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Autor Thema: Bali und ein Ausflug nach Ost-Java  (Gelesen 11166 mal)

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wufgaeng

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Re: Bali und ein Ausflug nach Ost-Java
« Antwort #60 am: 19. Januar 2014, 17:25:13 »

Abseits der der Landstraße in Banjar Melayang

Bei einer Fahrt am drauffolgenden Tag fährt mich Anom über ganz entlegene Straßen und Feldwege zu einem Dorf, das auf keiner Karte zu finden ist, nach Banjar Melayang.
Für Individualisten und Liebhaber außergewöhnlicher Ziele, meine Kamera empfängt die GPS Daten:
Latitude: 8,29.2129S
Longitude: 115,17.0621E

Trotzdem ist Banjar Melayang. ein Ziel von vielen Orten auf Bali, die noch vollkommen unberührt erscheinen. Dort sind wir von Reisfeldern nur so umgeben, das saftige Grün läßt die Farbe auch bei regenverhangenen Wolken leuchten.

Nur wenige hundert Meter weiter außerhalb des Ortes sticht mir ein besonders schön geschmücktes Haus mit seinem Eingang und dem roten Teppich davor ins Auge. Davor viele parkende Autos und auch wir halten an, denn ein paar Fotos will ich schießen: Eine balinesische Hochzeit mit viel Tamtam.

Als wildfremder Besucher kam ich mir erst ein bisschen vor, wie fehl am Platze, aber diese Einschätzung erwies sich bald als falsch. Die Leute fordern mich geradezu auf, an der Hochzeitsparty teilzunehmen und zu fotografieren, mich am Buffet zu bedienen und Drinks zu nehmen. Ich war der einzige Westler bei dem Fest, mir gilt deshalb eine besondere Aufmerksamkeit.
Es ist die Hochzeit eines jungen Paares aus der Gegend und es scheint, am Aufwand wird hier nicht gespart.
Ich erfahre:
Die traditionelle balinesischen Hochzeit beginnt mit einer Braut-Entführung. Die Entführung ist heute nur noch symbolischer Art. Der Bräutigam entführt die Braut für 7 Tage aus dem Gehöft des eingeweihten Schwiegervaters und lebt mit ihr zusammen in einem Versteck. Der Schwiegervater wird das ganze Dorf zusammentrommeln, um auf die symbolische Suche nach der "verlorenen" Tochter zu gehen. Kurze Zeit später beginnen dann die Hochzeitsvorbereitungen, die in einer prachtvollen hinduistischen Zeremonie - mit Tanz und Gamelanorchester - in einem balinesischen Anwesen und dann im großen Tempel endet.
Zum Schluss sitzen Braut und Bräutigam wie ein Königspaar auf einem Thron, parat für das Hochzeitsfoto, parat für meinen Knips, das ich schließlich per E-Mail an die Glücklichen übermittle.


Reis, Reis und nochmal Reis, die Farmer leben offensichtlich von nichts anderen.


Ein kleines Anwesen eines wohlhabenden Reisbauers in der Nähe von Banjar Melayang.


Gehöfte in Banjar Melayang.


Banjar Melayang. Abseits von allen Hauptstraßen etwa 30 km nördlich von Ubud.


Der Eingang zu einem Hochzeitsfest nahe Banjar Melayang.


Das glückliche Brautpaar.
Die Braut hat eine siebentägige Entführung hinter sich. Ich glaube sie ließ sich gerne entführen. Und im Versteck - wer weiß was da passierte!
 ??? >: {*

Wollen wir noch mal Essen gehen? Balinesische Leckereien, die warten auf den nächsten Beitrag.
 [-]
« Letzte Änderung: 19. Januar 2014, 17:55:30 von wufgaeng »
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schiene

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Re: Bali und ein Ausflug nach Ost-Java
« Antwort #61 am: 19. Januar 2014, 21:14:11 »

Wollen wir noch mal Essen gehen? Balinesische Leckereien, die warten auf den nächsten Beitrag.

