
Ich selbst habe die Seen nur im Tagesausflug bereist und kann deshalb nicht sehr viel berichten. Rucksackreisende aber, die dort mehrere Tage verbrachten, erzählten von einzigartigen Unternehmungen, die sie an den Seen und in den Bergen um den Seen getätigt hatten. Alle Gästehaus-Betreiber geben immer wertvolle Auskunft und helfen bei der Planung des Tagesprogramms.
(http://u1.ipernity.com/14/45/65/7554565.46ddfa15.640.jpg)
Bilck auf den Danau Buyan vom Kalaspa Health Retreat, einem neu eröffneten Sanatorium an der Straße von Panca Sari nach der alten Hauptstadt Singaraja.
(http://u1.ipernity.com/14/45/63/7554563.26f9f0d4.640.jpg)
Der dahinter liegende kleiner See Danau Tamblingan, beide Seen waren früher miteinander verbunden.
(http://u1.ipernity.com/14/45/12/7554512.7f75e5d0.640.jpg)
Ein Einbaum mit Ausleger am Ufer des Danau Buyan.
(http://u1.ipernity.com/14/45/15/7554515.bfcb56fb.640.jpg)
Lokale Freizeitfischer versuchen ihr Glück am Steg in den Danau Buyan.
(http://u1.ipernity.com/14/45/13/7554513.4a75a786.640.jpg)
Plattformen auf Bambusstangen für Fischer im Danau Buyan.
Die Süßwasserfische aus den Vulkanseen sind eine Delikatesse und werden auf Bali köstlich zubereitet, ohne dass man es überwürzt.
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Es ist immer ein ganz besonderes Vergnügen, sich an einem heißen Tag an einem Wasserfall aufzuhalten. Bali bietet mehrere Ziele, wie der Tegenungan, Sekumpul, Munduk oder hier der Gitgit Wasserfall auf dem Weg vom Danau Buyan See nach der alten Hauptstadt Balis Singaraja. (Singaraja war bis zur Unabhängigkeit Indonesien die Hauptstadt von Bali und ist heute nach Denpasar die zweitgrößte Stadt auf der Insel.)
Gitgit ist der höchste Wasserfall auf Bali. Er ist ungefähr 40 Meter hoch.
Man sollte als Liebes- oder Ehepaar aber nicht in dem Wasser baden. Denn es gibt die Erzählung das alle Paare
sich trennen die dort zusammen baden.
??? --C
Auf dem Weg zum Wasserfall boten uns Händler verschiedne Arten von Gewürzen an, wobei ich eine Großpackung Vanillestangen kaufte. Die echte Vanille ist eins der teuersten Gewürze und wird in der balinesischen Küche nicht nur für Süßspeisen angewendet.
An einer Gumpe im unteren Bereich des Wasserfalls trafen wir eine Gruppe von gut aufgelegten Jugendlichen, die ihren Riesenspaß hatten, in der Gumpe eine Show abzuhalten und sich freuten, als wir daran teilnahmen.
(http://u1.ipernity.com/18/27/90/10392790.cb3fa901.640.jpg)
Der Gitgit Wasserfall
(http://u1.ipernity.com/18/27/82/10392782.c8acc13b.640.jpg)
Überall in der Gegend rieseln auch kleine Wasserfälle von oben herunter.
(http://u1.ipernity.com/18/27/83/10392783.be87c769.640.jpg)
(http://u1.ipernity.com/18/27/84/10392784.bbe613e1.640.jpg)
(http://u1.ipernity.com/18/27/86/10392786.4d4f4345.640.jpg)
Die Jungs verbringen eine lebhafte Zeit in den Gumpen der Wasserfälle, die uns alle auf eine Abkühlung einluden.
Aber, wie schon geschrieben, Pärchen sollten nicht zusammen in einer Gumpe baden.
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Meine vorerst letzten Fotos in diesem Thread über Bali, seine Bewohner und deren Kultur setze ich mit meinen Unterwasser-Bildern, den Weg nach Tulamben und den davor auf dem Meeresgrund liegenden Schiffswrack der USAT Liberty. Dieses Schiffswrack ist Bali's meistbesuchter Tauchplatz, mit einer für das Sporttauchen perfekten Tiefe von 2,5 Metern bis zu 30 Metern. Es gibt einige imposante durchtauchbare Öffnungen. Vorsicht war jedoch geboten da die Struktur des Wracks unstabil ist, jedes Jahr stürzen Teile ein. Das Wrack ist gänzlich überwachsen mit prächtigen Weich- und Hartkorallen und ist ein Tummelplatz für Millionen von tropischen Fischen. Meeresbiologen schätzen das die "Liberty" ein Zuhause für etwa 400 verschiedene Fischarten ist.
Mehr darüber in meinen folgenden Berichten.
(http://u1.ipernity.com/14/44/81/7554481.027202bb.640.jpg)
Die Landschaft auf der Insel ist überall geprägt mit malerischen Reisfeldern und Reisterrassen.
