Bezugnehmend auf #1245 und folgende
Bevor jetzt die vielen beiden Spiegel-Gläubigen frohlocken. Man muß ja nicht den nachträglichen Verrenkungen und Verschwurbelungen des Ministeriums in Co-Federführung von Spiegel-BILD u.a. folgen.
Nüchtern betrachtet stellt sich der Sachverhalt wohl so dar:
Ein Referatsoleiter und Oberregierungsrat im Bundesinnenministeruin (BMI, Referat KM4 - Schutz Kritischer Infrastrukturen) hat eine Risikoanalyse an externe Wissenschaftler in Auftrag gegeben. Das Ergebnis, eine 80-seitige Risikoanalyse hat er im Rahmen seiner Beamtentätigkeit bewertet und ist zu dem Schluß gekommen, das seitens der Regierung eine Fehleinschätzung der gesamten Coronaproblematik vorliegt.
Hält man trotz der vorliegenden Analyse unbeirrt daran fest, würde in unverantwortlicher Weise der Schaden noch viel größer und somit auch die gesamte Bundesregierung zum "Fakenews-Produzenten".
Soweit seine Einschätzung im Rahmen seine Beamtentätigkeit. Innerhalb seines Ministeruims wollte da allerdings niemand ran und sich ggf. die Finger verbrennen - typisch Beamter.
Weil unser Mann aber offenbar Charakter und ein Gewissen hat, ließ er es nicht auf sich beruhen und wählte im Rahmen seiner Möglichkeiten einen größtmöglichen Verteiler.
Es war vorauszusehen - und sicher mindestens so beabsichtigt - löste das nun unter Zwang einige Reaktionen aus.
Wie man in der Öffentlichkeit solche Dinge zurecht dreht, ist ein alt bekanntes fieses Spiel. Da wird seine Diensteinschätzung plötzlich zu seiner "Privatmeinung" die er damit angeblich widerrechtlich unter dem Briefkopf des BMI verbreitet habe.
Derlei Spielchen kennen wir doch aus diversen Hollywood-Politthrillern, die diesbezüglich immer hervorragend recherchiert und gecastet sind. An meist fiktiven Beispielen wird da verdeutlicht, wie die Vertuschungsmaschinerie so arbeitet, in der Realität 1000-fach erfolgreich vertuscht und bewährt - im Hollywoodstreifen ggf. anders als in der Realität zum Happyend gebracht.
Ich mit meiner pessimistischen Grundhaltung glaube, das die Vertuschungs- und Verschwurbelungstaktik der Behörde auch diesmal greift. Bereitwilliger Gehilfe wieder mal vorneweg der Spiegel. Vor langer Zeit ein intellektuell führendes kritischen Medium, seit etlichen Jahren zu einem neoliberalen, mit Regierungsgnaden und lektuellem Anstrich verkommenen Revolverblättchen geworden.
Da dieser ganze Shutdown keine lokale Angelegenheit ist, sondern einer globalen Strategie folgt ist die ganze Sache so lange ein Sturm im Wasserglas, bis mehrere Staaten ausscheren würden. Da müßten dann neben Schweden auch die Deutschen, Österreicher, evtl. die Briten/wahlweise Franzosen ... folgen. Die ganz große globale "Bereinigung" wäre gestört.
Sehe ich aber unser Öffentlich (Un-)rechtliches Mediensystem, dann hat sich der Virus in unseren Wohnzimmern schon mollig warm eingerichtet. Er gehört schon zum Inventar und in jede Nachrichtensendung, so wie Gesichtsmaske und Abstandsregel im öffentlichen Raum.
Der Untertan hält sich gerne an gegebene Regeln, wo sie doch so offensichtlich notwendig waren.
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