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Autor Thema: Bali und die Inseln Flores, Rinja und Komodo  (Gelesen 14183 mal)

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wufgaeng

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Trecking auf Pulau Rinja
« Antwort #30 am: 23. Mai 2013, 14:38:25 »

Nach den letzten Bestandsschätzungen gibt es noch rund 500 Exemplare der Drachenwarane auf Flores, 1700 Exemplare auf Komodo, 1300 Exemplare auf Rinja und je 100 auf den kleinen Inseln Gili Motang und Gili Dasami. Unsere Begleiterin Nocha sagte jedoch, dass es auf Flores gar keine wild lebende Drachenwarane mehr gibt, sie sind dort bereits ausgestorben. Verantwortlich für den Rückgang der Tiere sind Wilderei, Brände (teils durch Menschen verursacht) und Rodung, letztere beide vor allem, um neues Ackerland zu gewinnen.
Mein Begleiter, der Ranger, sagte mir vorher, es wäre nicht gewiss, dass wir auf unserer Wanderroute freilebende, jagende Warane sehen werden, aber wir hatten Glück. Und diese Biester waren gar nicht so weit von uns weg. In einem Wasserloch badete sich ein wilder Büffel, der Waran lauerte in unmittelbarer Nähe, um den Büffel zu beißen. Diese Warane jagen alleine und nicht in Gruppen. Egal ob Schweine, Hirsche, wilde Büffel, Schlangen oder Fisch – das Motto des Komodwarans ist: Hauptsache es kommt was ordentliches auf den Tisch. Wenn der Einzelgänger hungrig ist, versteckt er sich auf einem Trampelpfad und wartet ab, bis etwas Essbares vorbeiläuft. Dann greift er mit seinen langen Krallen und kurzen, aber scharfen Zähnen an. Flieht die Beute, so läuft er ganz gelassen hinterher. Denn hat sie einmal zugebissen, gibt es kein Entkommen mehr. Sein Biss enthält tödliches Gift und so ist es nur eine Frage der Zeit, bis das Tier liegen bleibt und stirbt. Bis zu 80% seines Körpergewichts kann der Komodowaran bei einer einzigen Mahlzeit aufnehmen. Er hat, außer die eigenen größeren Artgenossen, keine natürlichen Feinde und besetzt damit eine Art „Nische“ auf den Inseln. Er ist der größte Fleischfresser in seinem Lebensraum.


Panoramablick in die Landschaft von Rinja.


Rinja ist fast unbewohnt, es leben gerade mal 700 bis 1000 Menschen auf der Insel. Dementsprechend trifft man auf der Treckingtour kaum Menschen, außer andere Touristen. Die Wege jedoch sind moderat und gut gepflegt. An den Hügeln schlug man Stufen und über die Bäche und Flüsse führen kleine Brücken oder Stege. Man hat im Naturpark viel getan, um die Pfade bequem begehbar zu machen.


Ein wilder Wasserbüffel in freier Wildbahn.


Der Drachenwaran in unmittelbarer Nähe.


Ein Büffel in seinem Wasserloch. Bei einem Angriff hätte das Tier kaum eine Chance, rechtzeitig aus dem Wasser zu flüchten.

Der Komodowaran ernährt sich nur von Fleisch. Er streckt ihre lange Zunge in die Luft, um mit ihr Beute zu erschnuppern. Selbst wenn sich diese rund 9,5 km weit entfernt aufhält, kann der Komodowaran sie „schmecken“.
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wufgaeng

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Trecking auf Pulau Rinja
« Antwort #31 am: 23. Mai 2013, 19:06:23 »

Auf der Insel Rinja gibt es keine Übernachtungsmöglichkeiten. Ich kehrte nach der Wanderung zurück zum Ausgangspunkt, wo Mayang auf mich wartete. Nach über zwei Stunden Wandertour freute ich mich auf eine Cola und einen Kaffee. Das war der erste Tag mit den Begegnungen der Drachenwarane, ein weiterer sollte auf der Insel Komodo folgen.
Die Echsen, die sich unter den Bungalows der Nationalpark-Behörden niederließen und dort im Schatten ihr Schläfchen halten, sind im Allgemeinen für einen aggressiven Angriff auf Touristen zu träge. doch es gibt immer wieder Hitzköpfe und Spinner, die die Tiere auf unnötige Weise reizen oder bedrängen. Von Angriffen auf Touristen wird nicht berichtet, vielleicht auch deswegen, weil man den Tourismus nicht vergräulen will. Schließlich ist dieser eine sehr wichtige Einnahmequelle für die lokale Bevölkerung.

