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Autor Thema: Wenn Arznei zu Gift wird  (Gelesen 6114 mal)

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isaanwerner †

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Wenn Arznei zu Gift wird
« am: 16. Mai 2012, 13:52:23 »

Senioren nehmen zu viele Medikamente ein.

Von Sabine Maurer
© DPA

Nehmen Senioren verschiedene Medikamente ein, drohen Überdosierung, Wechsel- und Nebenwirkungen

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Viele Senioren nehmen Arzneien – mehr als die Hälfte aller Rezepte in Deutschland werden für über 60-Jährige ausgestellt. Aber weniger wäre dabei häufig mehr. Denn die Medikamente können zu stark wirken, sich untereinander nicht vertragen oder schon längst nicht mehr notwendig sein. Auch die Nebenwirkungen sind nicht zu unterschätzen. „Manche Senioren leiden dauerhaft unter Nebenwirkungen und merken es gar nicht, weil sie sich daran gewöhnt haben“, sagt der Arzneimittel-Experte Gerd Glaeske von der Universität Bremen. Nach Auskunft der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) wird außerdem die Gefahr einer Medikamentensucht unterschätzt.

Arznei wird leicht überdosiert
Das erste große Problem: Medikamente wirken bei älteren Menschen anders als bei jüngeren, bei den Senioren kann es schnell zu Überdosierungen kommen. Denn die Wirkstoffe werden langsamer als in jungen Jahren aufgenommen und bleiben länger im Körper. Dies liegt zum einen an den Organen, die nicht mehr so schnell arbeiten. Der geringere Wasser8gehalt des Organismus sorgt zudem für ein dichteres Gewebe, in das die Wirkstoffe schwerer eindringen können. „Das ist vor allem bei Schlaf- und Beruhigungsmitteln relevant, ihre dämpfende Wirkung hält länger an“, sagt Rüdiger Holzbach, Chefarzt der Abteilung Suchtmedizin der LWL-Klinik in Warstein und Lippstadt.

Die Medikamente werden an jüngeren Menschen getestet, und danach richtet sich die empfohlene Dosis auf dem Beipackzettel. Diese Praxis bei den Zulassungsstudien für Medikamente hat ihren Grund: Die Probanden sollen „gesunde Kranke“ sein, also nur an der Krankheit leiden, gegen die das Medikament helfen soll. Anderenfalls könnte das Testergebnis verzerrt werden.

„Auch die Ärzte sind da manchmal etwas im Blindflug“, gibt Glaeske zu. „Sie müssen sich auf ihre eigenen Erfahrungen verlassen.“ Die DHS empfiehlt, ab dem 65. Lebensjahr die Dosis um zehn Prozent und ab dem 75. Lebensjahr um 20 Prozent zu senken. Für jede weitere Dekade solle um weitere zehn Prozent reduziert werden. Dies ist allerdings nur eine Faustformel, die richtige Dosis hängt etwa auch vom Körpergewicht und dem allgemeinen Gesundheitszustand ab. Man sollte die Dosis deshalb nur in Absprache mit seinem Arzt reduzieren.

Etwa jeder zweite Senior im Alter über 65 Jahren leidet mindestens an einer Krankheit, auch das führt zu Problemen. „Es gibt Leitlinien für die Behandlung einer Krankheit. Aber was machen wir mit jemandem, der mehrere Krankheiten hat?“, sagt Glaeske. Er fordert Studien über verbreitete Kombinationen von Medikamenten. Zudem gehen die Menschen wegen ihrer verschiedenen Krankheiten meist zu mehreren Ärzten.
Jeder Arzt verschreibt die Arznei, die aus seiner Sicht die vernünftigste ist. Es gibt jedoch keinen Mediziner, der die verschiedenen Behandlungen koordiniert. Die Wechselwirkungen der einzelnen Präparate sind nicht zu unterschätzen, auch steigt bei der Einnahme von mehreren Medikamenten das Risiko für Nebenwirkungen. Nikotin und Alkohol machen die Sache noch schlimmer. Rund jeder zehnte Senior wird wegen Neben- oder Wechselwirkungen ins Krankenhaus gebracht, sagt Glaeske. Auf jeden Fall sollten Patienten ihren Hausarzt über Verschreibungen von Fachärzten informieren.
Relevant sind nicht nur die rezeptpflichtigen Medikamente, sondern auch Arzneien aus der Apotheke und der Drogerie. „Die muss man sich kritisch ansehen“, sagt Holzbach. So kann Acetylsalicylsäure zu Magenblutungen führen. Pflanzliche Präparate aus der Drogerie können mit Medikamenten reagieren. Johanniskraut, das gegen depressive Stimmungen helfen soll, sorgt beispielsweise in höheren Dosen für einen schnelleren Abbau von Medikamenten.

In einen Teufelskreis können Schlafmittel führen. Sie helfen anfangs, dann gewöhnt sich der Körper daran, und der Mensch schläft wieder schlechter. Er erhöht die Dosis, die Nebenwirkungen treten auf: Er wird immer apathischer, kann sich nicht mehr konzentrieren. Der Betroffene sieht dies als Alterserscheinung oder schiebt es auf den fehlenden Schlaf, nicht jedoch auf das Medikament. Das nimmt er weiter und immer mehr davon. Auch bei anderen Medikamenten können die Nebenwirkungen gravierend sein. Im schlimmsten Fall werden etwa Leber und Nieren für immer geschädigt.

