@Ferdinand
Aber ehrlich, Du bist ja schon ein lustiger Vogel, Du bist zum Islam konvertiert und hast Dich vorher und nachher kein Bisschen mit dieser Religion befasst

Ganz so ist es nicht. Natürlich habe ich mich, um bei der Hochzeit und deren Vorbereitung nicht ganz neben den Socken zu stehen, intensiv? mit passender Literatur beschäftigt. Vorher hat mich der Imam bei einem Gespräch im Beisein meiner späterer Gattin vollkommen überraschend gefragt, wie denn nun mein späterer muslimischer Name lauten solle. Um mir keine Blöße zu geben, ich konnte ja meine Allahistin nicht fragen, was das soll, habe ich ohne lange zu überlegen den Namen meines von mir hochgeachteten Lieblingsmuslims, Muhammed Ali, genannt. So bin ich jetzt halt, wenn ich mit Muslims zusammen bin, der Muhammed.
Oben genannte Literatur bestand aus einem Büchlein mit vielleicht 150 Seiten, geschrieben von einem Deutschen, sehr tolerant geschrieben und Interpretationen zulassend.
Zwei davon greife ich heraus:
Die Beschneidung: Dort steht, dass es
üblich ist, dass sich die Muslime beschneiden lassen. Da ich in meinem Leben nur selten das gemacht habe, was üblich ist, habe ich mich selbstverständlich nicht beschneiden lassen. Bis zu 80 Prozent des Genusses beim Vollziehen der ehelichen Pflicht erzeugt ja angeblich dieser kleine Hautfetzen und dann wäre ich ja verrückt, wenn ich diese Operation über mich ergehen lassen hätte.
Alkoholverbot: In diesem Büchlein ist festgehalten, dass
Alkohol nicht explizit verboten ist, nur sich zu berauschen. Also trink ich zwar selten, aber bei passender Gelegenheit doch, mal ein oder zwei Bier. Sogar die Tochter, die bis zu ihrem 14 Lebensjahr mit einem grünen Fetzten bis zu den Augen maskiert war (Schuluniform, wobei die Gesichtsbedeckung nicht Pflicht war), brachte zu Weihnachten zwei Beer Chang als Geschenk, damit ichs ein bissl lustiger habe, wie sie meinte.
Wie Du siehst, interpretiere ja ich schon von deutsch auf österreichisch, wie sollte dann nicht von arabisch auf deutsch (um)interpretiert werden.
Ich habe in einem Gespräch mit dem Imam auch erwähnt, dass ich mir bei Gelegenheit einen Koran zulegen werde, davon hat er mir abgeraten, er meinte, dass dies nix bringe, da ich nicht arabisch kann. Er, nebenbei gesagt, auch nicht.
Wenn ich arabische Schrift schreibe, dann meine ich das auch. Ich meinte nicht die "arabischen Schriften". Daher nochmals:
da Du die arabische Schrift mit Sicherheit nicht so weit beherrschst, daß Du die gelinde gesagt komplizierten Sätze des betreffenden Buchs interpretieren könntest.
(Nicht) umsonst gibt es "Gelehrte", die sich ihr Leben lang mit der Interpretation des Korans befassen.
Dein Wissen über Religionen ist umfassend, vielleicht kannst Du beantworten, weshalb zum Beispiel die Saudis und angrenzende Nachbaremirate, die ja nicht einen Hort der Demokratie darstellen, keine Gefahr für den Weltfrieden darstellen? Zum Unterschied vom Iran. Dass die einen Sunniten, die anderen Schiiten sind, daran wirds wohl nicht liegen.
Die Saudis finanzieren zum Beispiel die Separatisten in Südthailand.
Davon abgesehen haben in allen islamischen Ländern die nun Wahlen abhielten, die Islamisten die Mehrheit und das bei einem äußerst jungen Altersdurchschnitt, Ich schrieb von gemäßigten muslimischen Ländern, die ägyptischen und tunesischen Exdiktaturen kann man da wohl nicht dazuzählen.
Aus
http://www.gfbv.de/regionalgrp.php?id=100 Noch immer stellen die 3 Millionen muslimischen Malaien rund 80 Prozent der Bevölkerung im Süden Thailands. Viele Buddhisten verließen aufgrund der Gewalt in den letzten Jahren die Region. Nicht nur Buddhisten, auch Muslime verlassen diese Region, weil sie sich ihres Lebens nicht mehr sicher sind, wenn sie nicht nach der Pfeife der Separatisten tanzen.
fr