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Autor Thema: Geschichten aus Hinterindien  (Gelesen 449445 mal)

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khun mai ru

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1065 am: 17. April 2010, 19:02:05 »

Klar, denn Regie: Low Lowson, der Digitalzoomobjektive!

 :) kmr
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solliz666

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1066 am: 17. April 2010, 21:52:36 »

Lieber Low

Könnte es sein das du den Beruf verfehlt hast??

Deine Bücher würden doch gehen wie warme Semmeln.
Oder willst du uns die "ISBN" Nummern nur nicht veraten

@hmh könntet ihr ihn nicht zwangsverpflichten   :}  an euren Thailandbüchern mitzuschreiben ??? [-]

mfG Olaf
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Low

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1067 am: 18. April 2010, 14:58:41 »

Danke für die Komplimente.

Ich hätte den Roman mit dem gleichen Inhalt auf drei Zeilen reduzieren können.
Das Werk hätte dann erstens optisch an Glanz verloren und zweitens
hätte es weniger zwischen den Zeilen zu interpretieren gegeben.

@solliz

Mein einstiger Beruf ermöglicht es mir zur Zeit,
mich schonungslos offen mit meinem Umfeld auseinander zu setzen.

Der TIP sandte bereits einen Headhunter.
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Sie wollte in die Galeries Lafayette.

hmh.

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1068 am: 18. April 2010, 15:07:05 »

Abwarten...  :)
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drwkempf

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1069 am: 18. April 2010, 16:37:03 »

Ich hoffe, gelegentlich seine Kochkünste zu überprüfen, seine literarischen Fähigkeiten stehen außer Frage.

"Songkran

Die hirnlose Hübsche mit getönter Wuschelfrisur füllte ihren liebreizenden Körper gut gemischt mit Wein, Bier und Whisky.
Nachher fuhr sie ihr Auto zu Schrott.

Sie besuchte mich, wie es sich an Songkran gehört, tropfnass und feuchtete mich gebührend an. Sie sucht einen neuen Mann.
Wahrscheinlich wird der Wagen repariert."

Kann man Songkran schöner beschreiben?

Wolfram
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Tu ne quaesieris scire nefas quem mihi quem tibi finem di dederint

solliz666

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1070 am: 18. April 2010, 16:52:07 »

Hallo Low

Und das ist gut so

Zitat
Mein einstiger Beruf ermöglicht es mir zur Zeit,
mich schonungslos offen mit meinem Umfeld auseinander zu setzen.

Und trotzdem solltest du über   "MEHR"  nachdenken
Siehe deine Leserzahlen!
mfG Olaf
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Low

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Songkran mit Kummer
« Antwort #1071 am: 19. April 2010, 01:14:50 »

Songkran mit Kummer                                                  18. April 2010

Alle Jahre wieder geht zahlreichen Bekannten während Songkran das Geld aus, weil Alkohol leicht flüchtig ist. Wenn man nicht blitzartig
zuschlägt und das edle Geistige mit viel Eis schützt, verpufft es in der tropischen Hitze.
Dann gibt es Geldbeschaffungskommandos, denn es sind noch Feiertage übrig, wenn der Zaster längst weg  ist. Die professionellen
Songkranschnorrer sind seit Jahren wenig willkommene Kabarettnummern im Dorf. (1)
Keine Schule in Thailand ist während Songkran geöffnet. Trotzdem werden gerade jetzt Schulgelder für nicht vorhandene Kinder fällig. Die sind
meist noch in der Samenbank, letztlich auch eine Bank, des Vaters.
Die Krankheiten der Wasserbüffel sind grenzenlos. Die bereits zahnlose, daneben durchaus attraktive Grossmutter, verliert immer noch Zähne
und benötigt dringend Amalgam oder eine teure Füllung in irgend einem grosses Loch. (2)

Gestern besuchte uns Frau Kummer, ehemals Gucci, auf Sammeltour. Sie hatte eine mehrteilige zehnkarätige !!  Schmuckgarnitur mit einer
ellenlangen, gut erlogenen Ursprungsgeschichte, jedoch ohne Urkunden dabei. Auf den Armbändern fehlte die magere Goldbeschichtung bereits
grösstenteils.
„Ich will das Zeug nicht sehen,“ sagte ich zu Dick: “Wir sind keine Pfandleiher.
Wenn die Leute hungern, gib reichlich Reis und Gemüse. Geld- und grössere Schnaps-Vorräte sind keine vorhanden!“