Doch kommt es leider immer wieder zu tödlichen Unfällen bei den Inselbewohnern. Gerade neulich meldete eine Agentur, dass ein Einheimischer im Nationalpark auf Rinja beim Obstpflücken von einer Echse angegriffen wurde und kurz darauf seinen Verletzungen erlag.


Ein junger Hirsch auf der Weide, der junge Drachenwaran an der Wasserstelle.
Manchmal dachte ich, wie bescheuert die Beutetiere doch sein mögen, wenn in unmittelbarer Nähe ein Waran auf sie lauert und der Hirsch dennoch weiter grast. Nur wenige Minuten später wurde der Hirsch gebissen. Das ging so schnell, dass ich es selber kaum mitbekam.


Ein junger Drachenwaran unter dem Bungalow. Die Bewohner füttern keinesfalls absichtlich die freilebenden Echsen, doch kommen sie in der Nähe der Häuser an Küchenreste und Abfälle heran.


Ich kam bis auf zwei Meter an diese Echse heran, bis diese sich aufrichtete und mich bemerkte. Offensichtlich begriff sie, ich wollte sie nicht beißen, sondern nur ein Foto schießen.


Manchmal liegen auch eine ganze Herde der Drachentiere unter den Bungalows. Sie lieben die schattigen Plätze und haben sich anscheinend an die Menschen gewöhnt, die hier hin und her und auf und ab gehen.

Der beeindruckende und sehr aufregende Tag ging zu Ende und wir mussten zurück zum Boot, auf dem ein einfaches, aber leckeres Abendessen wartete.
« Letzte Änderung: 24. Mai 2013, 07:07:24 von Kern »
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drwkempf

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Re: Bali und die Inseln Flores, Rinja und Komodo
« Antwort #32 am: 23. Mai 2013, 23:11:14 »

Hat der Waran in #33 etwa gelächelt? ???

Schöne Photos

Wolfram
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Kern

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Re: Trecking auf Pulau Rinja
« Antwort #33 am: 24. Mai 2013, 07:37:07 »

Zur Erläuterung: Wolfram bezieht sich auf diese Passage ...
Manchmal dachte ich, wie bescheuert die Beutetiere doch sein mögen, wenn in unmittelbarer Nähe ein Waran auf sie lauert und der Hirsch dennoch weiter grast. Nur wenige Minuten später wurde der Hirsch gebissen. Das ging so schnell, dass ich es selber kaum mitbekam.
... was aber durch die Löschung des vorhergehenden Beitrags (im Sinne von Wolfgang) nun etwas schwer nachvollziehbar war.

Mein Gedanke dazu: Lächeln wäre auf jeden Fall cleverer als den "damischen Hirschen" laut auszulachen.  :-)
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wufgaeng

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Eine Nacht vor Komodo
« Antwort #34 am: 24. Mai 2013, 13:03:44 »

Die Bezeichnung "Hirsch" hat doch bei uns, besonders in Oberbayern, eine zweifache Bedeutung. Zum einen wird das Tier so genannt und zu anderen - ein nicht so freundlicher Ausruf im Straßenverkehr. Dieser Hirsch tat mir leid, denn auf ihn trafen beide Bezeichnungen zu.
Zuerst hatte ich den Waran auch nicht entdeckt, bis er aus dem Schatten zur Wasserstelle kam. Zum Glück waren wir keine Hirsche (in der ersten Bedeutung gemeint).
 {--

Den folgenden Abend und die Nacht verbrachten wir auf dem Boot in einer Bucht bei Pulau Komodo. Die Stimmung war romantisch, doch vom Nachbarboot dröhnte Technomusik mit viel dumpfen "bum bum bum bum" das man sogar im Zwerchfell spürte. Sofort kamen mir Erinnerungen an andere bekannte Partyplätze, wie beispielsweise in Ko Phangan oder Ko Phi Phi auf. Junge Leute amüsieren sich gerne, die älteren auch. Aber warum muss das mit einer Folter für die Ohren verbunden sein?
 --C

Unsere Köchin an Bord brachte Besseres zustande und der Abend verlief mit einem kulinarischen Genuss.

