Wir werden ja sehen, wie sich das neuste Handelsabkommen auf die Region auswirkt.
Egal wie sich das Freihandelsabkommen auf die Region insgesamt auswirkt, kann es Thailand auch nicht viel dabei weiterhelfen, die Devisen wieder hereinzuholen, deren Ausfall zum sehr großen Teil auch auf das Ausbleiben finanzkräftiger westlicher Touristen zurückzuführen ist.
Damit die Touri-Devisen nach dem durch Corona verursachten Totalausfall wieder zurückkommen und erneut die aktuell leider fehlenden 20 Prozent des thailändischen Bruttosozialproduktes ausmachen, wird ein nicht mehr im Daueraufstand gegen Königshaus und Militärregime befindliches Land gebraucht. Letztgenannte Antidemokraten werden deshalb wohl doch bald einige Reform-Forderungen der Demonstranten erfüllen müssen.
Mitglieder der neuen Freihandelszone sind übrigens noch manche Thailand-Konkurrenten, die ihre Waren und Dienstleistungen wahrscheinlich günstiger als TH anbieten können. Es sind nämlich auch die Asean-Staaten Vietnam, Indonesien, Malaysia, Philippinen, Myanmar, Laos und Kambodscha dabei.
Thailand ist allein schon "dank" dauerhaft hohem Bahtkurs zum Teuerland geworden . Ob Thailand nun noch mit seinem Reis und sonstigen landwirtschaftlichen Produkten mit diesen Ländern ernsthaft konkurrieren kann, ist zu bezweifeln. Schon eher kommt bei freiem Handel beispielsweise billiger Reis aus Vietnam nach Thailand . TH könnte sich innerhalb der Freihandelszone nicht mehr mit Sondersteuern dagegen wehren.
Hochtechnologie - Exporteur selbstentwickelter Produkte ist Thailand wohl auch nicht, sondern fungierte bisher nur als "verlängerte Werkbank" ausländischer Konzerne, welche in TH inzwischen eher eine Tendenz zur Abwanderung in preisgünstigere Länder erkennen lassen, als zu Neuinvestitionen.
Vielleicht habe ich aber zufällig etwas verpasst und TH baut jetzt doch schon in eigenen Fabriken z.B. echte Hightech-Mopeds mit Öko-Siegel
.. für den vietnamesischen Markt..
Eine gute Chance trotz Hochkurs-Baht TH-Produkte exportieren zu können, bietet schon eher ein Freihandelsabkommen mit der EU. Ende Oktober dieses Jahres hatte es dazu schon eine Ministerkonferenz mit Verhandlungspartnern aus TH und der EU gegeben. Plan war, das Abkommen noch bis Ende des Jahres zu unterzeichnen.
Mit Nr. 10 und den Demos in TH hat das alles auch etwas zu tun. Die europäischen Handelspartner bzw. deren Politiker werden im Fall Thailand wohl kaum so "großzügig" über ggf. zu beobachtende Menschenrechtsverletzungen durch die Militärjunta hinwegsehen , als das ..notgedrungen.. bei China der Fall ist. Auf den Handel mit China ist die EU nämlich wirtschaftlich angewiesen, auf den Handel mit TH aber sicher nicht .
EU-Politiker werden das in Thailand stattfindende "Treiben" (Copyright Außenminister Maas

) von Militärjunta und König also stets aufmerksam im Auge behalten. Falls erforderlich , werden in der EU lebende Thais den Politikern entsprechende Hinweise geben und Reaktionen fordern.
Wenn das Militärregime trotzdem eine gewaltsame Niederschlagung von friedlichen Demos vornehmen möchte, wird es einkalkulieren müssen , dass eine Freihandelszonen-Geschäftsbeziehung zur EU dadurch wahrscheinlich wieder kaputt gemacht würde.