Frau Kummer erzählte trotzdem unaufgefordert von ihrer letzten Heimsuchung.
Ihr Sohn aus Bangkok besuchte sie. Das tun anständige Kinder an Songkran.
„Liebste Mutter, ich möchte zu Lotus-Tesco. Darf ich dein Auto benutzen, Allergütigste?“
Frau Kummer verdiente als unlizenzierte Taxifahrerin etwas Geld mit diesem Fahrzeug. Zehn Kilometer Fussmarsch in der Hitze konnte sie ihm
nicht zumuten. Sie vergass das Motorrad und überreiche ihm den Schlüssel. Unterwegs lud er einen herumlungernden Gefährten auf. Der roch
nicht nach Old Spice Rasierwasser, eher nach selbstgebranntem Fusel.
Während der Fahrt ins Einkaufszentrum bemerkten die Spitzbuben, dass der Tank gut gefüllt war. Kurzerhand entschieden sie, nicht zu Tesco,
sondern nach Mae Sai zu blochen. Etwas über eine Stunde später ermüdete der brave Sohn am Steuer. Die Kurven waren weit anspruchsvoller,
als er sich das vorgestellt hatte.
Er liess seinen Kollegen ans Lenkrad. Der drückte ordentlich aufs Gas, überholte an unübersichtlichen Stellen und verlor prompt die Beherrschung
über das Fahrzeug.  Der Karren schoss über die Strasse hinaus und überschlug sich nach Aussage von Frau Kummer siebenmal an einem Abhang
und blieb dann sorgfältig gefaltet wie Origami Kunst unten in einem Tobel liegen. (3, 4)
Versicherungen für Fahrzeuge oder Personenschäden sind in Lanna Land trotz Vorschriften unnötiger Luxus. Taxi gefällig?

(1)
http://de.wikipedia.org/wiki/Schnorrer
(2)
http://de.wikipedia.org/wiki/Amalgam
(3)
http://de.wikipedia.org/wiki/Origami
(4)
http://de.wikipedia.org/wiki/Tobel
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Sie wollte in die Galeries Lafayette.

hellmut

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1072 am: 19. April 2010, 01:54:41 »

@ Low, da muss ich dich wohl auch mal loben.

Die Geschichte in der Geschichte, egal ob Frau Gucci nur eine Geschichte erzählt hat, oder ihr Sohn tatsächlich so ein Intelligenzbolzen ist, ist 1. Klasse!  ;}
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dii

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Re: Handfertigkeit
« Antwort #1073 am: 19. April 2010, 02:30:47 »

Sie besitzt zwei Händchen mit eingebautem Zoomfaktor, um Kleineres gross und fest zu machen. Auch da gilt die Redensart: „Gut Ding will Weile haben."

...der beste Porno, wo gibt  C--
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...Alkohol macht langsam dumm - egal,wir haben Zeit... kein Sklave mehr  >:

khun mai ru

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1074 am: 19. April 2010, 19:10:49 »

"Songkran mit Kummer"

Lieber Low,

sicher gibt es tausende Dörfer wie "Dein Dorf" im LoS.  Einmalig wird es aber durch
die Kunst Deiner Darstellung. Die nun schon 90 000 Klicks bestätigen das.Chapeau!.

Obwohl ich nun schon so viele hinterindische Geschichten gelesen und manches ver-
stehen gelernt habe, ist diese Songkran-Story wieder geeignet, verblüfft zu erkennen,
wie hirnLoS draufLoSgelebt, geliebt und betrogen wird, bis nicht nur Frau haltLoS,
schmuckLoS,  und CarLoS ist. ZahnLoS bleibt man dennoch bissig, - auch weil ratLoS,
wie es im RestLoS weitergehen soll.

Dass Du Low, trotz allem nicht sprachLoS wirst wünsche ich Dir und uns, die wir auf
Deine Geschichten warten.

Danke und alles Gute,
kmr
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khun mai ru

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1075 am: 19. April 2010, 21:25:44 »

Nachtrag zu # 1074

Sorry, ich hätte mich oben etwas differenzierter ausdrücken sollen.
Wenn mein Beitrag eventuell zu verallgemeinernd "rüberkommt",
so lag das  nicht in meiner Absicht.

kmr
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Low

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Meine ist anders
« Antwort #1076 am: 20. April 2010, 22:05:54 »

Meine ist anders

Es geht offenbar um Frauen und nicht bloss um die persönliche Pfeife.
Einer der Experten, ausgenommen Schwule - sind alle erfahrene Koryphäen betreffend Frauen, schrieb:
... jeder bekommt die, die er verdient, und das nicht nur in Thailand, denn ich bin anders, und deshalb hab ich auch eine andere. (1)

Nach meinen Einschätzungen und Erfahrungen sind die Geschichten kaum so einfach, wie es sich manche vorstellen oder zu machen versuchen.
Ähnlich wie beim Hausbau zeigen sich sich die Probleme  erst in den Details. Es gibt natürlich Zeitgenossen, welche mit einem einfachen Wohnklo
zufrieden sind. Andere wiederum werden bereits mit einem Blaudach glücklich, solange darunter einige Dosen gut gekühltes Bier versteckt sind.

Spezialisten suchen bereits beim Grundstück lange. Sie wollen frische Luft und mit Ausnahme des Geschlechtsverkehrs wenig Verkehr. Bei der
Aussicht sind sie wählerisch: Meeresblick ähnlich den palmenbewedelten Buchten von Krabi, umrahmt von den letzten eisigen Gletschern der
Alpen und von dort am Liebsten die Jungfrau. Unmittelbar neben dem eigenen Grundstück erheben sich majestätisch die Ruinen eines griechischen
Tempels, ähnlich dem Parthenon. (2) Man gönnt sich ja sonst nichts.

