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Autor Thema: Thailand war Exportweltmeister für Reis  (Gelesen 171662 mal)

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danrj

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Re: Thailand war Exportweltmeister für Reis
« Antwort #60 am: 06. November 2012, 11:17:54 »

Hallo sansamaki,

Hier noch einmal extra für dich ein sehr interessanter Artikel und dann lass gut sein ;)

Aus dem Wall Street Journal,und die schreiben ja auch nicht gerade egal was!



Thailands riskantes Spiel mit dem Reispreis .


Von JAMES HOOKWAY

In dem kleinen Dorf Kok Chang in Thailand, in dem vor allem Reis angebaut wird, gab es seit Jahren nicht mehr so viel Geld. Der Bauer Vichien Pornlamchiak rechnet damit, dass er in diesem Jahr 20.000 US-Dollar verdienen könnte – das ist für ländliche thailändische Verhältnisse eine große Summe. Seine Freundin Surin Wongkrakjang schätzt, dass die Verkaufszahlen in ihrem Restaurant, das neben einem buddhistischem Tempel liegt, im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent gestiegen sind. Die Bauern aus der Umgebung geben ihr Geld für scharfe Nudelsuppe aus.

Es gibt aber ein Problem: Weil es der Staat ist, der Reis kauft, weiß niemand wie lange die guten Zeiten andauern werden. Die Regierung von Premierministerin Yingluck Shinawatra hat die milliardenschweren Subventionen kurz nach ihrer Wahl im vergangenen Sommer eingeführt, um Geld ins Landesinnere zu bringen. Denn in den ländlichen Gegenden sind die Einkommen niedriger als in den Städten.

Der Reisbauer Vichien Pornlamchiak verdient gut - solange die thailändische Regierung Reis aufkauft.

Die Idee war ehrgeizig. Die Regierung wollte Thailands traditionelle Position als weltgrößter Reisexporteur dazu nutzen, um den globalen Markt zu beeinflussen – indem man die Vorräte hortet, anstatt sie im Ausland zu verkaufen. Das sollte die Preise weltweit nach oben treiben und den thailändischen Bauern über Jahre einen besseren Lebensstandard sichern, während sich die Regierung langsam aus dem Markt zurückzieht. Bisher hat sie für acht Milliarden Dollar Reis gekauft. In dieser Woche wurde ein Plan genehmigt, weitere 7,8 Milliarden Dollar für Reis, der zwischen Oktober und Januar geerntet wird, auszugeben. Das sind zwei Prozent der gesamten thailändischen Wirtschaftsleistung.

"Thailands Pläne gehen völlig nach hinten los", sagt Samarendu Mohanty, Chefagraranalyst am International Rice Research Institute auf den Philippinen. „Die Politik hätte gut funktionieren können, wenn es anderswo eine schwere Dürre gegeben hätte, aber andere Länder haben ihre Produktion erhöht." Während Thailand versuchte, das Reisangebot für den globalen Markt zu begrenzen, trieben andere Länder die Produktion von billigerem Reise für den internationalen Handel und für den heimischen Verbrauch nach oben. So bleibt Thailand ein wachsender Vorrat, an dem nur wenige ausländische Käufer interessiert sind. Das Experiment zeige, wie Regierungen bei dem Versuch den komplexen Weltmarkt zu beeinflussen stolpern können, sagen Analysten aus der Reisbranche.

Regierungsvertreter sagen, dass sie gehofft hatten, die Reisbestände zu einem höheren Preis zu verkaufen, indem sie das Angebot verringern. Aber einige geben unter vier Augen zu, dass sie nicht davon ausgegangen waren, dass Indien nach mehreren Jahren wieder auf den Exportmarkt zurückkommt. Ebenso wenig glaubten sie, dass die Philippinen, die jahrelang der größte Importeur der Welt waren, die heimische Produktion drastisch erhöhen würden. Das Land will bis 2013 seinen Reisbedarf selbst decken.

Etwa 28 Prozent der 35 Millionen Tonnen Reis, die 2011 weltweit exportiert wurden, kamen aus Thailand. Da nur ein relativ kleiner Anteil an Reisbeständen – etwa sieben Prozent der gesamten Produktion – international gehandelt wird, ist der Einfluss von Thailand auf die Weltmarktpreise noch stärker.