Auch auf dem Weg nach Tulamben veranlassen uns solche Anblicke zu mehreren Zwischenstopps.
(http://u1.ipernity.com/14/99/05/7549905.c9627d66.640.jpg)
Der Gunung Agung Vulkan in seiner vollen Pracht. So einen Moment hat man selten, denn meist ist sein Gipfel in einer Wolkendecke. Aus der Entfernung erscheint der Vulkan nahezu perfekt kegelförmig.
Er ist ein aktiver Schichtvulkan auf Bali und mit 3142 Metern die höchste Erhebung der Insel. Bei einem Ausbruch des Gunung Agung starben 1963 über 1100 Menschen. Die Lavaströme versenkten auch die USAT Liberty auf den Meeresgrund.
Bei der höchsten Erhebung befindet sich westlich ein rund 200 Meter tiefer Krater.
Eine Besteigung ist relativ schwierig und nur Leuten mit einer guten Kondition zu empfehlen. Etwa 1200 Höhenmeter sind an einem Tag zu bewältigen und auf dem Weg gibt es keine Versorgung, außer die, die man selber dabei hat.
Im Hintergrund sieht man den Vulkan Gunung Abang und daneben den Sari Hill.
(http://u1.ipernity.com/5/23/39/14772339.28970a24.640.jpg)
Ein Denk- und Mahnmal am Strand von Tulamben erinnert der an das versunkene Schiff der USAT Liberty.
(http://u1.ipernity.com/5/23/47/14772347.d6788da7.640.jpg)
Ein kurzer scharfkantiger Strandweg mit Lavasteinen vom Restaurant zum Tauchplatz. Schon nach etwa 30 Metern geht es steil ab in die Tiefe.
An diesem Platz startet man die Tauchgänge vom Restaurant aus und erspart sich somit die Miete eines Auslegerbootes.
Meine Frau Salama konnte die Zeit während meiner Tauchgänge kurzweilig im Strandcafe verbringen.
Morgen berichte ich über die USAT Liberty und setze auch ein paar von meinen Unterwasserfotos.
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Es ist immer noch Songkran und draußen ist der Straßenverkehr total zusammengebrochen. Ein Grund, zuhause zu bleiben. So habe ich heute Zeit für einen weiteren Bericht.
Wie ich schon ankündigte, kramte ich UW-Fotos von meinen Tauchgängen bei Bali heraus, wobei ich dies mit einem Report über das untergegangen Frachtschiff, der U.S.A.T. Liberty verbinde:
Die U.S.A.T. Liberty in Tulamben ist ein 120 Meter langes Schiffswrack und der Überrest eines US Marine Frachters aus dem II. Weltkrieg. Es wurde am 11. Januar 1942 von einem japanischen U-Boot torpediert. Beladen mit Kautschuk und Eisenbahnersatzteilen war der Frachter auf dem Seeweg von Australien zu den Philippinen unterwegs. Zwei US Zerstörer nahmen das beschädigte Schiff an die Leinen und versuchten es in den sicheren Hafen von Singaraja zu schleppen. Der Schaden war jedoch immens. Das Schiff nahm zu viel Wasser auf und die Besatzung war daher gezwungen den Frachter am Strand von Tulamben zu ankern, nur 70 Kilometer vom sicheren Hafen der damaligen Hauptstadt Balis.
Für 21 Jahre verblieb es dort am Strand. Die lokale Bevölkerung nahm alles Brauchbare an sich, sogar Teile des Decks und die Schraube. Dann im Jahre 1963 wurde die U.S.A.T. Liberty durch eine fatale Eruption des Vulkans Gunung Agung, an ihren gegenwärtigen unterseeischen Ruheplatz geschoben. Dabei zerbrach die Hülle in zwei Teile. Sie liegt nur 30 Meter vom Strand auf der Seite liegend auf einer Sandhalde parallel zum Strand. Die Deckseite zeigt zum offenen Ozean hinaus.
Heute ist das Wrack ein idealer Tauchplatz auf Bali. Hunderte Fischarten tummeln sich millionenweise im und um das Wrack. Das Tauchen in das Innere erfordert sehr viel Erfahrung und einen eigenen PADI-Lehrgang für Wracktauchen. Es ist nicht ungefährlich, denn immer wieder stürzen Teile ein.
In der Tiefe von 25 Metern und mehr hat man die Gelegenheit, Weiß- und Schwarzspitzen-Riffhaie zu begegnen. Diese Haie sind in thailändischen und burmesischen Gewässern sehr scheu, aber neugierig. Am Schiffswrack in Tulamben haben sie sich offensichtlich an die Taucher gewöhnt. Leider sind mir keine nennenswerte UW-Aufnahmen dieser faszinierenden Haie gelungen, aber ich werde eins von einem anderen Tauchgang posten. Haie bewegen sich unglaublich schnell und halten selten still. Die UW-Fotografen haben es nicht leicht.
