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Autor Thema: Bali und das Nyepi Fest  (Gelesen 20479 mal)

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wufgaeng

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Bali und seine Handwerkskunst
« Antwort #45 am: 06. April 2013, 16:09:02 »

mein Beitrag vom 08. März 2013, 20:23:01:

Zitat von: Bruno99 am 08. März 2013, 19:47:16:
Ubud war frueher ein Zentrum von Kuenstler, speziell Holz-Schnitzereien fand man sehr schoene zu einem angemessen Preis...
ist das heute auch noch so ?


Hallo Bruno,
es ist immer noch ein Zentrum der balinesischen Künstler und man kann viele der wunderschönen Handwerks-Arbeiten erwerben.
Doch eine wichtige Erfahrung habe ich mit den balinesischen Schnitzereien gemacht: Balinesische Holzschnitzarbeiten eignen sich gar nicht für Wohnräume in Deutschland und anderen nordeuropäischen Ländern, in denen im Winter durch Zentralheizungen die notwendige Luftfeuchtigkeit genommen wird. Schon nach kurzer Zeit hatten alle meine Bali (und übrigens auch Nepal Newar)-Holzschnitzereien, wie dieser wunderschöne Garuda, hässliche Sprünge.



In Bangkok ist das mit der Luftfeuchtigkeit kein Problem, aber in München z.B. sollten solche Kunstschnitzereien bei 80 % und mehr Luftfeuchtigkeit aufbewahrt werden.

Ubud aber ist auch "der" Platz für den Erwerb von anderen balinesischen Handwerken, wie Silberschmuck und ganz besonders Gemälden und Zeichnungen.


Ein balinesischer Zeichenkünstler bei seiner Arbeit.


Das ist ein balinesischer Drachen, den ich im Jahre 2001 meinem Sohn mitgebracht hatte. Der fliegt auch heute noch.


Und natürlich die balinesische Batik, die man in Ubud sehr gut einkaufen kann.
Am besten aber, man ist vorher gut informiert, denn es gibt da gewaltige Qualitäts-Unterschiede.

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Bali und seine Handwerkskunst
« Antwort #46 am: 06. April 2013, 16:16:36 »

es folgte eine Anmerkung von @Bruno99:

Zitat von: wufgaeng am 08. März 2013, 20:23:01
Balinesische Holzschnitzarbeiten eignen sich gar nicht für Wohnräume in Deutschland und anderen nordeuropäischen Ländern, in denen im Winter durch Zentralheizungen die notwendige Luftfeuchtigkeit genommen wird. Schon nach kurzer Zeit hatten alle meine Bali (und übrigens auch Nepal Newar)-Holzschnitzereien, wie dieser wunderschöne Garuda, hässliche Sprünge.

ich nehme mal, dass sich die deutschen Zentralheizungen kaum von den eigenoessischen unterscheiden, haben sic doch einen sehr unangenehmen Effekt auf die relative Luftfeuchtigkeit.
Es tut mir weh, zu lesen, dass deine Arbeiten sehr gelitten haben.

Irgendwie habe ich scheinbar viel Glueck gehabt, keine der Schnitzereien hat arg unter den vielen Wintermonaten in der CH gelitten... hier in TH stellt sich diese Frage eh nicht.
Gilt uebrigens auch fuer die Holzarbeiten aus Kalimantan  
Wer weiss, vielleicht haben aber auch meine vielen Zimmerpflanzen da was gegen wirken koennen  

Muss aber auch erwaehnen, dass ich keine besonders filigrane Schnitzereien ausgesucht habe, egal wie gross sie waren, resp. noch sind.
Sehr gut haetten mir die "3D"-Arbeiten (aus einer Bohle geschnitzte Darstellungen) gefallen, aber hatte immer Angst, dass eben trockene Luft ihnen den Garaus macht.

