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Autor Thema: Die Mongolei und auf den Spuren von Dschingis Khan  (Gelesen 31052 mal)

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hmh.

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Re: Die Mongolei und auf den Spuren von Dschingis Khan
« Antwort #75 am: 04. Dezember 2009, 05:50:53 »


Hallo Wufgaeng,

Ist das Kind im Hintergrund blond oder hat es zumindest heller als schwarze Haare, die noch etwas nachgebleicht sind? Habt Ihr solche Leute gesehen? In diese Gegend soll ja auch vor 2000 Jahren das europäische Reitervolk der Skythen vom Schwarzen Meer aus vorgedrungen sein. Sozusagen die umgekehrte Euro-Ausgabe des "Mongolensturms".

Wie alle Eroberer ihrer Zeit haben die Skythen bei den üblichen Vergewaltigungen jede Menge DNA-Spuren für die Nachwelt hinterlassen. Vor einiger Zeit stieß ich beim Zappen am Hotel-Fernseher auf eine Sendung, in der entsprechende, zum Teil "blonde" Mongolen gefilmt wurden, in deren Erbgut tatsächlich entsprechende DNA festgestellt wurde. War eine spannende Geschichte, in der es unter anderem um eine blonde Skythenkönigin ging, deren Grab sie in der Mongolei gefunden haben.

Ist Euch bei den Gesichtszügen der Menschen gelegentlich irgendetwas in der Richtung aufgefallen?
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wufgaeng

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Re: Die Mongolei und auf den Spuren von Dschingis Khan
« Antwort #76 am: 04. Dezember 2009, 15:24:07 »

Ein sehr interessanter Beitrag, lieber @hmh, uns sind wirklich mehrere blonde Mongolen aufgefallen. An Skythen haben wir dabei gar nicht gedacht; zu wenig weiß man über die Skythen, zu wenig schriftliche Aufzeichnungen exestieren über diese mysteriösen Reitervölker aus dem Westen, die vor über 2500 Jahren auch in die Mongolei einfielen.
Erst vor etwa, ich glaube, vor zwei Jahren habe ich mal im SPIEGEL gelesen, dass man in der Mongolei einen mongolischen "Ötzi", nämlich einen blonden Skythen gefunden haben soll, der 2500 Jahre im Permafrost konserviert war.
Möglich, dass es sich auch bei dem abgebildeten Jungen um einen Nachkommen der Skythen handelt - im Moment der Begegnung aber dachten wir mehr an den Einkauf unserer Vorräte in diesem Tante-Emma-Laden.

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Re: Die Mongolei und auf den Spuren von Dschingis Khan
« Antwort #77 am: 04. Dezember 2009, 17:02:58 »

Immer wieder stellten wir uns die Frage, wenn wir eine neue Ortschaft, wie diesmal Delgerekh, erreichten: "Wie kann man es dort nur aushalten, wie kann man dort nur leben. Und warum sind die Menschen trotz der Trostlosigkeit scheinbar so gesund, fröhlich und freundlich, wie selten an einem anderen Ort auf dieser Welt?" Je bescheidener die Lebensumstände, desto fröhlicher die Menschen? In unseren westlichen Gesellschaften könnten wir, was das anbetrifft, viel von diesen Menschen lernen.

Delgerekh war auch ein Ort, den wir schnell wieder verliesen. Außer fix errichteten Baracken, die als bescheidene Unterkünfte dienten, gab dieser Ort keine Anreize für einen längeren Aufenthalt. Nur mal schnell wieder unsere Vorräte auffüllen, Wasser tanken und in einem Laden das Notwendige (Bier und Vodka) einkaufen und dann gleich weiterziehen.

Ganz plötzlich änderte sich die flache Steppenlandschaft in eine Hügelgegend. Wir glaubten bei den bizarren Erhebungen an versteinerte Dinosaurier-Fladen, die vor langer Zeit einmal aufeinandergeschichtet wurden. Steinformationen, wie sie an Landschaften aus dem Wilden Westen erinnern.


