Ein paar Ueberlegungen zum Monsanto - Deal.
Aus dem Blickwinkel der Amortisation K/G -Verhaeltnis,war
es ein schlechter Kauf.
Monsanto muesste ca. 30 Jahre lang 2 Mrd.Gewinne machen,
um den Kaufpreis wieder hereinzubekommen.Erst danach wuerde
sich der Kauf rechnen.
Also sind andere Abschaetzungen der Grund fuer die Uebernahme.
Die koennen Synergieeffekte sein oder erwartbare Forschungser-
gebnisse.Aber auch eine Erwartungshaltung,Absatzmaerkte zu ge-
winnen,wenn das Unternehmen als deutsches Unternehmen auftritt.
Es waere ja nicht das erste Mal,dass Pharmaunternehmen nach einer
Fusion unter einem Kunstnamen die Maerkte bearbeiten.
Fuer Kunden ist Deutschland besser zu berechnen,als die amerikanische
Politik,die manchmal hinterbeinig ausschlaegt und mit Sanktionen polit-
ische Abhaengigkeiten herzustellen versucht.
Ableiten kann man aus der Uebernahme,dass die Niedrigzinspolitik auf
den Geldmaerkten weitere 10 - 15 Jahre Bestand hat.
Denn Bayer hat natuerlich keine 60 Mrd. auf dem Sparbuch und die
Finanzierung wird durch ein (europaeisches ?) Bankenkonsortium aufge-
stellt.
Ableiten kann man weiters,dass die natuerliche pflanzliche Nahrungs-
mittelproduktion bei weitem nicht ausreicht,um die Menschheit zu ver-
sorgen.Verstaerkt wird der Mangel durch die Bevoelkerungsexplosion,
Landgrabbing,Naturphaenomene,die einen erhoehten Einsatz von Gen-
veraenderten Nutzpflanzen notwendig machen und so den Absatz und Ge-
winn steigern.
Positiv zu bemerken ist,dass "Humankapital" in deutsche Hand kommt.
Koennte mir vorstellen,dass Schritt fuer Schritt die Forschung und Ent-
wicklung nach Deutschland verlegt wird.
Gut fuer den Standort Deutschland,gut fuer den Standort Europa.
Ob aber der Deal letztendlich erfolgreich ist,haengt vom Umgang mit
der unterschiedlichen Unternehmenskultur zwischen deutschen und am-
erikanischen Unternehmen ab.
Die Ehe zwischen Daimler und Chrysler scheiterte daran.
Jock