Evtl. nehme ich mal die Zeit einige meiner Schnitzereien zu fotographieren und ins Forum zu stellen.
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Abholzung und seine Folgen
« Antwort #47 am: 06. April 2013, 16:21:01 »

mein Beitrag vom 09. März 2013, 13:22:11:

Zitat von: Bruno99 am 08. März 2013, 20:52:12
Gilt uebrigens auch fuer die Holzarbeiten aus Kalimantan

Man informierte uns, dass für die Holzschnitzereien auf Bali fast immer Holz aus Kalimantan verwendet wird, da auf Bali keine Abholzung mehr erlaubt wird.

Aber
Seit 1980 verschwinden die Regenwälder auf Borneo sehr schnell. Ungefähr die Hälfte wurde seither zerstört.
Es gibt verschiedene Gründe, warum die Wälder in Indonesien so stark abgeholzt werden. Dazu gehören in erster Linie die Holzgewinnung, aber auch die Landwirtschaft und Plantagen, Bergbau, ständig brodelnde Feuer und der Städtebau.
Diese Holzgewinnung ist ein wichtiger Grund für den Rückgang der indonesischen Wälder. Ein großer Teil dieser Abholzung in Indonesien ist illegal. Das bedeutet, dass dabei wenig Rücksicht auf die Umwelt genommen wird.
Beim Erwerb einer Schnitzerei sollte einem dies bewusst sein, auch wenn die Schnitzereikunst keinen großen Platz in der Vernichtung der Wälder einnimmt. Kaum ein Tourist wird im Großstil diese Handarbeiten einkaufen - und wenn, dann wäre dies sicher abzulehnen.
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Ubud und seine Umgebung
« Antwort #48 am: 06. April 2013, 17:07:48 »

mein Beitrag vom 09. März 2013, 14:49:55:

Wer sich in Ubud aufhält und einen besonderen Abend genießen will, hat eine gute Auswahl traditionell eingerichteter Restaurants mit abendlichen Darbietungen. Wir nutzten eine Gelegenheit, unsere Gastgeber zu so einem Abend einzuladen und verbrachten schöne Stunden im Laka-Léké, einem Restaurant, das nicht nur von Touristen besucht wird. Ganz besonders beeindruckte uns das märchenhafte Ambiente, von der ich ein paar Bilder setze.


Der balinesische Garten mit dem Gate zum Reisfeld.


Blick von der Restaurant-Terrasse auf das Reisfeld. Am Abend werden Kerosin-Lampen angezündet, um die idyllische, abendliche Stimmung zu vertiefen.


Im Laufe des Abends startet ein Gamelan-Orchester mit der typischen Gong-Musik, die wir oftmals auch während der Überland-Fahrten aus nahegelegenen Tempel-Anlagen zu hören bekommen.
Niemand sollte ein Gamelan Orchester, die typisch balinesischen Musik, verpassen.
Das Wort Gamelan kommt aus dem javanischen Wort gamels, was mit "zu schlagen oder klopfen" zu übersetzen ist.
An den Ton muss sich ein Fremder erst mal gewöhnen, aber wenn man ihn öfters hört, wird man ihn immer gerne mögen und wieder hören.
Ein Stuttgarter Musiker namens Eberhard Schoener hat im Jahr 1976 mit einem balinesischen Gamelan-Orchester eine Verbindung zur westlichen Musik-Kultur geschaffen (Bali Agung).
http://www.ipernity.com/doc/wolfgang-pfriemer/10443100/in/album/230908


Joged-Bumbung Tanz
Dieser Joged-Bumbung-Tanz wird eigentlich nur selten Touristen vorgeführt. Der Stil ist sehr erotisch und bestimmt, dass sich Mädchen und Jungen näher kommen. Die Bewegungen der Tänzerinnen beziehen sich ganz offen und eindeutig auf ein gewünschtes bevorstehendes Liebesverhältnis.
(Ähnliche Feste, doch ohne Erotiktanz, erlebte ich auch bei Hilltribes, den Hmong in Thailand und Laos.)


