"Und was Verdient,ein Arzt,so Netto im Monat?"
Das ist kein Geheimnis. Als Facharzt für Chirurgie in einem kommunalen Krankenhaus mit zig-jähriger Berufspraxis verdienst Du in Lohnsteuerklasse 4 im absoluten Endgehalt ohne Bereitschaftsdienste etwa 3400€ netto, mit Bereitschaftsdiensten, die Deine Wochenarbeitszeit von 40 Stunden auf über 60 Stunden hinaufkatapultieren, kommst Du auf etwa 4200€ netto, davon mußt Du aber jeweils noch etwa 500€ für die Krankenversicherung pro Monat abziehen (Ärzte sind üblicherweise privat versichert, der hohe Betrag ist lebensaltersbedingt).
Meine Niedergelassenen Kollegen kämpfen im Endeffekt etwa in derselben Liga, haben aber auch noch das Risiko des freien Unternehmers zu tragen.
Auch die alten Chefarzteinkommen sind mittlerweile Legende. Bei den "modernen,zeitgemäßen Verträge für leitend Ärzte" müssen diese Kollegen bis zu 85% ihrer privaten Einnahmen an den Krankenhausträger abgeben.
Junge Assistenzärzte verdienen ohne Bereitschaftsdienste etwa 2000€ netto (LStgr1), mit Bereitschaftsdiensten können netto etwa 500 bis 800€ netto dazukommen.
Das "Geheimnis", warum es Ärzten finanziell so gut geht, will ich hier gern einmal verraten: Wenn Du nach 24-28 Stunden Dienst aus dem Krankenhaus nach Hause kommst, legst Du Dich nur noch auf die Couch und poofst, anschließend gehst Du ins Bett, um am nächsten Morgen nicht im Halbschlaf das falsche Bein zu amputieren. So bleibt das Geld auf dem Konto und vermehrt sich langsam aber sicher.Wenn Du dann noch geschafft hast, eine Frau zu heiraten, die nicht mit einer Hand mehr Geld ausgibst als Du mit zwei Händen verdienen kannst und die Deine Scheißarbeitszeiten mit all den kaputten Wochenenden und Feiertagen erträgt, dann gehts Dir so wie mir: Dein Sparbuch liest sich immer freundlicher

Wolfram