Delgerekh, eine Barackensiedlung auf dem Weg zurück nach Ulaanbaatar.


Junge Einwohner im Einkaufsladen von Delgerekh
Aus Adidas wird Odidoss, wenn das der gute alte Adolf (Dassler) gewusst hätte.


Hügellandschaft in der Dornogovi Provinz


Eine wichtige Tankstelle am Ortsrand von Ikhhet in Dornogovi Aimag (Provinz)
« Letzte Änderung: 04. Dezember 2009, 17:08:44 von wufgaeng »
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Re: Die Mongolei und auf den Spuren von Dschingis Khan
« Antwort #78 am: 04. Dezember 2009, 23:39:28 »

Was mich ja am meisten auf Grund deines überaus interessanten Berichtes, Wolfgang, an der Mongolei interessiert, sind diese unendlichen Weiten.

Wie fühlt man sich da eigentlich?

Ich kann ja nur aus meiner Wüstenerfahrung reden. Da schrumpft der Horizont, weil sich das Hirn die wirklichen Entfernungen nicht richtig vorstellen kann.

Ach ja und noch eine Frage. Wie steht es mit den Fliegen, mal von den Mücken abgesehen?

P.S. die Skythen wären sicher eine Recherche wert. Alleine die Zeit zum zum zum zum......
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hmh.

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Re: Die Mongolei und auf den Spuren von Dschingis Khan
« Antwort #79 am: 05. Dezember 2009, 04:57:10 »

Wüsten ... diese unendlichen Weiten.

Wie fühlt man sich da eigentlich?

Grandios. Die Leere der Wüste in Niederkalifornien zwischen Tijuana und Santa Rosalía, der Morgentau (alles klatschnaß!) nachdem man das Auto irgendwo nach Mitternacht bei Vollmond an einerm Säulenkaktus abstellte und eingeschlafen war; das Tal des Todes bei Nacht (naja, jedenfalls abseits der Campingplätze...), Nord Dakota irgendwo auf einem unbefestigten Weg, in den man nach Kompaß eingefahren ist (kann ja nix passieren; alles im Schachbrettmuster dort...).

Und Wufgaeng kann Dir sicher noch was über die Stille der Sahara sagen, das soll noch toller sein (jedenfalls wenn gerade kein Staubsturm aufkommt) und ist vielleicht auch ganz ähnlich wie die Mongolei in ihren trockensten Gegenden.

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wufgaeng

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Re: Die Mongolei und auf den Spuren von Dschingis Khan
« Antwort #80 am: 05. Dezember 2009, 17:17:55 »

Von den endlosen Weiten der Steppe kann man sich nur eine Vorstellung machen, wenn man die Wüste oder die Steppe bereist hat. Als wir einige Tage zuvor den Shiliin Bogd Uul bestiegen hatten und dann besonders weit in die Ferne sehen konnten, sahen wir in alle Richtungen nirgens ein Ende der Steppe, und die Wege, die sich durch die Steppenlandschaft zogen, glichen beinahe einem Schnittbogenmuster aus der Burda-Zeitschrift. Auf dem Ozean oder in der Wüste navigiert man mit dem Kompass und mit dem GPS, man braucht nur den richtigen Kurs einstellen. In der mongolischen Steppe aber nützt der Kompass oder das GPS Gerät nur sehr wenig, denn die Wege und Straßen leiten einen schon nach wenigen Kilometern in eine ganz andere Richtung als man will. Fährt man von den Feldwegen querfeldein, stößt man schon nach kurzer Zeit mit großer Wahrscheinlichkeit auf ein unüberwindbares Hindernis, das einen dann zum Umkehren zwingt.