Exporte werden wohl in diesem Jahr fallen

Die Welternährungsorganisation FAO erwartet, dass die Exporte in diesem Jahr auf 34,2 Millionen Tonnen fallen werden. Die Länder, in denen viel Reis konsumiert wird, versuchen ihren Bedarf selbst zu decken – nachdem sich die Preise am Weltmarkt 2008 vervierfacht hatten. Der Preisschock trat ein, nachdem Indien im Rahmen eines Programms zur Armutsbekämpfung von Weizen auf Reis umgestiegen war und alle Exporte – abgesehen von Basmatireis – gestoppt hatte. Das trieb andere Länder wie die Philippinen dazu an, viel zu kaufen.

Aber nun, da einige Länder ihre Produktion beschleunigen, bleiben die Preise relativ stabil. Das könnte für die thailändische Regierung einen riesigen Verlust bedeuten. Um die Ausgaben wieder auszugleichen, müsste sie eine Tonne für etwa 800 Dollar verkaufen, wenn die Kosten für das Mahlen und Lagern berücksichtigt werden, sagen Händler. Im Vergleich: Vietnamesischer Reise kostet etwa 400 Dollar, thailändischer Reis 600 Dollar.

Eine Gruppe berühmter Wissenschaftler zweifelt die Legalität der Reispolitik der Regierung in einer Petition an das Verfassungsgericht an. Sie vertritt die Auffassung, dass sie mit verfassungsrechtlichen Vorgaben bricht, nach denen der Staat eine freie und faire Marktwirtschaft unterstützt.

Premierministerin Yingluck Shinawatra sagte, dass sie die Subvention fortsetzen will. „Wir verstehen, was das für Auswirkungen hat und dass die Menschen besorgt sein könnten", sagte sie vergangene Woche in einem Interview in New York. Das Programm trage aber dazu bei, die Nahrungsmittelsicherheit in Thailand zu verbessern.

Währenddessen schwindet Bangkoks Einfluss auf den Weltmarkt. Das Exportvolumen ist in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um fast die Hälfte im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Analysten fragen sich, ob Thailand sich wieder an die Spitze kämpfen kann.

In den vergangenen vier Jahren ist die globale Produktion von geschältem Reis nach Angaben der FAO um 4,3 Prozent gestiegen, während die Preise für vietnamesischen Reis (Vietnam ist nun der größte Verkäufer) um ein Drittel zurückgegangen sind.

Manager aus der thailändischen Reisbranche überraschten mit der Ankündigung, dass Thailand nun billigeren Reis aus den Nachbarländern Kambodscha und Vietnam für den Heimatmarkt kaufe.

Bauern wie Viechien aus Kok Chang sorgen sich, dass das Regierungsprogramm mehr schadet als hilft. Obwohl Regierungsvertreter angekündigt haben, dass sie weiterhin ungeschälten Roh-Reis für etwa 500 Dollar pro Tonne kaufen werden, fürchtet Viechien, dass Bangkok die Kosten dafür nicht mehr lange übernehmen kann. "Ich habe Angst davor, dass sie aufhören zu kaufen. Was passiert dann mit uns?" fragt der 75-Jährige.

Quelle:http://www.wallstreetjournal.de/article/SB10000872396390443635404578037881238834590.html

Fakten,Fakten,Fakten.

Hier dann noch was auf Englisch,
http://online.wsj.com/article/SB10000872396390444130304577558771975017222.html

Wie shon im Artikel erwähnt,der Schuss geht nach hinten los.

So long
danrj
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sansamaki

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Re: Thailand war Exportweltmeister für Reis
« Antwort #61 am: 06. November 2012, 13:00:01 »

Hallo sansamaki,

Hier noch einmal extra für dich ein sehr interessanter Artikel und dann lass gut sein ;)


Sire! yes Sire!   {:}
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Kern

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Re: Thailand war Exportweltmeister für Reis
« Antwort #62 am: 06. November 2012, 14:17:11 »

Subventionen haben immer Vor- und Nachteile, laufen aber - trotz aller Unkenrufe - teilweise Jahrzehnte,  ohne dass die zahlenden Volkswirtschaften zahlungsunfähig werden.
Und wie der thailändische Reisexport für 2012 verlief, wird man erst nächstes Jahr beurteilen können.


