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Autor Thema: Wien,Wien,nur du allein  (Gelesen 96690 mal)

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Suksabai

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Re: Wien,Wien,nur du allein
« Antwort #75 am: 01. November 2016, 10:30:59 »


A propos "scheene Leich":

Dieses Thema hätte in Österreich schon einmal die Monarchie in ernste Bedrängnis gebracht.

Kaiser Josef der Zweite, Sohn der berühmten Maria Theresia, ein aufgeklärter, rational denkender Monarch,
verordnete seinen Untertanen ein sog. "Sparbegräbnis".

Dabei wurde der Sarg, ausgestattet mit einem falltürartigen Klappboden, mehrmals verwendet.
Über der Grube angekommen wurde der Mechanismus betätigt und der Körper plumpste hinein.
Der/die Verschiedene wurde nur im Leichentuch beerdigt.

Das empörte die Volksseele! Das geht ja gar nicht! Wo kommen wir da hin?
Mit uns kann man ja viel machen, aber wenn es um das Begräbnis geht.. . . .

Selbst die traditionell dem Kaiserhaus sehr zugetanen Wiener rebellierten.

Ziemlich schnell revidierte der Kaiser seine Meinung und strich den Erlass wieder.. . .

Der Zorn des Volkes ebbte wieder ab, man hatte wieder die "scheene Leich".. . .

lg
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Re: Wien,Wien,nur du allein
« Antwort #76 am: 01. November 2016, 11:11:45 »

Zitat von: Suksabai
A propos "scheene Leich":



 ;)

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Re: Wien,Wien,nur du allein
« Antwort #77 am: 02. November 2016, 17:59:27 »

weiter  Jock !


du   hast  auch bei  mir  Fans  für  deinen  Gschichterln.
Selbst aus  den USA   schreibt mir  eine, 
du  mögest weitere  Fortsetzungen  schreiben !

LG  Bernd
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Re: Wien,Wien,nur du allein
« Antwort #78 am: 02. November 2016, 19:14:24 »


Das  mit  der  " Schönen Leich  "  ist  auch hier  den  älteren Leuten  noch  recht geläufig.
Als  ich  eine  meiner  Schwestern  mal  darauf  ansprach  und ihr  ans Herz legte, 
daß  sie mal  dafür  sorgen müsse,  daß  es  bei  mir  mal  a  "  Schöne Leich"  gibt,  verstand  sie  nur  Bahnhof..
Hoffe  sie  hält  das  Versprechen  für  a  schäöne  Leich !

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jock

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Re: Wien,Wien,nur du allein
« Antwort #79 am: 03. November 2016, 10:49:23 »

Es wird anmit jedermaniglich kundgemacht,wasmassen Se.kaiserl.
Majest.aus allerhoechst zu dem hiesigen Publico allermildest hegenden
Zuneigung Sich allergnaedigst entschlossen ....hat,das Pratergelaende
fuer die Wiener freizugeben.

Weiter unten heisst es dann im Dekret:...allergnaedigst verstatteten
Freyheiten sich geluesten lassen werde...und Anlass zu allerhoechsten
Missfallen Anlass zu geben.

Den letzten Abschnitt haben die Wiener seit 1762 nicht beachtet und werden
es auch in Zukunft nicht tun.

Der Prater war von Anfang an ein Publikumsmagnet.Ein Schmelzpunkt von
Spektakeln,Einkehrmoeglichkeiten,Schaustellerei und schluepfriger Unter-
haltung.

Schwebende Jungfrauen wurden vorgefuehrt und Damen ohne Unterleib,den
gaffenden Publikum gezeigt,die dann darob verwundert waren,wenn sie in
der Zeitung lasen,dass die eine oder andere Dame Mutter eines gesunden
Nachwuchses wurde.

In der Geisterbahn,naeherte sich manche Hand dem Oberschenkel der
eben erst kennengelernten Begleiterin,die dies nur zuliess,wenn man ihr
versprach,Zuckerwatte oder ein Langos zu kaufen.

