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Autor Thema: Die Mär vom Freund und Großen Bruder  (Gelesen 143515 mal)

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Pladib

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Re: Die Mär vom Freund und Großen Bruder
« Antwort #480 am: 04. April 2017, 16:48:07 »

@Alex:
Es geht dich zwar nichts an aber zwei Eckpunkte darfst du wissen:
Beruflich habe ich insgesamt 4 Monate meines Lebens in Russland verbracht.
In den USA war ich einmal für 4 Wochen beruflich tätig.
Ansonsten war ich mehrfach bei Freunden zu Besuch die dorthin ausgewandert sind.
Einen lupenreinen Urlaub in Russland machte ich allerdings nie.
Das lag übrigens nicht daran dass alle Flüge oder Hotels ausgebucht gewesen wären.
Auch der Wechselkurs zum Rubel spielte dabei keine Rolle.
Eher könnte eine Rolle gespielt haben dass ich Unmengen von Wodka wenig abgewinnen kann.


Betreff: "Der anständige Teil der Deutschen trauert heute mit Russland und dem russischen Volk."
Ich denke zum anständigen Teil zählst du dich ganz sicher. Ich kann aber leider keine ähnlichen
Traueranzeigen von dir - bei schlimmsten Attentaten in den USA - über die Forensuche finden.
Aber mach dir nichts aus meiner Anmerkung - Heuchelei ist gerade total im Trend.
Und solltest du dich doch ärgern - sags mir vielleicht mit einem pubertären Kondom-Bildchen. :]


Daniel
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Pladib

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Re: Die Mär vom Freund und Großen Bruder
« Antwort #481 am: 04. April 2017, 17:06:32 »

Nein ,ich war kein Reisekader. Mit Eintritt meines Vaters ins Rentenalter ,konnte ich jedes Jahr zum Geburtstag fahren.
Volker Pispers hat ja nicht nur zum Geld geredet und wenigstens sind die Probleme benannt worden, die sicher vielen überhaupt nicht
bekannt waren. Dieter

Ich sagte ja - ich höre Pispers gerne zu. Mir gefallen seine kritischen Anmerkungen zum Teil sogar sehr.
Manchmal ist er allerdings schon sehr hanebüchen unterwegs mit seinem roten Schrott.
Sind wir uns zum Beispiel darüber im Klaren:
Alles was sich etwa PEGIDA AfD etc. nennt ist für ihn nur abscheuliches braunes Gesindel.
Er spricht nämlich nicht nur "freundlichen" Klartext in Bezug auf den Kapitalismus.
Das ist alles - mehr gibt es für mich dazu nicht zu sagen.

Nur zum Verständnis: Du warst ein relativ junger DDR-Bürger und durftest deinen Vater (ü65)
jedes Jahr in der BRD besuchen. Habe ich das richtig verstanden?
Danke.


Daniel
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taidieter

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Re: Die Mär vom Freund und Großen Bruder
« Antwort #482 am: 04. April 2017, 18:21:08 »

Ja ,richtig verstanden und ich bin auch jedes Jahr zurückgekehrt. Dieter
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franzi

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Re: Die Mär vom Freund und Großen Bruder
« Antwort #483 am: 04. April 2017, 22:27:56 »

@franzi,

Zu dem Artikel von Herrn Starikov.

Der ist von 2014. Interessanterweise geht er nicht darauf ein, dass die Inflationsrate in Russland im Jahr zuvor 6,7% und 2014 7,8% betrug. Dass sie 2015 auf 15% stieg konnte er nicht wissen.

Ganz allgemein wird von einer Inflation gesprochen wenn es zu viel Geld im Lande gibt. Irgendwoher muss das ja in Russland gekommen sein. Wenn Herr S. dann meint, Russland könne sich von seiner Zentralbank kein Geld leihen wüsste ich doch schon gern, wo das Geld für die Inflation eigentlich hergekommen ist.