Mit einem Bekannten, namens Michael, startete ich schon mehrmals Tauchgänge in Tulamben. Auf Bali tauchte ich auch in Amed und in Padangbai, zwei weitere schöne, attraktive Tauchplätze bei Bali.
(http://www.waterworxbali.com/Images/Photos/USAT_Liberty.jpg)
Die U.S.A.T. Liberty vor der Torpedierung durch japanische U-Boote im Jahre 1942.
(Ein Foto aus dem Internet)
(http://www.q-divebali.com/gbr-dive/Liberty-Wreck.gif)
Eine Planzeichnung des Wracks auf dem Meeresgrund.
Für die Organisation eines Tauchganges ist es sehr wichtig, sich die Einzelheiten einzuprägen, denn man kann schnell die Orientierung verlieren.
(http://u1.ipernity.com/5/23/41/14772341.d8e8e7b9.640.jpg)
Michael beim Vorbereiten seiner Unterwasser-Fotoausrüstung.
Meine Frau Salama ist leider keine Taucherin. Sie wartete während unserer Tauchgänge im Strandcafe und unterhielt sich, so gut es ging, mit den lokalen (weiblichen) Bewohnern, die sich vorher immer gerne als Trägerinnen und Helferinnen für uns Taucher anbieten, um ein paar Kröten - ähh Rupien zu verdienen. Im übrigen muss ich vor den netten Balimädchen den Hut ziehen; sie tragen oft drei Flaschen auf einmal, davon eine auf dem Kopf. Nach dem Tauchgang bedienen sie einen mit wohltuenden Massagen und waschen die Ausrüstung im Süßwasser.
(http://u1.ipernity.com/14/99/86/7549986.477a4edb.640.jpg)
Michael ist UW Video- und Foto-Profi, lebt seit 8 Jahren auf Bali und unterhält eine eigene Tauchstation.
(http://u1.ipernity.com/25/48/79/14344879.2c9a49d6.640.jpg)
Mein Blick durch die Fächerkorallen. Diesen Schnappschuss verdanke ich Michael, meinem Tauchpartner.
(http://u1.ipernity.com/22/81/85/12658185.7428d075.640.jpg)
Ein Weißspitzen-Riffhai auf 30 Meter Tiefe.
Diese Hai-Art ist sehr scheu, aber neugierig. Mit ein wenig Geduld und einer Wartezeit von mehreren Minuten an Ort und Stelle kommen sie wieder.
Dann hat man die Gelegenheit, sie fotografisch (!) zu schießen.
edit: einen Satz auf Wunsch von Wufgaeng geandert
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Meine Unterwasser-Fotoausrüstung ist im Vergleich zu dem, was einige andere Taucher mit hinunter nehmen, eher bescheiden. Eine FUJI F31fd passt eigentlich besser in eine Damenhandtasche, doch für so eine Popelkamera macht sie erstaunlich gute UW-Fotos - Kompliment an FUJI! Außerdem gibt es für sie ein seriengefertigtes "Housing" (Unterwassergehäuse), das man auch bezahlen kann.
Für eine Unterwasser-Foto- oder Video-Ausrüstung könnte man schnell ein Vermögen ausgeben, wenn noch die erforderliche "Lightshow" (Blitz oder Spotlight) dazu kommt. Und wehe man macht bei den Vorbereitungen vor dem Tauchgang nur einen kleinen Fehler, dann sind schnell mal ein paar Tausend Euro abgesoffen. Ein kleines Härchen oder ein Sandkorn am O-Ring genügt für einen Wassereinbruch auf 30 Metern Tiefe. Ich habe schon manche UW-Fotografen fluchend auftauchen gesehen.
Tauchpartner Michael ist ein Profi, bei ihm haben sich die ca. 25.000 Euro Investition bereits amortisiert.
Ein Tauchgang dauert, je nachdem wie tief man geht, etwa 45 Minuten. Lange nicht genug, um das ganze Wrack zu besichtigen. Ich hatte bisher 6 Tauchgänge in Tulamben und das ganze Schiff immer noch nicht gesehen. Jeder Tauchgang ist daher immer wieder ein neues Erlebnis.
(http://u1.ipernity.com/14/99/97/7549997.fd16f1ae.640.jpg)
An allen Wrackteilen haben sich Korallen und Unterwasserpflanzen festgesetzt und bieten für Millionen Fische ein fülliges Zuhause.
(http://u1.ipernity.com/25/89/19/14328919.5e5eb9de.640.jpg)
Tauchpartner Michael beim Fotografieren, der Blitz muss von oben schräg nach unten zeigen, sonst hat man nur die "Flockies" (kleines Plankton) vor dem Motiv.
(http://u1.ipernity.com/25/89/21/14328921.5df9d660.640.jpg)
Ein Doktorfisch vor dem Schiffswrack.
