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Autor Thema: Geschichten aus Hinterindien  (Gelesen 444235 mal)

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Josef

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1515 am: 01. Juli 2011, 19:54:46 »

@low

jaaaa so lieben wir DICH :-* Danke

Grüsse aus D ... Josef
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drwkempf

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1516 am: 02. Juli 2011, 01:53:12 »

Keine Frage,

Low hebt zu einem seiner bekannten Höhenflüge ab! }}
Wir sind gespannt, wies weitergeht.
Diesmal kann offenbar sogar auf die Mitwirkung der Kleptomanowitschsippschaft verzichtet werden. Wo bist Du da nur hingeraten? ???

Wolfram
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Tu ne quaesieris scire nefas quem mihi quem tibi finem di dederint

Low

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Moderatorenbeschreibung aus Hinterindien
« Antwort #1517 am: 02. Juli 2011, 13:59:50 »

Moderatorenbeschreibung aus Hinterindien

Bedaure Achim,
A.   Bist du mein eineiiger Zwilling?
B.   Dein Porträt ist nicht vollständig.
Ich vergaß deine Zuckerkrankheit und die chronische Bronchitis, du nennst sie Raucherhusten, zu erwähnen. Die Magengeschwüre
verschwitzen wir. Sie melden sich ja nur nach zu reichlichem Chiligenuß.
Und vergiß beim St. Alzheimer nicht, immer schön die Batterien des Trittmachers nachzuladen. So etwas könnte sich beim
ungeschützten Nahkampf fatal auswirken.
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Sie wollte in die Galeries Lafayette.

Low

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Schulmädchenreport 2
« Antwort #1518 am: 04. Juli 2011, 14:59:49 »

Schulmädchenreport

B. Heilpflanzen
1. Teil

Als ich vor Wochen mutterseelenallein, ohne lustbetonende Weiblichkeit, als Geschäftführer und Hausangestellter
alleine meine täglichen Werke und Hausarbeiten verrichtete, überlastete ich meine alten Knochen, Sehnen, Muskeln,
Nerven und was Mediziner sonst noch alles dozieren.
Ohne Ärzte gäbe es weniger Krankheiten. Schuld an der Vielfalt der Leiden tragen unzählige Spezialisten. Früher
genügten zum Sterben Blinddarm, Keuchhusten und Lungenentzündung. Heute ist das Dahinsiechen wesentlich
teurer und vielfältiger mit all den lateinischen Bezeichnungen wie Podobromhydrosis oder Hyperhidrosis pedis. (1)
Da schmerzt bereits das Radebrechen von Beschwerden und Arzneien wie Aethyl-Phenil-Lekaryl-Parapherinan-Dynamit-
Acethylen-Koollomban-Piporol. (2)

Meine Empfindungen in der Diagonale - linke Hand, rechter Fuß sind gestört. Das Mittelfeld war ebenfalls leicht betroffen.
Gefühllos kann man nicht, was denken einige Leser schon wieder (zu recht), Gegenstände halten. Sie entgleiten
freudlos einem fast nutzlosen Greifapparat.

Eine Therapie gegen gängige Beschwerden in LanNa Land ist die Thai-Massage. Wir riefen Heilerinnen aus den
Hügeln. Die kneteten uniformiert stundenlang – gefällig, erfolglos.
Eine hochkarätig geschminkte, teure Heilkundige aus dem Reich der oberen Zehntausend, ein Hauch von Luxus,
brachte viel Farbe in mein Leben. Die Wirkung eines Gecko Köttels auf meinem Arm war stärker als ihre theatralisch
einstudierten Verrenkungen. Zur perfekten Inszenierung fehlten nur noch farbige, kunstvoll drapierte Vorhänge,
Düfte – Sandelholz und Patchouli, warme Halbedelsteine, obertonreiche Sitarklänge, eine große Kristallkugel,
welche den Raum mit vitaler Chi-Energie auflädt - und ein Glas mit abgestandenem Weißbier neben einem dampfenden,
graziös verbeultem Nachttopf.

Eine besorgte Nachbarin kannte ein altes Weiblein, welches quasi Wunderheilungen vollbrachte. Nach mehrfachem
Bitten und reiflichem Zögern erschien eine reichlich baufällige Bäuerin auf der Veranda. Ein zu klein geratenes oder
stark geschrumpftes, überreifes, ergrautes Mütterchen. (3) Ich äugte, putzte die Brille, guckte noch zweimal und
sagte mir:
„Verderben kann die nichts mehr. Hoffentlich stirbt sie nicht während des Knetens!“

(1)
Schweißfüße, Pes olens
(2)
http://www.textlog.de/tucholsky-rezepte-grippe.html
(3)
http://forum.thailand-tip.com/index.php?topic=11129.0

Fortsetzung folgt
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Kern

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1519 am: 04. Juli 2011, 19:26:12 »

Genial!  :D      :]            {*  {*  {*
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Ozone

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Re: Schulmädchenreport 2
« Antwort #1520 am: 05. Juli 2011, 11:33:42 »

...
Düfte – ...und Patchouli,

wäääh, iiiiigittt  !!!

