FB Fundstück
Der jüdisch geborene Kommunist Grigori Sinowjew (rechts) kommt mit Lenin 1917 aus der Schweiz nach Russland zurück und beteiligt sich aktiv an den Massenmorden, die mit der kommunistischen Revolution einhergehen. Nicht nur das Zitat "Wir müssen 90 der 100 Millionen Russlands für unsere Sache gewinnen, den Übrigen haben wir nichts zu sagen, sie müssen vernichtet werden“ soll von ihm stammen, er hat außerdem schon früh 512 Geiseln in St. Petersburg töten lassen.
Sinowjew war auch einer der Hauptplaner des heute selbst in Deutschland weitgehend vergessenen „Deutschen Oktobers“, einem bewaffneten kommunistischen Umsturzversuch 1923 zwecks sowjetischer Eroberung Deutschlands.
Nach Lenins Tod versucht Sinowjew nun selbst an die Macht zu kommen, scheitert jedoch an Stalin.
Am 25. August 1936 ist die Reihe an ihm selbst: Sinowjew musst sich unter Folter selbst - wie in kommunistischen Staaten üblich - als "Faschisten" bezeichnen, und wird anschließend in der Moskauer Lubjanka (noch heute Hauptquartier des russischen Geheimdienstes) erschossen. So weit, so "normal" für sowjetische Verhältnisse.
Besonders ist die Anekdote, die daraufhin folgte:
Anschließend lässt sich der amüsierte Stalin Sinowjews letzte Augenblicke von seinem ebenfalls jüdischen Leibwächter Karl Pauker (links) vorspielen, bei denen sich Sinowjew auf dem Weg von seiner Gefängniszelle zum Hinrichtungskeller an die Stiefel seiner Bewacher klammert und darum bettelt, dass Stalin geholt werde, und ausruft "Höre, oh Israel". Nur ein Jahr später wird der Mörder Karl Pauker dann selbst im Auftrag Stalins erschossen.
Die Kugel, mit der Sinowjew getötet wurde, wird in ein kleines Glaskästchen mit dem darauf geschriebenen Namen des Opfers gesteckt und vom Geheimdienstchef Genrich Jagoda privat behalten. Nachdem Jagoda am 15. März 1938 selbst exekutiert wird (im Juli 1938 wird auch Jagodas Ehefrau vom Geheimdienst NKWD erschossen), übernimmt sein Nachfolger Nikolai Jeschow die Souvenir-Kugeln. Nachdem Jeschow am 4. Februar 1940 hingerichtet wird, gehen sie in den Besitz seines Nachfolgers Lawrenti Beria über, der wiederum 1953 hingerichtet wird.
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