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Autor Thema: Geschichten aus Hinterindien  (Gelesen 449388 mal)

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khun mai ru

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1035 am: 08. April 2010, 18:57:54 »

Respekt vor diesen "dreipoligen", gut geerdeten Stromprüfern!
Ob da trotzdem noch ein Experte im Hintergrund mit einer Gießkanne
in Bereitschaft stand, für den Fall, dass die Sache evtl. zu heiß werden
könnte..?  ;D

..Und wir Jungs kamen uns früher schon mutig vor, wenn wir elektrische
Weidezäune mit Spucke am Finger "getestet" haben..

mfg kmr

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Blackmicha

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1036 am: 08. April 2010, 23:14:14 »

es geht auch filigraner .... @ KKB


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solliz666

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1037 am: 09. April 2010, 00:06:16 »

Coole Mütze___ [-] [-]
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Low

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1038 am: 09. April 2010, 23:14:48 »


Das ist eine ganz spezielle Mütze. In Euroland musste ich beim Berühren von PCB - Printed Ciruit Boards (Gedruckte Schaltungen) immer ein
Erdungsarmband am Handgelenk gegen elektrostatische Entladungen tragen.
Ich wusste nicht, dass die Mütze eines Bierproduzenten dieselbe Schutzwirkung hat. Oder Elektrostatik ist in Thailand unbekannt und zusätzlich
von der Regierung verboten.
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solliz666

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1039 am: 10. April 2010, 01:02:02 »

@ Low

das du was auf der "Kirsche" hast (sagen wir Thüringer)--das ist klar.
Du meinst also-- beim Berühren von Leiterplatten-- könnten sich elektrostatiche Aufladungen schädlich auf diese auswirken --und deswegen---diese Sicherheitsmaßnahmen?? Sorry aber das ist neu für mich-----so noch nicht gehört! Aber sehr nachvollziehbar. Wenn ich merke was mein Auto mit mir macht ---nach dem Aussteigen und Tür-anfassen {[. Ich könnt es zusammentreten. Oder unsere Katze---wenn ich sie streichle--dan funkt es an deren Ohren das es mir sogar wehtut.
Aber mit der Mütze ??? ???  --C Der ist nur Fan von   [-]

Ein treuer Leser deiner Beiträge ;}
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Low

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Elektrostatik
« Antwort #1040 am: 10. April 2010, 11:26:05 »

Gut beobachtet, treuer Leser Khun solliz666.
Während der Regenzeit mit hoher Luftfeuchtigkeit dürfte das Problem in Thailand relativ gering sein. In den trockenen Monaten kann man einen PC
durch Elektrostatik durchaus lahm legen.

Ich würde nie von einer Firma hier einen PC erwerben, wo die gegen Statik geschützt verpackten Leiterplatten zuerst auf dem schmutzigen Boden
landen und dann ohne jeglichen Kenntnisse in ein Gehäuse gezwängt werden. Wenn du Glück hast, ass dein PC Spezialist vorher Sticky Lice und
Som Tam mit den blossen Fingern und fand es nicht nötig, danach seine Greiferchen in Verbindung mit Wasser zu bringen.
Solch eine leckere Kombination hat nichts mit Elektrostatik zu tun, kann aber nach Wochen und Monaten zu Korrosionsschäden führen, wenn feinste
Kupferleiterbahnen praktisch weggeätzt werden.

Speicherbausteine, RAM, Random Access  Memory, reagieren äusserst empfindlich auf Elektrostatik. Du kannst das Experiment machen. Die Katze
streicheln und dann RAM abschiessen. Das funktioniert sogar, wenn du eine Mütze trägst.
Die Entladung eines aufgeladenen Gegenstandes (einige Kilovolt), kann zu kurzzeitigen Strömen im Ampère-Bereich und damit zur Überhitzung und
Beschädigung eines Bauteils in wenigen Pikosekunden (0,000 000 000 001s = 1 Pikosekunde) führen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Elektrostatische_Entladung

http://www.eib-gmbh.de/deutsch/faqs/text_faqs.htm

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Blackmicha

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1041 am: 10. April 2010, 11:39:13 »

@ Low

deshalb sitzen ja meine 2 Spezies ja auch auf dem fussboden ... die sind da naeher zur Erd(ung)e !

alsi ich haette da noch nen Eimer wasser zugegeben !


verringert den uebergangswiederstand !  {+ {+ {+
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Low

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1042 am: 10. April 2010, 11:42:44 »

Bier, Micha, nicht Wasser!
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khun mai ru

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1043 am: 10. April 2010, 16:45:54 »

@solliz666

Fährt denn Deine Katze im Auto mit,  oder holt sie die Aufladung
 hier?:      ??? :)

mfg kmr
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solliz666

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1044 am: 10. April 2010, 17:05:11 »

@kmr   ;]
nicht im Auto---reicht schon ( denke mal die Klamotten die ich anhabe). Habe schon überlegt sie nur noch anzufassen wenn ich an eine Wasserleitung fasse. Also nur noch Bad oder Küche }} }}
Das Video ist cool! ;}

Bier, Micha, nicht Wasser!