Probleme mit Fliegen hatten wir auf unserer ganzen Tour keine. Eine große Plage aber machten uns anfänglich Mückenschwärme von Millionen Kleinviechern in der Gegend des Geburtsortes von Dschingis Khan. Soviele hatte ich bisher nur einmal vor vielen Jahren in Finnland erlebt. Diese Mücken stechen (nicht ganz so agressiv, wie die heimischen in Thailand)  mit Vorliebe in den Hals und den Kopf, während die hiesigen Moskitos gerne die Füße bevorzugen.

Wieder erreichten wir eine Stadt mit Gegensätzen, die ich bisher nur in der Mongolei erlebte: Ikhhet ein Sum im Aimag Dornogovi besteht wieder zur einen Seite aus vergammelten, schäbigen, heruntergekommenen Hütten und Baracken, dazwischen immer wieder schnell errichtete Gers, wo sich überwiegend die Einwohner aufhielten.
(Ein Sum in der Mongolei ist eine Gemeinde, ein Aimag ist eine Provinz. Die Mongolei hat 21 Provinzen, Dornogovi oder auch Dorno-Gobi ist eine der größten.)
Langanhaltende Dürren und schwere Sandstürme erschweren diese menschliche Siedlungen. Ganze Baracken- und Ger-Grundstücke sind mit Bretterverschlägen umzäunt, die vor den heftigen Sand- (und Schnee)stürmen einiger Maßen schützen sollen.
Die andere Seite der Stadt ist mit Wohnbauten, einschließlich einer Disko, einem Internet-Cafe, einer Ladenzeile und einer modernen Schule in den letzten Jahren neu errichtet worden.


Barackensiedlungen mit Bretterverschlägen zum Schutz gegen Sand- und Schneestürme umzäunt.


Eine weniger gemühtlich anmutende Behausung mit einem kaum fahrbereiten Russenauto.


Bilder über den Bretterverschlag geknipst. Im Ger ist es bestimmt wohnlicher.

Photos von der anderen Seite der Stadt Ikhhet, demnächst in diesem ... Thread
« Letzte Änderung: 05. Dezember 2009, 17:29:47 von wufgaeng »
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Re: Die Mongolei und auf den Spuren von Dschingis Khan
« Antwort #81 am: 07. Dezember 2009, 16:09:42 »

Die andere Seite der Stadt Ikhhet bestand aus schnell errichteten Plattenbauten, in denen Minenarbeiter der nahegelegenen Kupfermine ihr schmucklosen Zuhause haben. Jedenfalls eine bessere Alternative zu den verlotterten Hütten und Baracken an der anderen Seite der Stadt. Wir hatten etwa zwei Stunden Zeit totzuschlagen, denn Ariunaa und unser Fahrer Matter mussten einige behördliche Dinge erledigen. In einem Internet-Cafe saßen schon andere auf der Wartebank, meine beiden biersüchtigen Schweizerfreunde wurden in einer Disko mit einem frischen, kalten, Drink befriedigt, ich spazierte ein wenig durch die Wohnbausiedlung.
Der Name der Provinz Gornogovi sagt bereits wo wir dort sind: In einer Stadt in der Wüste Gobi.


Wohnsiedlungen von Minenarbeitern und ihren Familien am anderen Stadtrand von Ikhhet


Internet-Cafe mit einer erstaunlich guten Kabel-Verbindung


Modern errichtete Schule von Ikhhet


Laden, Postamt und Bushaltestelle

So langsam spürten wir, dass die Bevölkerungsdichte in dieser Region wieder zunahm. Wir hatten es zu unserem Ausgangpunkt nach Ulaanbaatar nicht mehr weit. Manchmal konnten wir in der Ferne die Trasse der Transmongolischen Eisenbahn erkennen, die später in die Transsibirische Linie mündet. Bald sollten wir zum Abschluss unserer Steppen-Tour nochmal von einer paradisischen Landschaft positiv überrascht werden. Es geht noch ein paar Tage weiter.
« Letzte Änderung: 07. Dezember 2009, 16:51:08 von wufgaeng »
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Re: Die Mongolei und auf den Spuren von Dschingis Khan
« Antwort #82 am: 08. Dezember 2009, 16:24:06 »

