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Autor Thema: Aufruhr in der arabischen Welt  (Gelesen 232489 mal)

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Suksabai

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Re: Aufruhr in der arabischen Welt
« Antwort #840 am: 05. Oktober 2016, 17:32:22 »

News wie bestellt für unsere Diskussion hier:

Zitat
++ EILMELDUNG: USA greifen irakische Armee an ++

Bei US-Luftschlägen auf irakische Regierungskräfte sollen mindestens 20 Soldaten ums Leben gekommen sein.
ISIS-Terroristen konnten dadurch wieder in die Offensive gehen.
Die USA sprechen abermals von einem Versehen.

Englischer Originaltext:
http://www.presstv.com/Detail/2016/10/05/487722/USled-airs-strike-Iraq-tribal-fighters-Mosul-Qayyarah

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jock

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Re: Aufruhr in der arabischen Welt
« Antwort #841 am: 05. Oktober 2016, 18:06:20 »

@Suksabai

"Die Zeit" berichtete am 22.9.2014,dass das syrische Aussen-
ministerium vorab vom Einsatz der US- Bomber gegen den IS
informiert wurde und den Einsatz auch gegruesste.

Auch Herr Assad hat in einem Interview mit BBC zugegeben,
dass seine Regierung von den Einsaetzen informiert war und
hat sie auch gutgeheissen.

Wo hier Geschawaetz ist,weiss ich nicht.

Das "nicht ganz richtig,nicht ganz falsch"bezog sich auf die Allianz.

Die Russen sind wahrscheinlich rechtlich auf der sichereren Seite.

Jock

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Suksabai

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Re: Aufruhr in der arabischen Welt
« Antwort #842 am: 06. Oktober 2016, 00:09:55 »

"Die Zeit" berichtete am 22.9.2014,dass das syrische Aussen-
ministerium vorab vom Einsatz der US- Bomber gegen den IS
informiert wurde und den Einsatz auch gegruesste.

2014 glaubte auch noch ein Grossteil (auch natürlich durch wohlangelegte Propaganda der Medien) an die "Weltpolizei" USA.
Auch Assad war wahrscheinlich damals noch so blauäugig -
aber er hat der USA NIE ein offizielles Beistandsansuchen übermittelt!

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Suksabai

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Re: Aufruhr in der arabischen Welt
« Antwort #843 am: 06. Oktober 2016, 12:13:54 »


Zitat
++ Russland verlegt MIG-31 Abfangjäger nach Syrien ++

Seit den 1980er-Jahren wird der Luftraum über Russland von Abfangjägern des Typs MiG-31 überwacht. Unter Militärexperten gilt der russische Kampfjet hinsichtlich seiner hoch entwickelten technischen Ausstattung noch immer als konkurrenzlos.

Die MIG-31 ist ein Überschallflugzeug und einer der schnellsten Kampfjets überhaupt. Diese Kampfjets sind in der Lage, Ziele aus 200 km Entfernung anzugreifen. Mit den zuvor gelieferten S-300 Luftabwehr-Raketen, scheint der Luftraum über Syrien dicht zu sein.     

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namtok

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Re: Aufruhr in der arabischen Welt
« Antwort #844 am: 07. Oktober 2016, 04:44:16 »

Assad im Verneinungsmodus, wer denn den Konvoi bombardiert hat. Er kann zwar gut Englisch, aber die Körpersprache...

https://www.facebook.com/Channel4News/videos/10154083356776939
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franzi

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Re: Aufruhr in der arabischen Welt
« Antwort #845 am: 07. Oktober 2016, 05:39:22 »

Warum mit Hilfe der Psychologie verbissen versuchen, diesen Luftangriff Assad in die Schuhe zu schieben. Nicht mal die UNO behauptete spaeter, dass ein Luftangriff auf den Konvoi stattgefunden hat.

Der Mord an mindestens 62 syrischen Soldaten durch die 50 minuetigen Luftangriffe der Amis und Konsorten war den MM wesentlich weniger Berichterstattung wert.
Sowas wird sich aber nicht mehr wiederholen, denn die Russen schalten endlich auf den harten Modus um.

Zitat
Konaschenkow betonte, dass auch Luft- und Raketenangriffe auf jene Gebiete, die von der syrischen Regierung kontrolliert werden, die russischen Offiziere gefährden würden, die in diversen Ortschaften den Transport von Hilfsgütern koordinieren und zwischen Armee und Milizen vermitteln.

