Das iranische Atomprogramm sorgte in den ver-
gangenen Jahren fuer so manches Kopfzerbrechen
bei den Politikern der westlichen Welt.
Immer wieder wurden Verhandlungsrunden angesetzt,
die jedoch ohne Erfolg blieben.Die Sanktionen,die gegen
den Iran eingefuehrt wurden,unterband den Handel mit speziellen
Handelsgueter und schadeten der Wirtschaft auf beiden Seiten.
Erst die Einladung des oesterreichischen Aussenministers,im
Mai 2014 leitete die nun erfolgreiche"letzte" Runde ein.Vielleicht
war die spezielle Atmosphaere von Wien mit ein Grund,dass relativ
rasch eine Einigung gefunden wurde.
Seit Samstag ist der Vertrag unter Dach und Fach und die Sankt-
ionen gegen den Iran sind aufgehoben.In einigen Punkten bleiben
sie zwar noch bestehen,aber bis 2023 sind auch diese weg.
Der Handel zwischen dem Iran und der westlichen Welt wird wieder
Fahrt aufnehmen und die klerikale Hintergrundfuehrung des Irans
wird ein wenig zurueck gedraengt.
Durch die lange Periode der Sanktionen,entstand im Iran ein Rueck-
stau bei den Investitionen.Westliche Firmen starteten bereits,und
rittern um die Filetstuecke.
Die gesamte Erdoelindustrie im Iran bedarf einer Modernisierung,
ebenfalls wird der Iran in den Militaerbereich investieren und auf
dem Feld des Konsums.
Durch das kluge Verhalten des oesterreichischen Aussenministers
waehrend der Verhandlungen,hat Oesterreich einen kleinen Start-
vorteil,den es zu nutzen gilt.
Pech ist natuerlich,dass der Oelpreis auf einem niedrigen Niveau
verharrt und in 2016 weiter sinken wird,wenn der Iran sein Oel
frei verkaufen kann.
Ein noch niedriger Oelpreis verstaerkt den Druck auf Russland und
den Exporteuren der arabischen Welt und Naher Osten.
Aber trotzdem,ein Schritt in die richtige Richtung ist getan.
Jock