Im großen und ganzen hat hmh recht, nur mit seiner Schlafzimmerkleiderordnung kann ich mich gar nicht anfreunden
Eine dünne Zudecke, aber relativ dicke Baumwoll-Schlafkleidung hat sich für mich über die Jahre (seit 1980 in Asien, 1981 erstmals in Thailand, 1983-1984 und seit 1991 überwiegend hier) trotz vieler Experimente immer wieder als die beste Kombination herausgestellt.
Auch die holde Gattin hat es am liebsten warm am Körper, obwohl kühle Haut direkt nach der Dusche natürlich auch erst mal was für sich hat...
Ich ergänze aber gerne meine selbstgezimmerten Weisheiten noch um ein paar echte Fakten zum Thema
richtige Bekleidung in den Tropen.
(Man kann dieses Thema dann hier ggf. abtrennen und zu einem eigenen machen.)
In meinem Fall unterscheidet sich diese Bekleidung
am Tage zum Beispiel nicht von normaler Frühlings- Sommer- oder Herbstkleidung in Europa. Insbesondere hat man mich hier in den letzten 25 Jahren nie in kurzen Hosen únd nach einigen anfänglichen, zum Teil schmerzhaft bereuten Irrtümern auch immer nur in festen Schuhen mit rutschfesten Sohlen gesehen...
In Sandalen oder Badelatschen ohne Socken gewatschelt wird hier, außer am Strand, schon mal prinzipiell nicht, und kurze Hosen – ... um Himmels willen, sicherer Gesichtsverlust für jeden westlichen Ausländer, außer für jene, die man hier zum Beispiel "Pappa", "Opa", "Lung Uan" oder so nennt...
Ein anderes Problem von Klimaanlagen, das hier noch nicht abgehandelt wurde, ist die trockene Luft.
Ich habe wegen der Trockenheit zum Beispiel
Probleme mit den Augen und den
Nasenschleimhäuten auf
Langstreckenflügen. Nur wenn ich während des Flugs fast zu allen Zeiten eine
Augenschutzklappe trage, komme ich
nicht tränenüberströmt und rot wie ein Albino am Ziel an.
Und auf die Nasenschleimhäute kommt ein winziger Dip
Refobacin Augensalbe (und noch zwei bis dreimal während des Fluges mit normaler Creme nachgelegt). Wenn ich das nicht mache oder die Salbe und die Creme vergesse, habe ich nach dem Flug tagelang ausgetrocknete, mit hartem Rotz
verklebte Schleimhäute und ständiges
Nasenbluten.
In unserem Haus existiert das Problem nicht, da die Klimaanlagen landesuntypisch nicht sehr tief eingestellt sind. Im gesamten Erdgeschoß gibt es zum Beispiel nur eine einzige, kleine. Deren kühle Luft wird durch einen auf niedrigster Stufe eingestellten Standventilator, der nur sanft in eine feste Richtung bläst, bis in die hinterste Ecke der Etage verbreitet. Wenn ich nicht im Dienst bin und vorraussichtlich keiner kommt und meine Kreise stört, mache ich das Ding aber auch schon mal aus und schreibe meine Artikel in Unterhose.
Ich habe aber keine Ahnung davon, wie sich das "Klima" möglicherweise auf meine Schreibe auswirkt...