Mord ist (auch) ein kulturelles Produkt: Zur Diskussion um Frankfurt
Ein 8jähriger und seine Mutter wurden vor einen einfahrenden Zug gestoßen. Der Junge wurde vom Zug erfasst und verstarb vor Ort, seine Mutter konnte sich retten. Die Herkunft des Täters wird in deutschen Mainstream-Medien verschwiegen. So schreibt die WELT von einem 40jährigen Mann und findet die Vermutung, dass er vielleicht Kokain konsumiert hat, wichtiger als den Hinweis auf seine Herkunft. Auch die Polizei Frankfurt spricht in ihrer Pressemeldung von einem 40jährigen, bestätigt aber per Nachfrage auf Twitter, dass es sich um einen Eritreer handelt.
Wie gewöhnlich, in solchen Fällen, ist zwischenzeitlich ein verbaler Krieg darüber ausgebrochen, ob die Herkunft eines Täters als Bestandteil von Meldungen relevant ist. Eine typisch deutsche Diskussion, denn natürlich ist sie relevant.
Sie ist deshalb relevant, weil sich mit der Herkunft, mit dem, was Sozialpsychologen gemeinhin als formative Phase bezeichnen, ein Möglichkeitsraum verbindet, in dem Mord als Handlungsoption entweder vorkommt oder eben nicht.
Die an Naivität wirklich nicht mehr zu überbietende Annahme, die Flüchtlinge, die in großer Zahl nach Deutschland kommen, die aus dem Mittelmeer gefischt werden und bei denen es sich schon lange nicht mehr um Syrer, sondern vornehmlich um Afrikaner handelt, teilten dasselbe Wertsystem wie ihre freudigen Gastgeber, hätten intime Kenntnisse desselben Rechtssystems und darüber hinaus eine innige Liebe zur Rechtstreue und zu friedlichem Verhalten, ist so naiv wie sie dumm ist.
Sie besagt im Wesentlichen, dass die Akzeptanz delinquenten Verhaltens, die Akzeptanz von Diebstahl, Raub, Körperverletzung, auch Mord, eine Frage subkultureller Angebote und vor allem subkultureller Handlungsdefinitionen ist. https://sciencefiles.org/2019/07/29/mord-ist-auch-ein-kulturelles-produkt-zur-diskussion-um-frankfurt/