(http://u1.ipernity.com/25/88/99/14328899.7a26711a.640.jpg)
Entlang am Schiffswrack der U.S.A.T. Liberty
(http://u1.ipernity.com/25/89/01/14328901.21f7b51b.640.jpg)
Weichkorallen an einem undefinierbaren Gerüst neben dem Wrack
(http://u1.ipernity.com/25/89/05/14328905.07d55e99.640.jpg)
Überall, wo man hinsieht, farbige Hart- und Weichkorallen, die nicht, wie leider oftmals in anderen Tauchparadiesen (Malediven) durch den Wasser-Temperaturanstieg verblasst sind.
Ein Süßlippenfisch sucht nach Nahrung.
(http://u1.ipernity.com/14/99/79/7549979.e1f95888.640.jpg)
... und immer wieder Tausende silberne Jack-Mackerelen an der Wrack-Oberseite des liegenden Schiffes. Diese Massen können schnell mal die Sicht verdunkelten.
Mit Unterwasserfotos könnte ich noch lange fortsetzen, aber dies würde den Rahmen sprengen. Von allen Tauchplätzen, die ich bisher erleben durfte, waren die bei Bali mit die schönsten, ohne dass man fürs Wracktauchen oder Tauchen im Naturpark extra teuer bezahlen musste (z.B. Similan in Thailand, oder in Europa Kroatien).
Das Thema des Threads ist mein Bericht über Bali, seine Bewohner, deren lebendige Kultur, seine Feste und die paradiesischen Landschaften überall auf der Insel.
Tauchen bei Bali ist ein kleiner Teil vom Vergnügen, dass man auf der Insel der Götter erleben kann.
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super wufgaeng ;}
noch ein paar UW-Aufnahmen kann das Thema aber schon noch verkraften...
oder einen eigenen Thread dafuer aufmachen, ist es doch eine Welt die den meisten von uns mangels Tauchkenntnissen verborgen bleibt [-]
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super wufgaeng ;}
noch ein paar UW-Aufnahmen kann das Thema aber schon noch verkraften...
oder einen eigenen Thread dafuer aufmachen, ist es doch eine Welt die den meisten von uns mangels Tauchkenntnissen verborgen bleibt [-]
... also setze ich noch ein paar weiter UW-Fotos, ich muss nur ein bisschen herumkramen.
Ich könnte sehr gerne mal mit einem eigenen Thread übers Tauchen beginnen. Meine Taucherlebnisse beziehen sich auf die Andaman Sea in Thailand (Similan, Ko Tachai, Ko Bon, Richelieu Rock, Ko Lipe u.a., Burma Banks und bis in den Norden des Mergui Archipels).
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Meine Taucherlebnisse beziehen sich auf die Andaman Sea in Thailand (Similan, Ko Tachai, Ko Bon, Richelieu Rock, Ko Lipe u.a., Burma Banks und bis in den Norden des Mergui Archipels).
waere grossartig, Bezug zu Thailand inklusive ;}
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Du machst dir wirklich nen Haufen Arbeit
- aber die Anerkennung und der Dank
vieler Leser ist dir sicher ;}
Es sind sehr schöne Fotos und es macht Spaß,
die Beschreibungen inclusive der Hintergrundinformationen
zu lesen.
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Tauchen ist nicht nur ein Sport, sondern eine Reise in eine andere Welt. Im Dezember 1995 animierten mich meine eigenen Kinder, das Sporttauchen mit ihnen zu lernen. Bis heute habe ich etwa 350 Tauchgängen und tauche auch mit angereicherten Sauerstoff (NITROX), der die Dekompressionsprobleme (Abbau von Stickstoff, den der Körper beim Tauchen aufnimmt) deutlich mindert.
Der Tauchsport ist sehr sozial- umweltfreundlich und hilft außerdem, die Unterwasserwelt zu schonen und zu erhalten.
Von einigen Rüpel und Idioten abgesehen (die gibt es leider überall) halten sich all meine Tauchkollegen an die strengen Regeln und schonen ganz besonders die Unterwasserwelt, die Tiere, die Korallen und die Pflanzen. Wir füttern keine Haifische, wie dies oft bei den Malediven geschieht, wir berühren keine Mantarochen, wir sammeln unter Wasser keine Schalentiere und schon gar nicht Korallen und wir halten uns an den Grundsatz, dass wir NUR BESUCHER der Unterwasserwelt sind, die sonst den Fischen gehört.
Für mich als Ansässiger in Bangkok bietet sich der Tauchsport geradezu an. Die Tauchparadiese in der Andaman Sea in Thailand und Burma, das Meer rund um Borneo und entlang der indonesischen Inseln sind alle nur wenige Flugstunden entfernt.
Da ist auch Bali ein wunderbares Ziel, denn dort kann man seine Tauch-Ausflüge mit einer Kulturreise verbinden, durch märchenhafte Landschaften wandern oder fahren und wunderbare Menschen kennenlernen.
