Unser Aufenthalt auf
Nabucco war für eine Woche vorgesehen. Gleich haben wir verlängert, denn 7 Tage vergehen verdammt schnell, besonders wenn die Tage mit so schönen Erlebnissen verbunden sind.
Bevor wir am 28. März die Rückfahrt nach Berau und den Weiterflug nach Balikpapan antreten, setze ich noch meine Bilder von zwei weiteren Tauchgängen in zwei weiteren Beiträgen, auch wenn man an den Bildern der Unterwasserwelt nicht gerade deutlich erkennen kann, dass wir in Indonesien, in Borneo, beim
Maratua Atoll sind. Unter Wasser kann es woanders durchaus genauso aussehen. Beim
Maratua Atoll aber präsentiert sich die Korallen-Landschaft besonders bunt. Eine Farbenvielfalt, wie sie leider in vielen anderen Gegenden, wie Malediven, Roten Meer, aber auch vielerorts in thailändischen Gewässern verloren gegangen ist (Verbleichung durch das Steigen der Wassertemperatur).
Wenn Korallen absterben, wird auch die Artenvielfalt geringer und ganze Ökosysteme brechen zusammen. Einige Korallenarten können ganz verschwinden und mit ihnen die Fische, die von ihnen als Nahrungsquelle abhängig sind oder sie als Platz zur Aufzucht ihrer Jungen benötigen.
Die Folge: die Fischer verlieren ihre Nahrungsgrundlage, der Tauchtourismus als Einkommensquelle verschwindet ebenso geht ein Schutz verloren, den die Korallenvielzahl vor einbrechenden Ozeanwellen bietet.
In diesem Bereich der
Celebes See ist alles noch vorhanden, eine gesunde Unterwasserwelt mit gesunden Korallen, mit einer üppigen Fischvielfalt, ohne vorheriger gedankenloser Überfischung und - ganz wichtig - ein begrenzter und geregelter Tourismusverkehr. Wir Sporttauchtouristen kommen, um die Schönheit zu erhalten und zu genießen und nicht zu zerstören (Hochseefischer, Trophäensammler, Hobbyjäger, Jetski-Narren, ich könnte noch viele weitere bedenkliche "Sorten" aufzählen).
Weiter gehts mit meinen Bildern aus der Welt von Nemo:

Steinkorallen-Vielfalt. An den Spitzen erkennt man deutlich den Neuzuwachs.

Ein Büffelkopf-Papageifisch Einzelgänger. diese Fische können durchaus 1,20 Meter groß werden und 200 Kilos wiegen.
Diese Fische haben ein extrem kräftiges, schnabelartiges Gebiss, mit dem sie lebende oder abgestorbene Korallenstücke abbeissen und zermahlen. Dadurch schleifen die Zähne zwar schnell ab, wachsen aber genauso schnell wieder nach.

Über eine Landschaft von mehr als 100 verschiedenartigsten Steinkorallen.

Nemo guckt aus den Anemonen ...

… kommt kurz heraus und ist ebenso schnell wieder in den Anemonen verschwunden.
Die Tiere sind leuchtend orange gefärbt, mit drei weißen Querstreifen, der mittlere mit einer nach vorne gerichteten Ausbuchtung.
Übrigens, es gibt echte und falsche Clownfische:
Die echten Clownfische bleiben in der Regel etwas kleiner und haben einen höheren Schwarzanteil als die falschen Clownfische. Vom Verhalten her sind beide Arten gleich.
(Soll sich da noch einer auskennen! Für mich sind sie beide echt!)