Durch angeblich direkten Reis-Aufkauf seitens der Regierung zu Festpreisen soll in der Tat die Reis-Subvention in diesem Jahr erstmalig anders ablaufen als bisher.
        In unserer Gegend findet die jährliche Reisernte gerade erst statt, und bisher höre ich nur widersprüchliche Gerüchte darüber, wie das in der Praxis funktionieren soll.

Und so hoffe ich, dass hier einer von uns z.B. aus der fruchtbaren Zentralregion berichten kann (dort gab es dieses Jahr schon Reisernten), wie das neue Prozedere abläuft
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Burianer

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Re: Thailand war Exportweltmeister für Reis
« Antwort #63 am: 06. November 2012, 14:23:58 »

danrj,  wir hatten vor fast 5 Jahren hier in Buriram kaum mal Regen, und der Reis war kuemmerlich. Die Ernte auch.  Danach  sah ich  viele Felder ungenutzt . Das Land wurde eher fuer Spekulation genutzt.
Seit mindestens 3 Jahren, als der Reispreis in die Hoehe ging,  werden hier alle Felder  wieder voll genutzt.  
Jeder Bauer, nein jeder Landbesitzer will doch auch etwas davon bekommen.  Ertrag.
Dass es mal eine Reisknappheit gab, das ist Vergangenheit.  Vietnam und Indonesien sind seit langem wieder voll im Geschaft. Dieses Jahr wird es wieder viel , fast viel zu viel geben. Ich sehe das an meinen Reisfelder, da sind die Aehren gut ausgebildet.
Scheint eine gute Ernte zu geben, nur was heisst es dann fuer den Reispreis, wenn alle Bauern wieder Schlange stehen an den  staatlich vorgesehenen Abgabestellen.  :'(
 :'(
Spekulation hin oder her, den Schweinezyklus kennt jeder.
Man koennte sagen, Thailand, som nam na  :-X
Zu Kerns Frage ,  hier findet die Ernte auch gerade statt,  somit ist erst Ende November oder Dezember mit verlaesslichen Daten aus der Provinz Buriram zu rechnen.
  
« Letzte Änderung: 06. November 2012, 14:29:22 von Burianer »
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Kern

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Re: Thailand war Exportweltmeister für Reis
« Antwort #64 am: 06. November 2012, 14:50:16 »

Leider wird in etlichen Gebieten des Isaan die Reisernte dieses Jahr gar nicht gut ausfallen. Siehe >> Dürrekatastrophe in sieben Provinzen ausgerufen  <<

...

Reis-Subvention (wie sie in unserer Gegend im Isaan bisher ablief)

Soweit mir bekannt, galten die von der Regierung gezahlten Festpreise bisher nur für geschälten Reis. Dabei wird auch noch zwischen verschiedenen Reissorten (Jasmin-Duftreis, Klebreis usw.) und -Qualitäten unterschieden.

Hier in meiner Gegend im Isaan brachten bisher fast alle Bauern ihren gedroschenen, aber noch nicht geschälten Reis zu einem Zwischenhändler (der meist eine Reismühle besitzt). Von diesem erhielten sie dann ungefähr die Hälfte des Festpreises.

Warum nur ca. 50%?
Beim Schälen in der Reismühle gehen mit den Deck-Spelzen ungefähr 20% des Gewichtes verloren. Ferner muss man die Kosten für Lagerung, Verpackung, Transport und dergleichen zusätzlich berücksichtigen. Und Händler sind im Handeln meist besser als Bauern. Wesentlich sind dabei auch die Preisabsprachen der Händler.  {--

Dieses System der Reis-Subvention ist sicher nicht perfekt, aber für die Bauern ensteht kein bürokratischer Aufwand.
Zwar werden nach meiner Meinung die Reis-Bauern dabei von den Reis-Händlern schon kräftig über den Tisch gezogen (Ob die Bauern die dadurch entstehende Reibungshitze als Nestwärme empfinden, ist zumindest zweifelhaft   {-- ), aber diese Subventionen kommen auch den Bauern zu Gute.


