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Autor Thema: Geschichten aus Hinterindien  (Gelesen 444236 mal)

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drwkempf

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1230 am: 26. September 2010, 23:22:27 »

...still going strong...

da muss ich mir doch heute abend mal wieder die Black Label Flasche naäher anschauen. Vielleicht hilft das ja menem linken Bein auf dieselben ???

Wunderschöner Artikel, Low!

Grüße auch an die Lady, die einen single malt von einem blended Whiskey unterscheiden kann. }}


Wolfram
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Antares

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1231 am: 29. September 2010, 03:20:02 »

Wieder eine gute Geschichte!

Zum Whisk(e)y möchte ich noch anmerken das auch Blended Whisky der besseren Sorte zusammen mit einer guten Zigarre ein geigneter Begleiter für eine funkelnde
Tropennacht sein kann. Ich hatte im Juni auf Samui eine recht kräftige Bolivar "Double Corona" und einen Johnny Walker Gold Label. Die leichte süße (ein bischen wie Honig) passte gut zu den erdigen Geschmacksnoten der Zigarre.

Ein anderes feines Getränk nach Sonnenuntergang ist natürlich Rum. Auf Koh Samui haben wir eine sehr gute Produktion. Ein Franzose und seine kreolische Frau haben die Kunst der Destillation erlernt und stellen einen Rum ausgezeichneter Qualität her. Dieser Rum wird aus dem vergohrenen Saft der Zuckerrohrpflanze destilliert, NICHT aus der aufkonzentrierten Melasse wie es sonnst oft üblich ist. Ich werde im Januar nochmal die Fabrikation besuchen und mich an einer kleinen Reportage mit Fotos versuchen.
http://www.rhumdistillerie.com/en/historique.html (tut mir leid, das einfügen von links geht nicht)

Grüße aus dem nebligen 10°C kalten Rheinland!

Marcus


EDIT: Link korrigiert.
« Letzte Änderung: 29. September 2010, 06:23:46 von khon_jaidee »
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hellmut

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1232 am: 29. September 2010, 04:20:07 »

Das Einfügen von Links geht so:

[url(=)(Link)]Linkbeschreibung[/url]           Dabei die runden Klammern weglassen!

Dein Link nach obiger Anleitung könnte zum Beispiel so aussehen:
Destille auf Samui

Wenn du meinen Beitrag mit der Zitatfunktion anklickst, siehst du wie die Funktion aufgebaut ist.

Links kann man auch ohne die Linkfunktion einfügen:

http:(//www.rhumdistillerie.com/en/historique).html ohne die Klammern ergibt:
http://www.rhumdistillerie.com/en/historique.html

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Blackmicha

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1233 am: 29. September 2010, 06:08:20 »

@ Wolfram

Schon mal DOUBLE Black Label probiert ?

In KL machen die Werbung fuer !  [-]
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Konfuzius - oder so

Low

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Verstauchter Geschmack in Hinterindien
« Antwort #1234 am: 30. September 2010, 21:22:02 »

Danke für all die destillierten und rumreichen Rückmeldungen.
  

Verstauchter Geschmack                                                                                                                              Ende September 2010


Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich zur Zeit nicht in der Lage bin, schmerzlos einen gut gebrannten, hochkarätigen Malz zu geniessen.
Seit dem Angriff der Tigermücke leide ich an einer extremen Geschmacksverstauchung.
Hätte ich nach Kerns Erfahrungen einen Wunsch frei gehabt, hätte ich vier Wochen Durchfall, sogar vom Typ Föhnsturm, Scirocco oder Mistral,
der leichteren Erkrankung vorgezogen. (1)(2)

Der Whiskey brennt nicht nur höllisch im Mund, sondern löst wüste Hustenanfälle, beinahe Erbrechen aus. Sogar das früher obligatorisch
vorabendliche vitaminreiche Kokoswasser, hin und wieder von einer eigenen Zapfsäule, verdünnt mit etwas weissem und braunem Rum, macht
mir mit Desinfektionsmittel oder alkoholfrei zu schaffen.
Nach dem Trinken von reinem Kokoswasser wird mein rechtes Ohr für etwa eine Stunde geflutet. Es rauscht und knackt im Ohr, ähnlich wie bei  
einer leicht pornophonischen Gespenstergeschichte.

Gewürze wie Chili, Galangal und deren Verwandte ertrage ich an gewissen Tagen sehr schlecht oder gar nicht. Sogar eigentlich bekömmliche
Weine lassen oft keine echte Freude aufkommen. Dieselbe himmeltraurige Erfahrung erlebe ich mit im Grunde mildem, gekühlten Sake mit und
ohne verführerische Geisha. (3)

Nun verstehe ich die Menschen, welche für solch zweifelhafte Genüsse keine Sympathien aufbringen. Mein “Leiden“ ist bei ihnen offenbar
Normalzustand.

