...aber zur Ergänzung: Nicht die Islamisten haben den Aufruf verfasst, sondern ein Islamist:
http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1337320868194.shtml
Auch wenn du eine andere Meinung und Position hast, sollte du objektiv bleiben.
Noch eine Ergänzung zur Ergänzung, wegen der Objektivität:
Deine Aussage beruht erneut auf einer völligen Verkennung der Situation.
Ein solcher Mordaufruf entstammt keineswegs einem „radikalen Islam“, sondern dem Islam, so wie er geschrieben steht. Kein gläubiger Moslem kann diesem Mordaufruf prinzipiell widersprechen, abgesehen davon, dass ein solcher Aufruf als Fatwa eines Rechtsgelehrten erfolgen sollte, was in diesem Einzelfall evtl. noch nicht zutrifft. Im Islam ist die Todesstrafe für Kritik, geschweige denn Spott, gegenüber dem Propheten als religiöses Gebot vorgeschrieben.
Hierzu gibt es, meines Wissens, unter anderem eine Aussage in den Hadithen von al-Buchari.
Das bedeutet, jeder Moslem der sich dagegen ausspricht einen solchen Frevel mit der Todesstrafe zu ahnden, verstößt gegen die Prinzipien des Islam. Hierbei besteht kein individueller Ermessenspielraum.
Jesus hat, der Überlieferung gemäß, in solchen Fällen vergeben, Mohammed nicht.
Beispiele für ähnliche Fälle:
Mohammed-Zweifler Kaschgari
Facebook-Hatz auf einen Bloggerhttp://www.spiegel.de/politik/ausland/mohammed-zweifler-kaschgari-facebook-hatz-auf-einen-blogger-a-815501.htmlSalman Rushdiehttp://de.wikipedia.org/wiki/Salman_RushdieTeddy-Affäre im Sudan
Tausende Demonstranten fordern Todesstrafe für britische Lehrerinhttp://www.spiegel.de/panorama/0,1518,520699,00.htmlAjatollah verhängt Todesurteil gegen Rapperhttp://www.fr-online.de/panorama/iran-fatwa-ajatollah-verhaengt-todesurteil-gegen-rapper-,1472782,15243722.htmlTheo van Gogh
Zur gewalttätigen Demo in Bonn:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/pro-nrw-anhaenger-und-salafisten-kundgebung-eskaliert-in-bonn-a-831570.htmlWegen völlig harmloser Zeichnungen.
Man stelle sich vor, beim Papstbesuch letztes Jahr in Berlin hätten radikale Katholiken in ähnlich gewalttätiger Weise auf die Lästerungen der antipäpstlichen Demonstranten reagiert.
Seit drei Jahrhunderten gehört Kritik an der Religion zum europäischen Selbstverständnis.
Diese Form des religiösen Dialogs, wie ihn die Moslems pflegen, hatte man in Deutschland seit dem Dreißigjährigen Krieg, oder vielleicht als Einzelfall seit dem Attentat auf Bismarck, 1874, im Zuge seines Kulturkampfes gegen die Katholische Kirche, nicht mehr erlebt. Daran werden wir uns nun wohl wieder gewöhnen müssen.
Während die Frontlinie in Europas Überlebenskampf gegen die islamische Expansion in den letzten 1 400 Jahren an der Peripherie verlief, ist der Dschihad nun in all seinen Erscheinungsformen in der Mitte unserer Städte angekommen.
Die Moschee in Bonn, vor der es zu den Gewaltausbrüchen der Salafisten kam, ist nicht irgendeine Moschee, sondern der König-Fahd-Akademie angeschlossen, eine Lehranstalt die nicht der deutschen Schulaufsicht untersteht, sondern allein Saudi Arabien.
In Saudi-Arabien herrscht der Islam, als Wahhabismus, in seiner intolerantesten Form.
Es ist beschämend, dass nur eine Hand voll Menschen vor der Moschee für die Freiheit demonstrierten und dafür sogar noch in den Medien diffamiert werden.
Normalerweise müssten Feministen, Homosexuelle, Demokraten, Antifaschisten usw. ohne Unterbrechung Lichterketten organisieren und Mahnwachen halten vor dieser Moschee.
Doch es ist viel bequemer und ungefährlicher sich z.B. im Kampf gegen die Katholische Kirche als emanzipatorischer Held zu produzieren, die Gefühle der Moslems "provoziert" man dagegen lieber nicht.
Viele Grüße
Ferdinand