Geschlafen wurde auf dem Deck, an Privatsphäre gar nicht zu denken. Die Köchin schlief gleich nebenan, der Junge auf dem Oberdeck und der Kapitän in seinem Kabüffchen. Bei meinem nächtlichen Austritt, dreimal die Nacht, musste ich mich vortasten und über die Köchin steigen. Ziemlich unhöflich, aber es ging nicht anders.


Der Bootsjunge am Steuer, das Boot war bereits an der Mooring verankert.


Die Köchin beim Zubereiten unseres Abendessens. Manche vollbringen unter den einfachsten Voraussetzungen wahre kulinarische Wunderwerke, diese liebe Frau hatte es drauf!



Dämmerung in einer Bucht bei Komodo.




Andere Ausflugsboote in naher Nachbarschaft
« Letzte Änderung: 24. Mai 2013, 13:50:12 von wufgaeng »
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Tobi CR

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Re: Bali und die Inseln Flores, Rinja und Komodo
« Antwort #35 am: 24. Mai 2013, 13:47:41 »

So, nun auf dem Boot und in sicherer Entfernung
zu den Echsen, traue ich mich auch wieder in deinen
Thread  :) .
Ich mach mir ja wirklich nicht schnell in die Hosen, aber
beim Anblick dieser Urviecher stellen sich dann doch die
Nackenhaare auf.

PS. - und jetzt sag nicht, die schwimmen nachts ans Boot
        und schauen über die Reling...  >:



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somtamplara

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Re: Bali und die Inseln Flores, Rinja und Komodo
« Antwort #36 am: 24. Mai 2013, 14:04:34 »

Einfach mal wieder zwischendurch: super beeindruckende Bilder  {*
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wufgaeng

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Der Morgen bei Komodo
« Antwort #37 am: 24. Mai 2013, 14:25:31 »

Noch sind wir auf dem Boot, nach dem Frühstück ging es zur nächsten Begegnung mit den Monsterdrachen, nach Pulau Komodo.
Ich kann Tobi mit gutem Gewissen beruhigen, denn die Biester schwimmen schlecht, kommen nicht an Bord und aus meinen Bildern heraus beißen sie nicht mehr.

Der Schiffsverkehr nach Komodo war lebhaft, schon in der Früh knatterten Zubringerboote dicht an uns vorbei. Ein weiterer Wandertag stand mir bevor.

Komodo ist eine ehemalige Strafgefangenen-Insel. Die Bevölkerung von etwa 2000 Inselbewohnern sind Nachkommen ehemaliger Häftlinge, die auf der Insel ausgesetzt wurden und sich mit den Bugis aus Sulawesi vermischt haben.
Bekannt aber wurde diese Insel durch die übergroßen Drachenwarane, über die ich in den vorausgegangenen Beiträgen von Rinja schon berichtete. Die auf Komodo schienen noch mal größer zu sein, ein neues Abenteuer stand uns bevor.

Erst mal genossen wir die ersten Sonnenstrahlen und die vom Morgenlicht beleuchtete Komodo-Küste.


Die ersten Sonnenstrahlen treffen auf die Pinnackle vor der Komodo Küste.


Die Küste von Komodo im Morgenlicht.


Fahrt entlang der Küste. Ständig wunderbare Ausblicke auf die Hügelkette.