Wenn es so ist, wie Herr S. behauptet:

„Bei der gegenteiligen Situation, zum Beispiel, wenn Geld nicht nach Russland, sondern aus Russland herausfliesst, zum Beispiel beim Fall des Ölpreises oder bei Börsenturbulenzen, kommen die Währungsreserven der Zentralbank an die Börse. Die Zentralbank nimmt sich alle Rubel an der Börse und gibt dafür Dollars, und sie verlassen Russland. Die Rubel, die der Zentralbank zukommen, vernichtet sie quasi. Die Gesamtmenge des Geldes in Russland wird kleiner. Deswegen ist es so, dass wenn eine Krise beginnt, die russische Wirtschaft einfach nicht mehr genügend Geld hat.“

hätte es doch eher eine Deflation statt einer Inflation  in Russland geben müssen.

Das solltest Du mir erst einmal erklären und dann sehen wir weiter.

Die hohe Inflation 2015 resultierte einerseits aus der Rubelabwertung von ueber 40 Prozent im Jahr davor (Russland importierte ja damals sehr viel Waren aller Art), anderseits wegen der Sanktionen. Die Nachfrage nach noch verbliebenen Waren war kurzfristig hoeher, als das Angebot dieser.
2016 hat sich die Inflation ja wieder normalisiert und dieses Jahr bewegt sie sich auf die russische Traummarke von 4 Prozent zu.
Die EZB zum Beispiel weitet die Geldmenge wie eine Wahnsinnige aus, und trotzdem gibts nur eine geringe Inflation.
Daher sollte man das
Zitat
Ganz allgemein wird von einer Inflation gesprochen wenn es zu viel Geld im Lande gibt

eben nicht verallgemeinern.

fr
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arthurschmidt2000

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Re: Die Mär vom Freund und Großen Bruder
« Antwort #484 am: 05. April 2017, 07:46:52 »

@Franzi,

schwurbele hier nicht herum. Es geht nicht darum, die Inflation in Russland zu erklaeren!

Er geht zum einen um die Vermutung des Herrn S., die russische Zentralbank könne die Geldmenge in Russland nicht erhöhen. Meine Frage dann, wo kommt das Geld her um eine Inflation zu veranstalten.

Es geht zum anderen um die Vermutung des Herrn S., dass die russische Wirtschaft nicht genug Geld habe.

Beide Vermutungen sind durch die Realität widerlegt. Oder?

Und wirf auch bitte keine Nebelkerzen. Ein hohe Geldmenge ist nicht notwendigerweise Ursache einer Inflation (siehe z.B. die Schweiz). Aber ohne hohe Geldmenge ist keine Inflation möglich.




« Letzte Änderung: 05. April 2017, 08:10:52 von arthurschmidt2000 »
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franzi

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Re: Die Mär vom Freund und Großen Bruder
« Antwort #485 am: 05. April 2017, 08:52:20 »

Freilich ist auch ohne hohe Geldmenge eine Inflation moeglich. Dann, wenn der Konsum einbricht.

Die russische Wirtschaft bekommt von chinesische Banken Kredite, weshalb es ihr nun etwas besser geht.

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Benno

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Re: Die Mär vom Freund und Großen Bruder
« Antwort #486 am: 05. April 2017, 09:50:36 »

Es ist natuerlich eine Maer Russland als Freund und Grossen Bruder von DACH zu bezeichnen.

Wer in der Historie dieses Threads blaettert wird allerdings feststellen, dass sich in den letzten Berichten die Ersteller im falschen Boot von Russland befinden.

Der Grund : Siehe hier

Es ist daher opportun auf die Recherchen des @Dissident zurueckzukommen,welche u.A. auch den Wahlsieg von Donald Trump erklaeren und gleichzeitig aufzeigen wie es den neuen US-Praesidenten schwer fallen wird die USA "Make America Great Again" in die Tat umzusetzen.



Der simple Grund dafuer:

Egon von Greyerz: Die USA schulden der Welt fast dreimal mehr Gold, als es auf der Welt gibt

Woher kommt die enorme Überschuldung der Weltmacht USA? Welche Rolle spielt dabei der Petro-Dollar? Und warum führt diese Krise zur Gefahr eines großen Krieges?

