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Autor Thema: Bali und ein Ausflug nach Ost-Java  (Gelesen 11180 mal)

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wufgaeng

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Re: Bali und ein Ausflug nach Ost-Java
« Antwort #15 am: 22. Dezember 2013, 18:37:23 »

danke @dolaeh, danke Wolfram, Eure Antworten auf meine Beiträge freuen mich und zeigen Euer tiefes Interesse an solch einer Reise.
Für mich ist die Bearbeitung der Fotos und der Kommentare eine nochmalige Reise durch die großartigen Ereignisse, die ich in diesen drei Wochen gewonnen habe.
Bis gleich und bis dahin
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norwegerklaus

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Re: Bali und ein Ausflug nach Ost-Java
« Antwort #16 am: 22. Dezember 2013, 21:40:43 »

Lieber Wolfgang,
da es Dich wohl nicht stört das Dein Bericht unterbrochen wird, auch von mir ein Dankeschön für die hervorragenden Bilder und den großartigen Reisebericht {*
Gruß Klaus
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Geht nicht gibs nicht! .......www.norwegerklaus.de

wufgaeng

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Re: Bali und ein Ausflug nach Ost-Java
« Antwort #17 am: 23. Dezember 2013, 14:27:15 »

Der Aufstieg auf dem Kawah Ijen (Ijen Krater) fiel leider im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser, denn die mächtigen Regenwolken wollten sich nicht verziehen.
Trotzdem möchte ich die Bilder von unserer Tour dorthin setzen, zumal wir alle einen kleinen Trost fanden und trotzdem eine schöne Zeit hatten.
Somit setze ich noch ein paar Fotos von unserer Tour durch Ost-Java. {{

Wir fahren zur Nordküste nach Situbondo und zum Nationalpark Baluran und besuchen die dort ansässige Familie unseres Begleiters Arif.
Wie in fast allen moslemischen Häusern fielen uns die zahlreichen Kinder auf, denn an eine vernünftige Familienplanung ist im Islam nicht zu denken. Die Rate beträgt durchschnittlich 8 Kinder pro Familie, der Bevölkerungsnachwuchs steigt ins Immense. Die Kinder selbst haben ja keine Schuld, und man hat sie, wie überall woanders, auch sehr schnell in sein Herz geschlossen.

In Java stellen Muslime die Bevölkerungsmehrheit. Die Insel wurde im 15. und 16. Jahrhundert islamisiert, so dass heute rund 91 Prozent (!!!) der Javaner Muslime sind.
Java mit der Insel Madura hat 121,353 Millionen Einwohner auf nur 132.186 km², das entspricht 918 Einwohner pro km². Es ist somit das bevölkerungsreichste Gebiet der Welt. Das sind fast 59 % aller Bürger auf nur 7 % des gesamten indonesischen Staatsgebietes. Das jährliche Bevölkerungswachstum auf Java liegt bei 1,49 %.
Da sind Deutsche noch gut dran, mit 82,260 Mio. Einwohner auf 357.022 km² und 230 Einwohner je km².
(Aber wenn wir nicht aufpassen, könnte sich das schnell ändern, denn auch in D vermehren sich die Moslems in Windeseile.)
Meine Angaben entnahm ich aus dem Jahre 2005 und sind daher noch sehr untertrieben.


Kinderreichtum in unserer befreundeten islamischen Familie von Muhammad Zaini.



Spielende Kinder auf dem Anwesen unserer Gastgeberfamilie.




Ein einfache Moschee im Dorf Kabupaten, Nordost-Java.


Fischerboote am schwarzen Strand von Situbondo

Am Folgetag nehmen wir den Anlauf zum Ijen Krater, es wird ein verregneter.
 :'(
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wufgaeng

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Re: Bali und ein Ausflug nach Ost-Java
« Antwort #18 am: 25. Dezember 2013, 13:13:27 »

Bereits bei der Anfahrt zum Kawah Ijen sehen wir dicke Wolken im Bergmassiv hängen. Für beide von unseren Vulkantouren haben wir die falsche Saison gewählt, die Monate im Frühling wären bezüglich der Wettersicherheit besser gewesen. Doch unser ganzes Vorhaben eines spontanen Ausfluges nach Ost-Java ließ uns keine andere Wahl.
Der Versuch war es trotzdem wert, denn wir fahren und wandern durch eine dicht bewachsene Vulkanlandschaft und treffen die Schwefelsteinträger, die für ein paar Euro einen äußerst harten Job verrichten.