Versorgungsboote bringen notwendige Lebensgüter zu den Inselbewohnern.
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Auf der Drachennsel Pulau Komodo
« Antwort #38 am: 24. Mai 2013, 16:54:12 »

Am Landungssteg in der Bucht Loh Liang auf Komodo war deutlich mehr Betrieb, als einen Tag vorher auf Rinja. Wir mussten einen freien Platz vor dem Steg regelrecht "erkämpfen". Viele Ausflügler kommen von Labuan Bajo für einen Tag mit dem Schnellboot, um schnell Mal die Monsterwarane zu sehen. Besser als gar nicht, doch sollte man sich für eine zwei- bis dreistündige Treckingtour Zeit nehmen.

In Loh Liang, der Behördensiedlung von Komodo, gibt es auch ein offenes Cafe und Restaurant auf Stelzen. Mayang wollte erneut auf mich warten, denn sie hätte wieder Angst, mit mir auf Tour zu gehen. Ich führte Mayang die Stufen hoch zur Veranda, wo sie schnell Bekanntschaft mit anderen einheimischen Mädchen fand. Auf dem Rückweg von der Veranda sah ich mit großen Schrecken so ein Monsterviech unter den Stufen, das offensichtlich wohlernährt im Schatten seine Siesta hielt. Ich sagte Mayang lieber nichts, sonst wäre sie auch von der Veranda geflüchtet.

Ein Ranger, namens Jacki, wurde mir wieder zugeteilt und los gings; für zwei Stunden in die Landschaft, die wieder eine anderen zu sein schien, als ich sie auf Rinja erlebte.


Ankunft am Landungssteg von Loh Liang, der Berhördensiedlung von Pulau Komodo.
Der Bootsjunge sorgte für eine freie Lücke zwischen den anderen Booten, man half sich gegenseitig.


Der Strand von Loh Liang ist zum Baden nicht geeignet. Die Warane laufen auch dort herum.


Komodo, ein UNESCO Naturerbe.


Das Monster unter den Stufen. Die Restaurantbesucher merkten es gar nicht.


Nette andere Entdeckung unter einem Bungalow, vor denen wir aber keine so große Angst zu haben brauchten.
« Letzte Änderung: 24. Mai 2013, 17:42:07 von wufgaeng »
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Auf der Dracheninsel Komodo
« Antwort #39 am: 24. Mai 2013, 17:10:00 »

Ich setze hier eine Karte, die die Möglichkeiten zeigt, die man als Besucher auf der Insel Komodo hat. Ich wählte den Long Trek und war mit Jacki, meinem Ranger, zwei bis zweieinhalb Stunden unterwegs. Für Leute mit mehr Zeit und Kondition bietet sich der Adventur Trek an.
Die Wege sind sehr gut gepflegt, die Eintritssgebühr für den Naturpark, die ich schon auf Rinja bezahlte, gilt auch für drei Tage auf Komodo.

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Auf der Drachennsel Pulau Komodo
« Antwort #40 am: 25. Mai 2013, 18:17:38 »

Jacki der Ranger und ich wählten den Long Trek, der uns auch über die Hügelkette von Komodo und zum Sulphurea Hügel führte. Jeder von uns mit einem Gabelstock ausgestattet führte mich der Ranger den Treckingpfad entlang durch den Dschungel und auf die Hügelspitze von Komodo.

Der Treckingpfad war erstaunlich gut angelegt und gepflegt. Schon bei einem kleinen Anstieg fand man Stufen und über kleine Bäche und Wasserläufe baute man Stege und Brücken.  An jeder Weggabelung oder -kreuzung informierten Wegweiser die Richtung und die etwaige Restzeit der noch bevorstehenden Strecke. Ein Trecker oder Bergwanderer würde diese Wege abschätzig als Senioren- oder Rentnerpfade bezeichnen, wären da nicht die gemeingefährlichen Monsterdrachen, die aus jedem Busch oder von jedem Baum plötzlich aufkreuzen konnten.
Immer wieder begegneten wir so einen ausgewachsenen Neuzeitdino und ein paarmal konnte ich bis auf wenige Meter an ihn herankommen, um sein Portrait zu knipsen. An der Stellung und Bewegung des Schwanzes, kann der Ranger ziemlich genau die Reaktion des Reptils und sein Vorhaben erkennen, ob er in einem aggressiven Zustand und auf Angriff aus war, oder ob er gelassen und wohlernährt zur Wasserstelle watschelte.