Experten wie Egon von Greyerz und Ernst Wolff bringen es auf den Punkt. - erstellt am 31. März 2017

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arthurschmidt2000

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Re: Die Mär vom Freund und Großen Bruder
« Antwort #487 am: 05. April 2017, 10:03:59 »

@franzi,

Zitat
Freilich ist auch ohne hohe Geldmenge eine Inflation moeglich. Dann, wenn der Konsum einbricht.

Kann es sein, dass Du auch hier nicht so die rechte Ahnung hast?
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franzi

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Re: Die Mär vom Freund und Großen Bruder
« Antwort #488 am: 05. April 2017, 10:24:37 »

Kann nicht sein.
Hab naemlich als Beweis Russland.

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Alex

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Re: Die Mär vom Freund und Großen Bruder
« Antwort #489 am: 05. April 2017, 10:43:53 »

Zitat
Und solltest du dich doch ärgern - sags mir vielleicht mit einem pubertären Kondom-Bildchen

Ärgern über bornierte Ansichten & Einstellungen ... Fehlanzeige

mit pubertären Kondomen helfe ich Leuten auch nicht aus , die vergeblich
nach den richtigen Seiten im Fremdwörter Lexikon suchen ...

nimm dies ... passt besser



Ach ja Pispers muß man(n) nicht gerne hören ... aber verstehen sollte man es schon ....

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arthurschmidt2000

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Re: Die Mär vom Freund und Großen Bruder
« Antwort #490 am: 05. April 2017, 10:59:41 »

Derzeit steht die Volkswirtschaftslehre vor einem spannenden Problem.

Seit Keynes galt es als ausgemacht, dass  schuldenfinanzierte Konjunkturprogramme  kurzfristig die Wirtschaft stimulieren und damit die Grundlagen für einen sich selbst tragenden Aufschwung legen.

Betrachten wir die Realität.

In den USA betrug das Haushaltsdefizit seit 2013 immer so um 4% des US Bruttosozialproduktes.  Mit entsprechenden Wachstumsraten konnten die USA allerdings nicht glänzen. Die Staatsschuldenquote dort betraegt so 107%.

In Japan lag das Verhältnis von Haushaltsdefizit zum Bruttosozialprodukt im gleichen Zeitraum erheblich höher. Die Wachstumsraten des Landes lagen in diesen Jahren erheblich unter denen der USA. Die Staatsschuldenquote dort betraegt so 250%.

In der EU, ja das ist problematisch, hier sollte man besser die einzelnen Länder vergleichen, kann man Vergleichbares beobachten, 2015 betrug die Summe der Haushaltsdefizite  2,4 % des gesamten Bruttosozialproduktes. Die Wachstumsrate war allenfalls mager. Die Staatsschuldenquote dort betraegt so 90%.

Etwas anders lief es in China. Die Staatsverschuldung dort wuchs nicht so gravierend. Dafür aber die Verschuldung von dem Staat gehörenden Unternehmen und derer von Sondervermögen. Auch dort wachsen die Schulden nicht nur, sie bewirken auch kaum noch was. Dafür hat aber wenigstens China eine hohe Wachstumsrate (vor allem in Bereichen, die auf Exporte angewiesen sind).

Das ist allerdings nur das halbe Bild. Vollständig wird es erst, wenn die Schulden (besser deren Wachstum) des Privatsektors mit in die Betrachtung einbezogen werden. Hier müsste ich länger nach Zahlen suchen, aber für die ist ein dramatisches Wachstum bekannt.  Ich kenne aber Schätzungen, dass die inzwischen auf das Doppelte der Staatsschulden angewachsen sind. So mal mit Vorsicht, der gesamte Schuldenberg Chinas, von Staat, Unternehmen und Privatpersonen, beträgt fast 280 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. In Deutschland liegt der Wert gerade mal bei 220 Prozent.

Das  magere Wachstum sollte eigentlich nach Herrn Keynes nicht passieren. Nur, ich kenne bisher keine umfassende volkswirtschaftliche Theorie die das erklärt. Die Notenbanken wohl auch nicht. In ihrer Not fluten sie den Markt mit Geld.