Am frühen Vormittag fahren wir alle zusammen zum auf 1.850 m hoch gelegenen Parkplatz Paltuding, dem Ausgangspunk zur Wanderung zum Ijen Krater. Die 90-minütige Fahrt dorthin führt uns durch eine abwechslungsreiche Landschaft. Meine Kamera musste ich versteckt halten, denn die würde eine Extragebühr kosten, einen Zusatzbonus in die Taschen der Behörden. Schon in Paltuding treffen wir einen Schwefelsteinträger mit 65 kg auf der Schulter. Er bekommt 662 Rupien pro Kilo, also insgesamt 2,58 Euro. Meist geht er noch ein zweites Mal hoch, um die nächste Ladung Schwefelstein nach unten zu tragen, dann aber hat der Arbeitstag über 10 Stunden.
Einen kleinen Zusatzverdienst macht er beim Verkauf von gemeiselten Schwefelsteinskulpturen und Souveniers und für ein Fotoschuss gebe ich ihm gerne etwas extra.


Das Canti Bentar (gespaltene Tor) zum Kawah Ijen Nationalpark.
(Wieder zeigt sich Hinuismus: Candi Bentar ist indonesisch und bedeutet "Tor zum Licht".


Unterwegs zum Gunung Ijen.


Ein Schwefelsteinträger am Ziel mit seinem Transport von 65 kg.


Für das Tragen von 63 kg Schwefelstein zwei Stunden ins Tal 2,58 Euro Lohn.


Der Aufstieg zum Kawah Ijen.
Noch haben uns die Regenwolken nicht erreicht und wir haben alle Hoffnung, sie würden vorbeiziehen.
Unser Wunsch sollte sich leider nicht erfüllen.

 :'(
« Letzte Änderung: 25. Dezember 2013, 13:42:09 von wufgaeng »
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Re: Bali und ein Ausflug nach Ost-Java
« Antwort #19 am: 25. Dezember 2013, 15:34:20 »

Von Parkplatz Paltuding beginnt dein 3 km langer und ca. zweistündiger Aufstieg zum Ijen Krater. Der Höhenunterschied beträgt etwa 500 m. Da der Weg nirgends sehr steil ist meistern wir die erste Häfte des Aufstieges ohne Probleme. Immer wieder begegnen uns Träger mit ihren mit bis zu 70 kg schweren Körbe, gefüllt mit Schwefelbrocken. Auf halbem Weg befinden sich Wohnbaracken für die Arbeiter. Hier wird dann, das Gewicht des Innhalt der Körbe gewogen. Ich habe einmal versucht, so einen Schwefelsteintransport anzuheben. Unmöglich, damit aufzustehen, geschweige denn auf der Schulter nur einige Meter zu tragen. Diese Männer machen es täglich und laufen mit der Last ohne Unterbrechung bis zu einer Stunde.

Die gelben Schwefelsteine werden zur Herstellung von Bleichmitteln, aber auch für Streichholzköpfe verarbeitet. Die meisten Männer, die hier im Kawah Krater arbeiten sterben früh, denn der Schwefeloxidrauch verwandelt sich beim Einatmen in schweflige Säure, die die Lunge zerfrisst. Die Männer können pro Tag maximal 2 Körbe abbauen und zum Parkplatz Paltuding runter tragen. Dies ergibt pro Tag ca. 5-6 Euro Verdienst. Da die Männer aber immer wieder ihre Wunden auf der Schulter ausheilen lassen müssen, verdient ein Träger hier im Durchschnitt etwa 120-150 Euro im Monat - für knallharte Arbeit.


Schwefelsteinträger auf dem Weg zum Parkplatz Paltuding.


Für eine Rast wird der Transport kurz abgestellt.
Zur Identifizierung und um Verwechslungen zu vermeiden, werden neben den Körben Notizen geschrieben.


Einen Versuch, so einen Last anzuheben, muss ich sehr schnell wieder aufgeben!


Ein heftiger Regenguss zwingt uns zur Umkehr.


Am Fuß des Vulkans wird es wieder heller und schon wenige Kilometer weiter scheint die Sonne.


Andenken für seine Freundin oder die Liebe zuhause, gemeiselt in Schwefelstein.