Die nach Schuh-Crème riechende Patschuli Öl-Tinkturen strichen sich unsere Mädels anfangs der Oberstufe an den Hals unter die Arafat Schals {+ .  Naja, war ne andere Zeit, Achselhaare blieben ja auch stehen...  ;D
Wie schön, dass gegen Ende der Schulzeit bei den innovativern Girls Musk (aus dem Drüsen-Sekret von Moschus Viechern gewonnen  :P) Einzug hielt. Das machte damals wirklich scharf... 8)
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Josef

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1521 am: 05. Juli 2011, 21:03:57 »

@ Ozone

..und was machte damals nicht scharf ???

Gruß Josef
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Ozone

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1522 am: 06. Juli 2011, 05:27:00 »

..und was machte damals nicht scharf ???

Patschuli kombiniert mit behaarten Beinen/Achselhöhlen und der ZDF Hitparade ab 4 Spur-Tonband zur Beschallung   {:}.
Kam halt wirklich darauf an, mit und bei wem man gerade den Unterricht schwänzte   {-- :-)


Ansonsten bestanden tatsächlich kaum Limits
Es gab mal eine Lehrerin, bei der hätte ich 100 brennende Patschuli Räucherstäbchen untermalt mit  Roy Black und Heino im Duett als Hintergrundmusik durchgehen lassen, wenn... Aber die stand einfach nicht auf knackige junge Burschis mit Stimmbruch und langen Haaren...   {[   ;D
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Low

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Patchouli aus Hinterindien
« Antwort #1523 am: 06. Juli 2011, 13:25:26 »

@Ozone
Danke, paßt haargenau zum Thema Schulmädchen.
Betreffend Bier maulte glücklicherweise keiner!

Wegen Patchouli nicht motzen:
Einfach in den Nachttopf* kotzen.

*Ist im selben, etwas langen Satz erwähnt.
Low
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Low

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Schulmädchenreport 3
« Antwort #1524 am: 07. Juli 2011, 18:23:40 »

Schulmädchenreport

Fortsetzung

B. Heilpflanzen
2. Teil

Sie legte los und massierte so kräftig, wie ich es seit Jahren nicht mehr erlebte. Ich schrie vor Schmerz. Sie lachte
nur. Sie wußte genau, wo sich die empfindlichen Punkte versteckten. Vor dreißig Jahren brachte mich damit eine
jüngere Therapeutin im Militärspital zum Heulen.
Nach drei Stunden gab sie schweißgebadet auf. Wir überlebten beide. Sie verlangte einen Spottpreis und sagte,
in einigen Tagen sollte diese Übung wiederholt werden. Sie kritzelte für mich listig blinzelnd ihre Telefonnummer.

Dick machte mit mir am Morgen darauf die sogenannte Stichprobe und bemerkte, mein Werkzeug funktionierte.
Da halfen keinerlei Ausreden meinerseits. Die Alte wurde wieder aufgeboten.
Es schmerzte bedeutend weniger. Sie machte sich, verstärkt durch Ellenbogen und Knie, zusätzlich in der Lenden-
und Beckengegend zu schaffen, daß ich am Ende der Behandlung nicht mehr wußte, ob ich noch Mann sei.
Gerne hätte ich sie gefragt, ob ich nun bei den Wiener Sängerknaben mitwirken könne, unterließ es aber, da sie
österreichische Klangkörper kaum kennen konnte.
Auf vulgär Thai nennt sich am Tag danach so etwas kurz und schnurz: Ladyboy.
In entsprechenden Körperteilen liefen tausend Ameisen und es kribbelte angenehm unangenehm.
Möglicherweise wurde so der Stewi Lady Plus erfunden, ein patentierter Wäscheständer. (3)
Abends war Dick stocksauer und meckerte lautstark, das debile Landei habe in die Badewanne gepinkelt,
ohne ihre übel riechende Ausscheidung wegzuspülen.

Erneute Stichproben im Morgengrauen übertrafen Dicks Erwartungen. Die relative Feuchtigkeit stieg nicht nur
im Haus während Stunden. Das heißt diskret, nach alten chinesischen erotischen Schilderungen: Regenzeit in Chiang Mai.