„Ich verweise die Hitzköpfe darauf, dass wir nach dem Angriff der Koalition auf die syrischen Truppen in Deir ez-Zor alle notwendigen Maßnahmen getroffen haben, um solche Fehler gegen die russischen Soldaten und Militärobjekte in Syrien unmöglich zu machen“, sagte Konaschenkow. Der General schloss nicht aus, dass den Medienlecks über die Planung neuer Angriffe auf die syrische Armee tatsächliche Angriffe folgen würden. „Ich empfehle den Kollegen in Washington, alle Konsequenzen durchzukalkulieren.“

Mehr: https://de.sputniknews.com/politik/20161006/312846596/russland-usa-syrien-warnung.html

Anders gesagt, ein Angriff auf die syrische Armee kaeme einem Angriff auf russische Truppen gleich.

"Versehentliche" Angriffe der Amis sind ja nicht so selten in dieser Region

Zitat
Dem Leiter des Pressezentrums der Volkswehr im Irak, Thu el-Fiqar al-Baldawi, zufolge haben die Fliegerkräfte der US-Koalition am Mittwoch einen Schlag gegen die regierungstreuen Volksmilizen geführt, die gegen eine Daesh-Gruppe kämpften. 18 Volkswehrmitglieder seien dabei getötet und Dutzende verletzt worden

Mehr: https://de.sputniknews.com/politik/20161006/312848802/us-koalition-attackiert-regierungstreue-milizen-irak.html

Weiters eine Stellungsnahme von Toedenhofer zu den Baerten und dem Goldschmuck

Zitat
Ist das auch Ihre Vermutung, warum ihr Interview im Nachhinein dann so auseinander genommen wurde?

Flagge der Terrorgruppierung Islamischer Staat in Irak © AP Photo/ Raad Adayleh IS-Machtzirkel: Gegen wen Russland in Syrien kämpft Das wurde ja gar nicht auseinander genommen. Da stellen die Leute absurde Behauptungen auf. Zum Beispiel wird gesagt, die Dschabhat Al-Nusra Kämpfer, die seien nie rasiert und bei mir sind aber einige rasiert. Dschabhat Al-Nusra macht doch selbst Reklame mit jungen Leuten, die nicht rasiert sind. Das steht auch überall im Internet. Also manche sind rasiert und manche sind eben nicht rasiert. Und dann wird behauptet, ein Kämpfer von Al-Nusra, auch wenn er von anderen Organisationen kommt, trägt keinen goldenen Ring. Das ist so ein Quatsch. In Syrien tragen tausende von Menschen Goldschmuck und das ist ganz normal. Das sind sehr schwache Argumente, die völlig an der Realität in Syrien vorbei gehen und auf die man nur kommen kann, wenn man noch nie in Syrien im Krieg gewesen ist.

Mehr: https://de.sputniknews.com/politik/20161006/312839315/todenhoefer-syrien-krieg-weltbild.html

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Suksabai

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Re: Aufruhr in der arabischen Welt
« Antwort #846 am: 07. Oktober 2016, 09:09:35 »

Hinter den Kulissen vor 9 Stunden:

Zitat
++ Russland warnt USA vor Angriff auf Syrien: Werden feindliche Flugzeuge abschießen ++

Die Wortwechsel werden immer eindeutiger. Der offizielle Sprecher des russischen Generalstabs - General-Major Igor Konaschenkow hat die USA heute erneut und ausdrücklich vor möglichen Luftangriffen gegen die syrischen Regierungsarmee gewarnt:

"Ich möchte die US-Strategen daran erinnern, dass die Luftabwehr der russischen Stützpunkte in Cheimmim und Tartus in Syrien - von den Luftabwehr-Systemen S-400 und S-300 gewährleistet wird, deren wahrer Abwehrradius für so manches 'Unbekannte Flugobjekt' zur großen Überraschung werden kann. Man kann nur hoffen, dass sich die USA die Folgen und Konsequenzen ihrer Angriffe gegen die syrische Regierungsarmee sorgfältigst überlegt haben werden. Ich rate meinen Kollegen in Washington alle möglichen Folgen solcher Pläne wirklich sorgfältig durchzurechnen."