Schiessbuden,Ringelspiele,Hochschaubahnen und vor allen die Autodrom-
Buden und jetzt die Go-Kartbahnen,alles mit betaeubender Musik untermalt,
am Abend von bunten Lichtern erhellt,erleichtern den Griff zur Geldboerse
was damit zum Wohlergehen der "Praterfamilien" die seit Jahrzehnten die
Betriebe beherrschen,beitraegt.

Die Praterfamilien sind eine eingeschworene Gemeinschaft,die untereinander
heiraten,damit niemand Fremder in den erlauchten Kreis eindringen kann und
die eines eint - ihre Abneigung zur Einfuehrung der Registriekassen,die dieser
Blutsauger von Finanzminister durchgesetzt hat.

Vis a vis ,jenseits der Ausstellungsstrasse das Stuwerviertel - auch Babystrich
genannt,da dort sehr junge Damen ihre Dienste anboten und fuer ein ueber-
hoehtes Verkehrsaufkommen, abends fuer abends,verantwortlich waren.

Weiter unten am Prater,wo das "fahrende Gewerbe" sich ausduennt,die legend-
aere Prater - Sauna.

Treffpunkt der russischen Mafia in Wien,die dort ungestoert ihre Geschaefte
besprechen konnte,bevor sie unter einem kraeftigen Aufguss wimmerten.
Spaeter war dort einer der ersten Swinger- Clubs.
(Swinger - Clubs sind Zusammenkunftsorte,wo unbekleidete Erwachsene
beiderlei Geschlecht sich in Verkehrsuebungen ergehen)

Dies war natuerlich ein Dorn im Auge des Gesetzes und so beschloss die
zustaendige Polizeiinspektion einen "Undercover- Agenten" einzuschleusen.

Nie zu vor,meldeten sich freiwillig so viele Kollegen zu diesem koerperlich
anstrengenden Einsatz.

"Im Prater bluehen wieder die Baeume" ein bekanntes Wienerlied,besingt
die alten Kastanienbaeume die die Allee zum Lusthaus saeumen.

Die ca. 5 Km lange Strasse ist autofrei,Hunde fuehren ihre Frauchen und
Herrchen aus,dann und wann vielleicht ein einsamer Reiter.Jogger in allen
Altersklassen bewegen ihr Muskeln um fit  zu sein,wenn der Wien Marathon
durch diese Gegend fuehrt

Die Vernuenftigen unter der Schar der Laeufer bricht dort ein und stattet
dem nahen "Schweizer Haus" einen Besuch ab und verschiebt die Absicht,den
Lauf zu gewinnen um ein weiteres Jahr.

Weltweit war in Wien das Lokal "Waldfisch" bekannt,wo man essen konnte,
bevor man weiterwanderte zum "Eisernen Mann".

Dort spielt eine Musikapelle die alten schmalzigen Schlager, zu deren Takt,
in die Jahre gekommenen blondierten Damen sich an die Bierbaeuche ihrer
Begleiter schmiegen und in Seligkeit versinken.

Besonders dann,wenn der Saenger anhebt um sein : " Geh Oide schau mi
net so teppert au" zum Besten zu geben.

Da swingt das Wienerherz und so soll es bleiben.

Jock






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Suksabai

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Re: Wien,Wien,nur du allein
« Antwort #80 am: 03. November 2016, 11:53:05 »


Werter @jock,

diesmal hast du aber mit der Fass-Schaufel in die Klischeekiste gegriffen  ;]

 [-]
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Re: Wien,Wien,nur du allein
« Antwort #81 am: 03. November 2016, 18:58:50 »

@Suksabai

Ich kanns kuerzer auch !

Linzer Tiergarten : Wald,Wiesen,Wege und Wild.

Jock
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namtok

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Re: Wien,Wien,nur du allein
« Antwort #82 am: 04. November 2016, 04:17:11 »

Auch wenn die wenigsten von uns je am Wiener Zentralfriedhof gewesen sind, den kennt jeder ...  }}

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██████  Ich sch... auf eure Klimaziele !

jock

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Re: Wien,Wien,nur du allein
« Antwort #83 am: 08. November 2016, 14:14:08 »

1881 brannte das Ringtheater.