Abgesehen von Ulaanbaatar reizte uns in der Mongolei kein Ort oder Stadt, dort in einem Hotel zu übernachten. Viel schöner und typischer waren die Übernachtungen in Ger Camps, einmal, wie schon beschrieben, bei einer Nomadenfamilie oder in der freien Landschaft im mitgebrachten Igluzelt.
Gleich nach Ikhhet fanden wir wieder einen Zeltplatz und konnten mehrere Adler beim Beutefang beobachten.
Am drauffolgenden Morgen wurden wir Zeugen, wie junge Chalcha Mongolen Fohlen einfingen zu zureiteten. Die Volksgruppe der Chalcha sind in der Mongolei mit einer Mehrheit von 80 % vertreten und fast überall anzutreffen. Andere monmgolische Volksgruppen sind die Kasachen (etwa 4 % Anteil) und mehrere mongolische ethnisch kleine Untergruppen, wie die Dörwöds, die Bajads, die Burjaten und Darigangas. Ganz im Westen trifft man noch eine turkische Volksgruppe, die Urianchais, auch Tuwiner genannt, sie trifft man noch in den west-mongolischen Aimags (Provinzen) Bayan-Öglii und Uws.

Die nächste Ortschaft Darkhan fiel mit einem ungewöhnlichen Wahrzeichen auf:
Ein Kamel auf einem Denkmalsockel.



Zeltplatz im goldenen Licht der Abendsonne.


Junge Pferde werden eingefangen und zugereitet.
Eine fast zeremonielle Prozedur, bei der wir als Fremde sehr willkommen sind.


Denkmal zu Ehren des Kameles in Darkhan.


Darkhan, auch umgebaute und eingerichtete Shipping-Container dienen als Behausung.
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Re: Die Mongolei und auf den Spuren von Dschingis Khan
« Antwort #83 am: 09. Dezember 2009, 17:05:55 »

Der Kherlen Gol (Fluss), auch Cherlen Gol (Fluss) genannt, ist mit 1.254 km Länge einer der größten und bedeutesten Flüsse in der Mongolei. Er fließt ganz in der Nähe von Choibalsan nach China in die Mandschurei. Während unserer ganzen Tour durch die östliche Mongolei haben wir den Kherlen Gol mehrmals überquert und bei Furthen durchfahren.
In regenreichen Jahren bekommt der Kherlen Gol eine Verbindung zum Argun Fluss in Russland, der ab dort in seinem Unterlauf auf 944 Kilometer Länge die chinesisch/mandschurisch Grenze zu Russland bildet und anschließend in den Amur Fluss in Russland fließt.
Dann entsteht der sogenannte Kherlen-Argun-Amur Flusslauf, mit 5052 Kilometer einer der längsten Flüsse der Welt.

Wir spendeten jede Möglichkeit, um an diesem schönen Fluss zu verweilen. Für Fischer bietet der Fluss reichlich Auswahl an verschiedenen Flussfischen. Am Ufer tummeln sich alle denkbaren Tierarten die man in der Mongolei vorfindet. Ganz besonders die Pferde lieben es, im (saukalten) fließenden Wasser zu relaxen.

In der Nähe eines Orten namens Delgerkhaan überquerten wir den Kherlen Gol auf einer Holzbrücke, für die man bezahlen muss. Der Preis war 200 Tügrüg (1 Euro = ca. 2.100 Tügrüg). Der Brückenwärter wohnte in einem Ger unterhalb der Brücke und kam jedesmal nach oben, wenn sich ein Fahrzeug der Brücke näherte (vielleicht drei bis fünfmal am Tag).


Am Ufer des Kherlen Gol.


Pferde genießen stundenland das Nass im Kherlen Gol.