Wo kommt das Geld eigentlich her?

Traditionell haben Japan und China sehr hohe Sparquoten. Dies vor allem deshalb weil die Altersversorgung der Bevölkerung  (eines sehr großen Teils) dort kapitalgedeckt ist. Die Menschen bringen ihr Geld zur Bank (die vergibt es dann als Kredit an den Staat oder die Unternehmen) und die Menschen sind darauf angewiesen, es im Alter wiederzubekommen.

Auch in den USA ist ein großer Teil der Altersversorgung kapitalgedeckt. Pensions- und Investmentfonds sind Großabnehmer von Staatspapieren. Das reicht aber bei weitem nicht aus und die USA saugen die Ersparnisse der Welt auf. Da der Dollar Weltreservewährung ist legen viele Länder ihre Handelsüberschüsse lieber in mager verzinsten Dollaranleihen an statt sie im eigenen Lande zu investieren. Das erklärt dann auch warum China so sehr daran interessiert ist, dass der Yuan ebenfalls Weltreservewährung wird.

Wie können die Schulden getilgt werden?

Fragen wir erst einmal, wie kann das Wachstum der Schulden verringert werden. Weiß keiner, die nach derzeitigem Kenntnisstand zu erwartenden Nebenwirkungen sind verheerend.

Die Tilgung der Schulden ist eine noch spannendere Frage insbesondere, wenn man bedenkt, dass davon in vielen Ländern die kapitalgedeckte Rente großer Teile der Bevölkerung abhängt.

Und wie das mit Schulden nun mal so ist, die Amerikaner sitzen in der Schuldenfalle. China, Japan und Deutschland in der Gläubigerfalle. Und alle zusammen in der Falle von Keynes.
« Letzte Änderung: 05. April 2017, 11:51:54 von arthurschmidt2000 »
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Alex

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Re: Die Mär vom Freund und Großen Bruder
« Antwort #491 am: 05. April 2017, 11:51:00 »

Die weltweite Verschuldung erreicht aktuell neue Rekordstände. Die globalen Schulden liegen heute bei 199 Billionen Dollar und damit 57 Billionen Dollar höher als zu Beginn der Finanzkrise 2007.

Gemessen an der weltweiten Wirtschaftsleistung ist die Verschuldung damit um 17 Prozentpunkte gestiegen. Nach Einschätzung des McKinsey Global Institute (MGI), dem Research-Arm der Unternehmensberatung McKinsey & Company, birgt dies neue Risiken für die Finanzstabilität.

 Der angestrebte Schuldenabbau ist während der vergangenen Jahre verfehlt worden, so das Resümee des MGI aus der neuen Studie „Debt and (not much) deleveraging“.

Für den Report hat das MGI die Verschuldung in den 22 größten entwickelten und in 25 aufstrebenden Volkswirtschaften untersucht.

Dabei wurden nicht nur die Staatsschulden berücksichtigt, sondern auch die von Unternehmen und Privathaushalten. In Deutschland beträgt die Gesamtverschuldung nach den Berechnungen des MGI 188% der jährlichen Wertschöpfung (Bruttoinlandsprodukt, BIP).

Damit liegt Deutschland auf Platz 24 der 47 untersuchten Staaten. Zu Beginn der Finanzkrise lag die Verschuldung noch bei 180% des BIP. Der moderate Anstieg bedeutet für Deutschland den neuntbesten Platz in der Entwicklung der Schulden.

Die in Relation zu ihrer Wirtschaftsleistung am höchsten verschuldeten Staaten sind Japan, Irland und Singapur.

"Die wachsende Verschuldung der Weltwirtschaft ist eine unerfreuliche Entwicklung. Sie verlangsamt die Erholung, erhöht das Risiko neuer Krisen und mindert die Fähigkeit, diese Risiken wirksam zu bekämpfen", sagt Susan Lund, MGI-Partnerin und Koautorin der Studie.