Wie das neue Reis-Aufkauf-System funktionieren soll, ist mir momentan noch schleierhaft.  ???
« Letzte Änderung: 06. November 2012, 14:56:31 von Kern »
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danrj

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Re: Thailand war Exportweltmeister für Reis
« Antwort #65 am: 06. November 2012, 14:51:41 »

@Burianer
Ja das mit dem Schlange stehen ist schon eine Sache für sich.
Wenn ich bei uns diese Wahnsinnsschlangen sehe an den Abgabestellen denk ich mir immer dazu musst du als Thailänder geboren sein.
Wie lange da verschiedene wohl stehen,glaubst du 24 Stunden reichen aus????
Gruß
danrj
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Burianer

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Re: Thailand war Exportweltmeister für Reis
« Antwort #66 am: 06. November 2012, 15:04:49 »

danrj,  wir haben dafuer die Schwester meiner Frau, die faehrt morgens , (  , Auto voll  bis ueberladen)  loss,  und kommt Nachmittags zurueck.   Mit der Kohle.
Es gibt hier mehrere Abgabestellen, und fast jede hat einen anderen Preis. Das wissen die Thais, wo es den besseren Preis gibt. Das macht unter Umstaenden schon mal fast 100 Baht pro Sack aus.
Frag mich nicht, wieso das so ist. Mafia.
Meist pro Sack um die 800 bis  1000 baht, jehe nach Reissorte .  Kann Dir aber nicht sagen, wieviele Kilos ein Sack hat.   80 kg ?
Kern,  das ist der Reis, der direkt nach dem maehen gedroschen wird. Also mit allem. Ungeschaelt.
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sansamaki

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Re: Thailand war Exportweltmeister für Reis
« Antwort #67 am: 06. November 2012, 16:38:37 »

Die Reis-ernte 2011 habe ich verkauft anfangs 2012 (Paady Reis) es gab dafür ein Tagespreis leicht schwankend  16000- 16500 Bath pro Tone also etwas über 500 Dollar.
Vom Reisehändler gab es ein Ausdruck von der Wage mit dem konnte man sich das Geld in seinem Haus abholen.
Wenn man den Reis über die Landwirtschaftliche Genossenschaft verkaufte war der gleiche Reisehändler zuständig, nur man brachte den Ausdruck der Wage zur Genossenschaft und das Geld wurde auf die Panachan Gasetagon überwiesen zu etwa dem gleichen Preis.

Unter Abhisit wurde das Reis-land nach Rai subventioniert und nicht die Ernte.
Was den Weltmarktpreis anbetrifft scheint mir das gar nicht so wichtig weil hier nur etwa 5-6 % des gesamten weltweit Reis-volumen gehandelt werden.
Der FOB Preis dürfte in Thailand im Moment bei 560 Dollar liegen wobei Thailand bis auf 800 Dollar gehen möchte.

Bei der Reis Subvention sollte man auch nicht vergessen das er vom Binnenmarkt mitgetragen wird durch massiv höhere Reis preise weshalb die Lohnerhöhung auf 300 Bath unumgänglich erscheint.

Burianer hat es schon angesprochen, wen der Reiseanbau sich nicht mehr lohnt wird nicht mehr angebaut und das Land interessant für Spekulation, die Landbevölkerung wird abwandern.
Die Reis-felder vernichtet und Ölpalmen und Gummi gepflanzt wo es möglich ist.
Die Bauern werden Tagelöhner auf dem Land das ihnen gehörte.

Anders herum ich Hofe das Thailand den Preis halten kann und einen weg findet.
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arthurschmidt2000

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Re: Thailand war Exportweltmeister für Reis
« Antwort #68 am: 06. November 2012, 16:54:48 »

Was spricht dagegen, lohnt sich der Anbau von Reis nicht mehr, Produkte, die sich lohnen, anzubauen?
« Letzte Änderung: 06. November 2012, 17:36:43 von arthurschmidt2000 »
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nompang

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Re: Thailand war Exportweltmeister für Reis
« Antwort #69 am: 06. November 2012, 17:25:43 »

Ich vermute mal, dass die meisten nicht finanziell nicht durchhalten, wenn zwischen pflanzen und erster Ernte über 1 Jahr vergeht.
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arthurschmidt2000

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Re: Thailand war Exportweltmeister für Reis
« Antwort #70 am: 06. November 2012, 17:46:56 »

Da fällt mir doch so ganz spontan ein, darüber nachzudenken, ob es nicht sinnvoller ist, statt den Reisanbau für die Halde eine Umstellung der Produktion zu subventionieren.

