Gastbeitrag von Roger Köppel im focus
Seine Botschaft: Die EU hat in dieser Form keine Zukunft.
Ungebremste illegale Migration ist eine Katastrophe.
Die Briten liegen mit dem Brexit richtig.
Die Europäer sollten mehr für ihre Rüstung tun.
Es ist besser, auf einen Kalten Krieg mit Russland zu verzichten.
Jenseits des Trump-Verblödungssyndroms klingt Trump fast wie ein ganz vernünftiger Politiker.
Trump hat sich vor seiner Amtszeit nun vielleicht schon häufiger zu Angelegenheiten europäischer
Staaten geäussert als andere Präsidenten in ihrer ganzen Amtszeit.
Selbst noch nichts geleistet aber jeden und alles in der Welt in Frage stellen. Das schafft Vertrauen.
Ein Mann der die Welt so gut kennt dass er Russland-Notizen unter "Rumänien" ablegt.
Wenn Europa wesentlich mehr Geld für Rüstung ausgeben soll
ist das natürlich das beste Mittel um einen kalten Krieg zu vermeiden. Um das zu verstehen muss
man wahrscheinlich Trump heissen.
Trump möchte folglich nicht weniger Rüstung. Er möchte einzig die USA finanziell entlasten.
Und mir ist auch nicht bekannt dass Obama bei seiner Amtseinführung einen kalten Krieg als Ziel
seiner Träumer benannt hätte.
Ob China oder Europa oder etc. - Trump erklärt den verbalen Krieg. Nicht zuletzt den Wirtschaftskrieg.
Und selbst zu Russland gibt er sich weit weniger zutraulich als einige
zu erkennen glauben.
Putin wäre nicht sein Feind aber das könne er ja nur für den Moment behaupten. Na dann ...
Mal ganz allgemein zu gewissen Politikern oder Quellen:
Die Kunst des Demagogen besteht nicht allein darin etwas zu vermelden was im
eigenen Verständnis wunderbar verwertbar scheint. Die Kunst des Demagogen ist häufiger das
konsequente Weglassen unangenehmer Wahrheiten.
Und so wäre es leicht gewesen gefährlich klingende wie politisch dilettantische Äusserungen
oder Ansichten von Trump aufzulisten. Aber darum ging es Köppel natürlich nicht.
Daniel