...mach hin,ich habe Hunger  ;)
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namping

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Re: Bali und ein Ausflug nach Ost-Java
« Antwort #62 am: 20. Januar 2014, 14:37:55 »

...vielen, vielen Dank fuer die herrlichen Beitraege, erinnert mich an meine Zeit auf
Bali 1988/89, insgesamt knapp 4 Monate, d.h., nach 60 Tagen musste ich raus nach
Melbourne und weil der aus. Dollar so hoch stand, wieder fuer 60 Tage nach Bali.
Aufenthaltsort war jeweils Candidasa in einem Resort direkt am Strand fuer 3 Mark
incl. Pancace und Tee in der Thermoskanne.
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wufgaeng

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Re: Bali und ein Ausflug nach Ost-Java
« Antwort #63 am: 20. Januar 2014, 15:29:17 »

In balinesischen Restaurants

Schon in meinem ersten Beitrag habe ich geschrieben, wer balinesisch isst, isst mit den Fingern und nur mit der rechten Hand. Löffel und Gabel liegen meist nur in Restaurants auf, in denen auch Touristen verkehren.
Ganz schlimm tritt jemand ins Fettnäpfchen, wenn in einem balinesischen Restaurants nach Chopsticks gefragt wird, denn die sind verpöhnt und damit tabu.
Es war einmal vor langer Zeit, da wurde Bali von Chinesen als Insel der Barbaren genannt, so steht es heute noch in chinesischen Geschichtsbüchern. Viele Jahrzehnte war daraufhin die Einfuhr von Büchern, Zeitschriften, Zeitungen und anderen Schriftstücken, auf denen chinesische Schriftzeichen zu finden waren, streng verboten. Heute ist das lockerer, aber die Stäbchen sind immer noch verpöhnt.

Meine Freunde Mayang, I Made Kardita und sein Sohn Amon mit seiner lieben Freundin Koming, alle führen mich zum Essen meist in Bali-Restaurants in denen auch (fast) nur Balinesen als Gäste anzutreffen sind. Manchmal auch Javanesen, die ich nicht als solche gleich erkennen kann.

Hindus essen kein Rindfleisch, doch die Strenge gilt nur in Indien oder Nepal. Da wird sogar das Wort "Beefeater" als äußerst übles Schimpfwort benutzt, um andere zu beleidigen.
Auf Bali ist es nicht so streng, Mayang oder Anom essen auch mal Beef, aber es sollte aus Australien stammen.
Ich esse alles und genieße es, Landsleute zu schockieren, wenn ich mal an Heuschrecken oder Wasserkäfer knabbere.
 ;D

Balinesische Traditions-Gerichte sind Babi guling, gegrillter Spanferkel, Bebek betutu, geröstete Ente mit Chilipasten, Satee mit Schweinefleisch oder Huhn und Rujak, ein Fruchtsalat aus unreifen Früchten - vor allem von speziellen Mangos - oder Gemüse, angerichtet mit einer für europäische Zungen sehr ungewohnten Sauce aus Chili, Palmzucker, gerösteter Krabbenpaste (Trasi) und Fischsoße, abgeschmeckt mit Lemo und Salz. Sehr schmackhaft ist Soto Ayam, eine Hühnersuppe. Die Küche auf Bali lässt nichts zu Wünschen übrig und jeder findet etwas nach seinem Geschmack.
Jetzt könnte ich endlos weiterschreiben, aber eins will ich noch erzählen:
Ich kam nach Bali mit allen Zutaten für eine Tom Yam Goong, die ich bei Mayang zubereitet habe. Ich kochte für sechs Personen und das war hinten und vorne nicht genug. Nur der Chili war zuviel, die Thais essen meist viel schärfer. Auf Bali mag man gerne auch thailändisch essen.

Die wichtigste Regel der balinesischen Küche ist die Andacht. Täglich werden Speisen symbolisch den Göttern geopfert, bevor die Menschen davon essen. Viele Gerichte werden speziell zu rituellen Zwecken zubereitet und nach der Zeremonie verspeist – Essen ist Gebet.

Geselligkeit ist die nächste Regel beim Essen auf Bali, sei es im Kreis der Familie auf dem Gehöft oder auf der Straße in den Warungs, den offenen Straßenrestaurants oder den Rumah makans, die üblichen Restaurantbetriebe, wo man ein wenig feiner, aber nicht unbedingt besser isst.
Wie in Thailand auf den Nachtmärkten, wo man oft total preiswert und vorzüglich isst, sitze ich gerne in einem Warung. Diese Garküchen sind überall in den Straßen Bali’s zu finden. Dort bekommt man auch Süßigkeiten und andere Leckereien. Es gibt den Warung makan, der ortsgebunden ist oder Garküchen, die auf einen Wagen montiert und somit mobil sind. Als Fremder kommt man dort mit den Einheimischen gut in Kontakt und kann sich im vergnüglichen Smalltalk üben.


Warung Makan Be Bebek Tulikup
Ein reines Balirestaurant, das sich auf die Zubereitung von Ente in allen verschiedenen Arten spezialisiert hat.


Das Ambiente ist rein balinesisch, die Atmosphäre auch. Ein Tipp bei dem es sich lohnt, die lange Fahrt dorhin auf sich zu nehmen.


