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Autor Thema: DSI kündigt hartes Durchgreifen an bei Firmen mit Scheinbeteiligungen von Thais  (Gelesen 13745 mal)

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winki

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Diese Variante unter Thai-Beteiligung von Ausländern Firmen zu gründen ist bekannt, stellt kein Geheimnis mehr da und wird schon seit langem praktiziert. Warum nun plötzlich die Behörden dagegen vorgehen wollen und mit Strafen drohen erschließt sich mir nicht. Viel sinnvoller wäre es doch nun endlich mal vernünftige gesetzliche Reglungen zu schaffen, die es Ausländern ermöglichen,
wie fast überall auf der Welt in zivilisierten Ländern, unternemerisch tätig zu werden.  Der Bedarf und das Potenzial dafür ist vorhanden, sonst würde doch niemand, weder Thais noch Falangs, zu Unternehmensformen greifen die unter Kritik stehen. Nur, er findet sich bereit dazu und ist in der Lage den thailändischen Behörden verständlich zu machen, dass sie sich mit dem was vorgesehen ist ins eigene Fleisch schneiden. Im Ergebnis des Vorhabens werden die Gründung von kleinen und mittelständischen Unternehmen zurück gehen oder gar nicht erst stattfinden. Ein Eigentor, wie so oft in Thailand.
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dbunkerd

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Diese Variante unter Thai-Beteiligung von Ausländern Firmen zu gründen ist bekannt, stellt kein Geheimnis mehr da und wird schon seit langem praktiziert. Warum nun plötzlich die Behörden dagegen vorgehen wollen und mit Strafen drohen erschließt sich mir nicht.

Dagegen soll auch nicht vorgegangen werden. Scheinbeteiligung bedeutet, dass Proxies verwendet werden, die sich an zig anderen Firmen (auf dem Papier) beteiligen, ohne mit der betreffenden Firma irgend etwas zu tun zu haben. Wenn jemand eine Co., Ltd. gründet, hält der Ausländer 49% und ein Thai (juristisch oder natürlich) 51%. Dabei kann der Ausländer Direktor sein. Das ist völlig legal und dagegen wird auch nicht vorgegangen. Folglich ist eine gesetzliche Grundlage bereits da. Geeignete Verträge können (legal) geschlossen werden, die das Investment des Ausländers vor Fremdzugriff schützen.

Weiterhin wird wohl auch gegen "Firmen" vorgegangen werden, der einziger Zweck es ist, ein Grundstück zu kaufen, worauf das Haus des "Direktors" steht. Die Firma macht aber weder Umsatz, noch zahlt sie Steuern. Das ist (und war schon immer) nicht legal.

Im Ergebnis des Vorhabens werden die Gründung von kleinen und mittelständischen Unternehmen zurück gehen oder gar nicht erst stattfinden. Ein Eigentor, wie so oft in Thailand.

Das sehe ich nicht so. Kleine Unternehmen gehören in die Hand von Thais, denn wir sind ja schließlich in Thailand. Mittelständische Unternehmen erfordern Kapital. Ist dieses vorhanden, kann völlig problemlos ein solches auch von Ausländern gegründet werden. Das geschieht jeden Tag, es gibt auch zig erfolgreiche, ausländische Unternehmer in Thailand, die keinerlei Probleme haben und auch vom Staat nicht irgendwie "drangsaliert" werden. Selbst ein 100% Eigentum von Ausländern ist möglich, wenn die Firma unter dem Dach des Board of Investment gegründet wird.
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arthurschmidt2000

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Zitat
Das ist (und war schon immer) nicht legal.

Das ist und war legal! Ohne diese Möglichkeit gäbe es in Thailand keinen Markt für höherwertige Grundstücke.

Man kann solche Firmen natürlich ärgern indem man von ihnen jährlich einen geprüften Abschluss verlangt und den fiktiven Mietwert besteuert.

