Wie das Forumsmitglied "Burianer" mit Beitrag #20 berichtete, werden offenbar thailändische Präparate mit dem gleichen Wirkstoff unterschiedlich gut bzw. schlecht vertragen.
Nun sollte man wissen, dass die weltweit verwendeten Generika zumeist in Indien hergestellt wurden bzw. werden (Indiens Weltmarktantei: rund 70%) und oft nicht von dem Pharma-Unternehmen, dessen Name auf der Packung steht.
Auch die in Deutschland eingesetzten Generika werden überwiegend in Indien produziert und gelangen zumeist unzureichend geprüft auf den deutschen Markt - siehe mein Beitrag #32 am 13.12.2014 auf der Cholesterin-Webseite "Medis (Atorvastatin) kaufen in Thailand":
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http://forum.thailandtip.info/index.php?topic=16729.0 ---
Vermutlich ist die Kontrolle von importierten Arzneimitteln auch in Thailand nicht immer ausreichend, wie es zumindest bis 2014 in Deutschland der Fall war und wahrscheinlich auch noch heute der Fall sein dürfte.
Vielleicht sollte man deshalb besser ein Generikum von einem namhaften Hersteller verwenden, wie beispielsweise dem Generika-Hersteller Sandoz, Tochterunternehmen des Pharma-Multis Novartis (Hersteller von "Fenistil"-Gel gegen Juckreiz und Mückenstich - auch in Thailand erhältlich) und weltweit zweitgroeßter Generika-Hersteller.
Novartis und Sandoz sind mit einigen Medikamenten in Thailand vertreten, beispielsweise mit dem Cholesterinsenker Atorvastatin von Sandoz zu einem Bruchteil dessen, was die privaten Krankenhäuser für das Original "Lipitor" von Pfizer verlangen.
Dass die Unternehmen Novartis bzw. Sandoz ihre Arzneimittel in Indien herstellen lassen, ist kaum zu erwarten. Denn das teure Krebsmittel "Glivec", ein bedeutender Umsatzträger von Novartis, wird in Indien trotz internationalem Patentschutz widerrechtlich hergestellt, und sämtliche Klagen von Novartis wurden von indischen Gerichten in allen Instanzen abgelehnt. Deshalb hat Novartis vermutlich seinerzeit die Verbindungen zur indischen Pharma-Industrie beendet.
Fazit: Vor dem Kauf eines Generikums in einer thailändischen Apotheke stets fragen, ob der Wirkstoff auch von Sandoz vorrätig ist.
Erfreulicherweise verwende ich als einziges Medikament nur das Präparat "Euthyrox" von Merck, Darmstadt (Wirkstoff: Levothyroxin) aufgrund meiner Schilddrüsenunterfunktion und kenne deshalb nicht das komplette Lieferprogramm von Sandoz und Novartis in Thailand.
In Deutschland sind alle patentfreien pharmazeutischen Wirkstoffe von den zwei Novartis-Tochterunternehmen Sandoz und Hexal erhältlich, wobei Hexal dort über den groeßeren Marktanteil verfügen dürfte.