Der Bauer mit nur einer Ernte pro Jahr wird nie mit seinem Kollegen konkurrieren können, der mehrere Ernten pro Jahr einfährt.
« Letzte Änderung: 06. November 2012, 17:50:31 von arthurschmidt2000 »
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Re: Thailand war Exportweltmeister für Reis
« Antwort #71 am: 06. November 2012, 17:59:38 »

Hallo sansamaki


War denn nun der Reisverkauf in 2012 irgendwie anders als in 2011? War der Preis ein Besserer?

...

Hallo Arthur


1. Die Thais bauen ja auch andere Dinge an.
2. Aber Reis ist nun mal hier das Grundnahrungsmittel, und jährlich exportiert Thailand nur ca. 30% seines Reis-Ertrages.

...

Hallo Alle (tolle Formulierung  ;D )


Eigentlich stehe ich Subventionen sehr kritisch gegenüber, aber Bauern sind für mich ein wichtiger Sonderfall.
Jede Regierung, die die Bauern (oder Landwirte oder oder. Wie man sie nennt, ist nicht wichtig. Was sie produzieren ist wichtig!) vernachlässigt, handelt grob fahrlässig gegen die eigene Bevölkerung.

Erstens stellen Bauern sowieso einen nicht unbeträchtlichen Teil der Bevölkerung dar und
zweitens schaffen sie das, was wir alle dringend zum Überleben brauchen: Nahrungsmittel

Auch volkswirtschaftlich und gesellschaftlich darf man die Bedeutung von kleinen bodenständigen Betrieben nicht unterschätzen,
Wir brauchen auch Großbetriebe. Aber wer sich nur in die Hände (=teilweise wie ein Spinnennetz) von wenigen Großbetrieben/Konzernen begibt, und die Masse der kleinen und mittleren Betriebe vernachlässigt, ist ein dämlicher, naiver, verantwortungsloser Blindgänger.

Das gilt übrigens für eigentlich alle Wirtschaftsbereiche.


Und das Argument "Ich brauch keine Bauern. Wir kaufen unsere Lebensmittel nämlich im Supermarkt" lässt es etwas an Durchblick mangeln.  :-)
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sansamaki

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Re: Thailand war Exportweltmeister für Reis
« Antwort #72 am: 06. November 2012, 18:23:43 »

Genau, bis bei Ölpalmen etwas heraus schaut braucht es 4 Jahre.
Persönlich ist es in meinen Augen für Thailand die Wirtschaftlich interessanteste Pflanze auch ökologisch sinnvoll weil Thailand schon abgeholzt ist.
Aber nach meiner Meinung für der Isaan nicht geeignet (Braucht Wasser)
Gebiete die überschwemmt werden sind auch nicht geeignet.  

Eine Umstellung mit Subventionen ist sicher ein interessanter Ansatz wobei ich es lieber sehen würde das mehr Richtung Ausbildung in der Landwirtschaft gemacht würde.
Umstrukturierung könnte man über zinslose Kredite finanzieren ,wen man Bauern hat die den Durchblick haben und zusammenhänge erkennen können.

Namtok
Die Reis ernte 2010 verkauft Anfang 2011 bekamen wir im schnitt etwa 6500 Bath pro Tonne.
Der Preis schwankte 5-8 Bath Kilogramm Sorten und zeitabhängig und noch die Subvention pro Rai.
« Letzte Änderung: 06. November 2012, 18:32:03 von sansamaki »
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nompang

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Re: Thailand war Exportweltmeister für Reis
« Antwort #73 am: 06. November 2012, 18:33:50 »

Kann man den überschüssigen Reis aus den Lagern, bevor er vergammelt, nicht in Sprit umwandeln ??? Es werden ja auch andere Pflanzen für den Benzinzusatz verwendet.

Reis hat ja einen recht guten Brennwert, wie glaube ich @Alex mal geschrieben hat.

Habe davon keine Ahnung, einfach mal eine Frage ;)
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derbayer

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Re: Thailand war Exportweltmeister für Reis
« Antwort #74 am: 06. November 2012, 18:40:33 »


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