Irgendwie ist es eine heisse Kartoffel,die da der deutsche Aussenminister in der
Tuerkei aus dem Feuer holen soll.
Seit der Buergerkrieg in Syrien begonnen hat,haben sich rund 2,5 Millionen
Syrer und rund 300.000 Fluechtlinge anderer Laender in die Tuerkei begeben.
Das wussten alle Regierungen der EU.
Sie wussten auch,dass aus rechtlichen Gruenden,Syrer kein Asyl in der Tuerkei
beantragen koennen.Die Tuerkei betrachtet die syrischen Fluechtlinge als Gaeste,
gibt ihnen,wenn sie sich in einem der Auffanglager registrieren lassen,den not-
wendigen Basisunterhalt und die freie medizinische Behandlung.
Syrer koennen sich in der Tuerkei frei bewegen und arbeiten.
Der finanzielle Aufwand betrug bisher 6,5 Mrd. Euro wovon nur rd. 250 Mio aus den Aus-
land zugeschossen wurde.
Die EU hat bis gestern die Leistungen der Tuerkei weder anerkannt noch finanziell
unterstuetzt.
Erst als die Aussichtslosigkeit auf eine baldige Rueckkehr nach Syrien,die Fluechtlinge
nach Europa aufbrechen liess und angesichts,dass noch weitere 1,5 Mio sich auf den
Weg machen koennten,ist die hohe Diplomatie in der Person des Herrn Steinmeiers
angereist,im Gepaeck eine Milliarde Euro aus den Kassen von Bruessel und versucht
mit guten Worten,Herrn Erdogan zu ueberzeugen,nur ja nicht die Fluechtlinge ueber die
Bosporus- Bruecke zu lassen.
Die Route ueber den Bosporus waere sicherer und vor allem billiger,als die Route ueber
das Meer und Griechenland.
Haette sich Herr Steinmeier und die EU frueher zu diesen Schritt entschlossen und die
Tuerkei finanziell unterstuetzt,waere uns die europaeische Werteblamage durch die Ungarn
und der verstaerkte Zustrom erspart geblieben bzw. so gestreckt worden,dass es nicht zu
solchen Zustaenden,wie in den letzten Wochen gekommen waere.
Jock