Die jüngeren Warane leben meist auf Bäumen, davor schützen sie sich vor ihren eigenen älteren Artgenossen, die wegen ihrer Übergröße nicht mehr auf die Bäume kletterrn können. Sie sind darauf programmiert, denn ältere Warane sind dem Kannibalismus durchaus zugeneigt, und selbst Elterntiere kennen bisweilen keine Verwandten, solange der Nachwuchs ihnen noch in mundgerechter Größe über den Weg läuft. In luftiger Höhe ernähren sie sich von Insekten, Eidechsen, Schlangen und Vögeln und kommen erst mit einer Größe von etwa einem Meter wieder herunter auf den Boden.


Auf dem Treckingpfad auf Komodo.


Ein Waranenportrait aus nächster Nähe.


Ein Monsterdrachen auf dem Weg zur Wasserstelle.


Ausblick in die Landschaft von Komodo.


Der Weg zum Sulphurea Hügel, dem höchsten Aussichtspunkt unserer Treckingtour.

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Auf der Dracheninsel Pulau Komodo
« Antwort #41 am: 26. Mai 2013, 13:16:36 »

Die vielen Eindrücke, die ich auf Komodo machte, konnte ich gar nicht alle so schnell verarbeiten. Im Nachhinein ist das leichter, denn noch viele Informationen über die ehemalige Strafkolonie Komodo holte ich mir aus dem Internet. Der Ausflug aber hat sich gelohnt und die Erlebnisse bleiben lang in Erinnerung. Woanders auf der Welt wird man kaum Begegnungen mit den direkten Nachkommen der Dinosaurier erleben. Zeitweise fühlte ich mich versetzt in den Jurassic Park.


Ausblick vom Sulphurea Hügel auf die Loh Liang Bucht.
Das zerklüftete Hügelland der Inseln verrät den vulkanischen Ursprung.
Außer einem waldigen Gebiet im Süden besitzT die Insel eigenartige Steppenlandschaften, in denen vereinzelt oder in Gruppen schlanke Lontar-Palmen aufragen.
Komodo ist bewohnt von den Nachfahren von Sträflingen, die ein Sultan in früheren Jahrhunderten dorthin verbannt hatte.


Der Waran ist ein lebendes Fossil und ein direkter Nachfahre der Dinosaurier.
Die Echse liegt scheinbar leblos im Schatten des Baumes, doch Vorsicht war geboten. Sie werden unglaublich schnell aktiv.
Eine gefährliche Waffe ist auch der lange Schwanz, der zunächst eingerollt wird, um dann kräftige Schläge zu verteilen.


Ein Erinnerungsfoto: Der Drachenwaran und meine Wenigkeit. Ein Vergleich zu dieser Riesenechse mit etwa 100 kg.
Ranger Jacki knipste mich, während ich mich ganz vorsichtig von hinten an das Tier heranwagte.
Die Neuzeitdinos sind keine niedlichen Echsen, es sind Raubtiere.


Bootssteg in Loh Liang, der Zugang in den Nationalpark.
Nach der Rückkehr war der Anlegesteg von fast allen anderen Ausflugsbooten bereits verlassen, für uns blieb noch Zeit für einen Strandbesuch auf der Nachbarinsel.


Wunderschöner weicher Sandstrand ohne Warane. Hier konnten wir einen kurzen Badeaufenthalt einlegen, ohne dass uns ein Monster erschnuppert hätte.
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Zurück nach Labuan Bajo auf Flores
« Antwort #42 am: 26. Mai 2013, 16:18:09 »

Die Rückfahrt auf der leicht bewegten Savu Sea von Komodo nach Labuan Bajo dauerte etwa 5 Stunden. Wir hatten Glück und hatten eine kaum bewegte See. Andere Reisende berichteten von einer ständig bewegten Überfahrt und dem entsprechenden Seekrankheiten der Passagiere. Ich erlebe oft, dass ausgerechnet Leute, die am Meer leben und eigentlich das Wasser und den Ozean gewohnt sein müssten, besonders schnell "mabuk laut", auf deutsch seekrank werden.
 {/