Mit dem Arzt absprechen
Auch eine weitere Gefahr wird unterschätzt: die Abhängigkeit von psychoaktiven Medikamenten. „Die Gefahr ist hoch“, sagt Christa Merfert-Diete von der DHS. Die meisten Medikamente, die süchtig machen können, enthalten einen Wirkstoff aus der Gruppe der Benzodiazepine. Sie werden bei Angst, Schlafproblemen und zur Muskelentspannung eingesetzt. Nicht immer ist aber die Einsicht in das Problem gegeben. „Viele sehen das Suchtpotenzial von Medikamenten gar nicht“, sagt die Expertin. „Wenn das Beruhigungsmittel nicht mehr wirkt wie am Anfang, nehmen sie einfach mehr davon.“

Fachleute raten Senioren deshalb, sich die Namen von allen Medikamenten zu notieren und damit zum Arzt zu gehen. „Manche wissen gar nicht mehr, wofür sie welche Tablette überhaupt nehmen“, sagt Merfert-Diete. Der Arzt sollte überprüfen, ob die Medikamente überhaupt noch nötig sind, ob die Dosis in Ordnung ist und ob sich die Arzneien miteinander vertragen. Auf der Liste müssen auch die Arzneien notiert werden, die ohne Rezept in der Apotheke und in der Drogerie gekauft wurden. Ein weiterer guter Ansprechpartner ist der Apotheker. An ihn können sich auch Angehörige wenden, wenn sie sich zum Beispiel über den Medikamentenkonsum ihrer Eltern Sorgen machen.

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crazyandy

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Re: Wenn Arznei zu Gift wird
« Antwort #1 am: 23. September 2012, 23:40:11 »

Die Risiken und Nebenwirkungen bei Generika
Verbrauchern kommen günstige Nachahmer-Präparate zugute. Doch risikolos sind sie nicht: Die Kopie kann eine bis zu 20 Prozent schwächere oder bis zu 25 Prozent stärkere Wirkung haben als das Original.

http://www.welt.de/finanzen/article109417093/Die-Risiken-und-Nebenwirkungen-bei-Generika.html
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Karlsson

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Re: Wenn Arznei zu Gift wird
« Antwort #2 am: 24. September 2012, 01:17:33 »

Wir sollten vielleicht mal festhalten, dass Arzneimittel immer Gift sind. Jedes Arzneimittel, ob nun verschrieben oder frei verkäuflich, wird über die Leber abgebaut und schädigt diese deswegen. Dabei spielt die Wechselwirkung von Medikamenten nicht die geringste Rolle aber sie kann alles noch viel schlimmer machen.
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Burianer

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Re: Wenn Arznei zu Gift wird
« Antwort #3 am: 08. November 2012, 06:55:53 »

Was man auch sonst so ueber die richtige Einnahme von Tabletten wissen sollte.  In unserem Alter benoetig ja fast jeder irgendwelche Medikamente.
Zitat
Richtige Einnahme von Medikamenten
Tabletten nicht mit Saft schlucken
http://www.n-tv.de/wissen/Tabletten-nicht-mit-Saft-schlucken-article7690906.html
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Burianer

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Re: Wenn Arznei zu Gift wird
« Antwort #4 am: 08. November 2012, 08:59:59 »

 ???  irgendwie  muss man die ALTEN  ja  ]-[  befoerdern ?  
Es ist besser , man braucht keine  oder nur ein Minimum  an Medikamenten.
Nachtrag.
Zitat
Gefährliche Wechselwirkungen
Zehntausende sterben pro Jahr an Medikamenten
http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/medikamente/gefaehrliche-wechselwirkungen-zehntausende-patienten-pro-jahr-sterben-an-medikamenten_aid_854994.html
Im Notfall den Arzt oder ihren Apotheker fragen ? ,   wissen die auch ueber alles Bescheid . Wer nimmt welche und wieviele Tabletten.
Hier in Thailand sehe ich oft, wenn zum Bspl die Schwiegermama oder -papa zur Untersuchung ins Hospital gehen, kommen die mit Plastiktueten voller Medikamente zurueck.
Werden die Aerzte danach bezahlt ? wer wieviel  Tabletten verschreibt.
« Letzte Änderung: 08. November 2012, 09:04:33 von Burianer »
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dolaeh

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Re: Wenn Arznei zu Gift wird
« Antwort #5 am: 08. November 2012, 14:56:23 »

Mein Schwiegervater holt auch immer seine "Ration" im Krankenhaus ab, umsonst  {{
Ich habe ihm mal gesagt, dass die Tabletten nicts taugen wuerden, da es Kopien sind  ;)
Sie waeren umsonst, schaden wuerden sie ihm nicht, sagte er, wenn er sich da mal nicht taeuscht  {{
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nompang

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Re: Wenn Arznei zu Gift wird
« Antwort #6 am: 08. November 2012, 19:15:00 »

Da kam kürzlich etwas im TV über Schönheits-Cremes, die auf dem Markt billig verkauft werden.