Offiziell kamen 400 Besucher ums Leben,inoffiziell bis zu 1.000.

Schuld an der Katastrophe war eine explodierende Gasbeleuchtung.

Diese Art von Beleuchtung gibt es schon seit fast hundert Jahren nicht
mehr,doch die Sicherheitsvorschriften,die nach und wegen des Brandes
eingefuehrt wurden,wurden erst dieser Tage aufgehoben.

Man rechnet mit Ersparnisse von 400.000 Euro jaehrlich und Vereinfachung
des buerokratischen Hindernislaufs.

So war es seit 1881 Gesetz,dass bei jeder Vorstellung ein Beamter
dienstlich der Auffuehrung persoenlich,im Zuschauerraum sitzend,bei -
wohnen musste.

Zudem war vorgeschrieben,dass vor Beginn der Auffuehrung,ueberprueft
werden musste,ob die Notausgaenge frei seien u.s.w.
Ueber das Ergebnis der Begehung war vor JEDER Auffuehrung ein Bescheid
zu erlassen,natuerlich mit Einspruchsfrist und Einspruchsmoeglichkeit.

90 Beamte waren fuer die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften beschaeft-
igt.Zukuenftig sollen es nur mehr 8 Beamte sein,da man doch mehr als frueher
dem technischen Fortschritt vertraut,als einen beamteten Auge.

Der Ringtheaterbrand war die groesste Katastrophe,die Wien heimsuchte.

Ein Ungluecksfall,der sich im August 1960 ereignete kostete 19 Menschen das
Leben und weitere 100 Personen wurden zum Teil schwer verletzt.

Ein Strassenbahnzug,stiess mit einem anderen Zug zusammen.Die Waggons
hatten hoelzerne Aufbauten,die beim Zusammenprall zerbarsten und die
Splitter die schweren Verletzungen verursachten.

Unter den Toten war auch einer der Strassenbahnfuehrer,der mit satten
2,6 Promillen den Zug lenkte und den Unfall ausloeste.

Trotzdem dauerte es noch bis 1978,bis alle "hoelzernen" Waggons ausgetauscht
waren.

1960 war die Arbeitslosenrate extrem niedrig und dafuer sorgten auch die
Wiener Verkehrsbetriebe.

Ein Strassenbahnzug bestand meist aus einem Triebwagen und zwei Tender.

Jeder Wagen war mit je einem Schaffner besetzt und dazu kam noch der Fahrer,
sodass 4 Beamte Arbeit und Brot hatten.Pro Garnitur versteht sich.

Als nach und nach neue Garnituren in Betrieb genommen wurden,die mehr
Fahrgaesten Platz boten,waren Schaffner noch mit an Bord,die peinlichst da-
rauf achteten,dass die "Befoerderungsfaelle" sich an die Vorschriften hielten.

Es war vorgesehen,dass nur die hintere Tuere als Zustieg benuetzt werden
darf und durch die 2 vorderen Tueren der Waggon wieder verlassen werden
sollte.

Zurechtweisungen an die Fahrgaeste,die falsche Tueren benuetzten,waren
an der Tagesordnung und erhoehten das Selbstwertgefuehl des Personals
ins Unermessliche.

Bei einen Flugzeugabsturz der sich am 10.Oktober 1955 ereignete starben
7 Menschen.

Eine Maschine der juoslawischen Airline wollte von Belgrad mit Zwischen-
landung in Wien nach London fliegen.29 Passagiere und 4 Besatzungsmit-
glieder waren an Bord.

Das Wetter war schlecht,als die Maschine am Leopoldsberg in die Baum-
wipfeln krachte.6 Personen starben gleich und der 7.im Spital.

Unter den Verletzten war ein Passagier,der sich weigerte,seine angekettete
Aktentasche abzulegen um sich operieren zu lassen,bevor nicht ein Ange-
hoeriger der Britischen Botschaft anwesend ist,dem er die Tasche uebergeben
konnte.