Ein etwa vierjähriger Junge auf seinem Pferd.
Reiten lernt man kurz nach den ersten Schritten Laufen.
Die Schlinge dient zum Einfangen junger Fohlen, die dann zum Reiten abgerichtet werden.


Mautpflichtige Brücke über den Kherlen Gol. Die Maut: 200 Tügrüg = 0,09 €.


Ger des Brückenwärters am Ufer des Kherlen Gol.
« Letzte Änderung: 09. Dezember 2009, 17:15:24 von wufgaeng »
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drwkempf

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Re: Die Mongolei und auf den Spuren von Dschingis Khan
« Antwort #84 am: 09. Dezember 2009, 19:41:38 »

Habt ihr für die Brücken Maut zusammengelegt? :D :D :D

Einfach toll, Dein Bericht! Weiter so.

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Re: Die Mongolei und auf den Spuren von Dschingis Khan
« Antwort #85 am: 09. Dezember 2009, 19:48:38 »

Zitat
Habt ihr für die Brücken Maut zusammengelegt?
Ja und wir waren danach alle total pleite ;D ;D ;D

Leider bin ich schon ziemlich am Ende meines Berichtes, aber ich heiße jeden herzlich willkommen mich zu kontaktieren, wenn jemand mehr über das Land wissen will.
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Re: Die Mongolei und auf den Spuren von Dschingis Khan
« Antwort #86 am: 10. Dezember 2009, 16:15:24 »

An jenem Tag nach der Überquerung des Kherlen Flusses stießen wir nach über zwei Wochen Holper-Tour durch die Steppe der Mongolei wieder auf eine asphaltierte Straße, die Ulaanbaatar mit Undurkhaan verbindet, die nagelneu gebaute Nationalstraße A0501. Es war nach den strapaziösen zwei Wochen eine wahre Wohltat für uns (und unseren Gesäßen). Der russische Uaz-Transprter hatte die 2.500 km ohne eine einzige Panne überstanden und unser lieber Fahrer Matter brachte uns während der ganzen Tour sicher und schonend über alle Schlaglöcher und schlimmere Hindernisse.

Während der Fahrt auf der Nationalstraße pausierten wir bei einem Ovoo, der auch als Rastplatz diente. Ein öffentliches WC stand unübersehbar hundert Meter weit im offenen Feld, offen für Männchen und Weibchen. Und es war erstaunlich sauber. Ein Schild "Besetzt" sollte man selber mitbringen.

Den Kherlen Gol sollten wir schon bald wiedertreffen. Unser nächstes Ziel war ein Naturpark, der wegen seiner Schönheit ein traumhaftes Ziel für Kurzurlauber bietet. Es ist das Gün-Galuut Nature Reserve , ein Nationalpark nur etwa 130 km außerhalb von Ulaanbaatar und durch die asphaltierte Nationalstraße gut und schnell erreichbar.



Ein Stein-Ovoo dient als Rastplatz an der Nationalstraße A0501, die Ulaanbaatar mit Undurkhaan verbindet.


WC im offenen Feld.


Trau den Balken oder wähle besser einen Platz hinterm Hügel.


Die Zufahrt zum Gün-Galuut Nature Reserve und seinem Steppe Nomads tourist camp.
« Letzte Änderung: 10. Dezember 2009, 16:23:59 von wufgaeng »
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Re: Die Mongolei und auf den Spuren von Dschingis Khan
« Antwort #87 am: 10. Dezember 2009, 16:42:47 »

Seit vorgestern in Bangkok (die holde Gattin hat einen schnellen Internetzugang spendiert; ich kann noch gar nicht so schnell gucken, wie sich die Bilder hier aufbauen...) komme ich endlich dazu, mal die ganze Geschichte am Stück zu betrachten.

