Wir tauchen noch immer am Wrack des versunkenen US-amerikanischen Seefrachters.
Achtmal bin ich in Tulamben vom Strand Café aus in die Tiefe getaucht, obwohl es mehrere Einstiegsstellen gibt. Oft begegneten wir unter Wasser andere Tauchergruppen, die, wie wir auch, auf das große Ereignis unter Wasser warteten; manchmal umsonst, aber einmal - wow!!!
Hiervon möchte ich die Bilder teilen, die aber größten Teil vom Tauchpartner stammen:
Bilder von Michael:

Schnappschuss von mir an einer Öffnung am Schiffswrack der U.S.A.T. Liberty

Ein Schwarm von
Humphead-Papageienfischen (Bolbometopon muricatum).
Einzelne dieser Fische erreichen eine Länge von mehr als einem Meter und wiegen dann über 40 Kilogramm.
Diese exotische Fischart habe ich in Thailand oder Burma noch nie gesehen.

Andere Tauchergruppen, Warten auf das Unterwasser-Großereignis: die Begegnung mit einem
Mondfisch.

Taucher über dem Deck des versunkenen Frachtschiffes mit einem Schwarm von
Humphead-Papageienfischen.

Ein riesengroßer
Mondfisch, auf deutsch nennt man ihn auch
Mola.Seltsam: Auf englisch heißt er
"Sunfish"
Blick ins winzige Maul des riesigen Mondfisches.
Weitere Informationen über den Mondfisch habe ich ein wenig aus dem Internet geklaut,
doch diese hier sind sehr interessant:
Der
Mondfisch, auch
Mola genannt, kann über 3 Meter lang, bis zu 4 Meter hoch und maximal 2,5 Tonnen schwer werden.
Er erreicht ein Höchstalter von wahrscheinlich weit über hundert Jahren. Sein plump wirkender Körper hat eine ungewöhnliche, scheibenförmig komprimierte Gestalt, ein Eindruck, der durch die fehlenden Bauchflossen noch betont wird. Auch ursprünglich vorhandene Organe wie die Schwimmblase und die Schuppen wurden im Verlauf der Entwicklungsgeschichte wieder reduziert und fehlen daher.
Während der Larvenentwicklung wandelt sich die anfangs noch gut ausgebildete Schwanzflosse allmählich zu einem wellenförmigem Saum (Clavus), gleichzeitig flacht sich der Körper seitlich ab. Der Vortrieb des Fisches erfolgt primär durch die große Rücken- und die gegenständige Afterflosse.
Die Haut der Mondfische ist 15 cm stark und ist damit die dickste aller Lebewesen. Sie ist mit bis zu 50 verschiedenen Arten von Parasiten und Mikroorganismen besiedelt, die den Mondfisch zum Leuchten bringen können. Um sich durch Putzerfische von Parasiten reinigen zu lassen, taucht der Mola regelmäßig in der Nähe von so genannten Hotspots in geringeren Tiefen auf.
Ein Weibchen kann in einem Laichvorgang mehr als 300 Millionen Eier abgeben, was als Rekord im Tierreich gilt. Die Larven sind lediglich 2-3 mm groß und damit im Verhältnis zur Größe ausgewachsener Tiere die kleinsten im Tierreich.
Ihre Nahrung besteht vorwiegend aus gallertartigen Lebewesen wie Quallen und Salpen. Außerdem werden Plankton, kleine Fische, kleine Tintenfische und andere Meerestiere gefressen. Mondfische verhalten sich gewöhnlich zurückhaltend gegenüber uns Tauchern, wenn wir bei unserem Tauchgang in ihren Lebensraum eindringen.
Wer dem Mondfisch begegnen will, muss auf die Saison (April bis Juli) achten, wo Kaltwasser-Strömungen an der Nordküste von Bali vorbeiziehen.
In diesem Kaltwasser tummeln sich dann, wie in den thailändischen Gewässern Moo Ko Similan, Ko Tachai und Richelieu Rock, auch die
Manta-Rochen und die größten Fische im Meer,
die Walhaie.(Der
Walhai ist ein Knochen-Fisch und eine Hai-Art, aber kein Wal.)
Morgen gehts nach
Amed, einem anderen Tauchparadies bei Bali.
