Das Gerede von Recht und Ordnung ist Schnickschnack, eine Nebelkerze.
Die Einwohner wurden vor Jahrzehnten sogar ausdrücklich von der Inselverwaltung in Kathu dazu ermutigt, Strandgeschäfte zu eröffnen, um den Tourismus anzukurbeln. Ihnen wurden Parzellen zugeteilt, was alles schriftlich festgehalten wurde.
Sie fegten jeden Morgen den Strand und sammelten hunderte Kippen auf. Sie verwöhnten sonnenhungrige Rentner, passten auf sie auf, und sie retteten mit den Jahren nicht wenigen von ihnen das Leben, wenn sie mit einem Wadenkrampf oder Schwächeanfall aus dem Wasser gezogen werden mussten. Sie verkauften kein Heroin, sondern gebratenen Reis und kaltes Bier und zahlten dafür auch Steuern.
Nun sind sie plötzlich alle illegal. Es wird ihnen übel nachgeredet, arbeitsscheue Thais, Gangster, Mafia, oder noch ätzender: schmutzige Moslems, die sich die Finger nicht waschen, wie Forumsmitglied arthurschmidt2000 aus Kamala zu wissen meint.
Was Recht, Ordnung und Politik betrifft, hat Thailand nun wirklich andere Baustellen. Auf Phuket geht’s um Macht und Reichtum. Die dicken Fische haben andere Pläne mit der Insel. Eine neue Zeit soll eingeläutet werden, die Zeit der Immobilienspekulanten und der Luxusresorts, ein thailändisches Sylt.