Anläßlich der nächsten Sitzung erklärte ich der Besucherin zuerst das Badezimmer und den Gebrauch der zahlreichen
Keramikschüsseln und Wasseranschlüsse. In älteren Häusern besteht die sanitäre Einrichtung aus einem Loch im
Boden und einem Wasserbehälter mit Schöpflöffel. Bereits als luxuriös gelten, zusätzlich zum Loch ein Wasseranschluß
und eine, mangels anderer Gelegenheiten, von betriebsamen Sch(m)eißfliegen braun tätowierte Glühbirne.
Die Suche nach Papier, wie Rollen, Zeitungen oder für extrem hartnäckige Fälle - Schmirgelpapier, ist sinnlos.

Die Ergraute prüfte die Ergebnisse ihrer Fertigkeiten mit diskreten Entgleisungen ihrer Hände während der
Behandlung. Was sollte ich daran aussetzen? Dabei erkundigte sie sich ausgiebig über den Zustand der
Geschlechtsorgane. Glücklicherweise schwieg ich beharrlich, denn für uns unsichtbar im Garten, hörte Dick der
unschicklichen Befragung zu.

Weitere Einsätze der quasselnden Masseuse wurden fraglich. Die geschwätzige Alte verriet an- und aufgeregt
ihrer näheren Umgebung, daß sie diesen Farang flachlegen, in seine muskulös-fülligen Brüste beissen und seine
kostbaren Säfte bis zum letzten Tröpfchen aussaugen wolle. Das weiß ich von Dick. Besorgte Gutmenschen im
Dorf, welche die offenbar liebestolle Vettel kennen, informierten Dick augenblicklich über die drohende Gefahr. (5)
Hatte die Betagte einst bereits als Schulmädchen ungelöste Probleme?

(4)
http://www.stewi.ch/de/LadyPlus.php
(5)
http://de.wikipedia.org/wiki/Vettel

Fortsetzung folgt
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uwelong

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1525 am: 07. Juli 2011, 19:36:32 »

Fortsetzung folgt

Na das hoffen wir doch!

(PS. die Tante könnte ich auch mal gebrauchen! Haste noch die gekritzelte Telefonnummer?   ;D)

Gruß

Uwe
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Ich lass mir doch nicht erlauben - was mir keiner verbieten kann!

Blaubeeren sind grün, wenn sie rot sind!

khun mai ru

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1526 am: 08. Juli 2011, 03:47:34 »

Hallo Low,
es geht also endlich wieder einiges aufwärts..
Dick sein Dank - WARTEN war gestern. Weiterhin alles Gute!

mfg kmr   



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Low

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Schulmädchenreport 4
« Antwort #1527 am: 10. Juli 2011, 11:12:33 »

Fortsetzung

C. Giftpflanzen

Manche Geschichten schreibe ich und lagere sie teilweise während Wochen, bevor sie im Forum einen Platz finden.
Einige verstauben langsam auf den Festplatten! Andere Ereignisse entwickeln eine Eigendynamik, daß ich mit tippen
und Ergänzen meine liebe Mühe habe. So auch bei diesem Report.
Ich schrieb eine vollendete Geschichte in drei Abteilungen. Zur besseren Verständlichkeit unterteilte ich den Text
zusätzlich in kurze Abschnitte. Ich wollte Klarheit, Übersicht und Verständlichkeit schaffen. Längere Texte verleiten
zu Eigeninterpretationen.
Dann überstürzten sich die Ereignisse. Die Giftpflanzen enthielten zu Beginn zwei Sätze die Masseuse betreffend.
Sie ergaben einen Sinn - einen Zusammenhang mit dem Titel.
Der 3. Juli war verbal katastrophal. Bis am 8. Juli mußte ich meine Ausführungen ständig nachbessern. Daraus
entstand dann eine neue Abteilung. Auf die abschließenden Giftpflanzen müssen sie noch warten.

