Helli, das glaube ich auch.
Thailand hat, wie Tommi schon sagte, wirklich andere Umweltsorgen als diese Peanuts - Sonnenliegen, die für ein paar Monate im Jahr den Strand besetzen. Man hat den Eindruck, dass sich die verschiedenen Behörden nicht nur nicht einig sind, sondern sich gegenseitig den schwarzen Peter zuschieben. In seiner letzten Pressekonferenz am 17.02. sagte Gouverneur Nisit sogar, es sei die Aufgabe der Hotels und Resorts, den Gästen die neue Gesetzeslage klarzumachen.
Die ganze Sache wäre einfach nur grotesk – wenn sie nicht so ernst wäre.
In Gesprächen mit einzelnen OrBoTo-Mitgliedern und auch Polizeibeamten klingt neben Ratlosigkeit auch Angst mit. Viele Thais vermuten inzwischen, dass es gar nicht um die Sonnenliegen geht. Es geht um Macht. Wer sitzt am längeren Hebel, wer wird in nicht all zu ferner Zukunft die Macht in Thailand übernehmen.
Der Gouverneur, die Polizei und erst recht die Gemeindeverwaltungen sind nur noch Marionetten.
Hauptakteure sind Army und Navy. Sie stehen auf zwei verschiedenen Seiten. Man könnte sagen, die einen sind königstreu, die anderen eher Demokraten. Der mächtigtse Mann aber in diesem Spiel wäre demnach der Sohn der grauen Eminenz. Von daher die Angst. Dummerweise hat der auch noch ausgerechnet auf Phuket, in Kamala, ein Ferienhäuschen.
Der Filius ist, im Gegensatz zu seinem Vater, nicht unbedingt bekannt als Mann des Volkes. Ihm, sowie den anderen Superreichen der Insel, wären arbeitslose Thais sowie nörgelnde westliche Rentner sicher egal. Und dass der Massentourismus verschwindet, wird ja sowieso schon lange gefordert, von Immobilienhaien sowie Chedi, Amanpuri & Co. Sie wollen seit Jahren schon ein thailändisches Sylt. Der Untergang hunderter kleinerer Resorts, Restaurants, Dienstleistungsbetriebe usw. wird möglicherweise einfach in Kauf genommen. Wo gehobelt wird, fallen Späne.