Zitat
Die Staatsverschuldung ist in einigen Ländern so hoch, dass sie ohne neue Wege nicht mehr zu bewältigen ist.

Insgesamt ist allein die Staatsverschuldung seit 2007 um 25 Billionen Dollar gestiegen;

Die Verschuldung der Privathaushalte erreicht in einigen Ländern Europas und Asiens neue Rekordmarken, etwa in den Niederlanden, Dänemark, Schweden, Kanada, Südkorea, Malaysia und Thailand;

Die Verschuldung in China hat sich seit 2007 von 7,4 Billionen auf 28,2 Billionen Dollar etwa vervierfacht, angetrieben vom Immobilienboom und den Schattenbanken.

https://www.mckinsey.de/weltweite-verschuldung

Studie zu globaler Kreditlast

Die Welt versinkt in Schulden

Bürger, Unternehmen und Staaten machen immer mehr Schulden. Das zeigt eine McKinsey-Studie

Die globale Kreditlast beläuft sich auf fast 200 Billionen Dollar

Graphiken dazu  http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/schulden-der-welt-mckinsey-studie-belegt-deutlichen-anstieg-a-1016749.html

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Benno

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Re: Die Mär vom Freund und Großen Bruder
« Antwort #492 am: 05. April 2017, 12:33:57 »

Derzeit steht die Volkswirtschaftslehre vor einem spannenden Problem. ...

...Wo kommt das Geld eigentlich her?

Dieses spannende Problem wurde im ehemaligen DDR-Schulsystem in der 5.Klasse im Unterrichtfach Geschichte - Thema Steinzeit - ausgiebig behandelt.

Da ich aus dieser Zeit leider keine Lehrbuecher zur Dokumentation  besitze, soll der nachfolgende Artikel den Hintergrund der Erfindung des Geldes erklaeren:

Am Anfang war der Tauschhandel


Mona versucht eine Vase gegen Bananen einzutauschen

Vor vielen tausend Jahren, in der Steinzeit, lebten die Menschen in kleinen Gruppen zusammen und besorgten sich ihre Nahrungsmittel als Jäger und Sammler. Eigentum spielte für sie noch keine Rolle. Was die Menschen jagten, fischten und sammelten gehörte immer allen aus der Gruppe. Mit der Entwicklung von Ackerbau und Viehzucht wurden die Dinge komplizierter. Als sesshafte Bauern konnten sie Überschüsse an Getreide, Milch oder Fleisch produzieren, dafür fehlten ihnen aber andere Dinge. Die ersten Ansätze von Tauschhandel kamen auf. Die Überschüsse an Grundnahrungsmitteln ermöglichten die Mitversorgung von Menschen, die sich auf die Herstellung von Waffen, Werkzeug, Schmuck oder Kleidung spezialisierten. Die Menschen mussten sich nicht mehr mit allem, was sie zum Leben benötigten, selbst versorgen. Sie tauschten Getreide gegen Fleisch, Waffen gegen Leder, Kupfer gegen Steinkrüge. Der Tauschhandel förderte die Arbeitsteilung.

Diese Entwicklung veränderte auch die Grundbedürfnisse der Menschen. Warum sich täglich mit einer Ration Hirsebrei und einem Fellkleid begnügen, wenn es auch andere Dinge gab? Wer eine Ration Fleisch haben wollte, weil er selbst nur Hirse besaß, musste aber erst einmal einen geeigneten Tauschpartner finden, der an Hirse interessiert war und eine Kuh oder anderes Vieh besaß. Nicht ganz einfach.

Es kam oft vor, dass man über mehrere „Ecken“ tauschen musste. Das war mühsam und unpraktisch. Zu jedem Handel musste der Ackerbauer zudem seine Hirsesäcke mitschleppen und der Tauschpartner sein Vieh. Eine weitere Schwierigkeit war die Vergleichbarkeit der unterschiedlichen Waren. Wie viel Hirse mochte zum Beispiel eine Kuh wert sein?