Ich erfülle gerne die Wünsche von @Tobi CR, von @Bruno99 und einigen anderen TIPjanern und schreibe weitere Berichte mit meinen Fotos meiner Unterwasser-Ausflüge bei Bali. Einige Aufnahmen knipste mein Partner Michael (besonders, da wo ich selbst drauf bin).
(http://u1.ipernity.com/5/18/11/14791811.bdbb324f.640.jpg)
UW-Foto von mir, man erkennt die kleine UW-Foto-Kamera in meiner Hand, die ganz ohne Blitz diese Bilder schießt.
(http://u1.ipernity.com/14/99/96/7549996.74d031d0.640.jpg)
Jackfisch-Makrelen und ein Süßlippenfisch.
(http://u1.ipernity.com/14/99/83/7549983.2b0428ca.640.jpg)
Einer der vielen Fischschwärme von Jacks am Wrack.
(http://u1.ipernity.com/25/89/33/14328933.92ded070.640.jpg)
Diese Krugkorallen diesen oft als Nestplatz für Riffbarsche.
(http://u1.ipernity.com/25/89/15/14328915.ad884830.640.jpg)
Beim Tauchen schwebt man über eine bunte Korallenwelt, jedoch verlieren sich die Farben nach und nach je tiefer man taucht.
Ab 40 Metern wird dann alles grau, wenn es nicht mit eigenen Lampen beleuchtet wird.
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Wir tauchen noch immer am Wrack des versunkenen US-amerikanischen Seefrachters.
Achtmal bin ich in Tulamben vom Strand Café aus in die Tiefe getaucht, obwohl es mehrere Einstiegsstellen gibt. Oft begegneten wir unter Wasser andere Tauchergruppen, die, wie wir auch, auf das große Ereignis unter Wasser warteten; manchmal umsonst, aber einmal - wow!!!
Hiervon möchte ich die Bilder teilen, die aber größten Teil vom Tauchpartner stammen:
Bilder von Michael:
(http://u1.ipernity.com/5/18/19/14791819.c21845cd.640.jpg)
Schnappschuss von mir an einer Öffnung am Schiffswrack der U.S.A.T. Liberty
(http://u1.ipernity.com/5/18/47/14791847.b7f50e4d.640.jpg)
Ein Schwarm von Humphead-Papageienfischen (Bolbometopon muricatum).
Einzelne dieser Fische erreichen eine Länge von mehr als einem Meter und wiegen dann über 40 Kilogramm.
Diese exotische Fischart habe ich in Thailand oder Burma noch nie gesehen.
(http://u1.ipernity.com/5/18/43/14791843.4adfc459.640.jpg)
Andere Tauchergruppen, Warten auf das Unterwasser-Großereignis: die Begegnung mit einem Mondfisch.
(http://u1.ipernity.com/5/18/37/14791837.9baa63b5.640.jpg)
Taucher über dem Deck des versunkenen Frachtschiffes mit einem Schwarm von Humphead-Papageienfischen.
(http://u1.ipernity.com/5/18/41/14791841.c6c783a0.640.jpg)
Ein riesengroßer Mondfisch, auf deutsch nennt man ihn auch Mola.
Seltsam: Auf englisch heißt er "Sunfish"
(http://u1.ipernity.com/5/18/25/14791825.f61b5166.640.jpg)
Blick ins winzige Maul des riesigen Mondfisches.
Weitere Informationen über den Mondfisch habe ich ein wenig aus dem Internet geklaut, :-X
doch diese hier sind sehr interessant:
Der Mondfisch, auch Mola genannt, kann über 3 Meter lang, bis zu 4 Meter hoch und maximal 2,5 Tonnen schwer werden.
Er erreicht ein Höchstalter von wahrscheinlich weit über hundert Jahren. Sein plump wirkender Körper hat eine ungewöhnliche, scheibenförmig komprimierte Gestalt, ein Eindruck, der durch die fehlenden Bauchflossen noch betont wird. Auch ursprünglich vorhandene Organe wie die Schwimmblase und die Schuppen wurden im Verlauf der Entwicklungsgeschichte wieder reduziert und fehlen daher.
Während der Larvenentwicklung wandelt sich die anfangs noch gut ausgebildete Schwanzflosse allmählich zu einem wellenförmigem Saum (Clavus), gleichzeitig flacht sich der Körper seitlich ab. Der Vortrieb des Fisches erfolgt primär durch die große Rücken- und die gegenständige Afterflosse.
Die Haut der Mondfische ist 15 cm stark und ist damit die dickste aller Lebewesen. Sie ist mit bis zu 50 verschiedenen Arten von Parasiten und Mikroorganismen besiedelt, die den Mondfisch zum Leuchten bringen können. Um sich durch Putzerfische von Parasiten reinigen zu lassen, taucht der Mola regelmäßig in der Nähe von so genannten Hotspots in geringeren Tiefen auf.
