Endlich geschafft - Die C-Star,das Schiff mit dem die Retter des Abendlandes
die Flutung Europas stoppen wollen,hat den Suezkanal passiert und ist
Richtung Italiens unterwegs.
Wo genau sich das Schiff befindet ist unklar,da der Transponder abgeschaltet
war oder noch ist.
Der naechste Zielhafen ist Catania,wo ein paar Recken an Bord kommen wollen.
Leider gibt es Meldungen,dass der Buergermeister von Catania das Anlegen unter-
sagen will und damit die Versorgung des Schiffes mit Lebensmittel,eventuell
Treibstoff und Wasser verhindern kann.
Die ganze Aktion der Identitaeren steht unter keinem guten Stern.
Zunaechst wurde die Geldsammlung durch Pay-Pal gestoppt,dann haben sich ein
paar Schlaumeier eingeschaltet und Konten offeriert,die mit den Identitaeren nichts
am Hut haben und die eingegangenen Betraege fuer sich selbst verwenden.
Trotzdem kamen zwischen 80.000 und 120.000 Euros zusammen,die fuer eine
rund 30 taegige Aktion reichen sollten.
Ein bisschen Hohn ist es schon,dass man bei der Charterung eines entsprechenden
Kahns ausgerechnet auf eine muslimische Reederei zurueckgreifen musste,da andere
keine Schiffe zur Verfuegung stellen wollten.
Ein Schiff dieser Groesse verschlingt eine taegliche Chartergebuehr von ca. 3.000
Euros,wo, je nach Verhandlungsgeschick, ein gewisses Meilenkontigent enthalten
ist.
Alleine die Passage durch den Suezkanal schlaegt sich,bei einem Schiff dieser Tonn-
age, mit ca.4.000 Euros zu Buche.Dazu kommen noch eine Reihe weiterer Auslagen
fur den Agenten,Lotsen und den "Geschenken" fuer die Kanaladministration.
10 - 15 Unbeugsame wollen in Catania an Bord gehen.Das wird gelingen,denn wenn
auch das Schiff selber nicht anlegen kann,koennen sie mit Barkassen uebersetzen.
Und dann geht es ins Abenteuer Richtung "Einsatzgebiet" libyische Kueste.
Da ist zu hoffen,dass der Kapitaen das Seerecht kennt und auch weiss,was ihm und
seiner Mannschaft drohen kann,verstoesst er dagegen.
Abdraengen von Fluechtlingsbooten,keine Seerettung durchfuehren kann,wenn es
dabei Tote zu beklagen sind,leicht mit 15 Jahren Gefaengniss bestraft werden.
Es wird zwar betont,dass man selbstverstaendlich in Seenot befindliche Personen
retten werde,aber damit ist das Problem nicht behoben.
Sind diese Leute an Bord,stellt sich die Frage nach Versorgung,insbesondere nach
Wasser und medizinischer Betreuung.
Eine Rueckfuehrung nach Libyen ist nicht ganz so einfach,wie sich das die Recken
vorstellen.
Die libyschen Behoerden haben kein Interesse daran,dass Fluechtlinge,die gestern
das Land verlassen haben,morgen wieder zurueck gebracht werden.
Sie werden daher das Anlegen in einem Hafen verweigern.
Bleibt dann der C-Star noch die Moeglichkeit,die Aufgenommenen nach Italien zu
bringen oder sie an eine der operierenden Organisationen zu uebergeben.
Dafuer bekommen sie aber eine Danksagung.
Sollte es aber den Identitaeren gelingen,tatsaechlich den Fluechtlingsstrom zu stoeren,
bekommen sie Probleme mit den Hintermaennern der Schleuserorganisationen.
Die haben ausreichend Geld,Waffen und Einfluss um die C-Star aufzubringen und den
Passagieren das Schwimmen nahezulegen.Man kann davon ausgehen,dass die Schwimm-
uebungen letal enden werden.
Fazit: Eine Aktion die der Propaganda der Organisation dient,Geld kostet und hohe per-
soenliche Risken beinhaltet.
Jock