Eine Tänzerin beim Legong Tanz bei der sie auch ihre Augen tanzen lässt.
Der Legong ist ein rein balinesischer Tanz. Der Legende nach ist es der Tanz der göttlichen Nymphen.
Jedes balinesische Mädchen ab fünf Jahren wünscht sich, dafür auserwählt zu werden, die Ortsgemeinschaft als Legong-Tänzerin zu vertreten. Die jungen Tempeltänzerinnen dürfen den Legong jedoch nur bis zum Eintritt ihrer ersten Menstration tanzen.
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Pura Tanah Lot
« Antwort #49 am: 06. April 2013, 21:25:39 »

mein Beitrag vom 10. März 2013, 15:48:58:

Bali bietet viele sehenswerte Ziele, die jeder Reisende in seinem Programm haben sollte. Die Tempel-Anlage von Pura Tanah Lot gehört (neben einer weiteren, den Pura Ulun Danu Bratan Tempel, über den ich später noch berichten werde) zu den wichtigsten Zielen, die man besichtigen muss. Auch wenn der Zugang mittlerweile einem Rummelplatz gleicht ist diese Tempelanlage einmalig.
Der kleine, malerisch gelegene Meerestempel wurde im 16. Jahrhundert von einem bedeutenden Priester aus Java, namens Sang Hiyang Nirartha erbaut und erinnert an seine Bemühungen, den Hinduismus auf der Insel zu stärken.
Ein oft zu sehendes klassische Fotomotiv zeigt den Tempel bei Sonnenuntergang. Dann allerdings ist dann auch der Besucheranstrom am größten. Der Tempel selbst auf dem Hügel darf nur von Gläubigen betreten werden. Eine Süßwasserquelle am Fuße des Felsens gilt als heilig und jeder Besucher sollte gegen eine kleine Gabe von dem heiligen Wasser trinken oder aber sich damit das Gesicht waschen.
Gegenüber der heiligen Quelle dürfen Besucher eine in den Klippen des Festlandes gelegene Höhle namens Ular Suci betreten und sich die heiligen Schlangen zeigen lassen. Obwohl die Schlangen hochgiftig sind, haben sie angeblich noch nie gebissen.
Der Felsentempel ist leider sehr der Meeresbrandung ausgesetzt. Eine umfassende Restaurierung unter einer japanischen Stiftung begann in den 1990er Jahren, als man erkannte, dass der Fels von den Wellen ernst bedroht war und vor dem Zusammenbruch stand. Das Projekt wurde gestartet und massive Brandungsbarrieren ins Meer gesetzt, die die Gewalt der Wellen vor dem Erreichen des Felsentempels abmildern.


Eingangstor zur Tempelanlage von Pura Tanah Lot.
Die Tempelanlage wird täglich sehr stark besucht, vor dem kunstvollen Eingangstor parken etliche Touristenbusse, nach dem Tor beginnt ein Jahrmarkt-ähnlicher Rummel von Verkaufsständen, Schnellrestaurants, Showbuden und Souvenir-Läden. Bis man zur eigentlichen Tempel-Anlage gelangt, wird man von rechts und links zum Kauf von irgendwelchen Sachen animiert, die man sowieso nicht braucht oder woanders auf den Märkten über Land viel günstiger erwerben kann. Da unterscheidet sich Bali in keiner Weise den anderen Touristen-Höhepunkten.


Am Tempelfelsen angekommen freut man sich aber, den Spießrutenlauf durch die Souvenirgasse auf sich genommen zu haben.
Die Anlage ist wahrlich einzigartig. Man sollte die Zeit der Ebbe wählen um nahe an den Felsentempel heranzukommen.


Der Strand vor dem prächtigen Tempel, der nur wenige Meter vor der Küste der auf einem Felsen thront.
Es führt Fußweg zur einer Plattform, von wo aus man einen märchenhaften Blick auf den Tempel und die Meeresbrandung genießen kann.
Nach dieser Plattform ist ein weiterer Zutritt für Nichthindus versperrt.