Bebek bengil, geröstete Ente mit Reis und diversen Sambal Soßen, dazu pfannengerührtes Gemüse.
Schalen mit Wasser und Limone werden für das notwendige ständige Finger- und Händewaschen mitserviert.


Ein Restaurant-Kette der feinen Klasse heißt Warung Mina. Jeder Balinese kennt es, die Touris aber selten.
Wir sind in Ubud und essen ein Paket Ultah für drei(einhalb) Personen, eine balinesische Reistafel.

Die Zeit ist vorbei, wo man auch auf Bali Schildkrötensteaks und Froschschenkel serviert bekam. Die Ächtung hat sich durchgesetzt, zum Wohle aller geschützten und gefährdeten Tiere.

Der letzte Tag auf Bali wird mir lange in Erinnerung bleiben. Wir entkommen noch rechtzeitig einem gewaltigen, zerstörerischen Wirbelsturm.
 ???


edit: Korrektur durchgefuehrt, den Korrekturhinweis habe ich geloescht
« Letzte Änderung: 20. Januar 2014, 20:01:56 von Bruno99 »
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wufgaeng

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Re: Bali und ein Ausflug nach Ost-Java
« Antwort #64 am: 20. Januar 2014, 15:43:09 »

danke @schiene,
wenn man das Essen nur beamen könnte, dann hätte ich Dich gerne bedient.
Vielleicht aber haben wir zusammen einen genüsslichen Nachmittag zusammen!
 [-]
Lassen wir erst mal die Schreihälse draußen, Rot oder Gelb (hoffentlich bald) zu Ende schreien!
Die haben wir zurzeit vor unserem Haus.
 --C

danke @namping.
für mich ist das schönste Wohnen auf Bali in den Privatgehöft der Inselbewohner oder in der Kommune selbst.
Oft zu erkennen an Schildern wie "homestay", wie in D oder A bei Bauernhöfen mit dem Schild "Zimmer frei".
Ein gut gemeinter Tipp für Individualurlauber.
(es war schon einmal eine userin @stella, die mich danach fragte. War sie meinem Ratschlag gefolgt? - Nichts mehr von ihr gehört.)
« Letzte Änderung: 20. Januar 2014, 15:51:59 von wufgaeng »
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Re: Bali und ein Ausflug nach Ost-Java
« Antwort #65 am: 21. Januar 2014, 17:01:28 »

From Sukawati to Uluwatu

Am letzten Tag meines Aufenthaltes auf Bali sind noch ein paar Einkäufe fällig. Dieser Tag wird für mich ewig in Erinnerung bleiben, weil wir gerade noch rechtzeitig einem verheerenden Wirbelsturm entkommen. Mehr davon in meinem nächtes Beitrag.

Sukawati bietet nach Ubud eine ideale Alternative für eine Einkaufsmöglichkeit von Souvenirs und Reisemitbringsel aller Art, ganz besonders für Textilien. Der Markt ist sehr beliebt, denn die Preise sind oft die Hälfte als anderswo auf Bali. War Ubud früher mit seinen kleinen Hostels und Pensionen vor allem bei Rucksacktouristen beliebt, werden dort mittlerweile immer mehr Hotelanlagen für Pauschalurlauber gebaut. Der Backpack-Reisende weicht jetzt aus ins nahegelegene Sukawati und wird auch dort sehr gut bedient.

Meine Einkäufe halten sich in Grenzen, denn wie überall werden auch in Sukawati Sachen aufgeschwatzt, die dann als Staubfänger im Regal landen und nie mehr Verwendung finden. Man kauft nur das, was man auch wirklich braucht: Kretek-Zigaretten, einen Drachen, Stoffe für den Schneider zuhause und ein wunderschönes handgefertigtes Album für die Fotos.


Textilmarkt für Stoffe aller Art, Sarongs, Badetücher, leichte Röcke, Yukatas und vieles andere.


Eine Marktfrau trägt auf ihrem Kopf neue Textilwaren.


Ein fliegendes Segelboot als Drachen. The Flying Dutchman.
Bereits im Jahre 2001 war ich fasziniert von so einem Kite, den wir immer mal wieder steigen ließen. Er flog immer, auch bei nur leichtem Wind.