C. Parasiten

Das betagte kräftige Mütterchen fürchtete ich nicht. Sie kannte das Fleisch, von welchem sie, ich nehme gerne an
 - ohne bösartige Hintergedanken, naschen wollte.
(Anmerkungen vom 3. Juli)
Die Gerüchteküche des Dorfes explodierte. Die Frau wurde plötzlich sämtlicher üblen Eigenschaften bezichtigt.
Man verschrie sie als inferiore, drogensüchtige Hure und als Diebin von Geld und Nahrungsmitteln. Die Weiber
tuschelten:
„im Badezimmer ließ der lüsterne Bock das perverse Miststück samt Brüsten und Gebärapparat eine igitt, igitt,
welch ein Monster, eine ... Personenwaage besteigen!“
Die Dorf-Seifenoper “Massage“ entwickelte sich zur geilen Kopulation im Dreistellungskampf. Sperma war in
schleimigen Pfützen im ganzen Haus verteilt. Sogar Dick bezeichnete nun die Pisse in der Badewanne als
schwarze Magie einer Hexe.
Mein erster Gedanke: „Buddha sei dank, seilte die Xanthippe keine Festkörper ab!“


"Lieber von einem Vampir ausgesaugt werden, als langsam unter Krämpfen krepieren,“ sagte ich mir, als ich mein
Telefon ergriff und die gefährlich geile Tante anrief. Plötzlich war ich völlig unvorbereitet wieder alleine, mußte
aufräumen und zitterte danach. Zitherklänge mögen als Musik angenehm sein. Für meine Hände gab es dreimal
täglich saubere Präzisionsarbeit, welche ich kaum delegieren konnte, denn Dick verreiste aufgeregt unter Tränen.

Schlechte Nachrichten von Vater. Es ging ihm eigentlich gut. Er war glücklich. Kriminelle Idioten setzten ihn auf ein
klappriges Motorrad und fuhren auf einem holprigen, vom Monsun zerstörten, Feldweg zur Farm. (1) Er kriegte
Schüttelkrämpfe. Er erholte sich nicht. Leider verstarb er noch auf dem Weg ins Spital. Es wurde finster in mir.
Finster wie im Bauch eines Wasserbüffels.
Wenn im Emmental Kühe Bauchweh haben, greift der Bauer zur Schnapsflasche – für die Tiere. Ich bin weder im
Emmental, noch Bauer, noch Kuh. Dennoch prostete ich dem verstorbenen Herrn zu, zündete Weihrauch an und
wünschte ihm eine gute Reise.

Ich bereitete mich, durch Jasmins bittere Wahrheit gewarnt, auf die Masseuse vor. Von hmh im Reiseführer
Bangkok nicht empfohlen, ein Schweizer Armeemesser, eine Zigarre, eine Flasche Wasser und Lümmeltüten waren
in Reichweite, als die Frau mit den heilenden Händen und dem hungrigen Schoß, erschien.
Warum denn eine Zigarre, werden sich besorgte Leser(innen) fragen. Ich hasse den Geruch von heißem Latex.
Das Messer war zum Anschneiden der Zigarre vorgesehen.

Während ihrer Arbeit erzählte mir die Masseuse von ihrer erblindeten Mutter, welche ihre verehrte Lehrerin war.
Am Ende der Behandlung hatte ich weder Bißwunden, noch verlorene Säfte, außer etwas Schweiß. Der ist aber
von mir aus gesehen, keine kostbare Flüssigkeit.
Die lagerte zwanzig Jahre bei mir zu Hause in Flaschen im Keller und nannten sich Burgunder oder Bordeaux.
Der Dorfklatsch entlarvte sich als reine Verleumdungskampagne aus Mißgunst und Langweile! Wer waren die
Zielpersonen? Folgen noch Mord und Totschlag?
Noch nicht, Fortsetzung folgt.

(1)
http://forum.thailand-tip.com/index.php?topic=1225.msg1001816#msg1001816
« Letzte Änderung: 10. Juli 2011, 22:37:38 von Kern »
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Low

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Schulmädchenreport 5
« Antwort #1528 am: 13. Juli 2011, 11:43:27 »

Schulmädchenreport

Fortsetzung

D. Giftpflanzen

Besonders vorsichtig bin ich bei blutjungen, grell lackierten Mädchen mit klimpernden Wimpern, welche so kurze
Röcklein und enge Beinkleidchen tragen, daß sie teilweise ihre sprießenden Schamhaare sonnenbaden. Solche
mandeläugige Fabelwesen mit Schlafzimmerblick besuchen mich nur, wenn mich das Anwesen als Einsiedler allein
beschützt. Sie grüßen überfreundlich und faseln dann verlegen etwas von Englischunterricht. Ich ließ sie nie ins
Haus. Sie alle können mich – französisch.
Es ist nie auszuschließen, daß hinter der nächsten Ecke Mütter oder Tanten warten. Anstatt sich selbst anzubieten,
oder nach vergeblichen Bemühungen, inszenieren sie Klamauk wie an Loi Krathong mit appetitlich garnierten
Lockvögelein und haben meist konkrete Darlehensforderungen im Hinterkopf.
  