Im nächsten Beitrag setze ich ein paar Fotos, die nicht von mir stammen, aber offensichtlich nicht urheberrechtlich geschützt sind.
Sie zeigen den Krater und die Arbeit am Schwefelsteinbruch.
« Letzte Änderung: 25. Dezember 2013, 16:12:15 von wufgaeng »
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Re: Bali und ein Ausflug nach Ost-Java
« Antwort #20 am: 26. Dezember 2013, 13:36:30 »

Wie ich bereits angekündigt habe, sind die folgenden vier Fotos nicht von mir. Der letzte Tag von unserem Ausflug nach Ost-Java endet im starken Regen. Triefend nass müssen wir nach eineinhalb Stunden den Aufstieg zum Krater abbrechen und umkehren. Wir würden den Krater nur im Nebel und in der Wolkendecke sehen. Der Pfad war schnell durchnässt, rutschig und damit eine zusätzliche Gefahr geworden.

Der Kawah Ijen ist ein Stratovulkan mit einer Caldera von 16 km Durchmesser. Der Einbruchskrater zählt mit diesem Durchmesser zu den Großcalderen. In ihm entstanden neben dem Kawah Ijen noch 8 weitere Vulkane. Der Calderaboden bildet eine Hochebene, das so genannte Ijen-Plateau, das wir zu erreichen versuchten. Die Vulkane des Ijen-Plateaus zählen zu den hoch explosiven Subduktionszonen-Vulkanen.
In Verbindung mit starken Regenfällen oder mit phreatischen Eruptionen des Kawah Ijen kam es hier in der Vergangenheit immer wieder zu Laharen. Diesen Schlammströmen fielen in den benachbarten Ortschaften bereits zahlreiche Menschen zum Opfer.
Lahare (der Begriff stammt aus dem Indonesischen) werden Schlamm- und Schuttströme bezeichnet, die aus einem Gemisch aus Wasser und vulkanischen Lockerstoffen (Tephra) bestehen. Im Jahre 1976 starben bei einer solchen Eruption 49 Schwefelarbeiter. Besonders durch phreatischen Eruptionen werden sehr viele saure Gase freigesetzt, die große Schäden an der Vegetation verursachen. Natürlich schädigen diese ätzenden Dämpfe auch die Lungen der Minenarbeiter, die alle keine lange Lebenserwartung haben.
(Eine phreatische Explosion ist eine vulkanische Explosion, die aus einer Wasserdampfexplosion im Zusammenhang mit magmatischer Tätigkeit resultiert.)


Der Kratersee des Kawah Ijen.
Im fast 300 m tiefen Krater befindet sich nicht nur ein 180 Meter tiefer Säuresee, sondern auch ein mächtiges Fumarolenfeld.
Als Fumarolen werden Öffnungen bezeichnet, aus denen vulkanische Gase an die Erdoberfläche dringen.


Fumarolen am Ijen Krater.
Die Temperaturen fumarolischer Gase variieren zwischen ca. 1000° C bis zu unter 100° C.


Der Abbau des Schwefels erfolgt dann auf einfachste Weise:
Die Minenarbeiter brechen ihn mit Eisenstangen heraus und tragen ihn in Körben aus dem Krater zum drei Kilometer entfernten Parkplatz Paltuding. Dort wird der Schwefel gewogen und verladen. Pro Ladung fördern die Schwefelarbeiter bis zu 70 kg Schwefel für den sie ca. 2,50 - 3 Euro bekommen. Mit viel Glück schaffen sie 2 Fuhren pro Tag.


Schwefelsteinträger auf dem Weg vom Krater.


Die Vulklangruppe Ijen - Raung.
Im Südwesten der Ijen-Caldera, außerhalb des Calderarandes, mit diesem aber verbunden durch den 2950 m hohen älteren erloschenen Vulkan Gunung Suket, erhebt sich der höchste Berg des Ijen-Komplexes, der 3.332 m hohe Gunung Raung.
Die Vulkangruppe ist ständig von mächtigen Regenwolken umgeben.
Für uns ist dies der Abschluss unserer eindruckvollen Tour in Ost-Java. Noch am selben Abend geht es zurück nach Bali, wo ich noch weitere 16 Tage verbringe.
Wenn Ihr wollt berichte ich mit weiteren Beträgen in diesem Thread.