Es war nicht James Bond,der so heldenhaft, seinen letzten Bluts-
tropfen opfernd, bereit war,die Interessen ihrer Majestaet zu wahren,sondern
ein Botschaftskurier,der Brisantes in seiner Aktentasche transportierte.

Sonst blieb Wien von groesseren Katastrophen verschont,sieht man davon
ab,dass die Reichsbruecke einstuerzte und beim "Weihnachtswunder'nur
die Versicherung zum Schaden kam,die die ausgebrannte Maschine ersetzen
musste.

Jock


« Letzte Änderung: 08. November 2016, 14:35:19 von jock »
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malakor

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Re: Wien,Wien,nur du allein
« Antwort #84 am: 08. November 2016, 14:57:39 »

Haben die beiden Tuerkenbelagerungen Wiens 1529 und 1683 denn auch Menschenleben auf Seiten Wiens gefordert ?
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jock

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Re: Wien,Wien,nur du allein
« Antwort #85 am: 09. November 2016, 09:17:47 »

@malakor

Natuerlich kamen bei den Tuerkenbelagerungen auch Wiener ums
Leben.

Mehr jedoch hatte die Bevoelkerung der umliegenden Doerfer zu leiden,
die,wenn ihnen nicht die rechtzeitige Flucht gelang,aus taktischen
Gruenden massakriert wurde.

Und zwar nicht von den "Tuerken" sondern von den vorausreitenden
Akinci,die bewusst eingesetzt wurden,um Angst,Schrecken und Wider-
standswillen zu brechen.

Das bekannte Kinderlied "Aber Heidschibummbeidschi bumm bumm"
bezieht sich,nach Meinung von Musiktheoretikern auf diese Zeit.

Des Ur-Text,wird heute in den Shows nicht mehr vorgetragen und be-
sorgte Muetter singen ihre Sproesslinge mit einem entschaerften Text
in den Schlaf.

Im Maerz 1529 machte sich das tuerkische Heer auf den Weg nach Wien,
wo sie im September,die Stadt einschlossen.

Der Tross,der aus ca 150.000 Mann bestand,darunter aber nur ca.100.000
Kaempfer,standen innerhalb der Stadtmauern etwa 15.000 Verteidiger,
davon 3.000 Wienern gegenueber.

Dass es trotzdem dem tuerkischen Heer nicht gelang die Stadt einzu -
nehmen,ist der Groesse,dem Wetter und der Jahreszeit zu verdanken.

In Ungarn gab es quasi keine Strassen,wo sich ein derartiger grosser Tross
rasch bewegen konnte.Dazu war der Sommer verregnet und weichte das
Gelaende auf,sodass der Nachschub an Verpflegung stockte.
Die vorausreitenden Akinci hatten alles bereits gepluendert,sodass aus dem
"Feindesland" keine Nahrungsmittel mehr zur Verfuegung standen.

Und als die Tuerken einsahen,dass Wien auf laengere Zeit belagert werden
muss,aber der Winter vor der Tuere stand,gaben sie auf und zogen sich zurueck.

Jock



 
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arthurschmidt2000

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Re: Wien,Wien,nur du allein
« Antwort #86 am: 09. November 2016, 10:08:01 »

Ja, viele beklagen, dass es heute keine richtigen Winter mehr gibt.
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Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, daß Sie sie äußern dürfen.

TeigerWutz

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Re: Wien,Wien,nur du allein
« Antwort #87 am: 09. November 2016, 12:09:16 »

Schöner thread !

Hatte schon die Befürchtung, dass "Frankisten" weiter über die Gürtelpartie usw. schreiben würden.  >:

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Re: Wien,Wien,nur du allein
« Antwort #88 am: 22. November 2016, 23:55:59 »


Gestern  war   es mir wieder mal  darnach....