Danach werkelt ein Stararchitekt monatelang an den Plänen. Er verliert seine letzten Haare und entgeht knapp einem Infarkt, bis der diffizile
Bauherr endlich zufrieden gestellt ist. Fast im Irrenhaus landet das Genie spätestens dann, wenn danach ein Baubiologe seine ausserordentlichen
Schöpfungen zu verschandeln wagt. Dem Naturwissenschaftler gefallen gewisse Bodenbeläge nicht. Einige Keramiken müssten auf Blei- und Uran-
Spuren geprüft werden. Sämtliche elektrischen Leitungen sollten abgeschirmt in bleifreien Rohren verlegt werden. Gegen minderwertige Elektronen
aus billigem Atomstrom schützt ein Filter aus blass blauem, noch besser rosa Bergkristall in der Energiezentrale.
Die Bewohner sollten ihre nicht synthetischen Kleider, am Besten ungefärbte Rohseide von Raupen aus kontrollierter Bodenhaltung mit Gütesiegel,
nach der makrobiotischen Ernährung, in Schränken aus unbehandeltem Lärchen- oder Zedern-Holz lagern.

Das Haus steht noch nicht. Zurück zum Thema:
Mein Haus, das heisst, das sich darin befindliche Weib ist anders. Hoffen wir, dass das vollbusige, gestylte, fröhliche, anmutige und küchentrainierte
Gesangstalent nicht durch verborgene chirurgische Fähigkeiten nur schlecht der einst geborenen Originalversion entspricht. Wieviel Psychopharmaka,
Alkohol, Drogen, Nikotin, verbraucht das nicht Chip getunte Zauberwesen auf hundert Kilometern?

Da ich kein Baufachmann bin, vergleiche ich das Wunder Frau lieber mit einem Buch. Es muss kein Handbuch aus fünfundzwanzig Bänden aufgelegt
auf Bibeldruckpapier sein. (3)
Es gibt preisgünstige Pappbände, welche entweder einen einfachen, nur aus einem Stück gefalzter Pappe bestehenden Umschlag oder aber einen
festen, dafür lediglich mit Papier bezogenen Einband bezeichnen. (4)
Früher hatten schöne Bücher einen verführerischen Schutzumschlag, Vierfarbendruck auf Glanzpapier, um Leser aufmerksam zu machen, Interesse
und Kaufanreiz zu wecken. (5) Mein Traumgirl hat einen Teakschrank voller bunter Schutzumschläge.
Unter dem Schutzumschlag verbirgt sich das sorgfältig gebundene Buch. Ältere, teure Bücher hatten Deckel aus Kalbsleder, Leinen oder gar Seide.
Für sparsame Möchtegernprotze erfand ein findiger Buchbinder den Lederrücken, das Bücherregal und die ungelesene Sammlung fürs Auge bereichernd.
In Sachen Papierqualität und Druck existieren tausende Varianten. Danach gelangen wir langsam zum Inhalt.

Der Stoff kann lustig, lehrreich, faszinierend. bis langweilig sein. Es gibt Reisser, die verschlingt man in einer einzigen schlaflosen Nacht.
Gewisse Bücher verlangen Aufmerksamkeit, Ausdauer und Nachdenken. Wenn ich auf der Seite 237 stecken bleibe, muss ich zurück zum Anfang,
wo meine Lücke ausgebessert wird. Es gibt Bücher, die liest man immer wieder. Andere wandern gleich in die Papiersammlung. Für Leseratten
gibt es öffentliche Bibliotheken.
Mein Buch ist anders. Ich bin auch ohne Schutzumschlag immer noch in den Seiten ohne Eselsohren am Blättern und trage Sorge zur klassischen
Einbanddecke. Dieses Buch ist noch lange nicht ausgelesen und bleibt meine ständige Bettlektüre. Gratistip: Beim Lesen unbedingt Finger anfeuchten!
Einer von elf reicht vollkommen.


http://forum.thailand-tip.com/index.php?topic=5357.msg114220#msg114220
(2)
http://de.wikipedia.org/wiki/Parthenon
(3)
http://www.copyshop-tips.de/lexikon.php?Suchwort=Bibeldruckpapier
http://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCnndruckpapier
(4)
http://de.wikipedia.org/wiki/Bucheinband
(5)
http://de.wikipedia.org/wiki/Schutzumschlag
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Sie wollte in die Galeries Lafayette.

dart

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1077 am: 20. April 2010, 22:13:03 »

Du bist gemein, ich wollte gerade ins Bett, jetzt bin ich vor lauter Lachen wieder wach. :D ;}
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Pedder

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Re: Meine ist anders
« Antwort #1078 am: 20. April 2010, 23:23:37 »

Saubere Beschreibung.  ;}

Wünsche dir weiterhin ein Knitterfalten freies Buch.
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tom_bkk

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  • 10.000km ausserhalb Bangkoks
    • köstlich authentisch essen.
Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1079 am: 20. April 2010, 23:41:47 »

@Low

Ich muss mir irgendwann mal Urlaub nehmen, um all deine Kunstwerke hier nachlesen zu koennen  ;}
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