 :]
« Letzte Änderung: 26. Dezember 2013, 13:48:49 von wufgaeng »
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Haus

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Re: Bali und ein Ausflug nach Ost-Java
« Antwort #21 am: 26. Dezember 2013, 13:55:50 »

Klasse Bericht

tolle Fotos

bitte weitermachen

LG Jürgen
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wufgaeng

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Re: Bali und ein Ausflug nach Ost-Java
« Antwort #22 am: 26. Dezember 2013, 15:23:41 »


Selamat datang di Bali

Ja, ich habe noch eine Menge Fotos in meiner Kamera, die ich unter und über Wasser geschossen habe.
Nach unserer Tour in Ost-Java bereiste ich Bali abseits aller üblichen Touristenziele, querfeldein zu schönen, idyllischen Plätzen.
Mein Freund Anom und sein Vater I Made Kardita führte mich in die königliche Familie und zu seinem Großmeister der Maskenherstellung, I Wayan Tanggu.
Nach einer kleinen Verschnaufpause nach den Feiertagen komme ich wieder, bis dahin danke und grüße ich alle, die an meinem Reiseberichten ihre Freude haben.

 :]
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schiene

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Re: Bali und ein Ausflug nach Ost-Java
« Antwort #23 am: 27. Dezember 2013, 05:11:52 »

Danke für deine immer sehr interessanten Berichte  ;}

Riechen solche Souvenirs aus Schwefelstein nicht sehr unangenehm und stark???
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wufgaeng

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Re: Bali und ein Ausflug nach Ost-Java
« Antwort #24 am: 27. Dezember 2013, 20:10:45 »

nein, lieber @schiene, das Mitbringsel aus Schwefelstein für meine liebe Frau zuhause riecht wie ein normaler Stein aus der Isar. Mit Romadur oder Harzer Käse nicht zu vergleichen.

Schwefelwasserstoff riecht übel nach faulen Eiern und ist außerdem sehr giftig. Schwefelwasserstoff entweicht u..a. aus den Fumarolen am Ijen Krater und wird unweigerlich von den Minenarbeitern und Schwefelsteinträgern eingeatmet. Es hat die Eigenschaft, die Geruchsrezeptoren zu betäuben, wodurch eine Erhöhung der Konzentration nicht mehr über den Geruch wahrgenommen wird. Lähmung der intrazellulären Atmung und damit verbundene Todesfälle sind bei diesen Arbeitern keine Seltenheit.

Aber dieser Stein ist vollkommen geruchlos. Er eignet sich vorzüglich zum Einreiben bei Hautausschlägen und auch zur Behandlung von Neurodermitis. In Verbindung mit reinem Wasser löst er sich nur schwer und ganz oberflächlich.


Zwei Schildkröten aus Schwefelstein als Mitbringsel.
Der Schwefelstein eignet sich vorzüglich zur Behandlung von gewissen Hautkrankheiten und -ausschlägen.
« Letzte Änderung: 27. Dezember 2013, 20:42:11 von wufgaeng »
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dolaeh

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Re: Bali und ein Ausflug nach Ost-Java
« Antwort #25 am: 28. Dezember 2013, 14:18:29 »

Umbedingt weiter machen  ;}
Es gibt nichts ehrlicheres als ein Kinderlachen....
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Wenn du dich gesund ernaehrst, ausreichend schlaefst, genug trinkst und Sport treibst, stirbst du trotzdem.

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Re: Bali und ein Ausflug nach Ost-Java
« Antwort #26 am: 28. Dezember 2013, 15:30:32 »

Du sprichst mir aus der Seele, liebe @dolaeh, die offene, warmherzige, fröhliche, ehrliche Begegnung der Menschen führt mich seit fast vier Jahrzehnte immer wieder auf diese Insel. Die Balinesen können sehr stolz auf ihre Eigenschaft sein. Lächeln bedeutet hier mehr, als das sonst nur gewohnte "Sunshineface" mit falschem Hintergedanken.

Die beiden Mädchen aus dem Dorf Gianyar heißen Ni Luh und Nengah.
(Ni Luh ist ein erstgeborenes Mädchen, Nengah die Zweitgeborene.)



Selamat jalan sampai berjumpa lagi.
Auf ein sicheres Wiedersehen, das man sich gegenseitig verspricht und nicht einfach nur dahersagt.
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Re: Bali und ein Ausflug nach Ost-Java
« Antwort #27 am: 28. Dezember 2013, 18:59:07 »

Zurück auf Bali.
Es bleiben mir noch 16 Tage, die ich in der Kommune meiner befreundeten Familie Sari verbringe und immer wieder Ausflüge zu schönen idyllischen Plätzen starte. Auf Bali findet man noch eine Menge davon.


Vor dem privaten Tempel der Kommune meiner Freundin Mayang Sari.
Der Ort an dem die Bewohner des Anwesens mehrmals täglich zu den Göttern und Dämonen beten.