Möglicherweise klage ich die Mücke zu unrecht an. Unter Umständen sind es ja die professionell aus frischen Hühner-, Enten- und Schweine-Kot
gemischten tropenschwülen Dampfschwaden vom Nachbargrundstück, welche meine überempfindlichen Geschmacksknospen negativ beeinflussen.

Glücklicherweise knospet zeitweise ein anderes Organ und lässt mich meinen malträtierten Mund vergessen.

Wäre ich Veganer, dürfte ich mich zu Recht über die wenig artgerechte Tierhaltung ärgern und weltweit die Tierschützer und gar den WWF
alarmieren. Da wir jedoch jederzeit sämtlichen fleischlichen Genüssen frönen, kann ich meine Magensäfte mit dem abenteuerlichen Geruch
freilebender Eber auf kommende Spezialitäten vorbereiten. Dabei dürfen wir den profilierten Halter, Herrn Kleptomanewitsch, als Fleischlieferanten
praktisch ausschliessen.
Spätestens am Ende der Regenzeit werden die balsamischen Fäkaliendämpfe mit Emissionen brennender Autoreifen und reichlich PVC Abfällen
angereichert.
Das ergibt dann gartengeräucherten Lanna Schinken mit den typischen Aromen Bridgestone, Continental, Dunlop, Michelin oder Pirelli.

Mit freundlichen Grüssen aus Stinkindien
Low

(1)
http://de.wikipedia.org/wiki/Scirocco
http://de.wikipedia.org/wiki/Mistral_(Wind)
(2)
http://forum.thailand-tip.com/index.php?topic=7734.msg136439#msg136439
(3)
http://de.wikipedia.org/wiki/Geisha
« Letzte Änderung: 30. September 2010, 21:58:09 von Low »
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Sie wollte in die Galeries Lafayette.

Antares

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1235 am: 01. Oktober 2010, 00:36:04 »

Hallo miteinander

Der sensibilisierte Geschmacksinn von Low kann durchaus mit der Virusinfektion in Zusammenhang stehen, muß aber nicht.
Die olifaktorischen Zumutungen des Herrn Kleptomanewitsch......untermauern mal wieder meine Überzeugung das man als Farang in Hinterindien besser kein Eigentum erwirbt.

a) Das Haus, Bungalow, Villa oder was auch immer, gehören einem ja meist doch nicht wirklich. Komplizierte Vertragskonstruktionen mit Firmen oder sonstwas will ich nicht.

b) Mieten ist recht günstig und das Angebot sehr groß. Mit etwas Verhandlungsgeschick kann man einen erträglichen Mietzins aushandeln.

c) Kommt es zu Störungen durch brennendes PVC, bellende Hunde, wummernde Bässe, schreiende Hünchen, keifende Nachbarin, prügelnde Männer usw. bitte ich den      
    Vermieter mir zu helfen den Ärger abzustellen. Er wird vermitteln oder ich kündige ihm die Hütte und ziehe weiter!

d) Kaufen passt nicht so wirklich zu meinem Lebensstiel, man ist wenig flexibel und ständig in Sorge. Und ich möchte leben. Gut leben, ohne PVC Qualm und Güllegestank.

Es sei denn.....ich heirate doch noch mal irgendwann :-) das würde wohl etwas ändern.

Grüße

Marcus
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Kern

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1236 am: 01. Oktober 2010, 00:49:07 »


Es sei denn.....ich heirate doch noch mal irgendwann :-) das würde wohl etwas ändern.


 :]
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drwkempf

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1237 am: 01. Oktober 2010, 03:04:56 »

Lieber Markus,

"Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert!"

(der Autor dieser Weisheit ist mir leider nicht bekannnt)

Wolfram {--
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aod

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1238 am: 01. Oktober 2010, 06:47:25 »

 


"Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert!"

(der Autor dieser Weisheit ist mir leider nicht bekannnt)

Wolfram
----------------------------------------------------

Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert, nicht mit schlechten.


  George Bernard Shaw


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drwkempf

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1239 am: 01. Oktober 2010, 17:33:39 »

Schau an, der wars also!
Danke aod für den prompten Service.