Um die unpraktischen Seiten des Tauschhandels zu beheben, kamen viele Völker dieser Welt auf die gleiche Idee: Man tauschte nicht mehr die Waren selbst, sondern einigte sich auf ein Tauschmittel. Dieses Mittel sollte als Währung dienen, als Zahlungsmittel und zugleich als Wertmaßstab für den Warentausch. Welche Tauschmittel zum Einsatz kommen sollten, darüber gab es allerdings unterschiedliche Vorstellungen. In China und Ägypten wurde mit Reis, Tee, Pfeffer oder Weizen bezahlt. Die Regierungen legten fest, welchen Gegenwert die Naturalien hatten – also zum Beispiel wie viel Reis ein paar Lederschuhe kostete oder wie viel Pfeffer man für einen frischen Fisch bezahlen musste. Dadurch, dass der Gegenwert der Naturalien festgelegt war, wurde der Tauschhandel deutlich einfacher.

Doch all die Naturalien hatten einen entscheidenden Nachteil: Sie waren verderblich. Pfeffer, Reis und Tee waren nach einiger Zeit nicht mehr genießbar – und damit wertlos. Das wäre so, als ob sich Geldscheine heute einfach von selbst auflösten. Geeignete Tauschmittel benötigten also dringend bestimmte Voraussetzungen: Sie sollten haltbar, leicht zu transportieren, fälschungssicher und knapp sein. In Gegenden mit Stränden voller Muscheln machte es wenig Sinn, diese massenhaft vorhandenen Muscheln als Währung einzusetzen. Niemand hätte dafür kostbare Güter herausgegeben.Im alten China kamen die Menschen vor etwa 3500 Jahren auf die Idee, Kauri-Schnecken als Zahlungsmittel einzusetzen.


Historisches Zahlungsmittel: Ein mit Kauri-Schnecken besetzter Kopfschmuck

Der große Vorteil bestand darin, dass diese Schneckenhäuschen sehr lange haltbar waren und damit ihren Wert behielten. Man kann sagen, dass Kauri-Schnecken so etwas wie das erste richtige Geld waren. Die ersten Münzen wurden etwa 650 Jahre vor Christus geprägt – im Königreich Lydien, auf dem Gebiet der heutigen Türkei. Die Geldstücke wurden aus Gold und Silber hergestellt und mit einem Stempel versehen, der den Wert eindeutig machte.

Geld als Tauschmittel

Ohne Geld wäre das heutige Leben undenkbar. Was wäre, wenn es kein Geld gäbe?. Was würde man dem Bäcker für die Brötchen geben können? Und an der Kinokasse? Man müsste wohl irgendetwas von Wert hergeben, zum Beispiel das Lieblingsbuch. Aber glücklicherweise haben wir heute Geld als allgemein anerkanntes Tauschmittel. Wer z.B. arbeiten geht, tauscht seine Arbeitskraft gegen Geld ein. Mit diesem Geld wiederum kann man alle die Dinge ertauschen – also kaufen, die man braucht, um seine Bedürfnisse zu befriedigen.Im Gegensatz zu heute mussten Tauschmittel früherer Zeiten einen Eigenwert besitzen. Aus diesem Grund waren Münzen die meiste Zeit der Geschichte hindurch aus wertvollen Edelmetallen gefertigt, aus Gold und Silber. Das Vertrauen in einen nur gedachten Wert des Geldes war den Menschen lange Zeit nicht zu vermitteln.

Vom Bargeld zum Buchgeld

Heute hat sich Geld in Form fast wertloser Metallstücke und Papier durchgesetzt, begleitet von einem gesetzlichen „Annahmezwang“.

Noch deutlicher ist der Unterschied beim Papiergeld:

Natürlich ist das Papier eines 100-Euro-Scheins nicht wirklich hundert Euro wert.