Ich berichte in meinen nächsten Beiträgen über eine Fahrt nach Belulang, einen relativ unbekannten Ort mit einer sehr heißen natürlichen Thermal-Quelle.
Dann geht es wieder nach Tulamben, wo ich schon mehrmals das Wrack des versunkenen US Versorgungsschiffes USAT Liberty betauchte und immer wieder neue Unterwasserszenen erlebe. Einige Unterwasserfotos habe ich wieder parat.
Schließlich fahren wir drei Tage nach Menjangan, ganz im Nordwesten von Bali. Eine Insel mit hunderten Rehen und Hirschen (Menjangan =  Hirsch auf indonesisch) und einer traumhaft farbigen Unterwasser-Korallenlandschaft. Von dort kommen einige meiner Bilder, die ich unter Wasser mit meiner einfachen Damenhandtaschen-Kamera FUJI F31fd schießen konnte.

Heute und morgen gehts in die Provinz Tabanan, nach Menguwi und zu den heißen Quellen von Belulang.
Entlang den Landstraßen auf Bali schmücken links und rechts Penjor-Stangen die Hauseingänge und geben dadurch ein ständiges farbenprächtiges Bild ab.



Der Penjor ist eine hohe, gebogene Bambusstange mit Kokosblättern und einem Übermaß an Verziehrungen. Er ist für die Hindus auf Bali ein wichtiger Bestandteil für ihre  Zeremonien und Jubiläumsfeiern in ihren Tempeln.

Das bekannte hinduistische Sri Jaya Kasunu Manuskript der Balinesen schreibt fest, dass ein Penjor den Mahameru, den Berg der Berge symbolisiert. Der Berg selbst ist das Symbol des Universums. Daher ist ein Penjor für die Balinesen gleichbedeutend mit dem höchsten und heiligsten Berg und Vulkan auf Bali, dem Gunung Agung,.

Während der Galungan Feste, errichtet jede Familie einen Penjor außerhalb ihres Tores oder Hauseinganges, was dann durch die unzähligen Girlandenstangen die ganzen Straßenzüge prächtig schmückt.

Candi Bentar das gespaltene Tor



Das große, kunstvoll geschnitzte oder gemeiselte Eingangstor vor jeder Tempelanlage, am Ein- und Ausgang eines Dorfes oder einer großen Stadt, ist normalerweise ein Split-Gate, auf Bali als Candi Bentar bekannt. Es ist in der Regel auf beiden Seiten mit Statuen von Tempelwächter bewacht.
Zu dieser Art von Tor gibt es eine Legende: Als in mythischer Vorzeit der Berg Mahameru, Sitz aller hinduistischen Götter, nach Bali transportiert wurde, zerfiel er in zwei Teile. Aus diesen entstanden die Berge Gunung Agung und Gunung Batur.
Das Candi Bentar symbolisiert die beiden Hälften des Berges Mahameru (Großer Meru).
« Letzte Änderung: 28. Dezember 2013, 19:27:51 von wufgaeng »
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Re: Bali und ein Ausflug nach Ost-Java
« Antwort #28 am: 29. Dezember 2013, 19:42:58 »

Belulang hot springs

In diesem und in nächsten Beitrag fahre ich zu einer nicht sehr bekannten heißen Thermalquelle, die man aber von Sanur, oder Ubud aus bequem an einem Nachmittag erreichen kann: die Belulang hot springs. Die Landschaft ist umwerfend! Leuchtend grüne Reisfelder überall. Einfache Behausung der anliegenden Reisbauern. Ein kaum befahrener Holperweg führt zu einem Parkplatz unweit der Quelle.
Der Ort ist nicht leicht zu finden. Wir müssen uns mehrmals durchfragen, bis wir den richtigen Feldweg zum Ort Belulang finden. Aus diesen Grund wird kaum mit einem Ansturm von vielen Toruisten zu rechnen sein. Solche Umstände selektieren immer die Anzahl der Besucher, denn wenn ein Ort nicht so leicht zu erreichen ist, kommen keine Massen.

Belulang liegt in der Provinz (auf Bali sagt man Regentschaft) Tabanan im Distrikt Penebel auf dem Weg nach Mengesta, aber wenn man den Feldweg verpasst, sucht man die heiße Quelle vergeblich. Kein Hinweisschild weit und breit.