Wolfram

An Low:

Hoffentlich bessert sich Deine Geschmacksverunsicherung rasch, obwohl Du aktuell sicherlich viel Geld sparst, wenn Dir alles, was gut schmeckt und teuer ist, derzeit nicht bekommt. {--

Meine allerbesten Wünsche für eine zügige Besserung

Wolfram
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Antares

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1240 am: 01. Oktober 2010, 23:15:45 »

Hallo Low, wenn es nicht besser wird geh zum Gastroenterologen. Vieleicht ist es eine Refluxösophagitis die nur "nachtaktiv" ist. Da helfen 25mg Omeprazol am Abend. Kann man versuchen..... Ist mir gerade so eingefallen als ich durchs Forum surfte...

Marcus
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Kern

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1241 am: 01. Oktober 2010, 23:50:37 »

Hallo Low, wenn es nicht besser wird geh zum Gastroenterologen.

Nicht nötig.
Als mich 2004 das Dengue-Fieber erwischte, hatte ich auch einige Zeit das Problem, dass alles wie Pappe schmeckte.
Das war mir nur entfallen. Wenn ich mich recht erinnere, hielt die Minderung des Geschmackssinns nur 2 Wochen an.


Gruss   Achim
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Low

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Steine
« Antwort #1242 am: 03. Oktober 2010, 14:09:54 »

Steine                                                                                                                                                                 3. Oktober 2010

Zu Beginn des Fastens schrieb ich Ende Juli in # 1251 “Korund und Diamanten“ betreffend # 1247 “Khao Phansa“:
Ich werde den Aufsatz einem namhaften europäischen Wissenschaftler mit Lehraufträgen in Milano und Bern senden und gerne über seine
Meinung berichten. Sofern er Zeit findet, antwortet er mir .....“


In zwanzig Tagen, am 23. Oktober, ist Fasten-Ende. Aus dem nahe gelegenen Wat erklingen täglich die chantenden Mönche. Dabei erinnerte
ich mich an den Beginn und an den Tempel mit den abgerundeten Steinen aus Bächen und Flüssen, sowie den scharfkantigen Brocken aus den
Steinbrüchen.
Diesen Aufsatz mailte ich am 1. August an einen Freund. Der Geologe antwortete, schneller und anders als erwartet, am selben Tag
mit einer sonderbaren Geschichte.

Im Jahre 1975 organisierte die italienische Regierung eine Grossexpedition zum Lhotse, einem Nachbarn des Everest. (1)
Am 18. Mai 1956 erstiegen die Schweizer Luchsinger und Reiss den Berg erstmals.
Neben der Kletterpartie, Messner und paar andere kraxelten am 8516 m hohen Höhenzug, war die Expedition eine naturwissenschaftlich-
geologische Erkundung von hoch-himalayischem Neuland. Der berühmt berüchtigte Leiter der Expedition, Ardito Désio, war Geologe und
Mitglied der Kgl. Akademie der Wissenschaften. Er verstarb 2001 im Alter von 104 Jahren. Désio entdeckte das Erdöl in Libyen.

Etliche Geologen, oberhalb der 6000 Meter Grenze dann die Bergsteiger, holten Gesteinsproben aus kartierten Zusammenhängen.
Angewandte Geologie, wie im Lehrbuch.
Unter schwierigen Bedingungen wurden die voneinander sehr unterschiedlichen Gesteine numeriert, verpackt und sorgfältig in Blechkisten
eingeschlossen. Danach wurden sie auf den Rücken der Sherpas ins Tal verfrachtet.  
Als die Expedition ihre Kisten von den Sherpas auf Lastwagen umladen konnte, stellte man frustriert fest, dass die geologischen Proben zu
einförmigen, gerundeten Flusssteinen mutiert waren.
Die Sherpas waren doch nicht so blöd, aus Eis und Schnee tagelang Steine bergab zu schleppen, wo es unten ebenso gute in Hülle und Fülle gab.

Khao pansa
http://forum.thailand-tip.com/index.php?topic=1225.msg134257#msg134257
Korund und Diamanten
http://forum.thailand-tip.com/index.php?topic=1225.msg134545#msg134545
(1)
http://de.wikipedia.org/wiki/Lhotse

« Letzte Änderung: 03. Oktober 2010, 14:55:16 von Low »
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Kern

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1243 am: 03. Oktober 2010, 14:46:46 »

Hallo Low


Beim Schluss dieser Geschichte bleibt einem die Spucke weg.

Einerseits die riesige Entäuschung ob dieser "schlauen" Ignoranz und andererseits     {+    :-)


Gruss   Achim
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Low

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Steine
« Antwort #1244 am: 03. Oktober 2010, 21:39:15 »

Zu den verlorenen Steinen könnte ich eine Fortsetzung schreiben, ähnlich der Mondscheinsonate.  Diese Sparten liegen mir wesentlich näher,
als Tennis und Astronomie.
Ist so etwas erwünscht, oder sollte ich besser gelbe Fre..unde im Mülleimer besuchen?

Row
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