100 Euro-Banknote

Aber bei einer Bank könnte man ihn jederzeit in Gold oder Silber im Wert von hundert Euro umtauschen lassen. Papiergeld kam erstmals vor etwa 1.000 Jahren in China zur Finanzierung eines Krieges zum Einsatz. Die Chinesen konnten die hohen Kosten nicht mehr allein mit Münzen begleichen, die Mengen waren zu groß. In Deutschland wurde Papiergeld aber erst im 19. Jahrhundert allgemein als Zahlungsmittel anerkannt. Viele Menschen bezahlen heute bargeldlos, also ganz ohne Scheine und Münzen – z.B. mit der EC-Karte oder einer Kreditkarte. Aus Bargeld wird „Buchgeld“, es taucht nur noch als Zahl im Computer oder auf dem Konto auf. © Text: Kerstin Stoll

Zum vollstaendigen Artikel klick : Hier

Was wuerde wohl passieren wenn jede existende US-Dollarnote am Bankschalter in Gold oder Silber umgetauscht wird, oder die betreffenden Regierungen ihren US-Dollarbestand in diese Edelmetalle umruesten ?

Die aktuelle Lage, welche schon in  #486 in Bezug auf die USA bereits ausgiebig erlaeutert wurde und im Goldrun aus dem US-Dollar z.B. in China und Russland die Fortsetzung findet:



Abkehr vom Dollar: Asiens Zentralbanken kaufen Gold

Seit acht Jahren steigen die Goldkäufe der Zentralbanken weltweit an. Besonders Russland und China treten als Käufer in Erscheinung. Dadurch stärken sie nicht nur ihre Unabhängigkeit vom Dollarsystem, sondern können sich auch besser gegen Finanzkrisen absichern.

Im vergangenen Jahr kauften Staaten nach Schätzungen des World Gold Council rund 590 metrische Tonnen Gold, was rund 14 Prozent der weltweiten Gesamtnachfrage ausmachte. Den meisten Käufern geht es der Einschätzung eines von Zerohedge zitierten Experten wohl darum, sich weniger abhängig von Devisenreserven – und hier in erster Linie vom Dollar – zu machen.



Besonders Russland und China investieren in physisches Gold. Im Januar hatte die russische Zentralbank rund 800 Millionen Dollar ausgegeben, um etwa 22 Tonnen des Edelmetalls zu erwerben. „Das war der elfte Monat in Folge, in dem sie große Goldmengen gekauft hat. Denn Russland hat im Jahr 2015 seinen Goldreserven eine Rekordmenge von 208 Tonnen hinzugefügt, im Vergleich dazu 172 Tonnen im Jahr 2014. Jetzt hält Russland 1437 Tonnen Gold in Reserve und ist damit laut dem World Gold Council in London die Nation mit der sechstgrößten Reserve. Nur die Zentralbanken der USA, Deutschlands, Italiens, Frankreichs und Chinas halten eine größere Tonnage an Goldreserven“, sagt der Analyst William Engdahl.

Interessant sei, so Engdahl, dass die russische Zentralbank zur Finanzierung ihre Goldkäufe in erster Linie auf ihre Bestände an amerikanischen Staatsanleihen zurückgreift. Sie tauscht damit Dollar in physisches Gold ein. Ende 2015 waren demnach noch rund 92 Milliarden Dollar an amerikanischen Staatsanleihen in russischem Besitz, verglichen mit etwa 132 Milliarden Anfang 2014, so Engdahl.

China ist ebenfalls äußerst aktiv. Im Januar hat das Land offiziellen Angaben zufolge rund 17 Tonnen eingekauft. Die Goldreserven der Zentralbank sollen zwischen 2009 und Mitte 2015 um fast 60 Prozent auf aktuell etwa 1780 Tonnen gestiegen sein. Weitere Großkäufer der vergangenen Jahre sind zudem Kasachstan, Indien und die Türkei. Der Trend symbolisiert eine schleichende „Entdollarisierung“ wichtiger asiatischer Mächte zugunsten von Gold.

