Schade eigentlich, dass Du auf die Frage, wer euch zwingt, das ganze Geld anzunehmen, nicht eingegangen bist.
Arthur
Bei allem Respekt, wie soll ich so eine rhetorische und suggestive Frage beantworten? Tue ich für gewöhnlich nicht. Mache hier aber einen Versuch aus Respekt zu Dir.

a) Bin/war ich wie 99% der Schweizer nicht in diesem Geschäft tätig. Ich frag ja auch nicht an die deutschen Bürger gerichtet, wie könnt
ihr immer alle zuerst in aller Welt bestechen, um an GroßAufträge zu kommen, um mal das Beispiel Siemens anzuführen. Oder frage auch nicht, können
Eure Softwarefirmen nur überleben, in dem
ihr den anderen die Daten klaut, um es an dem Beispiel SAP-Oracle festzubinden. Und so könnte man das unendlich weiterführen.
Aber wer zwingt die Schweiz, Gelder aus der ganzen Welt anzunehmen?
Wieder falsche Frage.
b) Es ist nicht die Schweiz, die dieses Geld annimmt, sondern in der Schweiz aktive Banken. Die Geldhäuser aus dem Ausland sind übrigens in der Überzahl...

Die Frage müßte auch nicht heissen
wer, sondern
was zwingt die Banken....: Es ist die Geldgier der Verantwortlichen. Genauso wie bei jeder in der Größenordnung tätigen Bank auf der Welt auch.
Hier bringt es
illuminati nochmals auf den Punkt:
Die Grossbanken zumindest aller westlichen Länder - haben eine gemeinsame Geschäftsführung, die nicht der Politik unterstellt sind, sondern den jeweiligen Regierungen ihre Weisungen als Gesetzesvorlagen diktieren - die sie bedingungslos umzusetzen haben,
Na, zumindest fast bedingungslos. So ein Jöbchen für einen abgetretenen Bundesrat müßte im Nachinein schon drinliegen

. Diesen Lobbyismus kennt man in Deutschland ja bestens, wenn man sich so einige Herren im Gasgeschäft mal näher betrachtet

Es ist kein Geheimnis, dass die Finanzindustrie der Schweiz (natürlich neben dem Fleiß und der Rechtschaffenheit seiner Bürger) die Quelle des Wohlstandes dort ist. Das geht sogar so weit, dass besonders Böswillige den Schweizern Beihilfe zur groß angelegten Steuerhinterziehung vorwerfen! Auch hier könnte man argumentieren, dass es dann nur recht und billig ist, wenn dort von den Gewinnen etwas (viel) abzugeben ist.
Zum Glück ist dem nicht so. Wenn dies das einzige Standbein wäre, stände es allerdings schlecht. Aktuelles Beispiel. Schweizer Wirtschftsprognosen rechnen mit über 2% Wachstum, während die Grossbanken Verluste und Arbeitsplatzbbau beklagen.
Schlimm genug, das in umgekehrter Weise eine sehr grosse Abhängigkeit von den Banken besteht. Ich und der allergrößte Teil der Schweiz. Bevölkerung haben ganz sicher nicht einen Rappen von deutschem Schwarzgeld profitiert. Aber die Zeche zahlen dürfen wir im Sinne von
Too big to fail genau gleich wie deutsche Bürger bei ihren "Bankenrettungen".
@as
Was würdest Du einem Saudischen Staatsanwalt antworten, wenn er Deutschland fragt, warum ihr seinen muslimischen Landsmann Alkohol verkauft obwohl er damit im Heimatland gegen das Gesetz verstößt? Deine Antwort Vermutlich, "weil es in Deutschland legal ist". Anderseits verbietet ihr ihm ja auch eine Mehrfachehe in Deutschland zu schließen. Aber seine in Saudi geehelichte Frauen darf er trotzdem mitnehmen.
Diese Metapher deshalb, weil
Wenn Du allerdings fragst, warum es in der Schweiz für Banken normal ist, solches Geld anzunehmen? Weil es in der Schweiz kein Straftatbestand darstellt, Steuern nicht anzugeben. Für Ausländer wie für Schweizer. Erst bei Steuerbetrug wird ein Staatsanwalt aktiv. Da könnte, wenn
das Volk denn will, eine Gesetzesänderung stattfinden. Aber nur da, sonst nirgends kann man die Bevölkerung allenfalls aktivieren etwas dagegen zu unternehmen. Und wenn die Mehrheit es weiterhin als tolerierungswürdig ansieht, ist das auch zu respektieren, selbst wenn es tatsächlich nicht mehr zeitgemäß ist.
Wenn Banken in ihrem Gastland wie am Beispiel USA sich sogar noch aktiv strafbar machen, müßen sie halt auch mit Konsequenzen rechnen. Das ist ergo eine ganz andere Geschichte.
Natürlich, Buchverluste für die SNB sind in dem Zusammenhang vorderhand 2. rangig
Das hab ich nicht so recht verstanden. Zwar kenne ich die Bilanzierungsregeln der SNB nicht, es ist aber nicht ganz neu, dass erhöhter Abschreibungsbedarf in einem „normalen“ Unternehmen leicht zu einem Konkurs wegen Überschuldung führen kann.
Ganz einfach zu beantworten. Die Nationalbank ist
keine normale Firma. Sie kann für die Selbstkosten der Druckerschwärze soviel Noten drucken wie sie will. Nur die Preisstabilität steht als Muss im Raum. Bankrott wäre sie erst, wenn keine Nachfrage nach Franken bestünde. Ziemlich Unwahrscheinlich.
"Das ultimative Kapital einer Zentralbank ist das Vertrauen in die von ihr ausgegebene Währung" ( Niklaus Blattner, Oekonom und ehem. Dir. der SNB)
Betreffend Profiteur Schweiz und EU
Selbstverständlich, er verdient ja auch sehr gut daran. Auch als Nichtmitglied und ohne Stimmrecht!
Sag mir ein einziges Beispiel, wo die Schweiz
wegen dem Bestehen der EU einen Rappen verdient hat.

Bisher sind mit der Finanzierung der Osterweiterung nur Gelder in eine Richtung geflossen. Ich lerne gerne dazu.