Ein kurzer Spaziergang zum nahegelegenen Tempel Pura Batu Balong lohnt sich unbedingt.
Da steht ein kleiner Hindu-Schrein auf einer Landzunge, die ins Meer ragt. Nur eine kurze Strecke trennt diesen idyllisch kleinen Tempel vom Haupttempel Pura Tanah Lot.
Die dramatische Brandungsszene am Pura Batu Bolong macht dies zu einen beliebten Motiv für alle Foto-Enthusiasten.

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Re: Bali und das Nyepi Fest
« Antwort #50 am: 07. April 2013, 05:23:33 »

Hallo Wolfgang

Kompliment dafür, dass Du diese interessanten Reise-Impressionen nach dem Server-Desaster hier wieder reaktivierst.  {*
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Re: Bali und das Nyepi Fest
« Antwort #51 am: 07. April 2013, 19:45:20 »

Kompliment dafür, dass Du diese interessanten Reise-Impressionen nach dem Server-Desaster hier wieder reaktivierst.  {*
Hallo Achim, es macht mir Freude, den Bericht über Bali zu wiederholen und dann auch fortzusetzen.
Übrigens fliege ich in diesem Monat April wieder für 14 Tage nach Bali und will Neues entdecken.
Vielleicht habe ich dann wieder ganz neue Erlebnisse mitzuteilen.
Gruß Wolfgang
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Canggu, das Surfer Paradies
« Antwort #52 am: 07. April 2013, 19:55:21 »

mein Beitrag vom 11. März 2013, 14:49:45:

Unweit von der grandiosen Sehenswürdigkeit Pura Tanah Lot befindet sich ein Strand, an dem sich Surfer aus vielen Ländern der Welt treffen. Der Ort heiß Canggu (sprich TschangGu) und ist eine gute Alternative zu Kuta Beach oder Legian Beach. Die beiden letztgenannten Orte wurden im Laufe der vergangenen Jahre touristisch zu sehr vermarktet. Am Strand findet man dort vor lauter lästigen Verkäufer keine Minute Ruhe mehr.
Canggu ist ein Ort für junge Leute, die gerne in einem Camp leben und auf große Komforteinrichtungen verzichten können. Dafür findet man sehr schnell Anschluss, auch zu Einheimischen. Ich möchte aber ausdrücklich betonen, dass seriöse Freundschaften gemeint sind, und keine solche, die so mach andere Zeitgenossen gerne unterstellen. Der Ort Canggu bietet wenig Nachtleben, wenig sonstige Attraktionen. Dies organisieren die jungen Leute meist selber, indem sie eigene Strandparties veranstalten oder einfach nur ein Lagerfeuer anzünden und sich unterhalten.
Attraktionen bietet Kuta und Legian, wem danach ist, hat schnell ein Taxi zu den nahegelegenen Touristen-Hochburgen gefunden.

Oli, mein Sohn fand so eine Gruppe von Wellenreitern, zu denen er, wenn es seine Zeit und sein Budget erlaubt, jedes Jahr zurückkehrt. Es blieb nicht nur beim Wellenreiten, denn die jungen Leute fanden ihren Spaß auch am Kite-surfen.
So läuft es dann meist ab: Sohn und Vater fliegen von Bangkok nach Denpasar, der Sohn zum Surfen, der Vater zum Tauchen. Am letzten Tag auf Bali ein Wiedersehen am Flughafen und gemeinsam zurück nach Bangkok.


Wellenreiten auf kleinen Wellen, die größeren sind weiter draußen.
Aber der Schein trügt, auch kleine Wellen habens in sich!


Canggu Beach bei Ebbe.
Die Pfuhls sind voll mit Krebse und kleinen Fischen, die auf die nächste Flut warten, um wieder frei schwimmen zu können.


Sonnenuntergang am Nachbarstrand Pererenan Beach.


Charmante Bekanntschaften aus Canggu.