Quelle: Klick Hier

Weitere Fakten welche aber teilweise eine genauere Recherche erfordern, um nicht in Verschwoerungstheorien abzugleiten:

Die US-Goldreserven in FED sind weg. Bald fordern Russland und China Beweise für die Existenz der angekündigten 8100 Tonnen



...die US-amerikanische Finanzoligarchen setzen seit Jahrzehnten immer weiter ihr gleiches strategisches Gold-Spiel durch. Schon Jahrzehnte horten sie mithilfe der militärischen und politischen Macht der USA Gold aus anderen Ländern als Kriegsbeute. Wieso müssen weltweit über 60 Staaten und internationale Organisation ihren Goldbesitz in den Privatbesitz der „Federal Reserve“ in New York lagern??? Kein einziger der Goldbarren dort gehört den USA.“ . Laut Quayle bald fordern Russland und China Beweise für die Existenz der angekündigten 8100 Tonnen Gold.
„Als die USA mehr und mehr Dollar brauchten, um ihre Rohstoffimporte, vor allem Öl, zu bezahlen, hatten sie nicht mehr genügend Gold, um die Menge der gedruckten Dollar abzudecken. 1971 wurde dann die Golddeckung des Dollar abgeschafft. Wodurch ist der Wert des Dollars seitdem gedeckt ? Durch die „Leistungsfähigkeit der US-Wirtschaft“, heißt es. Doch Faktum ist, dass die „Leistungsfähigkeit der US-Wirtschaft“ nicht ausreicht, um auch nur 10 Prozent der Dollars zu decken, die in den letzten 30 Jahren auf buntes Papier gedruckt wurden. Amerika hat eingekauft, 30 Jahre lang, und mit buntem Papier bezahlt. Sehr günstig für die US-Wirtschaft, denn die Öl- und sonstigen Importe der letzten 30 Jahre haben praktisch nichts gekostet. Außer Papier und Druckfarbe.

95 Prozent der Staaten dieser Welt haben ihre Währungsreserven zu einem großen Teil in Dollar angelegt, von Banken ganz zu schweigen. 2/3 der Welt-Währungsreserven bestehen aus Dollar.

Die kriminellen Gold-Coups der USA in Bezug auf das Japan-Gold, Deutschland-Gold, Irak-Gold, Libyen-Gold, Ukraine-Gold und dem wahrscheinlich größten Gold-Raub aller Zeiten! "Wo ist das Gold, was im Wold Trade Center bis 2001 lagerte?" - im Einzelnen :
 
Hier


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Pladib

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Re: Die Mär vom Freund und Großen Bruder
« Antwort #493 am: 05. April 2017, 13:20:28 »

Mir fällt übrigens ganz allgemein auf dass bei der "Beweisführung" zum sicheren Untergang des
US-Dollars regelmässig der Zeitabschnitt "bald" genannt wird. Und das schon seit einigen Jahren.
Wenn nicht sogar schon seit Bennos 5.Klasse in der DDR.

Der Duden meint allerdings zu "bald" - leicht, schnell, rasch


http://www.duden.de/rechtschreibung/bald


Daniel
« Letzte Änderung: 05. April 2017, 13:41:02 von Pladib »
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Re: Die Mär vom Freund und Großen Bruder
« Antwort #494 am: 05. April 2017, 13:57:16 »

Dieses spannende Problem wurde im ehemaligen DDR-Schulsystem in der 5.Klasse im Unterrichtfach Geschichte - Thema Steinzeit - ausgiebig behandelt.

Dort wurde bestimmt auch gelehrt:  Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.


Besonders Russland und China investieren in physisches Gold…, denn Russland hat im Jahr 2015 seinen Goldreserven eine Rekordmenge von 208 Tonnen hinzugefügt
 

Russland hat von Januar bis April 2016 insgesamt 67,75 Tonnen Gold produziert.

http://www.goldreporter.de/russland-steigert-goldproduktion/gold/59046/

Auf das ganze Jahr gerechnet sagen wir 260 Tonnen.

Mit anderen Worten, die Zentralbank Russlands kauft die Produktion des eigenen Landes auf.

Das kann sich allerdings nur ein Land leisten in dem alles zum Besten gestellt ist. Ärmere Länder müssen ihre Ressourcen dazu verwenden, z.B. Wohnungen und Straßen in Ordnung zu halten oder die Situation ihrer Rentner wenigstens von bettelarm in arm zu verbessern.
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