Zitat
Kleine Unternehmen gehören in die Hand von Thais

Was spricht dagegen, wenn ein Farang ein Restaurant mit Farang Food aufmacht? Die wenigsten Thai wissen, wie man so etwas zubereitet!
« Letzte Änderung: 23. August 2014, 15:52:08 von arthurschmidt2000 »
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Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, daß Sie sie äußern dürfen.

dbunkerd

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Das ist und war legal! Ohne diese Möglichkeit gäbe es in Thailand keinen Markt für höherwertige Grundstücke.
Man kann solche Firmen natürlich ärgern indem man von ihnen jährlich einen geprüften Abschluss verlangt und den fiktiven Mietwert besteuert.

Richtig. Ich sprach von Firmen, die keinen Umsatz machen. Wenn Steuern bezahlt werden und der "Direktor" Miete für das Haus abdrückt, ist das legal.

Was spricht dagegen, wenn ein Farang ein Restaurant mit Farang Food aufmacht? Die wenigsten Thai wissen, wie man so etwas zubereitet!

Nichts. Kann er doch auch. Private Partnership mit seiner Frau oder sonst einem Thai. Dann stellt er einen Thai ein und bringt ihm bei, wie man Buletten brät, Kartoffelsalat macht und ein Schwein räuchert. Wird doch auch gemacht. Der Tatsache, dass solche Beziehungen oft in die Brüche gehen und der Farang dann Geld verliert, ist gesetzgeberisch nicht beizukommen. Ausser man würde per se Farangs bevorzugen und die eigenen Leute benachteiligen. Wer soll das wollen? Ausländer, die auswandern, müssen sich einfach vorher überlegen, wohin sie gehen.
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Kern

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Der Link zu dieser Meldung >>http://www.thailand-tip.com/nachrichten/news/dsi-kuendigt-hartes-durchgreifen-an-bei-firmen-mit-scheinbeteiligungen-von-thais/<<

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Kleine Unternehmen gehören in die Hand von Thais, denn wir sind ja schließlich in Thailand.
???  Was für eine seltsame Sicht  ???
1. Dem würde entsprechen, daß in DACH beispielsweise von Türken finanzierte und geführte Dönerbuden, von Asiaten finanzierte und geführte Asia-Märkte usw. in der Hand von DACHlern sein sollten.
2. Als Geldgeber und Unternehmensgründer sieht man das nicht ganz so locker, wenn man z.B. 100.000,- Euro investiert.


Mittelständische Unternehmen erfordern Kapital. Ist dieses vorhanden, kann völlig problemlos ein solches auch von Ausländern gegründet werden. Das geschieht jeden Tag, es gibt auch zig erfolgreiche, ausländische Unternehmer in Thailand, die keinerlei Probleme haben und auch vom Staat nicht irgendwie "drangsaliert" werden. Selbst ein 100% Eigentum von Ausländern ist möglich, wenn die Firma unter dem Dach des Board of Investment gegründet wird.

Das Eigentum gehört aber nicht direkt dem Farang, sondern dem Unternehmen, von dem ein Farang offiziell maximal 49% besitzen darf.
Vereinzelt soll es diesbezüglich für Farangs schon ein böses Erwachen gegeben haben.  {--
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dart

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Danke für den Link, Achim.
Dann hat wenigstens einen gemeinsamen Überblick worüber es überhaupt geht. Touristische Betriebe die auf dem Papier einen Thaipartner haben, aber eigentlich komplett von Ausländern betrieben werden.

Meine Vermutung, das geht jetzt eher gezielt gegen Russen u. Chinesen, die etliche Tourbereiche in die eigene Hand genommen haben, und den Thais das Geschäft kaputt machen.
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dbunkerd

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???  Was für eine seltsame Sicht  ???
1. Dem würde entsprechen, daß in DACH beispielsweise von Türken finanzierte und geführte Dönerbuden, von Asiaten finanzierte und geführte Asia-Märkte usw. in der Hand von DACHlern sein sollten.