Ein Weibchen kann in einem Laichvorgang mehr als 300 Millionen Eier abgeben, was als Rekord im Tierreich gilt. Die Larven sind lediglich 2-3 mm groß und damit im Verhältnis zur Größe ausgewachsener Tiere die kleinsten im Tierreich.
Ihre Nahrung besteht vorwiegend aus gallertartigen Lebewesen wie Quallen und Salpen. Außerdem werden Plankton, kleine Fische, kleine Tintenfische und andere Meerestiere gefressen. Mondfische verhalten sich gewöhnlich zurückhaltend gegenüber uns Tauchern, wenn wir bei unserem Tauchgang in ihren Lebensraum eindringen.
Wer dem Mondfisch begegnen will, muss auf die Saison (April bis Juli) achten, wo Kaltwasser-Strömungen an der Nordküste von Bali vorbeiziehen.
In diesem Kaltwasser tummeln sich dann, wie in den thailändischen Gewässern Moo Ko Similan, Ko Tachai und Richelieu Rock, auch die Manta-Rochen und die größten Fische im Meer, die Walhaie.
(Der Walhai ist ein Knochen-Fisch und eine Hai-Art, aber kein Wal.)
Morgen gehts nach Amed, einem anderen Tauchparadies bei Bali. 8)
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Nicht weit südlich von Tulamben befindet sich ein bisschen abseits gelegen die Bucht von Amed. Ein malerischer Ort und eine ruhige, nicht überlaufene, Sandbucht, die mich von der Landschaft ein wenig an Cinque Terre in Norditalien erinnerte. Auch für Nichttaucher ist dieser Ort einen wunderschönen Aufenthalt wert, wo man seinen ruhigen Urlaub verbringen könnte. Die Gästehäuser bieten für günstige Preise gut ausgestattete Zimmer oder ganze Bungalows, wo der Besucher nicht das Gefühl hat, in einem unpersönlichen Hotel zu wohnen, sondern in einem noblen balisesischen Privathaus. Ausflüge und Treckingtouren zu den Sehenswürdigkeiten auf Bali werden auch von Amed aus perfekt organisiert.
Wie in Tulamben konnten wir auch in Amed unseren Tauchgang vom Strand aus vornehmen. Wieder boten sich zwei Balimädchen an, unsere Ausrüstung vom Minibus zum Strand zu tragen und auf unsere zurückgelassenen Sachen aufzupassen. Auf meine Frage einmal, warum meist die weiblichen Insel-Bewohner diese Arbeit anboten, wurde ich schnell belehrt, denn sowas kannte ich ja auch aus Thailand: Die Jungs sind meist dabei, ihrem Vergnügen nachzugehen, die Mädchen bringen das Geld. --C
In der Bucht namens Amed Ghost Bay, wurde seit 2003 ein künstliches Riff errichtet. Ein grosses Sandgebiet mit dem künstlichen Riff bietet viel mehr, als man auf den ersten Blick sieht. Man muss beim Tauchen etwas genauer hinsehen, denn die Attraktionen unter Wasser sind klein, mitunter sogar sehr klein. Federsterne, Kardinalfische und Blaupunktrochen ebenso wie eine erstaunlich grosse Anzahl von Steinfischen sind kaum zu übersehen. Seltene Spezien wie Geisterfetzenfische, Mimic Oktopus, Pygmäen Seepferdchen, Nacktschnecken, Sandaale, viele Arten von Krabben und eine Vielzahl von Tanzgarnelen und gelegentlich auch Harlekin-Garnelen tummeln sich an unserem künstlichen Riff. Grosse Steinfische liegen im Sand neben Schwämmen und Anemonen.
Fotografen aus aller Welt kommen nach Amed um diese seltenen Meerestiere zu fotografieren.
Vorsicht vor den Steinfischen ist dringend geboten, denn ihre Rückenflosse enthält ein hoch toxisches Gift. In Drüsen an der Basis der Stachelstrahlen der Rückenflosse wird ein aus einer Mischung verschiedener Proteine bestehendes Nervengift produziert, das zu den gefährlichsten tierischen Giften zählt und für Menschen tödlich sein kann. Der Fisch ist nicht aggressiv. Zu Unfällen kommt es meist, weil man bei Tauchgang den gut getarnten Fix-Fisch (ein Fix-Fisch ist an seinem Standort "fixiert" und verlässt diesen nur ganz selten) mit einem Stein verwechselt.
(http://u1.ipernity.com/5/23/43/14772343.946b7656.640.jpg)
Die "Geisterbucht" von Amed Amed Ghost Bay.
(Wo dort Geister sein sollen, konnte mir niemand erklären, aber ich sah unter Wasser den Geisterfetzenfisch.)
(http://u1.ipernity.com/25/89/31/14328931.0ba74bfc.640.jpg)
Tauchpartner Michael am Strand von Amed vor unserem Tauchgang.