Jawolllllll

mfG Olaf
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Low

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E-Schrott
« Antwort #1045 am: 10. April 2010, 17:53:26 »

E-Schrott

Vor wenigen Tagen erwähnte ich die extreme Alterungsrate angebotener Elektronikgeräte. Mr. Jobs, Präsident auf Lebenszeit, bestätigte meine
Befürchtungen.

Gestern stellte Apple-Boss Steve Jobs das neue Betriebssystem OS 4.0 für iPhone und iPod Touch vor. Die wichtigste Neuerung ist Multitasking.
Profitieren von den Neuerungen alle iPhone-Besitzer? Denkste!
Das OS 4.0 ist für die iPhones 3G und 3GS sowie die iPod Touch der 2. und 3. Generation gedacht. Die älteren Modelle unterstützen nur einen Teil
der neuen Funktionen. Wer etwa Multitasking möchte, benötigt ein iPhone 3GS oder einen iPod Touch der 3. Generation (ab September 2009,
mit 32 oder 64 GB Speicher).

Dagegen haben echte Apfelsorten bessere Überlebenschancen:
Der Berner Rosenapfel, seit 1888
Schöner von Boskoop, 1856
Roter Eiserapfel, 1500

http://www.hessen-apfel.de/pages/sorten/apfeluebersicht.htm
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Low

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Schulen, Bildungsstätten und Lehranstalten
« Antwort #1046 am: 11. April 2010, 10:37:03 »

Bedingt durch die Nachwehen der offenbar interessanten Technik - und der Vorgänge in der Hauptstadt, geriet die Fortsetzung von 1033
„Schulen, Bildungsstätten und Lehranstalten“ fast in Vergessenheit.

Fortsetzung

Wir entschieden uns, den Knaben sofort bei uns aufzunehmen. Draussen in der Provinz hatte er keine Zukunft. Als Armenkind mit unbekannten
Gönnern war er gnadenlos der schikanierenden Meute ausgesetzt.
Es galt nun, in wenigen Tagen eine Schule zu finden. An der uns empfohlenen Lehranstalte meinte der Direktor, für die Examen seien wir zu spät.
Durch die Blume gab er zu verstehen, dass das Problem mit vielen Bildern des verehrten Königs im Notenformat aus der Welt geschafft werden
könne. Er zeigte Hände und Füsse. Wie ein Fetischist hatte er zusätzlich interesse an meinen Fingern. Nach meiner Interpretation, ich las als
Jugendlicher, wie Eskimos oder Indianer zählen, wäre ich auf dreissigtausend Baht gekommen. Ohne die politischen Probleme in der Hauptstadt,
hätte die sicher Herr Abhisit gesponsert. Mein Rechenergebnis wurden später durch eine involvierte Familie bestätigt.
 
Eine andere Bildungsstätte eröffnete eine weitere Klasse für fünfzig Kinder. Dreihundert Schüler erschienen zur Prüfung. Einige verspätete
Zöglinge chauffierten die Eltern im Benz nicht zum Parkplatz, sondern direkt vor die Schulhaustüre. Fünfundzwanzig wurden gleich wieder
weggeschickt, weil sie als Dreizehnjährige weder lesen noch schreiben konnten.
Was machten denn diese Kinder jahrelang in den Schulen? Sie erholten sich schlafend von den anstrengenden Gangster- und Kriegs-Filmen der
letzten Nächte.

Drei Tage bangte Mae. Ich wusste, dass Unkenntnisse vorhanden waren, aber ich sagte mir, er muss nicht besonders gut sein, nur besser als
zweihundertfünfundzwanzig andere Nervenbündel. Wir paukten vorher lokale Geographie und Strassennummern. Während unserer letzten
Reise lernte er Kartenlesen. Als Auswärtiger kannte er nun Chiang Mai besser als seine gleichgültigen Mitbewerber aus der Nachbarschaft.
Weitere Kenntnisse im Städtebau erwarb er sich am PC mit Sim-City. Er schaffte die Prüfungen als Zweiter, trotz der bösartigen Beschuldigung
nicht von hinten.