Wo ist da die seltsame Sicht? Die beiden Länder kannst Du insofern nicht vergleichen, als das Deutschland ein Hochpreis-Land ist. Der Türke aus Anatolien, mit seinem Döner-Laden, wird ja auch nicht bevorzugt. Im Gegenteil. Für ihn ist es viel schwieriger sich in Deutschland selbständig zu machen, als für den durchschnittlichen Deutschen.

Könnte in Thailand jeder zu den derzeitigen Preisen Grundstücke erwerben und Firmen gründen, wäre längst kein Land für Einheimische mehr verfügbar. Letztlich sind es doch, und da müssen wir ehrlich sein, die billigen Preise in Thailand und die schönen Frauen (in zweiter Linie), die einst viele Auswanderer nach Thailand gelockt haben. Da herrschen in Deutschland doch ganz andere Voraussetzungen.

2. Als Geldgeber und Unternehmensgründer sieht man das nicht ganz so locker, wenn man z.B. 100.000,- Euro investiert.

Es wird erstens niemand gezwungen, in Thailand Geld zu investieren. Ganz im Gegenteil, ich habe hier schon Fälle gesehen, da haben Leute vor lauter Liebe ihren Auserkorenen das Geld geradezu aufgedrängt. Zweitens kann sich ein Investor (wie schon gesagt) mit Verträgen durchaus völlig legal gegen Übervorteilung absichern. Aber Liebe macht halt leidergottes zuweilen blind.

Das Eigentum gehört aber nicht direkt dem Farang, sondern dem Unternehmen, von dem ein Farang offiziell maximal 49% besitzen darf.
Vereinzelt soll es diesbezüglich für Farangs schon ein böses Erwachen gegeben haben.  {--

Unbestritten. Aber ich gebe zu bedenken, dass aus einem Verliebten nicht automatisch ein Unternehmer wird, wenn er es nicht schon vorher gewesen ist. Und ein solcher würde sich von Anfang an gegen das "böse Erwachen" abgesichert haben. Oder aber, wenn ihm das (total abschätzbare) Risiko zu hoch ist, die Finger davon gelassen haben.
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arthurschmidt2000

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Zitat
und den Thais das Geschäft kaputt machen

Wenn die Thai mit Russen und Chinesen im Tourismus Geschäfte machen wollen und kaum ein Thai russisch oder chinesisch spricht, was erwarten die denn?

Der Artikel im Tip wird verständlicher, wenn man shareholder statt mit Aktionären mit Anteilseignern übersetzt.
« Letzte Änderung: 23. August 2014, 16:35:44 von arthurschmidt2000 »
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dart

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Vermutlich erwartet ein thail. Unternehmen eher das ein Tourguide mit entsprechenden Sprachkenntnissen sich bei ihnen um ein Job bemüht.

Der würde sicherlich schnell einen Job bekommen, und ein Work Permit dürfte auch kein großes Problem sein.
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dart

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Zu meiner Vermutung....da gab es erst gestern einen Bericht in der BP, das sich Tourguides aus Chiang Mai um Hilfe an NCPO gewendet haben. {--

http://www.bangkokpost.com/news/local/427966/thai-tour-guides-seek-to-stop-flood-of-illegal-chinese-guides
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arthurschmidt2000

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Zitat
Vermutlich erwartet ein thail. Unternehmen eher das ein Tourguide mit entsprechenden Sprachkenntnissen sich bei ihnen um ein Job bemüht.

Bekommt der den Job, wird der Thai nicht mehr gebraucht...  

Die Lösung, dass der Thai dann sozusagen als Heizer auf der E Lock fährt, wird ja wohl keiner vorschlagen.
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dart

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Zitat
Vermutlich erwartet ein thail. Unternehmen eher das ein Tourguide mit entsprechenden Sprachkenntnissen sich bei ihnen um ein Job bemüht.