(http://u1.ipernity.com/25/89/11/14328911.70f50c61.640.jpg)
Über dem Korallenboden auf etwa 20 Metern Tiefe tummeln sich eine Vielzahl von Kleintieren und Mikroorganismus.
(http://u1.ipernity.com/25/89/07/14328907.8f6bc982.640.jpg)
Über ein Korallenfeld, die Spitzen haben alle einen frischen Zuwachs.
(http://u1.ipernity.com/25/89/03/14328903.5adf997b.640.jpg)
Unter Wasser auf etwa 20 Meter.
Je tiefer man taucht desto mehr verlieren sich die Farben. Die werden durch die Absorption so stark reduziert, dass man Rot ab 3 m, Orange ab 5 m, Gelb ab 8 m, Violett ab 18 m, Grün ab 35 m und Blau ab 60 m nicht mehr erkennen kann.
Das ist auch der Grund, warum einige meiner UW-Fotos einen Farbstich haben, denn ich fotografiere unter Wasser fast immer ohne Blitz. Den eingebauten Blitz benutze ich mit einem Diffuser nur für Makro-Aufnahmen, denn dieser reicht allenfalls 1 Meter weit.
Die besten farbigen UW-Fotos macht man ohnehin nur bis einerTiefe von höchsten 20 Metern.
Einmal muss ich aber schließen, ich könnte noch so viele Fotos aus der Unterwasserwelt bei Bali setzen. :'(
Viele UW-Fotos sind den Bildern von Similan oder denen aus dem südlichen Gewässern der Andaman Sea gleich, doch bildet eine Vulkanlandschaft auch eine differenzierte Unterwasser-Landschaft. Der Sandboden ist meist grau bis dunkelgrau und die großen Riffs entstanden durch dunkles Vulkangestein.
Morgen sind wir wieder über Wasser, mit meinem - vorerst (!) - letzten Bericht in diesem Thread und Fotos von farbigen Tänzen.
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wufgaeng, da brauchts nicht viele Worte... ich mach nur so ;} ;} ;}
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wufgaeng, da brauchts nicht viele Worte... ich mach nur so ;} ;} ;}
@Bruno99 irgendwann müssen wir mal [-]
Für Morgen habe ich noch einen schönen farbenfrohen Abschluss - erst einmal. :'(
Danke einstweilen und bis demnächst.
(Vielleicht schaffe ich es noch, vor meiner nächsten Reise am Freitag einen neuen Thread zu starten, den ich bereits im Januar angefangen hatte, der aber dann durch die türkische Provider-Missere vershit gegangen ist. Eine zauberhafte Khlongfahrt, zu der mich damals @norwegerklaus einlud.)
:]
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@Bruno99 irgendwann müssen wir mal [-]
muessen nicht... aber wollen schon [-]
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Was wäre wohl Bali ohne seine Tänze?
Gamelanmusik und Tanzdramen haben eine große Bedeutung im Leben der Balinesen. Es ist unmöglich, alle tänzerischen und musikalischen Formen zu erfassen oder exakte, allgemein gültige Informationen zu erhalten, so vielfältig sind die Variationen.
Dabei gibt es drei Kategorien:
Wali (heilige Tänze)
Bebali (Opfertänze)
und
Balih-Balihan/Tontonan (neue, moderne Tänze)
Zu den letzteren Balih-Balihan Tänzen zählen der Legong Keraton, der Kecak, der Janger Gesang, der Baris, der erotische Joged, der Kebyar und viele mehr.
Einige Tänze, wie z.B. der Kecak Tanz, sind erst in neuer Zeit etwa 1930 entstanden.
Die Tänzer und Tänzerinnen genießen auf Bali bis heute großes Prestige. Tanzaufführungen sind generell an festliche Ereignisse gebunden. Selbst die eigens für Touristen inszenierten Tanzdramen werden sehr ernst genommen und hinter der Bühne mit einer kleinen Zeremonie begonnen.
Ich habe nochmal in all meinen HDs herumgekramt und einige Fotos gefunden, die ich auf Bali von verschiedenen Tänzen gefunden habe. Weitere Dias aus den früheren Jahren lagern in München und warten darauf, einmal gescannt zu werden.
(http://u1.ipernity.com/11/61/24/5166124.48eab7b6.640.jpg)
Rama und seine Gattin Sita beim Kecak Tanz.
(http://u1.ipernity.com/11/97/42/5169742.2f158afa.640.jpg)
Zwei Legong Tänzerinnen.
Allen Legong-Aufführungen gemeinsam sind die aufwendigen Kostüme aus eng gewickeltem Brokat, der mit Frangipanis-Blüten verzierte Kopfschmuck und die intensiv geschminkten Gesichter der Tänzerinnen.
(http://u1.ipernity.com/11/97/44/5169744.7716cdcd.640.jpg)
Ein maskierter Tänzer porträtiert sich als Premierminister und könnte so in vielen Geschichten erscheinen.
Hier in einer Performance des Legong Tanzes.