Nein....   

nicht  was  du gleich  wieder  denkst.
Nach schönen Texten  tiefsinnigem, Balladen und  Liedern.
Und  kaum  einer  hat  schönere Lieder in Wiener  Mundart geschrieben wie  der " Schuri ",
so  nennen  ihn  die Wiener  liebevoll,  ihren Georg  Danzer ein  Wiener  Original


Schau  Schatzi

Aba Schatzi und jetzt bist baff, bei mir stehst a
auf da Saf.
Du glaubst vielleicht du kannst me rolln,
des ham schon andere vor dir wolln.
aus  Schau  Schatzi.



Wer hat nicht  schon in tiefer Nacht Schuris  " Lass mi amoi no d´Sunn aufgeh sehn. " 

anghört,  oder gar  " A alte Drecksau  "

Aber  auch sein legendärer Wixerblues  ist jedem  geläufig ,  der  ein  einigermaßen reales  Leben  führt ,
oder geführt  hat :  was  soll i  machn  ?
Und das   hat  Georg Danzer  auch,  das  beschreiben  seine  Texte  zu genüge.

oder  sein Sado Maso Liadl : 

Eines   seiner  schönsten  Stücke  ist  die  Ballade  vom   "Tschuri Fetzen ", 
vielen  Neuwienern  ist  dieser  Ausdruck  völlig fremd , oder unbekannt.
Da  Schuri  kramt ihn unter  dem Bett  hervor ,  macht  den Tschurifetzen  menschlich.

Georg Danzer und die Ballade vom versteckten Tschurifetzen: 


Hier   ein  Auftritt  in  Wien  mit seinem   großen  Repertoire:



Es  tut  immer  wieder  gut, 
diesen  großartigen  Wiener  Buam  zu hören,  der  leider  viel  zu  früh verstarb.
An  Lungenkrebs,  nein nicht  als  Marlboro Man,  sondern  er  war  KENT  Raucher. 
Aber  das  hilft  ihm  auch nicht mehr !

Aber  anhören  tu ich ihn mir noch immer  gerne, manchmal  ne ganze  Nacht lang !


Der legendäre Wixer Blues Songtext
I hab ka Feundin
i hab ka Frau
I hab bei'd Weiber den Dauerhahn
auf mi steht kane, ja kruzifix,
Was soll i machen? i wix, sonst nix

Im ganzen Gräzl wird's scho dazöd,
dass mir da Biss bei de Hasen fehlt
Sogar de Blade aus der Trafik
hab i verärgert durch ein Misgeschick.
I kauf ma bei ihr a Packl Kent
und denk ma machst ihr ein Kompliment
I sog "heast Gfühde, du bist a Wüde"
Daruf gibst's ma ane und spielt di Prüde.

I hab ka Feundin, i hab ka Frau
I hab bei'd Weiber den Dauerhahn
auf mi steht kane, ja kruzifix,
Was soll i machen? i wix, sonst nix

Erst neulich bin i beim Wirtn g'wesen
Und auf der Klowand da hab i g'lesen:
"Die geile Sissi aus Margareten",
daneb'n de Nummer, "Anruf erbeten".
Na i ned feig, ruf durtn an.
Und wirkich woa die Sissi is glei dran.
I sag: "wast eh, du stehst bei uns am Häusl"
Drauf gibt's ma glei telephonisch den Weisl.

I hab ka Feundin
i hab ka Frau
I hab bei'd Weiber dauernd den Hahn
auf mi steht kane, ja kruzifix,
Was soll i machen? i wix, sonst nix

Sogar de schirchsten Praterhuren
Sagen, 'schleich di Burli, bei uns hast nix verluren?
Es is als wann i die Grezn hätt,
I mach was falsch, nur was, weiß i ned.

Und die Moral, wanns ane gibt:
Es geht nix eine, weil keine mich liebt.
Drum mei Devise: Ich streng mich gar ned an,
Scheiß auf die Weiber? selbst ist der Mann.
Drum mei Devise: Ich streng mich gar ned an,
Scheiß auf die Weiber? selbst ist der Mann.

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Re: Wien,Wien,nur du allein
« Antwort #89 am: 23. November 2016, 09:51:13 »


Kleine Ergänzung:



lg
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Ich kann, wenn ich will. Und wer will, dass ich muss, der kann mich mal !
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