Bekommt der den Job, wird der Thai nicht mehr gebraucht...  


Wenn ausländische Tourunternehmen mit ihren eigenen Mitarbeitern aus den Herkunftsländern eine ganze Branche überrollen, verlieren sehr viele Thais ihren Job.

Vielleicht findest du das ja besser.
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Kern

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Hallo dbunkerd


Wo ist da die seltsame Sicht? Die beiden Länder kannst Du insofern nicht vergleichen, als das Deutschland ein Hochpreis-Land ist. Der Türke aus Anatolien, mit seinem Döner-Laden, wird ja auch nicht bevorzugt. Im Gegenteil. Für ihn ist es viel schwieriger sich in Deutschland selbständig zu machen, als für den durchschnittlichen Deutschen.

1. Als ausländischer Unternehmer (Ausnahmen: die "Großen" wie Toyota, Makro etc., die sich ganz anders absichern) trägt man nicht nur das normale unternehmerische Risiko (Verluste usw.), sondern im korrupten "Rechtsstaat" Thailand hat man das zusätzliche Risiko, auch ein gut laufendes Unternehmen durch seine staatlich aufgezwungenen Thai-Partner zu verlieren.
2. Dann gibt es wohl in Deutschland weniger offiziell und ganz legal von Ausländern geführte Unternehmen/Geschäfte, als in Thailand. Oder ist es vielleicht doch umgekehrt?  :-)
3. Ferner ist mir in DACH keine ellenlange Liste bekannt, die Ausländern enorm viele Tätigkeiten (zu Erwerbszwecken) verbietet.

Zitat
Könnte in Thailand jeder zu den derzeitigen Preisen Grundstücke erwerben und Firmen gründen, wäre längst kein Land für Einheimische mehr verfügbar.

Zu dieser Übertreibung: Bei sehr vielen Unternehmen (Ausnahmen z.B. Landwirtschaft, Resort) ist der Immobilien-Erwerb bestenfalls zweitrangig und erfolgt oft gar nicht. Viele Geschäftsräume, Restaurants, Bars etc. sind nur gemietet.
Weiterhin sind Grundstückspreise in Thailand (besonders momentan) oft eher utopisch als günstig.

Zitat
Es wird erstens niemand gezwungen, in Thailand Geld zu investieren.
Das ist zwar wahr, aber nur zynisch. Ferner weichst Du damit meinem Gegenargument bezüglich ...
Selbst ein 100% Eigentum von Ausländern ist möglich, wenn die Firma unter dem Dach des Board of Investment gegründet wird.
... kräftig aus.
Übrigens macht dieses für Dich typische Ausweichen Diskussionen mit Dir ziemlich mühsam.
« Letzte Änderung: 23. August 2014, 18:30:04 von Kern »
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arthurschmidt2000

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Zitat
Wenn ausländische Tourunternehmen mit ihren eigenen Mitarbeitern aus den Herkunftsländern eine ganze Branche überrollen, verlieren sehr viele Thais ihren Job.

Wenn ich Kartoffeln verkaufen will, sollte ich auch Kartoffeln haben.
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Kern

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Wenn ausländische Tourunternehmen mit ihren eigenen Mitarbeitern aus den Herkunftsländern eine ganze Branche überrollen, verlieren sehr viele Thais ihren Job.

Vielleicht findest du das ja besser.


Dieses Argument ist einerseits richtig.
Andererseits gibt es unzählige Tätigkeitsfelder (Ausnahme: sanuk  :-) ) in denen sehr viele unserer Thais keine konstant gute Leistung bringen.
Und es wäre vorteilhaft, wenn man in Thailand viel mehr Intelligentes, Zielführendes von anderen Ländern, von anderen Menschen abkupfern würde.

Denn Thailand ist keine isolierte Insel der Glückseligen und hat keine Garantien dagegen, in etlichen Bereichen auf dem Abstellgleis zu landen.
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