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Meeresgott Warun wird am Strand verehrt
« Antwort #53 am: 07. April 2013, 20:08:25 »

mein Beitrag vom 11. März 2013, 22:25:50:

Wenn man den Strand in Richtung Pura Tanah Lot entlang läuft, wird man immer wieder von kleinen Flussmündungen unterbrochen, durch die man schwer durchwaten kann.
Trotzdem lohnte sich der Spaziergang entlang des Strandes, bis wir auf eine nächste große Festveranstaltung (Odalan) gestoßen sind. Es kamen nach und nach tausende Bürger aus den benachbarten Dörfern, die dort wieder einen "Tempel-Geburtstag" des Pura Luhur Ulun Siwi auf dem Weg zu Sogsogan Strand feierten.
Anschließend zogen sie zum Strand und beteten zu Meeresgott Warun für ein gutes Omen am Land und auf dem Meer. Das Fest ging durch die ganze Nacht, erst am Morgengrauen zogen die letzten Pilger wieder nachhause.
Der Meeresgott Warun entspricht der indischen Gottheit Varuna, der "Allumfassende", der "Umhüller", einer der höchsten und am meisten verehrten indischen und balinesischen Gottheiten im Hinduismus.
Unser exclusive königliche Segelclub, der Royal Varuna Yacht Club in Pattaya, hat sich seines Namens bedient.
Der Ursprung der balinesischen Gebräuche liegt in der indischen Mythologie. Diese alten Geschichten wurden meist von Missionaren nach Bali gebracht, aber dann von den Inselbewohnern entsprechend ihrer Kultur abgeändert.


Im Pura Luhur Ulun Siwi Tempel


Opfern am Strand von Sogsogan


Behutsam werden Schälchen aus Blättern drapiert, in denen findet sich auch durchaus mal ein Keks oder Zuckerl. Männer sind für die Essensgaben zuständig. Die werden dann nachher unter den Gläubigen verteilt. Und immer liegt das feine Aroma von Räucherstäbchen in der Luft. Mit dem Rauch werden die Bitten und Wünsche gen Himmel geschickt. Gemischt mit dem Blütenduft ein Fest für den Geruchsinn.


Die Balinesen konnten trotz der vielen Einflüsse und Obligatorien fremder Länder ihre souveräne Kultur bewahren und präsentieren sie stolz auf bunten Festen und in religiösen Riten.


Manche verbringen Stunden am Strand, einige die ganze Nacht mit der Hoffnung, dass ihr Gebet an Warun, den Meeresgott erhört wird und in eine gute Zukunft führt.


Ein traumhaft schöner Sonnenuntergang war die Belohnung für uns, dass wir so lange mit Freude ausharrten.

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Sanur und sein Strand
« Antwort #54 am: 07. April 2013, 20:22:01 »

mein Beitrag vom 12. März 2013, 18:11:01:

Wir wechseln zu einem anderen Strand in Süden der Insel, nach Sanur, einem Touristenbadeort mit zahlreichen Hotels der gehobenen Preisklasse.
Aus bestimmten Anlässen bin ich bisher an diese Örtlichkeit gebunden, denn dort ist unsere Tauchstation, dort kann ich meine Tauchflaschen auch mit angereicherten Sauerstoff füllen (NITROX) und dort kann ich meine Taucherausrüstung trocknen und warten.
Sanur ist auch ein beliebter Treffpunkt der Kite-Surfer. Mein Sohn Oli kam mit seinen Freunden gelegentlich von seinem Surfer-Camp in Canggu nach Sanur, weil dort bessere Windbedingungen herrschen, die für das Kite-Surfen unerlässlich sind.
Der Strand von Sanur ist etwa zwei Kilometer lang und wird sehr gepflegt. Für Urlauber mit wenig Zeit bietet Sanur den richtigen Erhohlungsort, ohne viel Remmidemmi und den damit verbundenen Saufgelage. Für Rucksackreisende, die für viele Wochen Bali und die Nachbarinsel Nusa Penida kennenlernen wollen, gibt es andere Ziele, die das Budget nicht zu schnell leeren. Beliebt ist, wie schon beschrieben, Ubud im Landesinneren. Wer aber am Meer wohnen will, fährt nach Amed, Tulamben oder Padangbai, um drei Alternativen zu nennen.