General-Major Konaschenkow unterstrich auch, dass die russischen Luftabwehrsysteme kaum Zeit dafür verlieren werden, um Flugbahn und Herkunft von Raketen oder Raketenträgern herauszufinden. Jede solche Rakete, Raketenträger (z.B. Drohnen) - sowie auch jedes "unsichtbare" Flugobjekt (z.B. Stealth-Kampfjets) werden als Gefahr gewertet und abgeschossen werden.


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Re: Aufruhr in der arabischen Welt
« Antwort #847 am: 07. Oktober 2016, 09:10:22 »

Auch hierüber schreiben die MM mal wieder nix! Nur „alternative Quellen“.

North Korean military units are in Syria to help President Bashar al-Assad’s forces, a member of the Saudi-backed Syrian opposition recently claimed.

“Two North Korean units are there, which are Chalma-1 and Chalma-7,” Asaad al-Zoubi, who is heading a delegation for the Syrian opposition’s High Negations Committee (HNC) to the upcoming Geneva talks told state-owned Russian news agency TASS.

So http://english.alarabiya.net/en/News/middle-east/2016/03/25/North-Korea-troops-in-Syria-to-help-Assad-report.html am 25. März diesen Jahres.
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Re: Aufruhr in der arabischen Welt
« Antwort #848 am: 07. Oktober 2016, 10:15:39 »

Aus einem anderen Forum:

Zitat
Das Ultimatum Putins

Nach der Inkraftsetzung der Verordnung des Präsidenten der Russischen Föderation über die Aussetzung des Abkommens zwischen Russland und den USA über die Verwertung des waffenfähigen Plutoniums und der Eintragung des entsprechenden Gesetzentwurfes in der Staatsduma begann in den Massenmedien der Streit darüber, ob das mit dem Bruch der Vereinbarung zu Syrien verbunden ist. Als zweiter Stein des Anstoßes hat sich die Frage ergeben, warum Russland – obwohl es seit Jahren weiß, dass die USA ihren Teil des Geschäftes nicht erfüllen – erst jetzt reagiert hat.
Einige Fachkräfte/Atomwissenschaftler behaupten, dass das Geschäft objektiv für Russland vorteilhaft ist. Das ist möglich. Mir fällt es schwer, das zu beurteilen. Zum einen bin ich in dieser Sphäre kein Experte und zum anderen kann ich nicht sagen, inwiefern diese Einschätzung objektiv ist. Umso mehr weil wir wissen, dass das, was vom Gesichtspunkt des atomaren Geschäftes vorteilhaft ist, durchaus vom Gesichtspunkt der Sicherheit unvorteilhaft sein kann.
Obwohl ich im Prinzip denke, dass es keine besonderen Probleme mit der Sicherheit gab. Russland verfügte immer noch über ein ausreichendes nukleares Arsenal für das Auftragen des Todesschlags gegen die USA. Das erkannte man auch in Washington an. Für die Produktion von neuen Sprengköpfen reichte das Material auch aus. Für den Fall des Austausches von totalen Kernwaffenschlägen würde die Produktion der nächsten Partei Gefechtsköpfe schon nicht mehr benötigt. Eben weil es physisch unerfüllbar bliebe. Das Problem würde in der physischen Erhaltung der Reste der Zivilisation bestehen, selbst wenn es auf dem Niveau der Steinzeit wäre.
Betreffs der syrischen Problematik, so schließen die USA nicht das erste Mal – nicht nur in Syrien – Abkommen und brechen dann ihre Umsetzung ab, schließen wieder eins …
Das Format der russischen Reaktion ist offenbar nicht vergleichbar mit der öffentlichen Absage Washingtons an die Zusammenarbeit, die es so bisher nicht gab.
Ich denke man muß, um den Maßstab des Geschehenen zu verstehen, beachten, dass Putin Russland nicht einfach aus dem entsprechenden Vertrag herausgeführt hat. Er hat die Möglichkeit des Wiedereintritts zu seiner Ausführung erklärt. Aber er hat das verbunden mit der Erfüllung von bestimmten Bedingungen.
Wir werden uns diese Bedingungen anschauen: die Aufhebung aller Sanktionen in Bezug auf die Russische Föderation durch die USA, die Auszahlung von Kompensationen nicht nur für die Verluste durch die amerikanischen Sanktionen, sondern auch von den russischen Kontersanktionen, die Aufhebung des Magnitzki-Gesetzes (https://de.sputniknews.com/trend/magnitski_gesetz_2012/, d.Ü.), die heftige Reduzierung der Anwesenheit des US-Militärs in Osteuropa, die Absage an die Politik der Konfrontation mit Moskau. Für die Bestimmung des Wesens der Forderungen Putins kommt nur ein Wort in Frage – ein Ultimatum.
Aus meinem Gedächtnis heraus legte Großbritannien das letzte Mal Washington ein Ultimatum in Zusammenhang mit dem Zwischenfall mit dem Schiff „Trent“ vor. Es war im Jahr 1861, während des Bürgerkrieges in den USA. Sogar dann, unter für sich äußerst schweren Bedingungen, hat Amerika nur einer Teilbefriedigung der britischen Forderungen zugestimmt (https://de.wikipedia.org/wiki/Trent-Aff%C3%A4re, d.Ü.).
Man muss dabei anmerken, dass die britischen Forderungen von 1861 für die USA nichts Demütigendes enthielten. Der Kapitän des Schiffes der Kriegsmarine der USA hat wirklich das internationale Recht aus eigener Initiative verletzt, hat die Menschen auf neutralem Schiffsboden verhaftet (britischem), hat sich damit an der Souveränität Großbritanniens tatsächlich vergriffen und fast einen Krieg provoziert. Und jenes Amerika, das die Handlungen des Kapitäns desavuierte und die Verhafteten befreite, hat darauf verzichtet, um Entschuldigung zu bitten.
Jetzt fordert Putin nicht irgendeine Entschuldigung oder die Befreiung von ein paar Verhafteten, sondern die Veränderung der ganzen amerikanischen Politik, ja sogar noch die Kompensationen Russlands für die Schäden, die sie erlitten haben von den offiziellen Sanktionen durch die Regierung der USA. Das ist eine unerfüllbare, demütigende Forderung. Tatsächlich ist diese Forderung die volle und bedingungslose Kapitulation im Hybridkrieg, den man in Washington immer noch nicht für verloren hält. Ja auch die Auszahlungen der Kontribution und der Reparationen.
Etwas Ähnliches forderte von den USA nur die britische Krone zum Abschluss des Krieges um die Unabhängigkeit, als sie noch die Aufruhrstaatsangehörigen von König Georg III. waren. In den letzten hundert Jahren hat sich niemand vorstellen können, dass man mit Washington in so einem Ton sprechen kann.
Also, die erste Schlussfolgerung. Putin demütigte absichtlich und demonstrativ die USA, und demonstrierte dabei, dass man mit ihnen sogar härter sprechen kann, als sie es sich angewöhnt haben, mit der ganzen übrigen Welt zu reden.
Wann hat er das gemacht? Das heißt, worauf reagierte Putin in Wirklichkeit? Er dachte in Wirklichkeit im Leben nicht, dass die USA die Absprachen Kerry-Lawrow zu Syrien erfüllen würden. Dass Washington das Geschäft mit dem Plutonium in Russland auch nicht beachtete war jahrelang bekannt, aber Moskau zog daraus jetzt einen ernsten Vorteil für den atomaren Zweig, und wurde damit tatsächlich der globale Monopolist und das offenbar wegen der technologischen Rückständigkeit der USA, die nicht in der Lage waren, das Waffenplutonium so zu verwerten, wie es im Vertrag vorgesehen war.