Bei den letzten vier Bildern hast Du Dich wieder mal selbst übertroffen. Und ich dachte, das Tibet-Thema wäre schon der absolute Höhepunkt an Bildern gewesen!
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Re: Die Mongolei und auf den Spuren von Dschingis Khan
« Antwort #88 am: 11. Dezember 2009, 18:24:02 »

Ein besonders schöner Abschluss unserer Reise durch die West-Mongolei war ein Besuch im Gün-Galuut Nature Reserve.
Der Eintritt in dieses Natur-Paradies beträgt 3.000 Tögrög pro Person. Keine unverschämte Frechheit, wie in Thailand! Dort zockt man den Langnasen-Ausländer nicht das zwanzigfache ab.
Ein Ger Camp und Resort, das Steppe Nomads Tourist Camp ist ein perfekter Ausgangspunkt, diesen großen Naturpark zu erkunden. Wir blieben nur eine Nacht, die Zeit war begrenzt, aber wir hatten Zeit für eine kleine Wanderung in diese weite Natur. Der Kherlen Gol fließt malerisch durch die hügelige Landschaft und reizt den Besucher zu einer ausgiebigen Rafting-Tour. Das Camp vermietet gute Mountainbikes, mit denen man den Naturpark ganz auf seine Weise erkunden kann. Mit ein bisschen Geduld und Glück trifft man auch den Grauen Wolf, der dem Menschen sehr scheu ist und den man meist nur heulen hört, aber selten sieht. Wer einmal dem Wolf begegnet, der wird schnell seine weit verbreiteten Vorurteile vom "Bösen Wolf" ablegen und dieses Tier lieben lernen.

Jeder Reisende, der für einen Aufenthalt in der Mongolei nur ein paar Tage oder eine Woche Zeit hat, dem bietet sich die Option eines Besuches des Nationalparks regelrecht an:

• Es ist nicht weit von Ulaan Baatar,

• es ist leicht zu erreichen, denn es gibt gute Verkehrsverbindungen und einen Transport-Service des Resorts,

• es ist eine traumhaft schöne Landschaft, wo man zahllose phantastische Eindrücke findet,

• man ist überrall im Resort gut und sicher versorgt und aufgehoben,

• es gibt warme Duschen, fuktionierende Toiletten, wer es braucht, einen Internet-Service, frisches Bier und ein gutes, schmackhaftes Essen.

Hier zwei Links für Interessierte. Ich kann es sehr empfehlen, denn der Park ist für Kurzurlauber sicherlich das Schönste in der Umgebung von Ulaanbaatar, das sich für einen Ausflug lohnt.
Wer aber das Gefühl der endlosen Weite erleben will, der muss sich auf eine größere und längere Tour einlassen um dieses Gefühl erleben zu können. Die endlose Steppe ist eigentlich nur mit dem Ozean oder der Wüste vergleichbar, die Weite geht bis hinter den Horizont und nimmt einfach kein Ende. Die Vorstellung der Weite übertrifft in seinen eigenen Gedanken die Grenzen.

http://www.argalipark.com/

http://www.mongoliagercamp.com/



Das Ger Camp der Naturpark Ranger, die auch den Eintrittspreis kassiert.


Der Feldweg zum Ger Resort



Blick zum malerischen Kherlen Gol





Der mongolische graue Wolf (Photo aus der WEBsite des Nationalparks)

« Letzte Änderung: 11. Dezember 2009, 19:24:11 von wufgaeng »
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Re: Die Mongolei und auf den Spuren von Dschingis Khan
« Antwort #89 am: 11. Dezember 2009, 18:42:08 »

@Wufgeang

Wunderschöne Bilder . Man findet eigentlich keine Worte. Aber man muss es wahrscheinlich selber erlebt haben.
Ich denke bei solchen Bildern immer ---wie klein und unbedeutend sind wir doch. Und wieviel machen wir kaputt.

Deine und Profuuu's Beiträge machen Lust auf mehr!!
Danke!!
    Olaf
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