Lieber Gerhard,
lass das mal langsam angehen! Aktuell bist Du offensichtlich doch etwas schwerer erkrankt, was einen bisher verborgenen Diabetes (latenten Diabetes) aufdecken kann.
Deinen tatsächlichen Bedarf an Medikamenten kann man erst ermitteln, wenn Du wieder gesund bist. Bis dahin ist nichts dagegen einzuwenden, den Diabetes mit Insulin zu bändigen.
(Ganz nebenbei: ein paar Laborwerte würden mir schon weiterhelfen...)
Wenn Du also wieder gesund bist, sind möglicherweise keine erhöhten BZ-Werte mehr messbar.
Zudem ist es möglich, dass Du mit einer etwas konsequenteren Diät - Du sagst ja schon ganz richtig: keine "Zuckerwässer" etc. - auch Normwerte erreichen kannst.
Prinzipiell machst Du mit Gemüse in unbeschränkter Menge, viel Eiweiß, wenig Fett (dabei auf reichlich ungesättigte Fettsäuren achten) und wenig Kohlehydraten (Getreideprodukte incl. Reis), die Du am besten nur morgens und mittags zu Dir nehemen solltest nichts falsch.
Metformin:
gehört zu den Biguaniden, die hauptsächlich die Zuckerproduktion in der Leber aus Nahrungsmittel hemmt. Dazuhin gibt es vermutlich eine Behinderung der Zuckerresorption im Dünndarm.
Metformin ist ausschließlich zur Behandlung eines Typ 2 - Diabetes geeignet, bei einem Typ1 - Diabetes ist es vollkommen wirkungslos.
(Ich gehe bisher nicht davon aus,dass Du einen akut aufhetretenen Typ 1 - Diabetes hast, möglich ist das allerdings. In diesem Fall bräuchtest Du lebenslang Insulin!).
Metformin dosiert man nach Wirkung: Die Metformindosis, die Dir zu BZ-normwerten verhilft, ist die richtige. Man steigt mit einer niedrigen Dosierung ein und seigert die Dosis bedarfsweise entsprechend der kontrollierten BZ-Werte.
Tagesdosen über 1500mg sind nicht üblich. Ist der BZ-Wert auch mit einer hohen Metformintagesdosis nicht ausreichend einstellbar, muss die Therapie modifiziert werden. Doch davon mehr nur bei gegebenem Bedarf.
Hilft Dir das ein wenig weiter?
Du erreichst mich aber auch über skype z.B. wkempf1951
Gute Besserung
Wolfram
PS: Detailfragen werden gern beantwortet.!