Die harte und fast augenblickliche Reaktion Russlands folgte praktisch auf die Erklärung des Sprechers des Statedepartments der USA, dass Russland beginnen kann, aus Syrien in Säcken die Leichen der Militärangehörigen abzusenden, dass es beginnen wird, dort Flugzeuge zu verlieren und dass in den russischen Städten Terrorakte anfangen können.
Außerdem ist sofort nach der Erklärung des Statedepartments die Erklärung des Pentagons gefolgt, dass es bereit ist, Russland einen präventiven Kernwaffenschlag aufzutragen. Das Außenministerium Russlands hat auch mitgeteilt, dass Moskau die Absichten der USA bekannt sind, den Luftkrieg gegen die syrischen Regierungstruppen und das in Syrien auf gesetzlicher Grundlage aufgestellte russische Kontingent zu beginnen.
Was hat noch für das Ultimatum Putins den Hintergrund gebildet?
Die halbjährliche Übung der Luftabwehr zur Reflexion eines nuklearen Angriffes auf Russland und dem Auftragen eines Antwortschlages, sowie die für die nächsten Tage angekündigte Übung des Katastrophenschutzministeriums (unter Heranziehung von bis zu 40 Millionen russischer Staatsbürger) zur Überprüfung der Bereitschaft der Objekte und der Strukturen des Zivilschutzes für einen nuklearen Krieg und für eine zusätzliche Information der Bürger zu dem Format der Handlungen in der Stunde „X“.
Wenn wir das alles zusammenfassen, so werden wir sehen, dass die USA seit langem Russland mit dem nuklearen Konflikt informell erschreckten und dass Moskau regelmäßig andeutete, dass es zu so einer Entwicklung der Ereignisse bereit ist und nicht vorhat, zurückzuziehen.
Jedoch in letzter Minute ist die Regierung Obama nicht mehr zu 100% vom Sieg Hillary Clintons bei den Präsidentenwahlen überzeugt und die Washingtoner Habichte haben sich wieder einmal entschieden, die Sätze zu erhöhen. Wobei sie jetzt an einer äußerst gefährlichen Grenze angekommen sind, an der der Konflikt begonnen hat, eine gewisse selbständige Entwicklung zu nehmen. In dieser Etappe könnte das nukleare Armageddon wegen einer beliebigen Zufälligkeit, einschließlich der Unangemessenheit von Jemandem unter den höchsten Offizieren des Pentagons oder unter den Persönlichkeiten der Verwaltung des Weißen Hauses anfangen.
In diesem Moment hat Moskau die Initiative ergriffen und hat die Einsätze erhöht, aber so, dass sie die Opposition in eine andere Ebene übersetzten. Im Unterschied zu Amerika fing Russland nicht an, mit Krieg zu drohen. Es hat einfach die Möglichkeiten einer harten politisch-ökonomischen Antwort demonstriert, die in der Lage ist, im Falle eines weiteren falschen Verhaltens der USA, den Traum Obamas auch andersherum zu realisieren, nämlich die Wirtschaft und das Finanzsystem Washingtons in Fetzen zu reißen.
Außerdem hat Russland mit dieser Handlung das internationale Prestige der USA ernsthaft beschädigt und es hat der ganzen Welt vorgeführt, dass man Amerika mit seinen Waffen schlagen kann und nichts dabei passiert. Der Bumerang ist zurückgekehrt. Bei so einer Dynamik und der Ausrichtung der Entwicklung der Ereignisse können wir hunderte Vertreter der amerikanischen Elite auf der Anklagebank in Haag erleben. Und das nicht einfach nur während unseres Lebens, sondern noch bevor der folgende amerikanische Präsident im Weißen Haus zu seiner ersten vierjährigen Wahlperiode antritt.
Die USA haben die Wahl: entweder die Drohungen zu realisieren und den nuklearen Krieg zu beginnen, oder damit gebändigt zu werden, dass die Welt nicht mehr unipolar ist und zu beginnen, ins neue Format eingebaut zu werden.
Wir wissen nicht welche Wahl Washington treffen wird. In der amerikanischen politisch etablierten bürgerlichen Gesellschaft sind eine ausreichende Zahl ideologisierter Nichtadäquater bereit, mit einem nuklearen Brand die ganze Menschheit zu erwärmen, nur um das Ende der weltweiten Hegemonie der USA, die so kurzfristig, sinnlos und verbrecherisch schien, nicht anerkennen zu müssen. Aber es muss die Wahl treffen. Weil je länger Washington sich den Anschein geben kann, dass nichts geschehen ist, desto größer wird die Zahl seiner Vasallen sein (die so genannten Verbündeten, die schon lange mit der Abhängigkeit belästigt werden), die grob und unzweideutig die amerikanischen Ambitionen ignorieren werden und auf die Seite der neuen perspektivischen weltweiten Kraft hinüberlaufen.
Und schließlich können die USA dann sogar jenen Moment erwarten, wenn sich sogar der Status eines der Zentren der mehrpolaren Welt als für sie unzugänglich erweisen wird. Nicht nur die Afrikaner, die Asiaten oder die Lateinamerikaner, sondern auch die Europäer werden dann gern mal dem ehemaligen Hegemonen für die vergangenen Erniedrigungen danken. Und sie sind nicht ganz so friedliebend wie Russland und nicht so menschlich.
Also und zum guten Schluß ist das Ultimatum Putins – die Antwort an all die, die noch 2014 empört fragten, warum die russischen Panzer Kiew, Lwow, Warschau und Paris noch nicht genommen haben und worin eigentlich der Plan Putins besteht.
Ich kann nur das wiederholen, was ich damals schrieb. Wenn Sie im Begriff sind, auf Konfrontation mit dem weltweiten Hegemonen zu gehen, sollten Sie davon überzeugt sein, dass Sie alle seine beliebigen Handlungen beantworten können. Die Wirtschaft, die Armee, die Gesellschaft, die staatlichen und administrativen Strukturen – sollten alle bereit sein. Wenn es keine (noch keine) volle Bereitschaft gibt – dann muss man das Spiel verzögern und die Muskeln einsetzen.
Jetzt ist alles bereit und die Karten liegen auf dem Tisch. Wir werden sehen wie die USA antworten. Aber die geopolitische Realität wird sich nicht mehr zurückdrehen. Die Welt hat sich schon geändert. Den USA wurde der Handschuh öffentlich zugeworfen und sie haben sich nicht sofort getraut, ihn aufzuheben.
Rostislaw Ischtschenko, 05.10.2016, https://cont.ws/post/390943

