Seit wann glaubt jemand einer Statistik, die er nicht selbst gefaelscht hat?

Warum nicht viel einfacher?
So gut wie alle Nahrungs- und Genussmittel sind irgendwo schaedlich, wenn sie im Uebermass konsumiert werden.
Unser Problem liegt doch wohl mehr darin, dass es uns so schwer faellt, uns auf ein vernuenftiges Mass zu beschraenken.
Grundsaetzlich sollten wir nicht vergessen, wo wir abstammungsgeschichtlich herkommen:
Wir sind Allesfresser, nicht viel anders als Schwein oder Baer, zu unseren natuerlichen Nahrungsressourcen zaehlen also Kohlenhydrate, Eiweisse und Fette.Ausserdem benoetigen wir eine gewisse Menge an Schlackenstoffen, um unseren Darm bei Laune zu halten.
Ueblicherweise sind in einer ausgewogenen Mischung unserer Nahrungsbestandteile bereits alle notwendigen Vitamine und Mineralien enthalten.
Wer waehrend seiner Kindheit und seiner jugendlichen Koerperentwicklung ohne Ernaehrungsmangel gross geworden ist, muss noch schaffen, den Energiebedarf, der nach dem Ende des Koerperwachstums schrumpft, zu beruecksichtigen. Dann hat er alles getan, was er vernuenftigerweise tun konnte, um gesund zu leben. Ein wenig koerperliche Aktivitaet gehoert natuerlich auch noch dazu.
Ein wichtiger Umsstand ist damit aber noch nicht beruecksichtigt: Die Ursache vieler Erkraankungen aus Fehlern in unserem Koerper ist wahrscheinlich genetisch angelegt. Dafuer spricht die Haeufung bestimmter Erkrankungen in Familien. In manchen Familien sind z.B. Herzerkrankungen exotisch selten, in anderen Familien treten sie geradezu regelhaft auf. Man koennte natuerlich schlussfolgern, dass sich die Familienmitglieder der letztgenannten Familien alle falsch ernaehrt/verhalten haben, aber so einfach ist das dann eben doch nicht. Aus der Zwillingsforschung wissen wir, dass Zwillinge, die in unterschiedlichem Lebensumfeld aufgewachsen sind, mit hoher Wahrscheinlichkeit die selben Krankheiten entwickeln. Die Bedeutung der Erbanlageen muss also hoch eingeschaetzt werden.
Andererseits duerfen sie nicht als Ausrede fuer Fehlverhalten herhalten.
Wer landlaeufig gesagt vernuenftig lebt und unnoetige Risiken meidet, wo immer das moeglich ist, tut alles, was man von ihm und was er von sich selbst erwarten kann.
Wolfram