Mowgli darf ohne Anwesenheit von Mae keine Besuche empfangen. Sogar Nachbar Kleptomanewitsch betrachtet
ihn als willkommenes Schnäppchen für seine Tochter.

Ich erinnere mich, lang ist’s her, daß ich mit viel Brillantine im Haar, gefahrlos noch gut erzogene Töchter und
echte Jungfrauen kennen lernen durfte.
Wer nennt die Schönen, kennt die Namen,
welche in Liebe und Freundschaft zu mir kamen?
 
In Asien fand ich nichts als Gebrauchtfahrzeuge. Das kümmerte mich wenig oder gar nicht. Ich achtete nicht nur
auf das Baujahr. Der Lack sollte makellos und das Chassis unfallfrei sein. Bequeme Sitze ohne Brandlöcher und
Mief waren grundlegende Voraussetzungen. Auf Billigreparaturen aus Hinterhofbetrieben mit gefälschten
Zertifikaten und Wagenpapieren verzichtete ich.
 
Die jungen, skrupellos verdorbenen Dorfnutten sind nie weg vom Fenster. Denn es gibt sie immer wieder, die
tollkühnen Männer mit ihren genormten Liebeskasper-Bedürfnissen.
Kürzlich verguckte sich einer von denen, ein Däne, der Name sagt es, im Dorf in eine Isaanfrau. Sie ist attraktiv,
herzlich, freundlich und nett. Ihr würde ich ohne Vorbehalt, sofort fünfzehntausend Baht leihen.

Sie schenkte, von verschiedenen Vätern gezeugt, annähernd einem halben Dutzend Buben das Leben. Der
Älteste begann sein Erwerbsleben, obwohl er wiederholt aus den Schulen gefeuert wurde. Mae mußte sich
schließlich Tag und Nacht um das Wohl ihrer Liebhaber kümmern.
Der Däne verknallte sich innerhalb weniger Tage unsterblich in dieses fragwürdige Stück Fleisch und kaufte ihr
sogleich einen Flugschein, nicht ahnend, daß die Königin seines Herzens für die Einreise in sein Heimatland ein
Schengen-Visum benötigt. Und nun überweist er aus der Ferne seiner Herzallerliebsten, einer dank kluger
Investition der Liebeslöhnung erfolgreichen Geschäftsinhaberin, zwanzigtausend Baht im Monat und träumt von
baldiger Heirat.
Seitdem blieb ihr Geschäft meist geschlossen. Wozu soll sie sich bemühen, wenn ihr die gebratenen Tauben
umsonst ins Maul fliegen.
 
Die meisten Frauen in Hinterindien, ich weiß - meine ist anders, waren früher einmal uniformierte Schulmädchen,
hoffentlich nicht aus diesem Dorf. Anhand langjähriger Erfahrungen bezweifle ich, daß in manchen Weilern,
Großstädte ausgenommen, gediegenere Sitten herrschen.

Hat dieses anstößige Geschreibsel denn überhaupt eine Moral? Ja, sogar drei.

1.
Auch ich war vor langer Zeit eines Abends völlig hilflos in grosser Not, ohne Gebrauchsanweisung, in einem
althergebrachten hinterindischen Badezimmer.

Dick erinnerte sich kaum an die wenig vorhandenen sanitären Einrichtungen im Elternhaus. In der Gegend
pinkelten die Einwohner noch vor wenigen Jahren unter ihre Pfahlbauten. Stinkbomben wurden diskret in
Gebüschen, Sträuchern und hinter Wasserpumpen deponiert.

Die Bedürfnisanstalten in den Schulen sehen dementsprechend aus. Niemand erklärt den Kleinen aus
bescheidenen hygienischen Verhältnissen, wie man die fremdartigen Einrichtungsgegenstände benutzt.

Im Dorf wird die Notdurft, vor allem in angetrunkenem Zustand, von Weiblein und Männlein relativ hemmungslos
verrichtet.

2.
Personenwaagen (Personenwagen) nicht nur als Sexspielzeug verwenden.

3.
Während Schulen und Elternhaus pubertierende Gören uneingeschränkt zügellos gewähren lassen, versuchen
blöde Besserwisser vollreife, teils das Verfalldatum bald überschreitende Frauenzimmer in Keuschheitsgürtel
zu zwängen.

Schluss.
« Letzte Änderung: 13. Juli 2011, 11:49:47 von Low »
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Sie wollte in die Galeries Lafayette.

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1529 am: 13. Juli 2011, 12:02:04 »

U.a.: " Denn es gibt sie immer wieder, die tollkühnen Männer mit ihren genormten Liebeskasper-Bedürfnissen."
  :D   :]
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