Unsere Köchin vollbrachte wieder mal Köstliches und der Gedanke an "seekrank" war damit schnell verdrängt.
 ;)
In Labuan Bajo blieb noch zeit für einen weiteren Ausflug zu einer märchenhaften Höhle, die mich an meinen letzten Tauchgang in Ko Haa in der Nähe der Phi Phi Insel erinnerte. Wir nennen den Ort in den Südthailändischen Gewässern "die Kathedrale", denn auch dort scheint die Sonne in die Höhle durch verschiedene Spalten und Löcher und verursacht ein Naturspektakel, wie man es kaum woanders vorfindet:

Die Batu Cermin Höhle ist in eine außergewöhnliche eindrucksvolle Felsformation und befindet sich in der Nähe Labuan Bajo. Durch Löcher in der Höhle finden Lichtstrahlen ihren Weg und scheinen an die Innenwände, wo sie dann eine spektakuläre Naturshow durchzuführen. Dieser faszinierende Effekt wird von einigen glatten, spiegelnden Felsoberflächen, die Licht reflektieren, verursacht. Daher kommt der Name der Höhle Batu Cermin, was etwa der 'Spiegel Rock' in indonesisch bedeutet. Wenn man diesen visuellen Genuss in seiner ganzen Schönheit erleben will, muss man zur richtigen zeit dort sein. Je nach der Jahreszeit, treffen die Sonnenstrahlen das Loch zwischen 9 und 10 Uhr.

Ein Gehweg mit vielen Stufen führte uns entlang zu den letzten Metern in die Höhle und durch eine Reihe von Vorkammern schließlich in den eigentlichen "Spiegel Rock" Höhlenraum. Dort im Inneren der Höhle tummeln Kolonien von Fledermäusen. Während wir Fledermäuse in Hülle und Fülle sahen, hatten wir auch viel Glück, die lokalen Spinnen zu beobachten, die dann sehr schnell aus den Augen huschten.



Eine Fischersiedlung auf der Insel Pulau Papagaram Kecil vor Flores.


Zurück in Labuan Bajo.


Auf dem Weg zur Batu Cermin Höhle.


Nocha in der Batu Cermin Höhle.


Mayang und Nocha wurden gute Freunde. Ein letztes Foto bei einem gemeinsamen Abendessen.

Damit bin cih am Ende meiner Berichte über die Insel Flores, Rinja und Komodo und den Nachkommen der Dinosaurier, den Komodo Drachenwaranen.
Das selbe Flugzeug der Fluggesellschaft Aviarstar brachte uns wieder zurück nach Denpasar auf Bali.
Eine Woche verblieb ich noch auf Bali und wenn ihr wollt, dann berichte ich ein bisschen über die verbleibenden Tage auf Bali weiter.

 :) Woll ma noch? ???
« Letzte Änderung: 26. Mai 2013, 16:23:27 von wufgaeng »
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Re: Bali und die Inseln Flores, Rinja und Komodo
« Antwort #43 am: 26. Mai 2013, 17:09:38 »

Immer her damit

schöne Bilder

und tolle Berichte

grüsse

Jürgen
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wieder auf Bali
« Antwort #44 am: 26. Mai 2013, 19:43:38 »

Hallo Jürgen,
nach unserer aufregenden Tour und den Erlebnissen auf Rinja und Komodo hatte ich noch fast eine Woche auf Bali verbracht. Ich kram gerade in meiner digitalen Bilderkiste, was für ein paar weitere Berichte interessant wäre.
Gleichzeitig aber setze ich auch meine Bilder in anderen Foren, die sich aber mehr auf die Fotografie mit der notwendigen Bildbeschreibung beziehen.
Ich plane schon wieder meine nächste Reise nach Indonesien, nach Nabucco, eine Insel im Maratua Atoll südöstlich von Kalimantan. Mehr darüber demnächst.

... morgen gehts weiter mit Beiträgen aus Bali, ein paar Berichte habe ich noch parat.  
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