@Ernst PGM
Zu spaet und zu wenig bestellt,lautet der Vorwurf,der indirekt an den Herrn Spahn
gerichtet ist.
So ganz ist es nicht,denn der Vertrag ueber die Lieferung der Dosen lief ueber die
EU.Und die war zeitnah dran.
Schon im Maerz,als die ersten Meldungen bekannt wurden,dass Biontech auf einen
guten Weg bei der Entwicklung eines Impfstoffes ist,hat die EU die ersten Mass-
nahmen getroffen,um an den Impfstoff heranzukommen.
Der Vertrag EU mit Biontech wurde im November geschlossen und zwar wurde da-
rin vereinbart,dass nach der Zulassung durch die Arzneimittelbehoerde als erste
Tranche 200 Mio Dosen zu liefern sind.Weitere 100 Mio Dosen folgen spaeter.
Doch schon im Vorfeld,wurde die EU taetig.
Damit ueberhaupt eine groessere Anzahl des Medikaments produziert werden kann,
hat die EU,die Europaeische Investitionsbank gedraengt,100 Mio Euro Euro als In-
vestitionkredit zur Verfuegung zu stellen.
Zu diesen Zeitpunkt war nicht sicher,ob der Impfstoff die klinische Erprobung er-
folgreich absolviert,denn das Datum war im Juni.
Ebenfalls im Juni legte die Kommission ein Strategiepapier ueber die Beschleunigung
bei der Entwicklung eines Impfstoffes bei anderen Pharmaunternehmen vor.
Als Gegenleistung erwirbt die EU das Recht,innerhalb einer bestimmten Frist,eine
gewisse Anzahl von Impfdosen zu erwerben.
Damit werden die,von der EU aufgebrachten Vorlaufkosten,kompensiert,so es weitere
Zulassungen von anderen Pharmafirmen kommt.
Erst am 15.Oktober hat die Kommission ein Papier den Mitgliedsstaaten vorgelegt,
worin die wichtigsten Punkte bei der Impfaktion dargelegt wurden.
Hierbei wurde ein gleichfoermiges Vorgehen,bezueglich Dokumentation und Reakt-
ionsueberwachung nach Impfdurchgang festgeschrieben.
Mit heutigen Tag ist aber nur ein Impfstoff in der EU zugelassen,moeglicherweise
folgen in den naechsten Tagen/Wochen weitere.
Offensichtlich ist es nicht moeglich,dass Herr Spahn zum Telefon greift und bei Bion-
tech weitere Dosen bestellt.Deutschland wird daher vorerst mit der zugeteilten
Menge auskommen muessen.
Jock