Ich nehme gerne an, dass er nun einer der besseren Schüler wird. Gut war er schon vorher. Bei uns gibt es nicht nur ausgewogene Ernährung,
sondern auch Bücher, Landkarten, bei Bedarf eine Zeitung, den Tip, Spiele, sogar Schach, medizinische Versorgung und für den Notfall hat Mae
ausserdem eine saftige Ohrfeige bereit.

Wir zogen unter schwierigen Umständen fünf Kinder auf, alle weder Knastis, Prügler noch Junkies. Wie gut die gerieten zeigt, dass keine
Bankmanager darunter sind, obwohl die Töchter, sie kannten sich nicht, sich früher mit Wirtschaftswissenschaften befassten.
« Letzte Änderung: 11. April 2010, 10:55:55 von Low »
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Lupus

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Re: Schulen, Bildungsstätten und Lehranstalten
« Antwort #1047 am: 11. April 2010, 17:02:29 »

Hallo Low,
erstmal herzlichen Dank für Deine ergötzlichen und anregenden Beiträge!

Nach meiner Interpretation, ich las als Jugendlicher, wie Eskimos oder Indianer zählen, wäre ich auf dreissigtausend Baht gekommen....

Ich habe geduldig versucht, meinen Kindern zu verklickern, daß man mit 10 Fingern locker bis 1023 (binär) zählen kann - statt nur wie gewohnt bis 10. Einer hat's kapiert und
Informatik studiert  :]

Zur Semantik der Fingerzähler-/zeigerei:
Ganz wesentlich ist, ob man für sich selber zeigt oder für ein betrachtendes Gegenüber!

Ein ganz normaler 'Stinkefinger' mit der linken Hand gegenüber einem 'von-links-nach-rechts-Leser' bringt Dir zwar das Gefühl von Stärke (2hoch 7 = immerhin 128 Punkte),
wird aber von Deinem Gegenüber allenfalls mit einem Lächeln über den 'kleinen Stinker' mit 2hoch2=4 gelesen und quittiert werden.
Also: Der dicke Stinkefinger sollte in unserem Kulturkreis immer mit der rechten Hand gezeigt werden!

Ähnliches gilt für die 'thumbs-up' Option:
Mit der linken Hand gezeigt - ein schwächliches "geht so gerade", mit der rechten Hand: "recht gute Leistung" (512).
Für Binäragnostiker/-phobiker hat sich das Heben beider Daumn bewährt, da in jedem Fall ein Resultat von 513 erzielt wird - und dies sogar
relativ kulturunabhängig (teilweise 90°-Rotation der Hände erforderlich).

Bleibt eine Schlußbetrachtung zu einem oft diskutierten Topic übrig:
Ist das Redshirt-Zeichen (Zeigefinger + kleiner Finger) dem konventionellen Victoryzeichen (Zeigefinger + Mittelfinger) überlegen?
Auch hier gilt wie vorher: Doppelhändig ist man bei beiden Zeichen auf der sicheren Seite!
Aber:
Die Redtaksinshirts sind aber natürlich den Victories unterlegen, da sie nur auf maximal 324 Punkte gegenüber 396 der V's kommen können!

Die historische und politische Dimension der 'Fingerzeigerei' ist auch durch das totale Versagen der 0-Punkte Rotfront-Faust  und der binären 1 bei
geschlossenen Fingern zu braunen Zeiten hinreichend dokumentiert!  ;) ;) ;)

Grüße, Wolfgang









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khun mai ru

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1048 am: 11. April 2010, 18:42:24 »

Der 2. Platz - ganz ohne Bildchentransfer - dank "Kru Mae" - Respekt!
Low, sage ihr, dass wir Sie bewundern und Dich beneiden, denn was kann SIE
eigentlich nicht??
Wenn so viel Gesicht dann rot wird, - macht Sie das sicher noch sympathischer.

mfg kmr
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drwkempf

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1049 am: 11. April 2010, 19:00:25 »

Lieber Low,

das passt ganz zu meiner Ansicht, dass die meisten Thaikinder durchaus in der Lage wären, ein internationales Bildungsniveau zu erreichen, gäbe man ihnen eine reelle Chance. Meist haben das nur die Hiso-Kinder, die au eine der teuren internationalen Schulen geschickt werden.
Allerdings dürften in Thailands Realität nur sehr wenige Kinder eine vergleichbare Chance bekommen wie euer Adoptivschüler.
Mein Respekt gilt daher nicht nur dem fleißigen Jungen, sondern auch den "Adoptiveltern", ohne die er wohl auch über kurz oder lang im nächtlichen Fernsehsumpf versackt wäre.


Wolfram
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Tu ne quaesieris scire nefas quem mihi quem tibi finem di dederint
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