Von Sukawati nach Uluwatu führt eine Schnellstraße. Den Nachmittag will ich noch an diesem heiligen Ort beenden.
Der Tempel Pura Luhur von Uluwatu liegt am süd-westlichen Zipfel der Halbinsel Nusa Dua und ist eins der wichtigsten Sehenwürdigkeiten für alle Balibesucher. Anlaufpunkt für zahllose Busse.
An jenem Tag ist alles anders. Kaum Touristen zu sehen und die frechen Makaken-Affen, die sonst ihren Spaß haben, verängstigte Touristen zu beklauen, liegen faul in irgendeiner Ecke.
Eine gigantische Stimmung tut sich auf. Am Horrizont ziehen pechschwarze Wolken auf. Die Sonne durchbricht immer wieder die Wolkendecke und beleuchtet in grellen Farben die Küstenlinie. Unten brechen hohe Wellen, die so beliebt sind bei den Surfern und eine große Herausforderung bieten. Es braucht viel Erfahrung, um in Uluwatu zu surfen. Die waghalsigen Surfer nutzen sogenannte Channels um sich hinter die Wellen in Startposition zu bringen.

Für den Tempelbesuch selbst bleibt uns wenig Zeit und der heilige Innenhof ist versperrt. Der Tempel ist einer der heiligsten und wichtigsten Tempel auf der Insel Bali. Zudem ist er durch seine Lage, etwa 100 Meter über dem Meer auf den Klippen, einer der eindrucksvollsten. Die Bezeichnung Pura Luhur Uluwatu bedeutet so viel wie "Tempel über dem Fels".


Pura Luhur Uluwatu hundert Meter überm Meer.


Der Eintritt in den Tempelbereich von Pura Luhur.


Der heilige Innenhof des Pura Luhur durch die Gitterstäbe fotografiert.
Bereits im 11. Jahrhundert wurde der Tempel von einem weisen Priester namens Empu Kuturan gegründet. Dort soll er in die Versenkung Moksa eingegengen sein, die Form des balinesischen Nirwanas. Der Name Luhur kommt von dieser Anlage, denn Moksa erlangen heißt auf balinesisch Ngeluhur.

Das Unwetter zieht immer mehr heran, aber ich will von einem anderen Aussichtspunkt noch einige Fotos schießen. Mein Fahrer Soni drängt mich energisch zurück zum Auto. Gerade noch rechtzeitig, den Sekunden später fällt ein Wahnsinns-Platzregen auf uns nieder.
 {+
Davon im nächsten Beitrag.
« Letzte Änderung: 21. Januar 2014, 17:15:51 von wufgaeng »
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Re: Bali und ein Ausflug nach Ost-Java
« Antwort #66 am: 21. Januar 2014, 19:59:14 »

Unwetter über Nusa Dua

21. Dezember 2013, mein letzter Tag auf Bali endet mit einer Naturkatastrophe, bei der Tausende Menschen betroffen sind. Ein Tornado zieht über Nusa Dua und zwischen Kuta und Denpasar und vernichtet zahllose Behausungen. Dächerplatten, Straßenschilder, Wellblechteile und sogar Kleinmotoräder mit ihren Knieschutz fliegen geradezu durch die Luft und auf uns zu. Die Menschen halten sich, so weit sie können an Allem fest, was erreichbar ist. Es gibt leider Tote und viele Verletzte, die irgendwelche Trümmer abbekamen.
Ausländische Medien habe sehr wenig oder gar nicht darüber berichtet. Wirbelstürme kommen wohl öfters irgendwo in Asien vor und Totesopfer sind nur dann erwähnenswert, wenn Landsleute betroffen sind.
Am nächsten Tag, den Tag meines Rückfluges, seh ich nur annähernd die Ausmaße der Verheerung, ich hab bisher sowas noch nicht erlebt.

Ich fand einen Clip im Internet der annähernd das Ausmaß zeigt:



Unsere Rückfahrt von Uluwatu nach Denepasar wird zum Roulet-Spiel, den jeden Moment scheint der Sturm auf uns zuzukommen. Der Fahrer Soni fährt Umwege, um den Sturm immer rechtzeitig auszuweichen. Auf einmal ist alles vorbei, der Sturm ist weg, nur noch prasselnder Regen.


Der Turm von Pura Luhur Uluwatu, am Himmel bahnt sich ein Unwetterr an.


An den Kliffs von Uluwatu, der Himmel wird immer dunkler.


In der Ferne sieht man heftigen Niederschlag ...


… und ein Tornado zieht über die Halbinsel Nusa Dua.

Ich bin froh, auf meinem Fahrer gehört zu haben, denn nur Minuten später hätte es auch uns erwischt.