Da sieht man die Nebenwirkung etwas schneller als im Innenleben, die hatten teilweise eine Haut, die an Lepra erinnerte {[
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Eine Stunde zu spät ist relativ pünktlich....Einstein in Thailand.

Karlsson

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Re: Wenn Arznei zu Gift wird
« Antwort #7 am: 08. November 2012, 23:41:08 »

Da kam kürzlich etwas im TV über Schönheits-Cremes, die auf dem Markt billig verkauft werden.

Da sieht man die Nebenwirkung etwas schneller als im Innenleben, die hatten teilweise eine Haut, die an Lepra erinnerte {[
Somit haben die Kopien der Schönheitscremes entgegen der originalen Cremes namhafter Hersteller also tatsächlich eine Wirkung?  :D
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nompang

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Re: Wenn Arznei zu Gift wird
« Antwort #8 am: 09. November 2012, 00:08:02 »

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Nagel auf den Kopf getroffen :] [-]
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georg

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Re: Wenn Arznei zu Gift wird
« Antwort #9 am: 10. November 2012, 23:26:21 »

Wir sollten vielleicht mal festhalten, dass Arzneimittel immer Gift sind.

Kann ich nur bestätigen,

sollte man noch sagen das alles was nicht direkt aus der Natur dem Körper zugefügt wird ist Gift.

Rohes Obst und Gemüse, Wildpflanzen, Nüsse, Trockenfrüchte sonnengetrocknet oder unter 40 Grad, roher Fisch und rohes Fleisch das sind Lebensmittel für ein Leben ohne Krankheiten und Arztsorgen.
Dazu sollte man noch erwähnen kaltgepresste Öle besorgt aus einer Ölmühle sowie lebendiges Wasser, denn auch Wasser ist nicht gleich Wasser.

In unserem Alter benoetig ja fast jeder irgendwelche Medikamente.

Genau fast jeder, Ausnahmen bestätigen die Regel das es auch anders geht.
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Karlsson

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Re: Wenn Arznei zu Gift wird
« Antwort #10 am: 11. November 2012, 02:24:11 »

Na auf die Meinungen zu georgs Beitrag bin ich aber sowas von gespannt.
Das Problem bei 99.999% aller Kranken ist, dass sie ihre Gewohnheiten nicht ändern wollen sondern lieber Chemie fressen und sich dadurch selbst ihr Grab etwas schneller schaufeln. Wenn man Tabletten und Pülverchen brauchen würde, müssten diese auf den Bäumen wachsen.
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Bruno99

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Re: Wenn Arznei zu Gift wird
« Antwort #11 am: 11. November 2012, 07:23:54 »

Das Problem bei 99.999% aller Kranken ist, dass sie ihre Gewohnheiten nicht ändern wollen sondern lieber Chemie fressen und sich dadurch selbst ihr Grab etwas schneller schaufeln.

uynd ich dachte immer, dass frueher die Menschen ohne Medikamente viel juenger starben, die heutigen Lebenserwartungrn der Medizin und Forschung zu verdanken sind.

Ob die Chemie ein Segen oder ein Fluch ist lass ich hiermit mal offen, Tatsache ist ja dass der Mensch schlussendlich auch nur ein Produkt chemischer Reaktionen ist und die Chemie gezielt in einzelne Prozesse eingreift.

Wenn man Tabletten und Pülverchen brauchen würde, müssten diese auf den Bäumen wachsen.
     --C  

genau wie Computer, Flugzeuge, Telefone und Sticknadeln um sich dieses Weltbild zusammenzustricken   ;D
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Karlsson

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Re: Wenn Arznei zu Gift wird
« Antwort #12 am: 11. November 2012, 09:48:27 »

uynd ich dachte immer, dass frueher die Menschen ohne Medikamente viel juenger starben, die heutigen Lebenserwartungrn der Medizin und Forschung zu verdanken sind.
Etwas kurzsichtig, oder?
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Bruno99

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Re: Wenn Arznei zu Gift wird
« Antwort #13 am: 11. November 2012, 09:54:26 »

Etwas kurzsichtig, oder?

dann erklaer das doch mal weitsichtig
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boehm

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Re: Wenn Arznei zu Gift wird
« Antwort #14 am: 11. November 2012, 10:10:02 »

Rohes Obst und Gemüse, Wildpflanzen, Nüsse, Trockenfrüchte sonnengetrocknet oder unter 40 Grad, roher Fisch und rohes Fleisch das sind Lebensmittel für ein Leben ohne Krankheiten und Arztsorgen.
Dazu sollte man noch erwähnen kaltgepresste Öle besorgt aus einer Ölmühle sowie lebendiges Wasser, denn auch Wasser ist nicht gleich Wasser.

Wer lebt denn tatsächlich so, dass würde mich mal interessieren. ???

Wo bleibt da die Lebensfreude, wenn man auf ALLES was gut schmeckt verzichten soll?? ???
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