Die Deutsche Bundeswehr (Luftwaffe) scheint die Botschaft verstanden zu haben, denn die 6 in Syrien und Irak eingesetzten Tornades haben ab heute technische Probleme und muessen am Boden bleiben.

http://augengeradeaus.net/2016/10/modernste-tornado-jets-der-luftwaffe-muessen-am-boden-bleiben-auch-in-incirlik/

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Re: Aufruhr in der arabischen Welt
« Antwort #849 am: 07. Oktober 2016, 10:29:24 »

Die Deutsche Bundeswehr (Luftwaffe) scheint die Botschaft verstanden zu haben, denn die 6 in Syrien und Irak eingesetzten Tornades haben ab heute technische Probleme und muessen am Boden bleiben.

Die erste vernünftige Entscheidung der germanischen Kriegerkaste, wenn auch mit fadenscheinigem Vorwand... . .

Angesichts DIESER Waffentechnologie.. . .



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Re: Aufruhr in der arabischen Welt
« Antwort #850 am: 07. Oktober 2016, 10:56:23 »

Seit dem Abschuss von MH 17 sollte auch dem Dümmsten die Treffsicherheit russischer Waffen klar sein.
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Re: Aufruhr in der arabischen Welt
« Antwort #851 am: 07. Oktober 2016, 11:08:47 »

Dem amerikanischen Regime und dem Pentagon anscheinend nicht.

Was ist eigenlich die Steigerung von "am duemmsten"  ???

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Re: Aufruhr in der arabischen Welt
« Antwort #852 am: 07. Oktober 2016, 11:13:39 »



Kleine Anmerkung am Rande:

Ist eigentlich jemandem hier schon aufgefallen, dass Assad in den MM prinzipiell als "Machthaber" tituliert wird?

Ist eigentlich komplett falsch, denn erstens
ist er nach wie vor das legal und demokratisch gewählte Staatsoberhaupt und Präsident von Syrien
und zweitens
bürgerkriegsbedingt eben kein 100%iger "Machthaber" über das Syrische Staatsgebiet.

Aber das ist unterschwellige Propaganda... . .

lg

PS:
@franzi

ein ziemlich fundierter und einleuchtender Artikel des Herrn Ischtschenko!
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Re: Aufruhr in der arabischen Welt
« Antwort #853 am: 07. Oktober 2016, 11:28:54 »

Zu meiner Schande: mir nicht.
Aufgefallen ist mir aber (zumindest kommts mir so vor), dass die MM immer weniger bzw. kaum noch vom "Schlaechter Assad" schreiben.

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Re: Aufruhr in der arabischen Welt
« Antwort #854 am: 07. Oktober 2016, 12:25:09 »

@suksabai,

Frau Merkel und Herr Poroschenko z.B. sind da schon ein wenig demokratischer legitimiert.
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