Ich bin am Ende meines Berichtes angelangt.
Den letzten Beitrag widme ich meinen Freunden auf Bali, die mir über viele Jahre ihre Treue zeigen und die meinen Aufenthalt zu einen unschätzbaren Erlebnis machten.
Noch einmal mein letzter Beitrag in diesem Thread.
 ;)
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Kern

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Re: Bali und ein Ausflug nach Ost-Java
« Antwort #67 am: 22. Januar 2014, 08:09:35 »

 {*  {*  {*
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Burianer

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Re: Bali und ein Ausflug nach Ost-Java
« Antwort #68 am: 22. Januar 2014, 08:27:29 »

 {* sehr schoener Bericht.
ich war frueher oefters in Indonesien  und jedesmal bin ich dann auch nach Bali geflogen.
Eine sehr schoene Insel.
Ich kann mich noch genau an einmal erinnern, es war wohl im Nord-Osten , dort gibt es auch die heissen Quellen.
Wir fuhren mit dem Wagen ueber Ubud dorthin,  an dem grossen Vulkan vorbei und uebernachteten dort in einer Huette nahe am Meer. In der Umgebung von Singaraja.
Des Nachts  kam ein fuerchterlicher Sturm auf, der Strom wurde unterbrochen  , ans schlafen war gernicht zu denken  und das Meer kam immer naeher.
Da kam Freude auf  {;  nein, eher Angst , dass die Wellen das kleine Resort erfassen koennte. Glasfenster wurden durch die herumfliegenden Aeste zertruemmert.
Gott sei Dank, es hat  sich nach einigen Stunden wieder gelegt, nur der Strom kam nicht wieder.
Am naechsten Tag sind wir  wieder zurueck  nach  Kuta gefahren.  Auf der Strasse sahen wir dann, wieso   keine Elektrizitaet vorhanden war. Viele Baeume wurden entwurzelt, zerrissen die Oberleitungen und auf der Strasse  lagen die Baeume  quer in alle Richtungen.
Auch einige Haeuser hatten schaden genommen.
Als wir in Kuta ankamen, alles normal, nichts vom Strum gesehen, die hatten noch nicht mal etwas gemerkt davon.
Es war eben nur dort die Region betroffen.
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wufgaeng

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Re: Bali und ein Ausflug nach Ost-Java
« Antwort #69 am: 22. Januar 2014, 12:34:00 »

danke, lieber Achim, und danke für die nachträglichen Korrekturen. Ich brauche immer wieder mal Eure Hilfe, wenn ich nach der Stunde der Korrekturmöglichkeit noch gravierende Fehler finde.

@Burianer
danke für den Beitrag. Ich freue mich, wenn sich jemand mit eigenen Erfahrungen am Thema beteiligt. Einmal bereits erlebte ich einen zerstörerischen Sturm in Laos in Sop Hao in der Nähe von Xam Nua, da hatte es das ganze Dorf verwüstet. Auf Bali am 11. Dez. letzten Jahres erschien es mir dann doch noch schlimmer gewesen zu sein.

Ich setze fort mit meinem Dankeschön an die Freund auf Bali.
 [-]
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Re: Bali und ein Ausflug nach Ost-Java
« Antwort #70 am: 22. Januar 2014, 13:29:52 »

Dank an meine Freunde auf Bali

Meinen vorerst letzten Beitrag in diesem Thread will ich unbedingt all meinen Freunden auf Bali widmen, ohne denen ich solch wertvolle Eindrücke und Erfahrungen nicht hätte gewinnen können.
All ihnen sei gewiss, dass meine Erlebnisse auf der Insel nicht die letzten sein werden, ein nächster Besuch ist schon geplant.


Mayang und ihr Sohn Gunggus (5)
in deren balinesischen Kommune ich während meines Aufenthaltes auf Bali wohnen und an ihrem Alltag teilhaben durfte.
Die mich zu einem eindrucksvollen Ausflug nach Java und zu den Vulkantouren begleiteten.


I Made Kardita und seine Frau Ni Wayan Sukastini
die mich in die königliche Familie einführten und mir bei allen Aktivitäten auf Bali immer beistanden


Anom und seine Freundin Koming
die sich immer um mich bemühten und mit mir fantastische Ausflüge unternahmen


Ni Gusti Anom
die mir und meiner Frau über ein Jahrzehnt die Treue hielt und wir bei ihr als Freunde stets willkommen sind.
Sie ist im stolzen Alter von 101 Jahren. Wir wünschen ihr noch viele weitere glückliche und gesunde Jahre.


Michael
mein Tauchfreund, der mich schon viele Male zu atemberaubenden Tauchgängen verführte.
Michael betreibt auf Bali eine Tauchstation mit Schulung


Koming, mich selbst, die kleine Dila (6) und Anom

Untuk reuni awal
auf ein baldiges Wiedersehen

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« Letzte Änderung: 22. Januar 2014, 14:27:02 von wufgaeng »
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