Entlang der Hotel-Strandanlagen fanden wir die schlafenden Dämonen, die wir besser nicht wecken wollten.


Die Bemalung eines Auslegerbootes ist der Stolz des Besitzers, der sein Boot wie sein Bestes pflegt, es ist seine Existenz.


Sohn Oli beim Kite-Surfen am Strand von Sanur.


Ein Auslegerboot am Strand bei Ebbe.
Einige Einheimische gehen weit den Strand hinaus, um Muscheln, Krebse und Schnecken zu sammeln. Auf die Gezeiten müssen sie streng achten, denn die Flut kommt zur gegebenen Zeit sehr schnell, nicht nur von vorne, sondern auch vom Grund nach Oben.
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Re: Bali und das Nyepi Fest
« Antwort #55 am: 07. April 2013, 20:26:46 »

Anmerkung von @Kern:

Hallo Wolfgang

Du schaffst es langsam aber sicher, dass mein Wunsch, mit meiner Frau (vielleicht auch zusätzlich mit meiner wirklich geschätzten Schwiegermutter!) im nächsten Winter nach Bali zu fliegen, langsam Gestalt annimmt.

Grüße   Achim

P.s.: Vielleicht muss ich dafür vorher hier im Forum eine Sammlung für Not erleidende Moderatoren schaffen. 
Danke für die Gedächtnis-Auffrischung, welch viele schöne Seiten Bali hat.
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Re: Bali und das Nyepi Fest
« Antwort #56 am: 07. April 2013, 20:30:21 »

meine Antwort auf die Anmerkung von @Kern am 12. März 2013, 20:36:34:

Danke Dir, lieber Achim, aber vorher sollten wir uns mal für eine kulinarischen Wohltätigkeit zu Gunsten unserer eigenen Körper verabreden. 

Ich habe noch viel zu berichten, und weiß gar nicht, wo ich mal aufhören soll.
Doch gerne berichte ich noch ein wenig über die Landschaften auf Bali, über den Pura Ulun Danu Bratan Tempel, den Verwesungsfriedhof Trunyan, über das versunkene Container-Schiff USAT-Liberty in Tulamben und mit ein paar Bildern über die sagenhafte Unterwasserwelt an Balis Küsten.

Gruß Wolfgang
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Re: Bali und das Nyepi Fest
« Antwort #57 am: 07. April 2013, 20:46:32 »

... über das versunkene Container-Schiff USAT-Liberty in Tulamben und mit ein paar Bildern über die sagenhafte Unterwasserwelt an Balis Küsten.

und darauf freue ich mich besonders, bin ein eifriger Leser deiner Berichte  ;}
auch wenn ich nicht immer einen Kommentar hinterlasse :-X
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Re: Bali und das Nyepi Fest
« Antwort #58 am: 07. April 2013, 21:42:23 »

am Nyepi-Tag im Jahre 2013, dem 12. März 2013 kam eine Anmerkung von @namtok:

Heute wäre eine gute Gelegenheit gewesen, denn es ist genau der diesjährige Nyepi - Tag:

http://www.holidaysia.com/events/nyepi/

der nächste ist dann am 31. März 2014.


darauf meine Antwort am 12. März 2013, 20:53:46:
... und wann wird Nyepi mal in Thailand eingeführt?  {:}
24 Stunden totale Ruhe zuhause - ich glaube ich träume! :o

« Letzte Änderung: 07. April 2013, 21:59:56 von wufgaeng »
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Sanur und sein Strand
« Antwort #59 am: 08. April 2013, 15:43:32 »

mein Beitrag vom 12. März 2013, 21:04:33:

Bleiben wir noch ein bisschen in Sanur. So manch einer findet dort eine wunderschöne Bleibe, wenn er sich an einem ruhigen Strand wohl fühlt. Mehrere Hotels verfügen über eine sehr gepflegte Einrichtung und bieten nebenbei alle Möglichkeiten für einen Ausflug oder eine Tour für ein oder mehrere Tage. Ich bin selten einem Tourist begegnet, der in Sanur nicht zufrieden war.
Sanur ist auch ein idealer Ausgangspunkt für die Touren zu den Sehenswürdigkeiten überall auf Bali. Die Straßen-Taxis bieten sich gerne an und nennen gleich vernünftige Preise, wo man nicht mehr viel handeln muss (je nach Saison, Fahrzeug, Stundenzahl und Ziel etwa 40 - 70 US $ für 8 Std. und zwei Personen in einem Mittelklassewagen, natürlich mit Fahrer, aber ohne Tour-Guide. Der Fahrer kann meist auch schon viel erzählen.)


Strand vor den Sanur Beach Hotel. Der Strand von Sanur wird immer peinlichst gepflegt. Keine schreienden Strandverkäufer, die einem sonst, wie in Kuta auf Bali oder Jomtien in Pattaya keine Minute Ruhe lassen und alles das verkaufen wollen, was man sowieso nicht braucht. Eiscreme und kalte Getränke ausgenommen, gute Massagen meist auch willkommen. Vor allem die älteren Balinesinnen sind ganz hervorragende Massiererinnen, (der Ausdruck Masseuse ist nicht gleichbedeutend).
(Die Hotel-Preise der Oberklasse sind auf Bali saisonbedingt, online Vorausbuchung, deutlich günstiger als z.B. auf Phuket, nur einer der Hauptgründe, warum es uns immer nach Bali zieht.)


Sterbende Kokospalmen auf Bali:
Ein Parasit, der malaiische Palmen-Rüssler (Rhynchophorus ferrugineus), ist leider überall in Südost-Asien und deshalb auch auf Bali vorzufinden.
Die Bekämpfung des Käfers ist kaum möglich, daher liegt der Schwerpunkt auf der frühzeitigen Erkennung, oder die Palmen sterben.
Diese Palmkrankheit hat sich derzeit bis in den Mittelmeerraum ausgebreitet und vernichtete auch im europäischen Raum viele Tausende Palmen.
Eine Palme in unserem Garten in Bangkok war ebenfalls befallen, wir mussten sie rechtzeitig fällen.


Eintritt in ein China-Restaurant mit einer farbigen, stilvollen Ambiente.


Eine Straßenkreuzung in Sanur, die Ganesh-Statue in der Mitte regelt den Verkehr: Alles links herum! Die Cops halten sich aber nicht daran.

Eine wichtige Info bez. Swastikas auf Bali:

Es sollte eigentlich für jedermann verständlich sein, dass die Swastika überall in Fernasien ihre traditionelle Bedeutung hat.
Das Zeichen wurde von den Nazies schändlich missbraucht.
Deshalb aber ist es den Asiaten nicht "als schlecht" anzukreiden, dass für sie die Swastika einen ganz anderen, aber wichtigen, religiösen Sinngehalt hat.
Die Swastika bedeutet umgesetzt "Glücksbringer" und ist seit gut 6.000 Jahren überall in Asien, wie z.B. Indien, China, Tibet, Japan und eben auch auf Bali gebräuchlich.
Leider ist es heute so, dass man beim Anblick einer Swastika fast immer nur an den Nationalsozialismus denkt. Aber Milliarden Asiaten können nichts dafür, dass ihr Zeichen von einem verabscheungswürdigen Regime missbraucht wurde und in der Gegenwart leider meist mit diesem in Verbindung gebracht wird.

Die war mein letzter Beitrag vor dem totalen Zusammenbruch des TIPs aus dem Internet und der Löschung aller Beiträge nach dem Ende Januar 2013.
Ich freue mich, dass diese bisherigen Beiträge von mir und Anderen aus den GOOGLE Cache gerettet werden konnten. Die Hilfe von @somtamplara war mir und allen TIPjanern sehr wertvoll!

Wie ich es schon angekündigt habe, geht es in den nächsten Beiträgen mit meinen neuen Berichten über die Insel der Götter weiter.
« Letzte Änderung: 08. April 2013, 16:11:29 von wufgaeng »
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