Es gilt offenbar weiter, was zum Beispiel hier steht, nur mit einer neuen und scheinbar gesetzeskonformen Variante:
http://wahnsinnausdemwok.wordpress.com/tag/duty-free-shop-scam/ 
Angestellte der Geschäfte im Zollfreibereich in Suwannaphum geben korrupten Beamten der Zollkontrolle derzeit offenbar wieder gezielt Tipps, wen sie hochnehmen müssen. Das berichtete mir heute eine thailändische Fremdenführerin, die unter anderem Kunden von TUI, Meiers Weltreisen, Transorient usw. betreut.
Touristen würden in den Geschäften z. B. oft noch geradezu ermuntert, mehr als die eine offiziell erlaubte Stange Zigaretten mitzunehmen, obwohl jeder Angestellte natürlich die Vorschriften kennen muß: "Two no problem!" hieße es dann... oder so ähnlich

Wer darauf hereinfällt, wird kurz darauf kontrolliert - natürlich schon vor der eigentlichen Zollkontrolle. Kaum ein Tourist käme dann jedenfalls unter 30 000 Baht wieder frei.
Eine Warnungswiederholung bezüglich Suwannaphum ist jedenfalls angebracht.
Was man tun kann, wenn es passiert ist?
Ich bin nur einmal auf einem Flughafen eingehend kontrolliert worden (Kathmandu 2006, ohne Ergebnis) und kann deshalb kaum mitreden, aber wahrscheinlich ist folgendes immer gut:
1. Ruhe bewahren, Ruhe bewahren, Ruhe bewahren (unbedingt und immer in Asien!). Beamte haben hier grundsätzlich viel Zeit. Taktisch ist es also immer gut, zumindest den Eindruck zu erwecken, daß man
nicht unter Zeitdruck steht.
2. Nie in irgendeinem stillen Eck mit einem Uniformierten verhandeln, sondern, wenn schon, darauf bestehen, ins Büro zu gehen. Alle für Touristen zuständigen Uniformierten in einem Flughafen haben ein Büro oder einen für offizielle Befragungen vorgesehenen Bereich. Diese Orte sind außerdem so gut wie immer überwacht und es gibt Kollegen und Vorgesetzte.
3. Wenn überhaupt, dann nur zahlen, was quittiert wird und was man versteht.4. .Wenn es ein "Fall" wird, unbedingt auf Hinzuziehung der
Touristenpolizei bestehen, gerade in Suwannaphum sind diese Leute rund um die Uhr erreichbar.
5. Ich für meinen Teil bin Nichtraucher und bringe das Zeugs schon aus Prinzip auch keinem anderen mit.
Die Führerin, die mir das berichtete, war völlig aufgelöst wegen diesem Vorfall von heute und sagte wörtlich, daß sie sich für solche Dinge für ihr Land schäme.
Sie hatte eine besonders nette Kundin, die sie schon einmal betreut hatte. Sie sei sogar Nichtraucherin und wollte ihren Freunden in Bangkok ein Geschenk mitbringen. Angeblich hatte sie extra noch gefragt, wieviele Zigarettenstangen erlaubt seien und nach eigenen Angaben darauf von einem Angestellten die Antwort "Two no problem!" erhalten.
Das ist natürlich nicht nachprüfbar, aber man kann sich vorstellen, wie sich jemand fühlt, der sich seinen Jahresurlaub sauer erarbeitet hat, und auf diese Weise in Bangkok gleich mal als erstes das gesamte geplante Budget los ist. Werbung für Thailand an einem "Flughafen des Lächelns" sähe anders aus.
Offenbar geben Angestellte der Zollfreiläden oder jedenfalls dort anwesende Personen genaue Beschreibungen entsprechender Touristen per Mobiltelefon weiter, so daß diese dann gezielt kontrolliert werden könnten