(http://u1.ipernity.com/11/97/45/5169745.74ac92bd.640.jpg)
Dämonen und ein Wildschwein, Figuren aus der Barong Performance.
(http://u1.ipernity.com/11/97/46/5169746.17730b8b.640.jpg)
Die Maske des Garuda.
(http://u1.ipernity.com/11/03/29/5170329.9a0e7ae7.640.jpg)
Der Kecak Tanz.
Der Kecak hat seine Wurzeln im alten balinesischen Trancetanz Sanghyang.
In der heutigen Form existiert der Kecak erst seit etwa 1930. Die Idee zum Kecak stammt ursprünglich vom deutschen Maler Walter Spies.
Heute ist der Kecak eine sehr beliebte Touristenattraktion, die oft mit anderen Tänzen kombiniert wird.
(http://u1.ipernity.com/11/03/47/5170347.7403a421.640.jpg)
Das Mädchen Ratna Manggali, aus dem Calon Arang Tanz.
Der Legende nach ist Calon Arang eine Witwe, kraftvoll in schwarzer Magie, die oft Bauern um denen ihr Getreide brachte und Krankheiten bei der Bevölkerung verursachte.
Sie hatte ein Mädchen namens Ratna Manggali, die, obwohl schön, keinen Ehemann bekommen konnte. Die Menschen hatten Angst vor ihrer Mutter.
Wegen dieser Schwierigkeiten wurde Calon Arang wütend und sehnte nach Rache mit der Entführung eines jungen Mädchens. Sie brachte das entführte Mädchen zu einem Tempel, um der Hindu-Göttin Durga zu opfern.
Am darauffolgenden Tag stürzte eine große Flut ins Dorf. Viele Menschen starben und schwere Krankheiten breiteten sich aus.
(http://u1.ipernity.com/11/97/47/5169747.024b21bc.640.jpg)
Anhänger des Barong erscheinen, ausgerüstet mit Krissen (ein Kris ist ein Malaien-Dolch) von magischer Kraft.
Als sie die schwarze Hexe Rangda angreifen, versetzt diese sie mit Hilfe ihrer Hexenkunst in eine Gemütsstimmung, in der sie sich verärgert gegen sich selbst wenden und ihre Körper mit den Krissen durchbohren (in diesem Augenblick können die Tänzer sich tatsächlich in einem Trance-Zustand befinden).
Mit diesen farbigen Fotos aus dem Jahre 2001 von balinesischen Tänzen schließe ich vorläufig meine Berichte über die Insel der Faszination.
Am kommenden Freitag sitze ich wieder in einem Flieger der Air Asia mit dem Ziel Bali. Zwei Wochen Aufatmen aus dem Alltag Bangkoks und neue Erlebnisse auf Bali warten auf mich.
... wenns passt, dann geht's hier mit neuen Fotos weiter. Es wird aber einige Zeit dauern, bis ich neue Bilder bearbeitet habe, denn nach jeder Rückkehr wartet immer erst einmal ein Haufen anderer Arbeit, erledigt zu werden.
Auf Wiederschauen. ??? ;D ;]
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Grandios, Wolfgang ;} {* {*
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alle Freunde, die mein Thema über Bali, sein Nyepi-Fest, seine Kultur und Menschen, die paradiesische Landschaft und die Unterwasserbilder gerne anklickten,
es geht weiter, wenn Ihr wollt.
Diesmal Bali, Flores, Rinja und Komodo.
Ich starte mit einem neuen Thema, aber es braucht alles seine Zeit.
Noch von Bali sende ich meine lieben Grüße
(http://farm8.staticflickr.com/7413/8728072606_2b1de47d30_z.jpg)
(http://farm8.staticflickr.com/7444/8726963113_aaca679054_z.jpg)
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na dann freue ich mich
und ich denke viele andere auch
auf schöne Berichte
mach weiter so
grüsse Jürgen
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Nur her damit, ein bischen Fernweh schadet nicht.
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Indonesien ist ein Nachbarstaat von Thailand, aber von den insgesamt etwa 13.000 Inseln sind viele dieser sechs und mehr Flugstunden von Bangkok aus entfernt.
Zu den weit entfernten Inseln gehören auch Flores, Rinja und Komodo, auf denen ich bei zwei Treckingtouren auf Rinja und Komodo den großen Drachenwaranen begegnete.
Zwei imposante, eindrucksvolle, aber auch sehr aufregende Wochen vergingen wie im Flug und jetzt arbeite ich an etwa 300 Bildern, die ich in diesen Tagen geschossen hatte.
(http://farm8.staticflickr.com/7422/8728297978_86012e2c3b_z.jpg)
die Verführung von der Hexe Rangda
Alle TIP-Freunde, die gerne meine Reiseberichte anklicken, lade ich für die kommenden Wochen zu meinem neuen Thema Bali, Flores, Rinja und Komodo ein.
Bald geht es los
;)