Das heiße Wasser kommt aus der Mitte der weiten Reisfeldern. Somit ist dieser malerische Ort sehr einzigartig, weil das Wasser nicht zu heiß und nur mit sehr wenig Schwefelgeruch aus der Erde kommt. Das heiße Quellwasser kommt aus einem nahegelegenen Tempel, dem Pura Beji und fließt aus dem Tempelbereich direkt in einen Teich. Ein anderer Zufluss füllt aus Keramikausläufen einen kleinen Pfuhl. Der Mineralgehalt des Quellwassers ist sehr hoch. Deshalb glaubrn die Einheimischen und von auswärts kommenden Besucher, mit einem ausgiebigen Bad verschiedene Hautkrankheiten heilen zu können.

Das Auto lassen wir auf einem Parkplatz stehen. Es ist noch ein halber Kilometer zu den Hot Springs, aber der farbenprächtige Spaziergang zu den Quellen hätte auch länger und weiter sein können. Am Eingang zum Thermalbad steht wieder das gespaltene Tor und bittet zum Eintritt in einen heiligen Bereich.


Um den heiligen Ort Belulang rundherum nur Reisfelder.


Die Provinz Tabanan ist bekannt für seine wunderschönen Terrassen.


Weg zum Eingang zur heiligen Thermalquelle.


Pfuhl mit heißem Quellwasser.
Das Wasser ist erträglich warm und hat kaum einen Schwefelgeruch.


Aus Keramik-Ausläufen läuft das Thermalwasser in den Pfuhl.
Man kann sich vom Wasserstrahl herrlich massieren lassen.
Manche Besucher stehen oder sitzen eine Ewigkeit unter der Warmdusche.
 ??? {-- ;]
« Letzte Änderung: 29. Dezember 2013, 20:43:43 von wufgaeng »
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Re: Bali und ein Ausflug nach Ost-Java
« Antwort #29 am: 30. Dezember 2013, 16:15:48 »

Von Belulang nach Ubud

Einzigartige Reisterrassen überall. Die grünen Reisfelder – so sagt man - sind die Himmelstreppen der balinesischen Götter. Die Bewässerungs- und Anbautechnik der balinesischen Reisbauern gelten bis heute als unübertroffen. Das komplexe System leitet Wasser aus den Vulkan-Bergen, wie hier in Belulang, über kunstvoll angelegte Wassergräben von einer Terrasse zur nächsten. Im Süden von Bali sind bis zu drei Ernten pro Jahr sind möglich.

Über Land fahren wir nach Ubud, denn ich habe den Auftrag eines Freundes in Spanien, bestimmte Glasskulpturen herstellen zu lassen. Ubud ist das Zentrum der Künstler und Kunsthandwerker. Man ist erstaunt, welche Vielzahl an unterschiedlichen Handwerk in dieser kulturellen Stadt angeboten wird und auf welche neue Kaufideen man kommen kann.

Diese Glasskulpturen sind ein Beispiel, dass es in Ubud nicht nur Schnitzereien, Gemälde, Batik, Keramikwaren, Stickereien, und Silberschmiede gibt, sondern das die Vielfalt der Angebote von Kunsthandwerk noch viel weiter geht.
 

Reisterrassen im Gegenlicht aus der Sicht vom Thermalbad ...


… und in einem anderen Blickwinkel.


Das Dorf Belulang inmitten der Reisfelder.


Fahrt nach Ubud.
Über den Verkehr auf Bali ließe sich ein eigenes Kapitel schreiben.
Kleinmotorräder überall. Der Straßenverkehr hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen.
Gekämpft wird um jeden Meter - und die Polizei hat immer recht. Verglichen dazu ist Thailand ein Musterland.


Bunga Idah Ratnawati und Ni Wayan Joni, die Herstellerin von bemerkenswerten Glasskulpturen.


Vermittlungsauftrag aus Spanien für eine Herstellung  von diesen Glasskulpturen. Der Transport ist äußerst problematisch. Auf die Verpackungskünste der Transportunternehmen sollte man sich nicht verlassen.
Hinter entsprechenden Licht geben diese Skulpturen, mit den zahllosen kleinen Glasbläschen, einen ganz besonderen Lichteffekt ab.

Vielleicht habe ich in diesem Beitrag so manchen Reiselustigen auf neue Gedanken gebracht, einmal einen Einkauf ganz besonderer Art zu tätigen. Das Handwerk auf Bali kennt keine Grenzen der Vielfalt.

Einmal mehr berichte ich demnächst über den heiligen Ort Tirtha Empul, den ich schon letzten Mai besucht hatte.
Diesmal bin ich als Pilger voll dabei.
 :)
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